Posts by zeitlos

    „Es ist mehr zu retten, als man denkt“ - Verband der Restauratoren VDR


    Quelle: https://www.restauratoren.de/e…jGubROStA408PMsnMKOzZDeoE

    Vielleicht können wir bitte unseren Fokus hier wieder auf die Zerstörung der Ortsbild relevanten Gebäude, Brücken und Denkmälern in den vom Hochwasser betroffenen Städten und Dörfern sowie deren möglichen Wiederaufbau richten? Wenn die politische Vereinnahmung von Themen in diesem Forum keine Rolle spielen soll oder darf, dann bitte auch nicht das Thema Klimawandel.

    Quote

    Denkmal-Dilemma: Steht die Geschichte der Heimat im Weg?


    Die Bausubstanz marode, eine Sanierung viel zu teuer. Seit Jahren stehen die Fugger-Häuser im schwäbischen Bubenhausen leer. Abreißen und neu bauen – die einfache Lösung? So wollen es jedenfalls die Bubenhausener und wenden sich mit einer Petition an den Landtag. Doch ihr Gegner heißt Denkmal- bzw. Ensembleschutz. Die schwierige Abwägung lautet: Was soll man in Bubenhausen bewahren? Einen lebendigen Ortskern mit Neubauten oder alte Häuser mit historischer Bausubstanz?

    Quelle:

    https://www.br.de/mediathek/vi…bGyLlomePfVgTXz1TUJlCcTaY


    Der Beitrag ist ab Minute 35:30 zu sehen.

    SWR-DATENANALYSE ZUR FLUTKATASTROPHE AN DER AHR

    Daten und Fakten zur Hochwasser-Katastrophe - STAND 24.7.2021


    Quote

    Schätzungsweise 3.000 Gebäude beschädigt - fast 500 zerstört

    Die Flut am 14. Juli reißt mindestens 467 Gebäude mit, darunter mindestens 192 Wohnhäuser. Geschäfte, Hotels, Fabriken und Werkstätten werden vom Wasser zerstört. Von den 4.200 Gebäuden entlang der Ahr sind geschätzt mehr als 3.000 beschädigt worden. Das sind mehr als 70 Prozent aller Gebäude.

    Quote

    Daten des EU Copernicus Emergency Management Service


    In der gegenwärtigen Lage ist das tatsächliche Ausmaß des Schadens schwer abzuschätzen. Satellitenbilder liefern eine erste Möglichkeit, aus der Vogelperspektive Daten vor und nach der Flut abzugleichen. Daraus lässt sich eine grobe Schätzung der Schäden an Gebäuden, Flächen und Infrastruktur ableiten. Grundsätzlich tendiert diese Perspektive laut Experten dazu, das Ausmaß eher zu unterschätzen. Die tatsächlichen Schäden sind häufig größer und nicht immer auf den Luftbildern zu erkennen. Der SWR hat die Rapid Mapping Analyse der Europäischen Kommission ausgewertet und die Informationen in den hier gezeigten Karten und Charts aufbereitet. ...


    ... Im Falle der Flutkatastrophe an der Ahr hat Copernicus EMS am 21. Juli 2021 Karten und Daten zu einer ersten Abschätzung der Schäden veröffentlicht.

    Quelle: https://www.swr.de/swraktuell/…0wJsjM4S04TQ1WfaOVswo04yI

    Länderspiegel vom 24. Juli 2021 (Video verfügbar bis 25.07.2022)


    Themen u.a.:

    Was stand eigentlich früher anstelle des Kulturzentrums am Münsterplatz?

    Auf den Seiten der Bauforschung Baden-Württemberg findet man diese Informationen zum ehemaligen Eckgebäude Wessenbergstraße 43 als Teil des Wessenberghauses, ehem. Domhof (Wessenbergstraße 41) lediglich mit einer Aufnahme der Gebäuderückseite:

    https://www.bauforschung-bw.de…hnhaus-in-78426-konstanz/


    Der Liste von Konstanzer Häusernamen (vor1877) in der Wikipedia (https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_H%C3%A4usernamen_in_Konstanz)

    können die Bezeichnungen für das ehemalige Eckhaus Wessenbergstraße 43, dort auch "Pfründhaus St. Lukas" genannt, "Zum Rappen" bzw. "Zum Glas oder Kelch" entnommen werden.

    Als mit am stärksten betroffene Stadt infolge des Hochwassers macht es Sinn, hier längerfristig, je nach Kenntnisstand, Artikel und Beiträge zu den (teil-) zerstörten Bauwerken der Altstadt von Bad Münstereifel sowie deren eventuellen Wiederaufbau zu bündeln. Um sich ein Bild von den (bis zum Unwetter) vorhandenen Baudenkmälern zu machen, verlinke ich hier vorab diese Liste: https://de.m.wikipedia.org/wiki/Liste_der_Baudenkmäler_in_Bad_Münstereifel

    Ja, sollte, Heimdall 👍

    Die Fassadenrettung oder -wiederherstellung sollte in solchen Fällen eigentlich eine selbstverständliche (baugesetzliche) Mindestmaßnahme und übergreifender Konsens sein. Das dürfte die nicht nachhaltige Abrisswut gegenüber traditionellen ungeschützten Gebäuden zwar nicht komplett verhindern, aber doch begrenzen. Doch selbst in diesem Forum werden/ wurden solche Maßnahmen teilweise als „Fassadismus“ kritisiert und das im Wissen um die Tatsache, wonach die überwiegend modernistischen Nachfolgebauten keinen Mehrwert für das Stadtbild darstellen.

    Franzmichael


    Der Denkmalschutz winkt in seiner Begrenztheit in aller Regel bei traditioneller Architektur mit der Begründung ab, dass bereits zu viel ursprüngliche Substanz des Gebäudes verloren gegangen sei und damit nicht mehr schützenswert ist - Stichwort: Substanzfetischismus.

    Der Fokus der Denkmalbehörden richtet sich inzwischen ohnehin auf den Schutz der Nachkriegsarchitektur und ihren stadtbildzerstörenden Hinterlassenschaften. Von dieser Seite ist für unser Anliegen keine Unterstützung zu erwarten, eher das Gegenteil, also dort wo rekonstruiert werden soll, erhebt die Denkmalpflege, obschon Neubauten, mahnend bis verhindernd ihre Finger.


    Im Albstadter Fall kommt hinzu, die Bausubstanz sei so schlecht, dass die beiden Gebäuden nicht mehr zu retten seien. Ob es tatsächlich zutrifft? Wir müssen es wohl oder übel glauben. Gleichwohl gilt, glaube keinem Gutachten, das du nicht selbst gefälscht hast. Denn auch hier wissen wir aus Erfahrung wie im Einzelfall mit unliebsamen ungeschützten Gebäuden in der Praxis verfahren wird.

    Nachhaltig ist der Abbruch natürlich auch nicht - Stichwort: Graue Energie.

    Die 2 ist natürlich wegen der Tiefgarageneinfahrt und der zu niedrigen Erdgeschosszone ein Problem.

    Richtig, danke für deine Klarstellung.


    Das Gebäude Landhausstraße 2 hatte ich aus genannten Gründen im Fokus.

    Es trägt wie geschrieben zum diskutierten Unbehagen innerhalb der Häuserzeile entscheidend bei und sollte in seinem Ist-Zustand

    nicht auch noch als guter Füllbau bezeichnet werden. Damit erweist man dem Anliegen der Stadtbildthematik einen Bärendienst.

    Die Fassung in Apricot würde ich mir noch gefallen lassen. Die Version in Violett ist mir, ehrlich gesagt, etwas zu poppig. Dann schon lieber in Rot lassen. Ansonsten gefällt mir einfach die Idee einer farblichen Absetzung des Erdgeschosses am besten. Und, ich muss "Mattielli" insofern schon Recht geben: Es gibt wahrlich größere Probleme bzw. Dissonanzen im Neumarkt-Areal, vom Rest Dresdens mal ganz abgesehen.

    Heimdall

    Die "lila" oder "violette" Variante ist ein Pastellblau ohne Gelbanteil. Je nach Bildschirm kann dies optisch täuschen. Ich habe Jakob s Anregung (ein fades Blau) als Variante gerne aufgegriffen, um dem aufgehellten Rotton, von Dir als "apricot" gesehen, gegenüber zu stellen.


    Von welchem Gebäude sprichst Du? Landhausstraße 2 oder 4. Das größere Problem stellt doch die Nummer 2 dar und nicht die 4. So habe ich das in der Entwicklung der Diskussion zumindest wahrgenommen.

    Quartier IV/1 / Landhausstraße 2 + 4


    Ich möchte einzelne berechtigte Kritikpunkte aus dem Thema "Dresden, Altstadt - Quartier III/2" zu betreffenden Gebäuden aufnehmen. Ich denke auch, dass nicht Landhausstraße 4, abgesehen von der strittigen Farbgebung, sondern das Gebäude Landhausstraße 2 innerhalb des Straßenzugs den gestalterischen Misstand erzeugt. Dieser Füllbau fügt sich nicht gut ein, angefangen von der Basis mit der Tiefgaragenzufahrt, die das Gebäude unnatürlich schweben lässt, über die Fensteranordnung der Lochfassade mit den fragwürdigen Balkonen bis hin zum Dach mit den dominanten, klobigen Gauben und der erzwungenen Farbgebung der Dacheindeckung. Es gibt einfach zu viele Kritikpunkte, als dass man solch ein Gebäude ernsthaft als guten Füllbau in dieser Nachbarschaft bezeichnen kann.


    Zu Milderung der Kritikpunkte zwei mögliche Gestaltungsempfehlungen, die neben den ersichtlichen Änderungen von Landhausstraße 2 auch die Wirkung unterschiedlicher Fassadenfarben widerspiegeln:




    Mein persönlicher Favorit wäre in dem Fall der untere.

    Immerhin steht der Eckbau noch nicht unter Schutz. Das eröffnet ja zumindest genannte Möglichkeiten.


    Traditionalsierend empfinde ich das Gebäude nicht. Die Bemalung lenkt lediglich ab von den tatsächlichen Schwächen des Baus. Dennoch ließe sich auch aus diesem „Drecks-Bau“ mit entsprechenden Eingriffe etwas Ansehnliches gestalten. Ich finde solche Aufgaben zielführend, wo eine Rekonstruktion wie im speziellen Fall die zwar schönste, doch vermutlich unrealistischste unter gegebenen Umständen ist.