Posts by zeitlos

    In Freiburg sorgt ein Bauantrag auf der innerstädtischen Insel für Ärger


    Quelle: https://www.badische-zeitung.d…Lp6NvQZuejSqSh1FBbaRhpfZI


    Der Eigentümer möchte an dieser städtebaulich wie touristisch besonderen Stelle mit "ortsbildprägendem Platzraum" einen Ergänzungsbau zur Ölmühle errichten. Die Kantenlänge dieses Neubaus würde 7,63 auf 3,25 Meter bei einer Höhe von 3,25 Meter betragen.
    Der zuständige Architekt erfuhr vom Baurechtsamt, dass für betreffendes Grundstück Baurecht existiert.
    In Absprache mit dem Denkmalamt plant er ein eingeschossiges Gebäude mit organisch abgerundeten Kanten und Cortenstahl sowie begrüntem Flachdach...

    Filmische Einblicke in die Sanierung Rottweiler Stadthäuser


    Zum Tag der Städtebauförderung am 8.Mai 2021 bietet die Stadt Rottweil einen Videoführer durch das Sanierungsgebiet „Stadtmitte“ an. Er gibt Einblicke hinter die historischen Fassaden von sieben Rottweiler Stadthäusern und zeigt deren Sanierungsfortschritt. Mit Hilfe von QR-Codes an den jeweiligen Gebäuden können Besucher die Informationen aber auch direkt vor Ort in der historischen Rottweiler Innenstadt abrufen.


    http://www.sanierungsgebiete-rottweil.de

    Königstraße 38


    Nach Abbruch dieses Gebäudes aus dem Jahr 1982 (!)

    https://cdn1.stuttgarter-zeitu…470c2f25.original1024.jpg


    soll an dessen Stelle bis zum Sommer 2022 folgendes entstehen:

    https://www.stuttgarter-nachri…2ab56e6a.original1024.jpg


    Darin wird erstmals eine Aldi-Filiale in der Stuttgarter Fußgängerzone eröffnen, an der bis Corona vor allem Bekleidungshandel dominierte.

    Insgesamt entstehen Einzelhandelsflächen mit rund 2.560 Quadratmeter Fläche, für die bereits mit Aldi ein Generalpachtvertrag abgeschlossen wurden.

    Grüß Dich Brunnenbuberl


    Begrüßenswert, zweifellos!


    Dennoch möchte ich auf folgenden Artikel hinweisen, wo in vorliegendem Fall Online-Zeichnungen im Rahmen einer Petition als „ wohl faktisch wirkungslos“ bezeichnet werden. Ob und wie es sich damit generell verhält, kann ich aus dem Stegreif nicht beurteilen. Das richtige und wichtige Anliegen für Schloss Nymphenburg sollte allerdings nicht durch eventuelle Formfehler zu unnötigen Enttäuschungen führen.


    Quelle: https://www.suedkurier.de/regi…ngslos;art372541,10752530

    Der Druck auf die Altstadt wächst - auch in Überlingen und ÜB darf sich noch glücklich schätzen ob solcher Stadträte, die dem städtischen Planer sowie dem Antragsteller auch infolge ihre Zustimmung verweigern. Als ob sich mit einer zweiten Änderung zwangsläufig alles in Wohlgefallen auflöse... Offenbar hat der Antragsteller mit seiner abermaligen Überarbeitung den Rat nicht überzeugt.

    Es muss aber auch generell die Frage an die Politik gerichtet werden wie sie es denn nun hält, vor allem in den Altstädten: Bewahrung von unversiegelten Flächen oder weitere Versiegelung unter dem Aspekt von zusätzlichem Wohnraum und Nachverdichtung mit den beliebten architektonischen Brüchen?


    Quelle: https://www.suedkurier.de/regi…Rnb0VA#Echobox=1620144675

    Im Grunde bin ich da auch bei Dir, typo2708, sofern es sich um eine reversible, temporäre Angelegenheit handelt.


    Das Problem mit diesem „Kunstprojekt“ ist allerdings nicht ausschließlich die Denkmalpflege, die hier wieder einmal eine unrühmliche Rolle einnimmt, sondern auch der Naturschutz. Der Grabenbereich der Stadtbefestigung war während der Brutsaison von Uhu-Pärchen immer wieder für den Fußgängerverkehr gesperrt, um

    die brütenden Vögel bei ihrer Aufzucht nicht zu stören.

    Nach Anbringen der infantilen grellen Botschaft „is watching“ nun aber gerade kein Uhu mehr. Die kurzsichtige Aktion hat aus Sicht von Naturschützern das Gegenteil bewirkt: Die Vögel ganz offenbar gestört und vertrieben.


    Den Punkt mit dem Besprühen der Wand greife ich hier auf und sehe durchaus die Motivation bei „Aktivisten“ geweckt, sich durch solche Projekte erst ermuntert zu fühlen, unter dem Deckmantel von „Streetart“, solche Areale mit ihrer eigenen „Kunst“ zu verunzieren.

    Gegen den pinkfarbenen Schriftzug an der denkmalgeschützten Stadtgrabenwand - ein "Kunstprojekt" im Rahmen der Landesgartenschau - formiert sich Widerstand: https://www.suedkurier.de/regi…rstand;art372495,10790073


    Die BÜB+ (Bürger für Überlingen e.V.) sprechen von der "Verschandelung" eines Denkmals und eine Überlingerin schreibt in einem Leserbrief, dass sie nicht glauben könne, "dass der Denkmalschutz dies zulässt. Eine solche alberne Kinderei. Dem Zeitgeist nachgerannt, kurzlebig. Unwürdig dieser so einmaligen, viel bewunderten Sandsteinwand, wie auch des Grabensystems an sich..."

    Aus Sicht der BÜB+ habe dieses Machwerk nicht nur nichts mit Kunst zu tun, sondern stelle zudem eine Sachbeschädigung eines Denkmals dar.

    Überlingen sei kein Disneyland, sondern eine stolze (ehemalige) freie Reichsstadt, die gerade ihr 1250jähriges Stadtjubiläum feiert. So etwas habe Überlingen nicht nötig.


    Quelle: http://bueb-ueberlingen.blogspot.com/

    Aus der Reihe Traumziele:

    Unsere Tausender im Südwesten


    Quelle:


    Viel Wunderschönes, aber auch viel Übles, zum Glück recht kritisch: das verlorene Potenzial der ehemaligen Kurhotels im Schwarzwald und den ökologischen Irrsinn grüner Windräder.

    Neues Europäisches Bauhaus


    Grüner Deal für Architektur Der Plan eines „Europäischen Bauhaus“ setzt falsche Impulse


    Quelle: https://m.tagesspiegel.de/kult…che-impulse/26913142.html


    Quote

    Es gehe darum, „Nachhaltigkeit und Ästhetik zu vereinen, um den europäischen Grünen Deal in den Köpfen der Bürgerinnen und Bürger und auch in ihrem Zuhause Realität werden zu lassen“.

    Quote

    Vager können Konzepte kaum formuliert sein, als auf der jüngst freigeschalteten Webseite des Projekts (https://europa.eu/new-european-bauhaus/index_de). Wer sich dort einen ersten Eindruck verschaffen will, sollte einen hohen Grad an ästhetischer Toleranz mitbringen, so banal ist die Gestaltung. Für die ästhetische Zukunft des grünen Bauhaus-Deals verheißt das wenig Gutes.

    Quote

    Mit dem Rückgriff auf das Bauhaus wird ohne Not einerseits die gesamte traditionelle Architektur ausgeblendet, die jahrhundertelang mit regional anstehenden Materialien und Formen gearbeitet hat. Andererseits stellte das selbstverliebte Bauhaus nur einen ziemlich dünnen Faden der modernen Architektur und Kunst dar.

    Zu Ende des Jahres 2017 bzw. Anfang 2018 wurde an der großen, 5400kg schweren Christus-Salvator-Glocke im Nordturm des Villinger Münsters Unserer Lieben Frau (Baden-Württemberg) ein feiner Riss festgestellt und konnte daher bis März 2021 nicht mehr erklingen. Im August 2020 wurde die Glocke vom Turm genommen und bei der Glockengießerei Eijsbouts in Asten (Niederlande) geschweißt. Die ebenfalls im Nordturm befindliche, zweitgrößte Jakobusglocke wurde im Zuge dessen auch abgenommen, da der Glockenstuhl ertüchtigt werden sollte. Beide großen Glocken erhielten dabei wohl auch neue Armaturen, wodurch sich der Klangeindruck dieser beiden Glocken eventuell verändert hat. Daher sollen hier eine Aufnahme des Geläutes im noch originalen Zustand vorgestellt werden und anschließend das Geläut im jetzigen Zustand. Im ersten Video ist zu Beginn zudem solistisch die ehemalige Sturmglocke (Alphabetglocke) aus dem 14. Jahrhundert aus der Turmlaterne des Südturm zu hören, die heute ausschließlich bei Taufen geläutet wird:




    Geschichtliche Eckdaten zum Villinger Münster und seinen Glocken:


    Der Villinger Münsterbau geht in die Zeit des 12. Jahrhunderts zurück. Romanisch begonnen, wurde das Münster nach starken Beschädigungen beim einzigen großen Stadtbrand 1271 infolge im gotischen Stil fertig gestellt. Die beiden gotischen Türme (Nord- und Südturm) wurden im 15. und 16. Jahrhundert errichtet. Sie erinnern formal und durch ihre Anordnung nicht zufällig an die Hahnentürme des Freiburger Münsters. Der Innenraum zeigt heute gotische und barocke Stilelemente. Jüngere Ergänzungen erfolgten im Rahmen der Restaurierung zu Beginn der 1980er Jahren.


    Vom siebenstimmigen Vorkriegsgeläut der Villinger Glockengießerei Grüninger aus dem Jahre 1909 blieb in Villingen nur eine kleine Glocke erhalten, welche inzwischen Teil des separaten Glockenspiels ist. Alle anderen Glocken des Hauptgeläutes wurden vernichtet.

    1954 erhielt das Münster von der Glockengießerei Schilling aus Heidelberg sein neues Geläut aus acht Glocken, ergänzt um eine Glocke im Jahre 1985 von der Karlsruher Glockengießerei Metz. An hohen kirchlichen Feiertagen erklingt das Monumentalgeläut aus neun Glocken besteht. Dieses ist auf auf Nord- und Südturm verteilt. Die beiden größeren Glocken, darunter die bereits genannte und geschweißte Christus-Salvator-Glocke sowie die Jakobusglocke, hängen im Nordturm. Die sieben kleineren Glocken im Südturm zusammen mit der kleinen historische Sturmglocke der Turmlaterne, die jedoch nicht zum Hauptgeläut gehört.

    In Erinnerung an die Tradition der Villinger Glockengießerei Grüninger/ Reble, wurde im Südturm 2006 zusätzlich noch ein Glockenspiel aus 46 neuen Glocken von der Glockengießerei Perner in Passau angeschafft, ergänzt mit genannter Grüningerglocke des Vorkriegsgeläutes von 1909 sowie vier Glocken des Hauptgeläutes, wodurch das Glockenspiel mit bis zu 51 Glocken erklingen kann.


    Der Eindruck des Villinger Münstergeläutes auf dem umgebenden Münsterplatz wird in der Fachwelt als sehr mächtig und feierlich sowie auf Grund der sehr guten Schallabstrahlung von beiden Türmen im allgemeinen als sehr ausgeglichen beschrieben.


    Möge sich jede/r selbst einen Eindruck davon verschaffen - hier das Hauptgeläut des Münsters, seit März 2021 wieder in seiner Gesamtheit. Den Abschluss bildet das Villinger Glockenspiel im Südturm: