Posts by zeitlos

    Ob es dazu eine objektive Studie gibt?


    Die Wirkung des Geschmiers an traditionellen Fassaden - der Verursacher und seine Anhänger bezeichnen es euphemistisch als Streetart - dürfte uns und allen Freunden von historischen Stadtbildern auf Grund ihrer Präferenz verstärkt und besonders negativ ins Auge stechen.

    Wikos


    Als Ausgleich, Dank und Entgegenkommen für die Bewahrung „unseres“ denkmalgeschützten wie das im Ensembleschutz befindlichen baulichen Erbes wäre auch eine auf den elektrischen Strom bezogene Form der finanziellen Entlastung für diese Gebäudebesitzer denkbar, auch oder zusätzlich durch Schaffung von Ausgleichsflächen. Die Absichten der bayrischen Grünen folgen jedoch offensichtlich ideologischen Gesichtspunkten und dienen vorrangig weder dem Klima- noch dem Denkmalschutz.


    Ansonsten kann man an dieser Stelle nur noch einmal betonen, dass es im Sinne des Stadtbildes bisher weder einen akzeptablen noch einen adäquaten Ersatz an Dachmaterialien im Solarziegelbereich für die farblich matten, rötlichen Dacheindeckungen gibt. Von den wertvollen, handgestrichenen Ziegeln und ihrer harmonischen, chromatischen Wirkung für die Dachlandschaften spreche ich dabei noch gar nicht ...

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    Snork


    Ich sehe, dass Du den Strangtitel geändert hast. Bitte bedenke bei dieser Änderung, dass der Begriff Solardächer sowohl die Gewinnung von elektrischem Strom durch Photovoltaik als auch die

    Solarthermie zur Warmwasseraufbereitung umfasst. Auch wenn hier vorrangig die Photovoltaik zur Sprache kommt, stellen beide Formen aus Sicht des Stadtbildes einen gravierenden Eingriff in die Dachhaut dar. Da die am Bau Beteiligten mit der politisch-ideologischen Vorgabe zu solchen Eingriffen verpflichtet sind, sollte dies auch im Titel dieses Strangs zum Ausdruck kommen und nicht unter den Teppich gekehrt werden. Ich erwähne dies auch, weil es hier Foristen gibt, die sich über die Oberflächlichkeit im Forum beschweren. Der grundlegende Unterschied beider Systeme ist damit erklärt. Sie machen sich jedoch beide die Sonnenenergie zu Nutze. Vielleicht gehst Du nochmal in Dich, revidierst deine Umbenennung und ergänzt den Strangtitel dahingehend. ☀️

    Das faktisches Aus für eine Reko wegen 9 Bäumen, die man andernorts in vergleichbaren Situationen bereitwillig verpflanzt hat? Interessant. Vielleicht liegt es dann doch eher an einer grünen Ideologie als im Interesse des Naturschutzes, wenn Rekonstruktionen aus solch vorgeschobenen Gründen nicht gebaut werden können / sollen...

    Ist das Bürgerbegehren zum Neustädter Markt doch zulässig? (hinter Bezahlschranke!)

    Quelle: https://www.saechsische.de/dre…laessig-5703976-plus.html


    Die GHND schreibt auf ihrer Facebookseite hierzu:

    Quote

    PRESSEMITTEILUNG


    Unterschriftenblatt und Fragestellung zum Bürgerbegehren Neustädter Markt rechtmäßig


    Die Stadtverwaltung Dresden hat am 04.05.2022 auf eine Anfrage des Oberbürgermeisterkandidaten André Schollbach (Fraktion Die Linke) öffentlich mitgeteilt, dass es eine Vorprüfung des Fragebogens zum Bürgerbegehren Neustädter Markt gegeben habe und diese zu dem Ergebnis komme, dass das Bürgerbegehren "unzulässig sein dürfte". Die Initiatoren erfuhren von der Vorprüfung durch die Presse. Eine schriftliche Anfrage der Initiatoren bei der Stadtverwaltung nach den konkreten Gründen und Grundlagen der städtischen Beurteilung blieb unbeantwortet. Am vergangenen Freitag, erfuhren die Initiatoren des Bürgerbegehrens zufällig durch eine Pressevertreterin während einer Pressekonferenz, dass dieser auf Anfrage zwei Gründe genannt worden waren, die nach Auffassung der Stadtverwaltung die Unzulässigkeit des Bürgerbegehrens begründen sollen. Prof. Dr. Christopher Schmidt, Professor an der Hochschule Esslingen und stellvertretender Direktor des Deutschen Instituts für Sachunmittelbare Demokratie (DISUD), war von den Initatoren bereits nach der o. g. Feststellung der Stadt Dresden vom 04.05.2022 beauftragt worden, ein Rechtsgutachten zum Fragebogen zu erstellen, auch wenn zu diesem Zeitpunkt keine konkrete schriftliche Stellungnahme der Stadt zu der von ihr behaupteten Unzulässigkeit des Bürgerbegehrens vorlag. Prof. Dr. Christopher Schmidt beschäftigt sich seit vielen Jahren intensiv mit den Fragen der sachunmittelbaren Demokratie und mit Bürgerbegehren/Bürgerentscheiden. Er hatte die Zulässigkeit des Bürgerbegehrens vollumfänglich geprüft. So konnte er umfassend während der Pressekonferenz am vergangenen Freitag auf die überraschende Konfrontation durch die Presse mit den zwei oben erwähnten konkreteren Punkten der Verwaltung der Stadt Dresden antworten. Prof. Christopher Schmidt kommt zu dem Schluss, dass der Fragebogen des Bürgerbegehrens zum Neustädter Markt einschließlich der gestellten Frage vollumfänglich rechtsgültig ist. Einen kleinen Wermutstropfen gibt es allerdings für die Initiatoren: Alle Unterschriften die zwischen dem 13. und 15. Februar gesammelt wurden, können nicht gezählt werden, da die vollständige Anmeldung des Bürgerbegehrens erst am 16. Februar erfolgte. Die GHND fordert vom Stadtrat eine politische Bewertung des Vorgehens der Verwaltung, die öffentlich vor Abgabe der Unterschriftenlisten eine Stellungnahme zur Zulässigkeit des Bürgerbegehrens abgegeben hat und damit dem Gesamtablauf des Bürgerbegehrens einen schweren Schaden zugefügt hat. Nach der Bekanntgabe durch die Landeshauptstadt Dresden war der Rücklauf der Unterschriftenlisten schlagartig signifikant zurückgegangen. Das Rechtsgutachten kommt dann auch abschließend zu der Auffassung: "...dass ein solches Vorgehen dem Leitbild einer bürger- und partizipationsfreundlichen Kommune nicht entspricht."
    Die GHND konnte die notwendige Unterschriftenzahl daher nicht bis zur Oberbürgermeisterwahl einreichen und muss die Laufzeit entsprechend verlängern, um die Gesamtzahl der Unterschriften zu erreichen.


    Der Vorstand Dresden, 12.06.2022

    Norishalle, Nürnberg -

    geschützte Hässlichkeit durch Denkmalpflege(r) zum Schaden für das Stadtbild


    „ ... Grabers Norishalle ist ein wunderbarer Beleg dafür, dass die Frage, ob ein Objekt Denkmalschutz genießen sollte oder nicht, Experten vorbehalten bleiben sollte. Schutz verdient, was uns und künftigen Generationen anschaulich und in typischer Weise von Geschichte, Kunst, Städtebau, Wissenschaft und Volkskunde der Vergangenheit berichtet. Und das tut die Norishalle wie kaum ein anderes Bauwerk seiner Entstehungszeit in Nürnberg. Persönliches Schönheitsempfinden, das bei jedem Menschen anders ist, dagegen ist ein miserabler Gradmesser ...“


    Quelle: https://www.nordbayern.de/regi…te-architektur-1.12203000

    BIO-Bayer


    Sind die Modelle der Stadttore Einzelanfertigungen oder eventuell Bausätze? Ihrer Erscheinung und der Machart nach erinnern sie mich an vergleichbare Kartonmodellbausätze, die von entsprechenden Firmen zum Kauf angeboten werden. In jedem Fall reizvoll, auch um die Erinnerung daran wach zu halten.

    Der Verlust der Tortürme(!) für die Stadtbilder wird mit ihrer Beseitigung, jedoch spätestens seit einer höheren gesellschaftlichen Sensibilität für das historische Erbe beklagt und kritisiert. Häufig leichtfertig als Verkehrshindernisse beseitigt, dürften diese wichtigen Bauwerke für den Straßenraum sowie die Stadteingänge im Zuge des allgemeinen Zurückdrängens des Verkehrs noch schmerzlicher vermisst werden. Während im 20. Jahrhundert noch weitgehender Konsens über die Kurzsichtigkeit unserer Vorfahren in dieser Causa bestand, versucht die jüngere Geschichtsschreibung diesen Frevel zunehmend zu relativieren mit der Folge, dass das Bedürfnis nach einem äußeren Wiederaufbau bis hin zur Rekonstruktion mit interessanten Nutzungskonzepten wieder einmal vorrangig von der indoktrinierten Denkmalpflege massiv bekämpft wird. Ich halte es deshalb nicht für hilfreich, wenn aus unseren Reihen die Notwendigkeit des Wiederaufbaus von Tortürmen wie in diesem Fall erneut geschehen durch vermeintlich wichtigere oder realistischere Maßnahmen gegeneinander ausgespielt und damit immer weiter auf die lange Bank geschoben wird. Dafür sind diese Bauwerke für die betreffenden Stadtbilder einfach zu wichtig und sollte von unserer Seite in jedem Fall unterstützt werden, wo und sobald dies möglich ist. Danke BIO-Bayer und Heimdall, dass ihr das Anliegen thematisiert. 👍

    Heimdall

    Der „Autounterstand“ erklärt sich aus dem Artikel folgendermaßen:

    „Der Bestand sei dreigeschossig, das Papierlager daneben zweigeschossig. Diese denkmalgeschützten Bereiche würde er gerne mit einem aufgeständertem Gebäude verlängern. Aufgrund des Hochwasserschutzes seien im Erdgeschoss nämlich nur Parken oder Nebenräume möglich.


    Die Visualisierung lässt, was die Materialien und realistische Wirkung des aufgeständerten Erweiterungsbaus zum sogenannten Papierlager (das ist das bestehende kleinere Nebengebäude, welches mit dem größeren Fachwerkhaus durch einen Querbau verbunden ist) mitsamt neuem, verschindelten (?) Verbindungsbau betrifft, tatsächlich Fragen offen.


    Mit einer holzverkleideten Stahlkonstruktion könnte man sich behelfen, sofern sie statisch der möglichen Hochwassersituation wegen notwendig wäre, statt auf eine sichtbare Stahlbetonstützen oder Stahlkonstruktionen zu setzen.

    Damals, in der Hochzeit der gestaltendenden Denkmalpflege, als Schiltachs Stadtbild so maßgebend und vorbildlich saniert wurde, hat man sich noch um Lösungen bemüht, die den Duktus des Bestandes fortschreiben und glücklicherweise noch nicht den heutigen architektonisch indoktrinierten Bruch in der Denkmalpflege zur Bedingung gemacht.

    Mit einer traditionellen Holzständerkonstruktion könnte man daher auch in diesem Fall eine insgesamt optisch harmonische Lösung finden, welche die Architektursprache des Bestandes aufgreift und fortsetzt.

    Das eigentliche Geschoss darüber erfreut zumindest durch eine angenehme Fenstergestaltung und ein klassisches Satteldach ohne wüste Auswüchse. Was die Balkone betrifft, hoffe ich beim Neubau, dass die hölzernen Elemente die Stahlkonstruktion quasi verkleiden. Beim mächtigen, verschindelten Giebel des Altbaus sieht es aber tatsächlich so aus, als bliebe die Stahlkonstruktion bis auf die hölzerne (?) Brüstungselemente der Balkone sichtbar. Das müsste natürlich nicht sein und wurde damals denkmalpflegerisch besser umgesetzt.