Hannover - Wiederaufbau des Schlosses Herrenhausen

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    • Da muß es sich um ein Mißverständnis handeln.

      Das "Stadtschloß", also das ab 1680 bis ins 19. Jahrhundert erbaute Leine-Schloß mit seinem mächtigen Portikus, wurde schon 1958-1961 wieder aufgebaut. Wenngleich nur äußerlich. Heute tagt dort der niedersächsische Landtag.

      Worum es möglichenfalls gehen könnte bei dieser Pressemeldung wäre das Sommerschloß Herrenhausen vor den Toren der Innenstadt. Von dem 1820/21 erbauten klassizistischen Komplex überstanden nur die Orangerie und ein paar Nebengebäude den Bombenkrieg. Bekannt ist das Areal durch den berühmten barocken Herrenhausener Garten.
      Dies ist aber nur meine Spekulation.
    • Ich habe zwei kleine Artikeln gefunden über Herrenhausen, mit leider nicht so viel Information:

      http://www.ahgz.de/regional-und-lokal/HannoveranerNotizen,102007,703236069.html\r
      www.ahgz.de/regional-und-lokal/H ... 36069.html

      Niedersachsen
      Hannoveraner Notizen

      VON MARKUS BERTRAM

      Ein Schloss für Herrenhausen wäre der Kick. Prominentester Fürsprecher für den Wiederaufbau des im zweiten Weltkrieg zerstörten Schlosses in den Herrenhäuser Gärten ist Ministerpräsident Christian Wulff. Auf einer Veranstaltung der Architektenkammer Hannover betonte Wulff, das Schloss gehöre unverzichtbar zum Ensemble der Gärten. Mit dem Wiederaufbau könne Hannover touristisch wesentlich aufgewertet werden. Finanzhilfen des Landes schloss der Ministerpräsident allerdings aus. Hilfe versprach Wulff bei der Suche nach Investoren. Die Kosten für die Rekonstruktion belaufen sich auf geschätzte 9 Mio. Euro.


      http://www.der-wettberger.de/artikel/2007/02/27/cdu-wettbergen-muehlenberg-bornum.php\r
      www.der-wettberger.de/artikel/20 ... bornum.php

      Mit großer Mehrheit: CDU wählt Rainer Beckmann wieder zum Landtagskandidaten

      Rainer BeckmannGroßer Erfolg für Rainer Beckmann mit Blick auf die Landtagswahl im Januar 2008: 51 von 56 stimmberechtigten anwesenden CDU-Mitgliedern wählten unseren Landtagsabgeordneten am 15. Februar im Freizeit- und Bildungszentrum Mühlenberg "Weiße Rose" als Direktkandidaten für den Wahlkreis 27. Nach der Landtagsreform gehören zu diesem Wahlkreis die Stadtteile Wettbergen, Mühlenberg, Bornum, Ricklingen, Oberricklingen, Davenstedt, Badenstedt und Teile der Südstadt.

      In seiner Vorstellungsrede verwies Beckmann auf seine über 35-jährige kommunalpolitische Erfahrung, die ihm auch im Landtag von großem Nutzen sei. Im Sozialausschuß des Landtags habe er sich in der jetzigen Legislaturperiode für seine Heimatstadt Hannover eingesetzt. Beckmann hob besonders hervor, daß er auch im Landtag nie den Kontakt zur Kommunalpolitik verloren habe, denn dort sei die Politik den Bürgerinnen und Bürgern am Nächsten. In unserer Landeshauptstadt, so Beckmann, müsse noch vieles bewegt werden. Sei es, daß die Stadtwerke als faktischer Monopolversorger ihre Gaspreiskalkulation offen legen müßten, sei es, daß endlich mit dem Wiederaufbau des Schlosses in Herrenhausen über eine Bürgerstiftung begonnen werden müsse.

      Die Mitgliederversammlung, zu der alle im Wahlkreis wohnenden CDU-Mitglieder eingeladen waren, würdigte mit ihrem Votum für Beckmann seine bisherige Arbeit und gab ihm das Vertrauen, auch im zukünftigen Landtag die Bürgerinnen und Bürger im Südwesten Hannovers zu vertreten. Alle Anwesenden waren sich einig: mit Rainer Beckmann wird die CDU diesen Wahlkreis gewinnen - Ein Kandidat, der bei den Wählerinnen und Wählern ankommt.
    • Also jetzt habe ich ein gutes Artikel gefunden mit der bekannte Diskussion und Argumenten bei Rekonstruktionen von alt 'moderne' Architekten:

      http://hna.de/niedersachsenstart/00_20070315190020_Klassizistisch_oder_modern.html

