Posts by Grimminger

    ^

    Ich kann da leider keinen Text sehen. Der obige Link scheint nicht zu funktionieren. Doch ich denke, daß es um folgendes Projekt geht, in dem der Kirchturm in ein neues Wohnhaus integriert wird. Gefäll mir auch recht gut. So hat der Turm eine neue Nutzung gefunden

    Na es gibt ja auch keinen Link. Habe die Fotos direkt eingebunden. 😉

    Wohnen auf der Verkehrsinsel erscheint nicht so toll, die Pistoriusstraße ist allerdings nur zu den Hauptverkehrszeiten verkehrsreich, ansonsten ganz angenehm.

    Hallo liebe Leute,


    Neuigkeiten aus Weißensee, die sicher schon länger bekannt sein dürften. Ich habe gerade die Post der Kirchengemeinde geöffnet, die hier seit Wochen verstaubt. Dabei tat sich Erfreuliches auf (also in meinen Augen zumindest): Die Neu- bzw. Nachnutzung und bauliche Ergänzung des Bethanienturmes nimmt wohl konkrete Gestalt an. Ich finde das Ganze sehr gut, vor allen Dingen wenn man sich den Mirbachplatz heute anschaut. Naja, seht und lest selbst:


    stadtbild-deutschland.org/foru…dex.php?attachment/27742/



    Warum es das obere Bild mit Text immer verdreht einstellt, weiß ich nicht. Ich hoffe, man kann den Text auch so lesen.


    Liebe Grüße

    Das sehe ich genauso, allerdings würde es der Wilhelmstraße durchaus helfen, wenn dort Gebäude rekonstruiert (man wird ja wohl noch träumen dürfen) oder zumindest in einem neuklassischen Stil a la Patzschke errichtet werden würden. Zwischen Halleschem Tor und UdL ist ja wirklich überhaupt nichts zu holen...

    Man mag mich jetzt bitte nicht gleich kreuzigen, aber aus welchem Grund hat man das Café nicht in die so oder so leere Kuppel gebaut und zu den Linden hin einen netten und völlig unaufdringlichen Außenbereich geschaffen? Ich weiß, hätte, wäre, könnte, aber das ist ja sowas von naheliegend!

    Und hier der Hinweis auf einen Artikel in der RNZ, der sich mit der Frage der Nicht- bzw. Kaum-Zerstörung Heidelbergs befasst und eine weitere wilde Spekulation ins Spiel bringt:


    https://www.rnz.de/nachrichten…toerung-_arid,532005.html


    In diesem Zuge erschien heute ein weiterer Artikel. Eines dieser angeblichen Flugblätter ist indes immer noch nicht aufgetaucht. Und solange es keine Beweise hierfür gibt, kann ich diese Theorie leider nicht unterstützen:


    https://www.rnz.de/nachrichten…efallen-_arid,532560.html

    Lieber Heimdall,


    so ein Quatsch. Die Fläche ist schon lange überbaut. Am Alexanderplatz wird es selbst mit allem Wünschen und noch mehr Beten keine Änderung geben. Das ist aber auch in Ordnung, so, wie es ist. Berlin braucht diese Fläche, egal ob für aktuelle Themen oder aufgrund historischer Couleur. Der Alex ist eigentlich restlos scheiße und darin schon wieder phänomenal. Berlin hat noch einige gute Jahre vor sich. Und auf diese Jahre freue ich mich. :*<3:gutenacht:

    Naja, das sollte kein Statement sein. Im Zuge der Kombilösung wurde der Brunnen abgebaut und es war klar, dass er danach wieder aufgebaut wird. Und bei Ludwig I. von Baden sollte es tatsächlich keine oder kaum Berührungspunkte mit Imperialismus und Kapitalismus geben. huh:)

    Heilbronn ist immer noch und immer mehr eine sehr lebenswerte Stadt. Nicht zuletzt die BuGa im letzten Jahr haben zu einem enormen Aufschwung und einer Aufwertung der Innenstadt geführt. Der Mäzen Dieter Schwarz (Lidl und Schwarz), die Documenta sowie die DHBW (Duale Hochschule Baden-Württemberg) sind die Leuchttürme des sich neu erfindenden Heilbronn.

    Für mich strahlt Heilbronn immer noch etwas heimeliges, gemütliches aus, obwohl die Altstadt sicher zu 98% mit Gebäuden aus den 50ern und 60ern bebaut ist. Die verbliebenen Bauten, namentlich Deutschhof, Fleischhaus, Hafenmarktturm, Fassade Haus Zehender, Käthchenhaus, Bollwerksturm, Götzenturm, Stadtarchiv, Nikolaikirche, Fleinertorbrunnen und die beiden absoluten Highlights Rathaus und Kilianskirche (ja, das wars in der Altstadt) geben trotz allem einen guten Eindruck des alten Heilbronn. Leider ist kein einziges Fachwerkhaus übriggeblieben...


    Meine Oma erzählte immer von der Bombennacht am 04. Dezember. Heilbronn hat zwei Tage gebrannt, bis in ihr Heimatdorf (15km entfernt) konnte man das Feuer sehen. Als sie vier Tage nach dem Angriff das erste Mal in der Stadt war, um Verwandte zu besuchen, die zum Glück alle u erlebt hatten, muss Heilbronn ein grauenhaftes Bild abgegeben haben. Vom Wollhaus konnte man bis zur Kilianskirche und praktisch durch oder über die ganze Stadt blicken. Damals wurden noch überall Leichen geborgen.


    Naja, warum ich eigentlich schreibe: ich hatte eben 20min Aufenthalt und habe einige wenige Bilder gemacht, die ich einstellen möchte.


    Unten zu sehen, das Schießhaus. Ein Rikokogebäude aus dem Jahre 1770. Innen ein prächtiger Rokokosaal mit reichen Stuckarbeiten erhalten. Heute als Veranstaltungsort der Stadt HN genutzt. Im schönen Rosengarten ein Pavillon aus der Erbauungszeit.


    stadtbild-deutschland.org/foru…dex.php?attachment/26590/


    Die Pfosten zum Garten ebenfalls aus der Erbauungszeit:


    Am Hbf ein Bauschild, das auf einen neuen Übergang hin zum ehemaligen BuGa-Gelände verweist:



    Die nächsten Bilder zeigen das wunderschöne Postamt No. 2, ein Gebäude des Neorenaissance aus dem Jahre 1906. Leider konnte ich die Straßenseite nicht wechseln, da die Bahn sich nicht vom Fleck rührte:






    Als nächstes der Hbf, meiner Meinung nach ein gelungener und unaufdringlicher Bau der Nachkriegszeit aus dem Jahre 1958:



    Davor der Willy Brandt Platz, der vor einigen Jahren neu gestaltet wurde. Hier fährt die S-Bahn nach Karlsruhe oder Richtung Öhringen:



    Und zum Abschluss ein Bild zur anderen Seite, hinter diesem Wunderwerk der Architektur liegt versteckt das Schießhaus:


    Hier sollte unbedingt auch Ulrich Müther erwähnt werden, der "Superstar" der DDR-Architektur, wenn man so will. Seine Bauten dürften jedem bekannt sein, egal ob die Gaststätte "Ahornblatt", die Bauten am Fuße des Fernsehturms oder eben der "Teepott" in Warnemünde:


    https://de.wikipedia.org/wiki/Ulrich_M%C3%BCther


    Inwiefern Frei Otto von Ulrich Müther beeinflusst war, oder eben umgekehrt, vermag ich nicht zu sagen. Ich freue mich auf jeden Fall auf diesen Strang hier. Vielen Dank, Löbenichter.

    Als kleiner Nachtrag noch der Link zum Hotel selbst mit Ansichten aus dem Inneren (auf der Startseite oben rechts "hier geht es zur Bildergalerie") sowie historischen Fotos und Darstellungen der Fassade (zu finden unter "Renaissance-Jubiläum"):


    https://www.hotel-ritter-heide…tel/hotel-zum-ritter.html


    Im Übrigen war der Ritter Interims-Rathaus der Stadt von 1693 bis zur Fertigstellung des neuen Rathauses am Marktplatz im Jahre 1703. Weil wir es neulich über Brennbarkeit und Bombardierung hatten: dass der Ritter die Belagerungen und Zerstörungen Heidelbergs im 17. Jahrhundert überstand, lag an seiner Bauart: Stein.

    Das stimmt so natürlich auch für Pforzheim und Heilbronn nicht, die Industriezentren waren und /oder kriegswichtige Industrien aufwiesen.

    Aaaaaber, das soll nicht das Thema hier sein. Weiter geht es daher mit Bildern aus der Altstadt.


    Wir kommen zunächst zu zwei absoluten Highlights der Altstadt, deren Sanierung erst letztes Jahr abgeschlossen wurde und die beide für sich absolut umwerfend und einzigartig sind, gleich ob renoviert oder mit Spuren der Zeit.


    Ich möchte mit der Hofapotheke beginnen, deren Geschichte ich hier nur kurz umreißen möchte. Eine Hofapotheke befand sich (neben der Apotheke im Schloss, die sich jedoch nicht im sog. Apothekerturm befand) wohl schon seit dem frühen 15. Jahrhundert in der Altstadt. Das heutige Gebäude wurde vermutlich nach Plänen des großen Baumeisters Johann Jakob Rischer nach der Zerstörung des mittelalterlichen Gebäudes an selber Stelle am Marktplatz (Hauptstraße 188) errichtet. Die Kurpfälzische Hofapotheke gehört zu den frühesten und zu den prächtigsten Barockbauten, die nach der großen Zerstörung 1693 errichtet wurden. 1701 war der Neubau fertiggestellt. Die Hofapotheke zeichnet sich durch ein heidelbergtypisches Zwerchhaus aus, welche man häufig in der Altstadt antrifft. Diese können als Reminiszenz an die giebelständigen Vorgängerbauten gesehen werden. Aus brandschutztechnischen Gründen sowie aufgrund des damals modernen barocken Baustils sollte Heidelberg als traufständige Stadt neu errichtet werden. Dies jedoch auf dem alten Straßengrundriss und den ehemaligen schmalen Parzellen. So ergibt sich auch die recht schmale Fassade zum Marktplatz und die sehr lange Fassade in der Apothekergasse. Für Bauten Rischers Typisch sind die reichen Schmuckelemente an der Fassade, wie die Säulen mit vergoldeten Kapitellen, Pilaster, die Eckrustizierung (In HD häufig anzutreffen) sowie das kurpfälzische Allianzwappen im Sprenggiebel über dem Eingang. Nachdem die Residenz nach Mannheim verlegt wurde (1740) ging die Apotheke in Privatbesitz über. Ich erinnere mich noch daran, als hier ein McDonalds ansässig war. Danach kam ein koreanischer Souvenirladen, nach der Sanierung ist ein Vapiano ansässig (der allerdings nicht mehr offen hat, ich weiß aber nicht, ob endgültig oder aufgrund von Corona). Als kurpfälzischer Hofmedicus wirkte übrigens Daniel Nebel, dessen riesiges Wohnhaus aus dem Jahre 1709 sich in der Heiliggeiststraße 2 befindet.



    Eine meiner Meinung nach ganz tolle Sanierung, es macht richtig Spaß, dieses Gebäude zu betrachten. Im Inneren allerdings nichts mehr historisch. Im zweiten OG befand sich lange eine Tanzschule, was oder wer nun hier zu finden ist, entzieht sich meiner Kenntnis.

    Anbei noch ein Link zu einem Bild vor der Sanierung:


    https://upload.wikimedia.org/w…rsion_ohne_Mc_Donalds.jpg


    Weiter geht es zum bekanntesten Profanbau Heidelbergs, dem Renaissancebau des Hotels zum Ritter St. Georg, fertiggestellt 1592. Erbauer des vielleicht prächtigsten erhaltenen Renaissance-Wohnhauses auf dem Gebiet des heutigen Deutschlands war der hugenottische Glaubensflüchtling Charles Belier, der aus Valenciennes stammte und durch Tuchhandel reich wurde. Belier bedeutet Widder, welcher wiederum das Familienwappen der Beliers war. Diese Widder sind am Gebäude direkt über dem Eingang als Relief im Erker zu finden. Rechts davon finden sich die Abbilder zweier Freunde der Beliers, des Kur-Administrator Johann Casimir und seiner Frau Elisabeth von Sachsen, sowie direkt darüber Charles Belier und seine Frau Francina. Andere Quellen deuten die Reliefs unte dem Erbauer-Ehepaar als deren Kinder. Das Haus zeichnet sich durch reichen Fassadenschmuck aus. Besonders interessant die drei an der Fassade in goldenen Lettern angebrachten Sprüche:


    1. Si jehova non aedificet domum, frustra laborant aedificantes eam (Sinngemäß: Wenn nicht Jehova das Haus erbaut, arbeiteten seine Bauleute vergeblich)


    2. Persta invicta, venus (Bleibe (stets) unbesiegt, Schönheit)


    3. Soli deo gloria (Ehre sei Gott allein)


    Das Gebäude wurde Ende des 17. Jahrhunderts das erste Mal als Gaststätte erwähnt und war seitdem durchgängig als Gaststätte oder Herberge genutzt. Der Name des Gebäudes bezieht sich auf die auf dem Giebel angebrachte Ritterfigur.


    Zunächst ein Link zu einem Bild, das den Zustand vor der Sanierung zeigt.


    https://upload.wikimedia.org/w…r_von_Norden-20110708.jpg


    Auffällig ist, dass im Zuge der Instandsetzung auch abgeschlagene/abgeplatzte Pilaster neu ergänzt und weitere Teile ersetzt wurden. Außerdem wurde die Fassade gereinigt. Das Ganze ist meiner Meinung nach sehr gelungen:



    So viel erst einmal hierzu, morgen folgt dann die sanierte Fassade inklusive Anbau des Wormser Hofes.

    Lieber VaterRhein,


    solche Betrachtungen sind natürlich ungemein interessant und ja, Heidelberg hat viel mehr Aufmerksamkeit verdient. Alleine die historische Bedeutung der Kurpfalz für das HRR und die damit einhergehende Stellung Heidelbergs sind ja eigene Beiträge wert. Trotz allem möchte ich den Fokus in meinen Beiträgen auf die Altstadt und die Sanierungen der letzten Jahre legen. Nach einigem Vorgeplänkel komme ich in meinem übernächsten Beitrag hierzu.


    Weiter geht es, die Neue Schloßstraße hinunter. Nachfolgend das Verbindungshaus der Verbindung "Rupertia", Schloßberg 27, errichtet 1894-1896. Die hier zu sehende Rückfassade zur Stadt, aufgenommen von der Neuen Schloßstraße:



    Das nächste Gebäude ist Neue Schloßstraße 3:



    Nebst zugehörigem Portal:



    Etwas weiter Neue Schloßstraße 7:



    Ein Blick aus der neuen Schloßstraße gen Dicker Turm des Schlosses. Dieser der mächtigste Turm des Schlosses mit bis zu 7 Metern dicken Mauern. Durch seine exponierte Lage zur Stadt war er naturgemäß Angriffen am ehesten ausgesetzt. Gemeinsam mit der Mauer, auf der sich der Stückgarten befindet, wurde er unter Kurfürst Ludwig V. 1533 errichtet und im Jahre 1693 von den Franzosen gesprengt. DIe nördliche Hälfte stürzte in die verwüstete Stadt, später erhielten die Bewohner Heidelbergs die Erlaubnis, Steine des Dicken Turms zum Hausbau zu verwenden. Das Haus zum Riesen sowie die Akademie der Wissenschaften enthalten Steine aus dem Dicken Turm.



    Weiter geht es mit einem weiteren sehr markanten neugotischen Haus, dem Haus des Corps Vandalo-Guestphalia (1882/Anbau mit Turm 1892), errichtet von dem uns schon bekannten Johan Remler:





    Auf unserem Weg zum Marktplatz, bei dem ich direkt eine der neuesten Sanierungen vorstellen möchten, gehen wir durch die herrliche Oberbadgasse. Wie alle der Gassen rund um die Ingrimstraße bzw. in der Altstadt von 1200/1220 ausgesprochen pittoresk, heimelich und sehenswert. Heidelberg einfach: