Schaffhausen (SH) (Galerie)

  • Eigene Bilder aus Schaffhausen am Rhein von 1985 und 2003, beginnend am Obertor im Nordwesten der Altstadt.



    Der Obertorturm, einer von zwei erhaltenen Tortürmen der Stadtbefestigung. 1273 als Wohnturm der Adelsfamilie Fridbolt erwähnt (einer von offenbar 11), 1461 erhöht, Helm von 1513, das Bollwerk1845 und das Tor 1853 beseitigt.
    Bleibt die Frage wie hoch er ist: nach Literatur 32m, in Wikipedia steht 47m



    Vom Obertorturm verläuft nach Osten die Oberstadt genannte Straße zum Fronwagplatz.



    Mit Erker und reicher Stuckfassade um 1750 die Oberstadt 16, das Haus zum Steinbock.


    Haus zum Steinbock



    Oberstadt und Westseite des Fronwagplatzes


    Schaffhausen Foto Archiv - Oberstadt


  • Landsknechtbrunnen (auch Metzgerbrunnen- oder Vierröhrenbrunnen genannt) auf dem Fronwagplatz und Turm am Ort an der Ostseite (1299 erwähnt, ein ehem. Wohnturm).


    Auf der Ostseite noch das Große Haus


    Die SO-Ecke des Fronwagplatzes

    Mit dem Landsknechtbrunnen, ganz rechts angeschnitten der Fronwagturm, links davon die zusammen mit dem Fronwagturm 1747/48 umgestaltete Fassade vom Zunfthaus Herrenstube, daran anschließend 3 schmale Häuser mit Erker und abzweigend die Vordergasse, die zentrale W-O-Achse Schaffhausens.


    Die "3 schmalen Häuser mit Erker" wurden nach 1954 anstelle von Schwanen, Kleine und Große Kante errichtet, auf einer Postkarte von 1916 (die 18. Aufnahme von oben) sind noch die ursprünglichen Gebäude zu sehen.


    Fronwagturm



    Fronwagplatz Blickrichtung Nord mit dem Mohrenbrunnen. Hinter dem Brunnen verläuft die Vorstadt zum Schwabentor.


    Zur hochinteressanten Entwicklung des Fronwagplatzes über die Jahrzehnte hinweg siehe auch die Aufnahmen dazu:
    Foto Archiv Schaffhausen - Fronwagplatz

  • Der vom Fronwagplatz nach Norden zum Schwabentor führende Straßenzug Vorstadt mit einigen hübschen, erkergeschmückten Häusern:



    Vorstadt 13-17



    Vorstadt 17, der Goldene Ochse mit einem prunkvollen Portal vom Umbau des Hauses 1609.



    Der prächtige Renaissanceerker des Goldenen Ochsen mit allegorischen Skulpturen der fünf Sinne.



    Vorstadt 43, der Große Käfig, mit erhaltener Fassadenbemalung aus dem 17. Jh. (Triumphzug des siegreichen türkisch-mongolischen Eroberers Tamerlan über den im Käfig gefangenen osmanischen Sultan Bayezid I. nach der Schlacht bei Ankara 1402)



    Viele historische Aufnahmen des großartigen Straßenzuges und des brutalen Frevels beim Neubau der Kantonalbank 1962:
    Schaffhausen Foto Archiv – Vorstadt


  • Die Nr. 7 zu den Drei Königen mit Rokokofassade von 1746 und den Büsten der Heiligen 3 Könige über den Fenstern des 2. Obergeschosses; Brunnen mit Landsknechtsfigur



    Der Platz genannte Platz in der nördlichen Altstadt mit dem Hinteren Amtshaus, rechts von den Drei Königen das Gebäude mit der Unionsdruckerei AG einst mit Fassadenmalerei, siehe
    Schaffhausen Foto Archiv - Platz


    Haus zur Fels (Platz 13)



    Südöstlich vom Platz die Ref. Pfarrkirche Sankt Johann:


    Innenaufnahme


    Weiter geht es dann demnächst in der Vordergasse.

  • Findest Du wirklich? Wegen der schmalen, hohen Häuser? Also, ich erkenne diese Ähnlichkeit nicht so sehr, fehlt mir hier doch Fachwerk und Sandstein, um von größerer Ähnlichkeit zu sprechen. Gut, die Dachlandschaft mag sich ähneln.

  • Doch auffällig, wie sehr manche schweizerische Städte dem alten Nürnberg ähnlich sind.


    Hab ich mir speziell in St. Gallen auch ein wenig gedacht. Wobei natürlich auch nur in gewisser Hinsicht. Erker, Traufseitigkeit, Häuserstaffelung und die Dächer machen da einiges aus, bezüglich Fassadenmalereien und Rokokofassaden passt es natürlich überhaupt nicht, auch umgekehrt mit Fachwerk und Sandstein.

  • Hab ich mir speziell in St. Gallen auch ein wenig gedacht. Wobei natürlich auch nur in gewisser Hinsicht. Erker, Traufseitigkeit, Häuserstaffelung und die Dächer machen da einiges aus, bezüglich Fassadenmalereien und Rokokofassaden passt es natürlich überhaupt nicht, auch umgekehrt mit Fachwerk und Sandstein.

    Ja, genau so. Die Fassaden an sich stimmen zwar nicht, aber das Format der Häuser, die Erker und die Dächer (bis auf die Zwerchhäuser) schon sehr wohl.

  • Die Festung "Munot" über der Stadt geht auf Ideen Albrecht Dürers zurück und hat mit Sandstein und Biberschwanzziegeldächern schon eine nürnbergerische Anmutung. Eine Verbindung zu Nürnberg gibt es also schon. Auch die Stadtkirche ähnelt einfacheren nürnberger Kirchen wie z.B. St. Jakob. Umgekehrt war das alemannische Fachwerk, wie wir es aus St. Gallen kennen, auch der Stil/die Konstruktionsweise des nürnberger Fachwerks.
    Daß Nürnberg als größte süddeutsche Reichsstadt hier am Oberrhein jahrhundertelang ein kulturelles Vorbild war, erscheint sehr wahrscheinlich, auch da sich die Kulturen recht geähnelt haben müssen. Das wichtigste kulturelle Zentrum der "größeren" Region war, vor allem zur Zeit der Reformation, m. W. Straßburg.

    VBI DOLOR IBI VIGILES


  • Vordergasse 65, das Haus zum Ritter, ein weiteres großartig bemaltes Haus.
    Die ursprüngliche Bemalung erfolgte 1568-70 von Tobias Stimmer, wurde 1935 abgelöst und ist jetzt im Museum zu Allerheiligen zu bewundern. Die jetzigen Malereien stammen von Carl Roesch, Giebelseite 1938/39, seitlich von 1943.


    Haus zum Ritter


    Carl Roesch



    Dargestellt sind u.a. Allegorie vom Staat (König) und Kirche (weibliche Figur mit Mitra), Allegorie des Ruhmes, darüber Heimkehr des siegreichen Ritters und darüber Odysseus widersteht Circe, Daphne rettet sich vor der Verfolgung Apollons durch Verwandlung in einen Lorbeerstrauch. Ganz oben im Giebel wäre noch der Hausherr Hans von Waldkirch und ein Selbstbildnis des Malers zu sehen.



    Haus zum Ritter


  • Vordergasse 61, Zunfthaus Schmiedstube, Portal von 1653



    Vordergasse



    Vordergasse, mittig die Nr. 43 das Haus zum Sittich mit Neurenaissancefassade und erhaltenen Portal und Erker aus der Mitte des 17. Jh., links die 41 zur Weberstube, zwei weiter nach rechts die 47 das Haus zum Glas.


    Viele stimmungsvolle historische Aufnahmen der Vordergasse, auch vom Haus zum Ritter:
    Foto Archiv Schaffhausen - Vordergasse


  • Vordergasse 26, 28 das Doppelhaus Wasserquelle und Zieglerburg, ursprünglich zwei Häuser, 1738 mit einer einheitlichen Rokokofassade verbunden, und Tell(en)brunnen



    Tell- (Tellen- oder Schuhmacher)brunnen. Die meisten Brunnenfiguren heute Kopien, Originale im Museum zu Allerheiligen



    Vordergasse 26, 28




    Bachstraße 8, Zunfthaus Gerberstube mit spätbarocker Fassade, der Munot darüber folgt sogleich.


    Foto Archiv Schaffhausen - Bachstraße
    u.a. mit Hochwasser 1876

  • Der Munot ist eine bekannte Befestigungsanlage oberhalb von Schaffhausen. In der 2. Hälfte des 16. Jh. entstanden, folgt die Gesamtkonzeption weitgehend Albrecht Dürers Befestigungslehre von 1527.



    Munot


    Munot- Wikipedia


    Foto Archiv Schaffhausen - Munot




    Ausblick vom Munot auf die Stadt:

    1985
    Links Münster, mittig die Vordergasse, in Renovierung die Pfarrkirche St. Johann



    2003



  • Der etwa 65m hohe Kirchturm geht noch weitgehend in die romanische Zeit zurück, Helm Mitte 18. Jh.



    Inneres der etwa 70m langen Säulenbasilika nach Hirschauer Schema, eine der reinsten romanischen Sakralbauten der Schweiz.



    Kreuzgang mit Klostergarten