      Klassizistisch oder modern
      In Hannover gibt es Streit um den Wiederaufbau des im Zweiten Weltkrieg zerstörten Herrenhäuser Schlosses

      Von Ute Klockner

      HANNOVER. In Hannovers berühmtem Barockgarten stehen einsam die Reste einer großen Freitreppe. Viel ist nicht mehr geblieben von Schloss Herrenhausen. Der Welfensitz fiel 1943 dem Bombenhagel zum Opfer. Nach gescheiterten Bemühungen um einen Wiederaufbau in den 1960er Jahren ist jetzt die Diskussion um einen Neubau des Schlosses erneut entflammt.

      Die hannoverschen Haus & Grund-Bürgerstiftung ohne öffentliche Gelder den Wiederaufbau finanzieren. Zehn Millionen Euro soll das neue Schloss kosten und bereits in spätestens drei Jahren stehen. "Wir setzen auf großes Engagement der Bevölkerung", sagt Rainer Beckmann von der Haus & Grund- Bürgerstiftung. "Mit dem Schlossbau wollen wir eine Lücke schließen." Die Herrenhäuser Gärten seien bereits heute eine der schönsten Anlagen Europas, vergleichbar mit Versailles. "Hannover hat bisher nicht so viele Highlights. Mit dem Schloss wollen wir die Stadt aus der Mittelmäßigkeit holen."

      Die Stiftung möchte einen Nachbau nach Plänen des einstigen Hofbaumeisters Georg Ludwig Laves. Laves hatte 1819/20 den barocken Schlossbau im Stil des Klassizismus umgestaltet. Lediglich die Fassade solle nach Laves gestaltet werden, innen plane man moderne Räume.

      Doch treffen diese Pläne in der Fachwelt nicht nur auf Zustimmung. "Jede Epoche hat ihren eigenen Stil und entwickelt auf ihre Weise die Architektur weiter", sagt Lothar Tabery, Vorstandsmitglied der niedersächsischen Architektenkammer. Er und seine Kollegen wünschen sich einen modernen Neubau. "Wir haben keinen König mehr, daher ist die Funktion eines Schlosses heute eine andere."

      "Hannover hat bisher nicht so viele Highlights. Mit dem Schloss wollen wir die Stadt aus der Mittelmäßigkeit holen."

      Rainer Beckmann, Haus & Grund-Bürgerstiftung

      Die Architektenkammer fordert für das hannoversche Schloss einen Wettbewerb, auch um Potenziale moderner Architektur zu diskutieren und letztendlich ein "adäquates Beispiel moderner Architektur" zu erbauen.

      "Das erste Schloss in Herrenhausen war vermutlich nur ein hölzernes Fachwerkhaus", wirft Joachim Ganzert ein. Von 1665 an habe es als Sommerresidenz des Hannoverschen Hofes gedient. "Laves hat das Schloss 1819 nur verputzt und dabei fachlich keine gute Arbeit geleistet." Heute eine klassizistische Fassade in einen barocken Garten zu bauen, passe nicht zusammen.

      Der Architektur-Professor an der Uni Hannover lehnt eine kommerzielle Nutzung des Schlosses ab. "Vielmehr sollte Hannover darum bemüht sein, dem Ort seine kulturelle Funktion zurückzugeben." Intellektuelle aus ganz Europa ließen Herrenhausen als Ort von Wissenschaft und Kultur aufblühen. Eine Nutzung im ursprünglichen Geist schwebt dem Stadtbauarchitekten vor.

      Wie nun das neue Schloss aussehen könnte - womöglich in Form eines Konstrukts mit barocken Elementen und viel Glas - solle auf breiter Basis unter Berücksichtigung neuester Forschungen diskutiert werden. "Archäologische Untersuchungen auf dem Gelände können neue Erkenntnisse über Stand und Aussehen des Schlosses liefern", ist sich Ganzert sicher.

      Ende März will die Bürgerstiftung Pläne zur Finanzierung und späteren Nutzung des Schlosses vorstellen. (lni)

      15.03.2007
    • Website von der Bürgerstiftung:

      http://www.haus-und-grund-hannover.de/hug_hannover_html/buergerstiftung_1533.htm\r
      www.haus-und-grund-hannover.de/h ... g_1533.htm

      Und noch ein Artikel:

      http://www.taz.de/pt/2007/03/16/a0212.1/text\r
      www.taz.de/pt/2007/03/16/a0212.1/text

      Georg Ludwig Laves, Hofbaumeister
      Der Stadt- und Schlossplaner
      Mal nachschauen, was die Location-Scouts von der Filmförderung über Hannover als Drehort sagen. "Die 1816 einsetzende Bauperiode wurde wesentlich von den klassizistischen Entwürfen Georg Ludwig Friedrich Laves geprägt", heißt es da. Man darf es aber ruhig ein bisschen höher hängen: Georg Ludwig Laves war ab 1816 Hofbaumeister in Hannover, sein Auftrag war, das Städtchen an der Leine zu einer königlichen Residenzstadt auszubauen. Er gilt als einer der Top-Vertreter des Klassizismus und war für Hannover das, was Karl Friedrich Schinkel für Berlin und Leo von Klenze für München war.

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      Außerdem leitete Laves die Entwicklung Hannovers zu einer modernen Großstadt ein - durch eine deutliche Erweiterung des Stadtgebiets und die Anbindung Hannovers an das Eisenbahnnetz. Er konzipierte unter anderem die Waterloosäule und baute das Opernhaus. Zudem gestaltete er das Schloss Herrenhausen im Stil des Klassizismus um. Was momentan eine nicht ganz neue Debatte in Hannover wieder aufleben lässt.

      Seit 1943 nämlich steht vom Schloss nur noch der Rest einer Freitreppe. Nun will die "Haus & Grund Bürgerstiftung" das Schloss nach den Plänen von Laves wieder aufbauen und so "die Stadt aus der Mittelmäßigkeit holen", sagt Rainer Beckmann von der Bürgerstiftung. Veranschlagt für den Wiederaufbau werden zehn Millionen Euro, die die Stiftung mit Hilfe der Bevölkerung aufbringen will. Wie beim Schloss in Braunschweig soll nur die Fassade im ursprünglichen Stil gestaltet werden, innen plant man moderne Räume.

      In der Fachwelt treffen diese Pläne nicht nur auf Zustimmung. Die niedersächsische Architektenkammer wünscht sich vielmehr einen modernen Neubau und denkt mit Schaudern an das Schloss in Braunschweig, wo hinter der barocken Fassade unter anderem ein Einkaufszentrum einziehen wird: "Das hat mit Baukultur nichts mehr zu tun", sagt Architektenkammer-Vorstandsmitglied Lothar Tabery.

      Ende März will die Bürgerstiftung ihre Pläne vorstellen. Laves hört dann von nebenan zu: Sein Grab steht noch. Er liegt auf dem hannoverschen Stadtfriedhof Engesohde. Klaus Irler

      taz Nord vom 16.3.2007, S. 22, 71 Z. (TAZ-Bericht), Klaus Irler


      Und es gibt auch ein Broschure, so scheint es:

      http://www.igt-arch.uni-hannover.de/baug/\r
      www.igt-arch.uni-hannover.de/baug/

      Die Broschüre "Vier Schlösser für Herrenhausen?" mit den Ergebnissen des Seminars "Zu Hannovers Schlossdebatte" ist im Infopavillon der Herrenhäuser Gärten käuflich zu erwerben.


      und

      http://www.igt-arch.uni-hannover.de/baug/schloss.pdf\r
      www.igt-arch.uni-hannover.de/baug/schloss.pdf

      (leider nur erste Seite)
    • "ipflo" schrieb:

      Schloss Herrenhausen ist getroffen durch ein Britische Bombardement, und brannte deshalb ab. Warum es eigentlich ein Ziel war, keine Ahnung, vielleicht blöde Pech.


      Die Engländer haben damals alles zerstört. Bestes Beispiel ist Minden in Westfalen. 10 Flugzeuge flogen im April 1945 über Minden, sahen, dass die Stadt bisher unzerstört blieb und luden ihre Bombenlast genau über die wichtigsten architektonischen Zeugnisse ab (Dom und Rathaus) und zerstörten sie fast vollständig. Minden war ne Garnisonsstadt, aber die vielen Kasernen blieben alle unzerstört. Die wichtigste war die Simeonskaserne mit von Schinkel entworfnenen Gebäuden. Obwohl sie nur wenige Meter vom Dom und Rathaus entfernt liegt, blieb sie völlig unzerstört. Es ging den Engländern nur um den Terror an der Zivilbevölkerung. Diese Bombenangriffe waren so sinnlos und verbrecherisch, wie die Ermordung von 5 Millionen Juden. :augenrollen: