Schweizer Pendant zu "Stadtbild Deutschland e.V."

  • www.archicultura.ch - Stiftung für Ortsbildpflege in der Schweiz



    Haben wir diese Seite bereits in unserer Auflistung? Ich finden hier im Forum nichts über die Schweizer Einrichtung, dem Pendant zu Stadtbild Deutschland!^^ Vielleicht könnte man von Seiten Stadtbild Deutschland e.V. Kontakt zur Stiftung in der Schweiz aufnehmen, ausbauen, gegenseitig verlinken usw.?!

  • Danke für diesen Link. Ich habe allerdings noch nie etwas von dieser Stiftung gehört, obwohl sie schon seit 1996 existiert. Leider finden sich nirgends Angaben über die Trägerschaft dieser Stiftung wie den Präsidenten und den Vorstand. Es gibt nur eine Liste mit Gönnern, und da sind vor allem Firmen dabei, welche überwiegend nichts mit Architektur am Hut haben (Sportgeräte-Geschäft, Zentralmolkerei, Erdölprodukte, Dolmetscherpool, Immobilienverwaltung etc.), also querfeldbeet ein. Sicher muss man aber um jeden Gönner dankbar sein.


    Ob diese Stiftung noch aktiv ist, weiss ich nicht, aber ich werde nach dem Wochenende mal Kontakt aufnehmen, um Informationen zu erhalten. Jedenfalls spricht mich diese Webseite weder inhaltlich noch graphisch besonders an, nachdem es in der Schweiz viele öffentliche und private Institutionen gibt, die sich intensiv mit dieser Thematik befassen
    Icomos: http://www.icomos.ch/
    Heimatschutzsektionen: http://www.heimatschutz.ch/
    Gerade die Heimatschutzsektionen als private Vereinigungen mit sehr vielen Mitgliedern sind da besonders aktiv, und sind im Schweizer Heimatschutz zusammengeschlossen. Bekanntlich hat die Bevölkerung in der Schweiz ein sehr grosses Mitbestimmungsrecht, und nebst Privatleuten können auch gemeinnützige Institutionen Einsprachen gegen Bauprojekte machen, oder gar Initiativen lancieren.


    Sobald ich eine Antwort von dieser Stiftung erhalte, werde ich hier wieder informieren.

  • Quote

    Sobald ich eine Antwort von dieser Stiftung erhalte, werde ich hier wieder informieren.


    Toll, das wäre prima! Vielen Dank für das Engagement!

  • Sobald ich eine Antwort von dieser Stiftung erhalte, werde ich hier wieder informieren.

    Auch wenn das nun fast 8 Jahre her ist - was war denn das Ergebnis? Wie wäre es mit einem neuen Anlauf in Richtung Archicultura?


    Gerade in der Schweiz mit ihrem Drang zum Klötzchenmodernismus braucht es doch so eine Initiative. Sie ist offenbar auch weiterhin aktiv. Es gibt aktuelle Meldungen. Derzeit engagiert man sich für den Erhalt des Mythenschlosses in Zürich, offenbar ein sehr prächtiger Bau.

  • Von der genannten Website:

    Quote from Archicultura

    Grosse Teile der Schweiz gehören heute zu den baulich hässlichsten Gebieten Europas. Viele Ortsbilder sind arg verunstaltet und/oder gleichen einem architektonischen Chaos. Vielerorts muss sogar von unansehnlichen Bauwüsten oder einer städtebaulichen Katastrophe gesprochen werden.

    Das stimmt allerdings, zwar gibts in Italien auch grauenhaft zersiedelte Täler wie das Ossolatal, aber so etwas häßliches wie das Tal zwischen Brig und Sitten/Sion im Wallis/Valois, wo über zig Kilometer ein chaotisches Gewerbegebiet nach dem anderen kommt, findet sich im Alpenraum außerhalb der Schweiz wohl selten. Wobei beide Städte sehr schöne Zentren haben, wenn man sich mal durch häßliche Vororte zur Innenstadt durchgekämpft hat.


    Aber gut, das Remstal, das so schön sein könnte, ist in Richtung Stuttgart auch unschön zersiedelt, wenngleich der Effekt allein schon durch das deutlich weitere Tal nicht so stark ist.

  • Ich habe einen ganz ähnlichen Eindruck. Als ich das letzte Mal in Basel war, hatte ich auch den Eindruck, dass man noch deutlich weniger wertschätzend mit der historischen Bausubstanz umgeht als bei uns. Auch die Stadtmöbilierung ist sehr modern und wirkt sehr unpassend. Bei uns versucht man wenigstens häufiger noch, durch Platzmöbilierung und Pflaster aufzuwerten, was noch da ist. Dort hatte ich nicht den Eindruck. Ich möchte nichts bei uns beschönigen, aber das erschien mir doch auffällig.

  • Wenn man mal in Vorarlberg von Bregenz nach Feldkirch fährt kommt man auch nur durch Gewerbegebiete, die Bergkulisse gleicht das immerhin aus. Österreich und die Schweiz haben wenigstens noch intakte Stadtkerne, auch wenn es ansonsten manches zu kritisieren gibt. Ich halte mich in der Schweiz allerdings nur in den Alpen auf, da ist die Welt natürlich noch in Ordnung. Davos ist ziemlich modern mit seiner typischen Flachdacharchitektur, aber alles andere als unbehaglich, weil alles sauber und nicht heruntergekommen ist und das Gesamtbild konsequent und stimmig wirkt. Aber vielleicht sehe ich das nur so weil ich dort seit 35 Jahren Urlaub mache und verliebt bin.


  • Eine sehr berechtigte Frage ist das:


    Wie kann man verhindern, dass die Schweiz verschandelt wird?«Wir sollten uns Schönheit etwas kosten lassen»
    Wie kann man verhindern, dass die Schweiz verschandelt wird?«Wir sollten uns Schönheit etwas kosten lassen»


    Städte und Landschaft werden hierzulande durch neue Bauten verschandelt. Der Architekt und Stadthistoriker Vittorio Magnago Lampugnani äussert sich zu Problemen der Stadtplanung in Zürich und der Schweiz.
    NZZ, von Gerhard Mack, 17.2.2018



    Siehe auch: Architektur in der Schweiz und Deutschland im Vergleich

  • Im Innsbruck sieht es auch aus wie wie viele uberbevolkerte Taler im Schweiz - aber wie im Deutschland gibt es regionale Unterschiede aber tendenziell wird um die Altstadte einfach viel Mull gebaut - da ist nicht besserrs als Mannheimer Umfeld.


    Ist die Zulunft kleine Altstadtinseln in grosse Meer von Industrie- und weitlaufige Vororten?