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Rüdesheim am Rhein (Galerie)

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    • Rüdesheim am Rhein (Galerie)

      Rüdesheim am Rhein - daß für diese Stadt einmal der Anfang einer neuen Galerie gemacht wird, hat seine Richtigkeit. Wem der Name Rüdesheim nicht so geläufig ist, wird spätestens bei der Nennung der Begriffe "Drosselgasse", "Asbach Uralt" und "Niederwalddenkmal bzw. Germania" einen Aha- Effekt erleben. Rüdesheim polarisiert - die Gründe liegen in der besagten Drosselgasse, Wein-Automaten, Klischee-Massentourismus, sowie einem wohl etwas in die Jahre gekommenen 50er Jahre-Miefs. Das alles hat mich nie gestört, da diese angesprochenen Punkte aufgrund den zahlreichen positiven Seiten der Stadt sehr leicht ausblendbar sind. Das einzige, womit man etwas seine Probleme hat, sind Kuckucksuhren, Schwarzwälder Bollenhüte (Sorry Youngwoerth, nichts gegen dich), Schwarzwaldpuppen, Made in Fernost, die außer dem Umstand, daß sie in Rüd verhökert werden, mit der Stadt bzw. dem Rheingau nicht viel gemein haben.
      Rüd ist aber auch gemeinsam mit Eltville eine Art Eckpfeiler des Rheingaus und über viele Jahrhunderte hinweg nach Goethes Worten einer der "Magnaten" des Deutschen Rieslings. Im 19. Jhd. gehörte das Rüdesheimer Hinterhaus zu den berühmtesten und teuersten Weißweinen der Welt und genoß ein solches Renomme´, daß wenn überhaupt, nur noch der fast legendäre Ruf des Erbacher Marcobrunns, in dieser Champions-League mithalten konnte.
      Trotzdem, daß Rüd am Katharinentag im November 1944 seine größte Katastrophe erleben mußte, die weite Teile der Innenstadt zerstörte, sind dennoch in der Innenstadt noch viele Zeugnisse der Stadtgeschichte erhalten, die einen Eindruck vermitteln von der einstigen Größe der Stadt.
      Landschaftlich habe ich den Rüdesheimer Berg mit seinen steilen Weinbergen, inmitten der Ruine Ehrenfels, den Ausblick nach Bingen (bzw. von Bingen herüber), zusammen mit dem Rhein und dem Mäuseturm immer als den Höhepunkt des gesamten Mittelrheintals empfunden.

      Dieser Beitrag wird Zug um Zug nachbearbeitet und ist erst mal ein Anfang, da ich die Bilder der neuen Seilbahn heute schon mal einstellen wollte.

      In Bälde werde ich bei besserem Wetter Rüd durchfotografieren und die Bilder präsentieren. Aber diese Bilder erfordern noch etwas anderes, nämlich die Frage, wie man in Rüdesheim vollkommenes Glück definieren würde. Ich würde sagen, eine Flasche Berg Schloßberg oder Berg Rottland Riesling und dazu Mozarts Prager Sinfonie oder die "Jupiter", die man sich nirgendwo anders als im Rüdesheimer Berg vorstellen kann. Dazu ein wirklich gutes Steak. Das gibt Kraft und ist zur Nachahmung durchaus zu empfehlen. Schlußendlich gibt es nur eine Möglichkeit: zwei Flaschen (Schloßberg und Rottland), zwei Steaks, zwei Sinfonien.
      1816 - Rheinhessen - 2016
      rheinhessen-2016.de
      rheinhessen.de
      Sofern nicht anders vermerkt, liegen die Bildrechte meiner Beiträge bei mir.
    • Zu den kulturhistorischen Glanzpunkten in der Innenstadt zählt der auf 1453 datierte Klunkhardshof, bei dem sofort die erstaunlich gute Erhaltung der Originalsubstanz der Fassade auffällt. Noch gesteigert wird der Klunkhardshof durch den gigantischen Brömserhof, der heute ein mechanisches Musikkabinett beheimatet. (Der kommt demnächst).












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    • Hier kommen nun auch einige Bilder von Rüdesheim, die ich in der letzten Woche geknipst habe.

      Rüdesheim, vom gegenüber liegenden Bingen aus gesehen.



      Das Niederwalddenkmal, auch von Bingen aus gesehen.



      Mit der Seilbahn geht es dann hoch zum Denkmal. - Die in den letzten Beiträgen dieses Strangs diskutierte neue Talstation, ist noch immer nicht gebaut. Keine Ahnung wann das geschehen wird.



      Die Aussicht auf Rüdesheim am Rhein.









    • Das Denkmal wurde erst kürzlich, 2011 - 2013, saniert. Einige Buchstaben der Tafel mit den Worten, die Kaiser Wilhelm zur Grundsteinlegung sprach, sind noch immer ausgewaschen und kaum zu lesen. Man hat sie nicht ausgebessert. Das hat mich ziemlich geärgert. Aber sicher war das wieder die Idee vom Denkmalschutz, der krampfhaft den Originalzustand erhalten will.

      Nun geht es in die Stadt.







    • Auch ich habe einige Fotos zu Rüdesheim gemacht. Sie stammen von den zwei Besuchen, im Herbst 2016 und Herbst 2017:

      Meiner Meinung nach ist besonders der Oktober die schönste Jahreszeit, wenn man eine Fahrt nach Rüdesheim und zum Bingener Loch plant. Denn dann ist die Natur voller bunter Farben, die Reben werden gelb und teilweise schon orange, und die Temperaturen sind noch erträglich.

      Ab zu den Fotos. Von der Bingener Seite betrachtet, ist das Ufer zu Rüdesheim geradezu malerisch. Man sieht auf dem Rhein die Insel mit dem Mäuseturm, eine ehemalige Zollstation am Hang auf dem Berg auf der anderen Seite die Ehrenfels:



      Burg Ehrenfels:









      Ganz oben das Niederwalddenkmal:



      Nähern wir uns nun mit der Fähre nach Rüdesheim. Ganz links der Bahnhof mit dem Werk von Asbach-Uralt:





    • An der Ostseite des Platzes befindet sich die katholische Pfarrkirche St. Jakobus. Der Glockenturm an der Nordecke der Kirche stammt aus dem 12. Jh. Das westliche, befestigte Vorwerk und der vordere Teil des Kirchenschiffs ist vom zweiten Bauabschnitt von 1390 bis 1400 . Der restliche Teil des Kirchenschiffs wurde im WK 2 zerstört und wurde zwischen 1947 und 1957 durche einen Neubau ersetzt, daher ist der Inneraum eher eine Enttäuschung:









      Der Innenraum Richtung Osten:





      Linke Seitenkapelle aus der Gotik:






      Dokumentation der Zerstörung der Kirche und Wiederaufbau;





    • Wieder an der frischen Luft schauen wir uns die Nordseite der Kirche an:



      Der romanische Turm mit barocker, wiederaufgebauter Haube:






      Von der Kellerstraße gehen wir in die Rosenstraße. Dort findet man ein schönes Winzeranwesen aus der Wiederaufbauzeit:





      Die Schmidtstraße hat eine bunten Mischung aus Häusern vom 18. bis ins 20. Jh. :










      Historistisches Fachwerk:







    • Wieder an der Oberstraße. Hier bilden die Weinreben eine regelrechte "Unterführung":






      Folgen wir nun dieser Straße gen Westen. Sie wird immer lebendiger:









      Das "Haus der Weine", ein authentisches, fränkisches Fachwerkhaus (17. Jh. ) von der Oberstraße aus:








      Ecke zur Marktstraße:



      Die berühmte Ansicht. Rechts ein Fachwerkhaus aus der Wiederaufbauzeit. Man erkennt sofort, dass es nicht authentisch ist anhand seiner Struktur (die Baken sind nur draufgeklebt und viel zu schmal). Trotzdem ist es sehr liebevoll errichtet worden:





    • Daneben steht ein verkommenes Fachwerkhaus mit Geschäft im EG, das aber gut zu gehen scheint...






      Gehen wir die Marktstraße wieder zurück zum Marktplatz:







      An der westlichen Seiten gibt es eine Gasse, welche zum Klunkhardshof, ein ehemaliges Burghaus. Der lange Fachwerkbau wurde 1913 freigelegt und stammt dendrodatiert von 1451/1452











      Ein paar Details:









      Man sieht dem Fachwerkhaus schon an, dass es mehrmals wieder umgebaut wurde, aber dennoch verdient es für das hohe Alter und dass es den WK 2 erlebt hat, meinen Respekt :applaus:

    • Ein etwas jüngerer Seitenschuppen:



      Dann betreten wir den Durchgang unter dem Klunkhardhofs zur Löhrstraße:




      Die Rückseite. Hier sind die Türme verschiefert und die unteren Stockwerke in Stein ausgeführt:









      Ansonsten findet man hier eine kunterbunte Mischung aus Häusern in Fachwerkbauweise und historisitschen Treppengiebeln und Zinnen:








      Ein offensichtlich neueres Fachwerkhaus


    • Ein Brand von 1883 war die Ursache für die historistischen Hotelbauten am Rheinufer. Manche Gebäude sind sogar in Backstein ausgeführt, welche für mich als Fremdkörper wahrgenommen werden (ein bisschen orttypischer hätte man es ja bauen können) Trotzdem sind sie viel besser als modernistische Schuhkartons:





      In der Amselstraße befindet sich dieses interessante Hotel mit großen Rundbogenportal und Uhrturm, wohl aus der Nachkriegszeit:







      Kommen wir nun zur berühmten Drosselgasse. Sie ist in der Tat der Touristenmagnet von Rüdesheim. Fast kein Gebäude ist hier zwar wirklich authentisch (dh. vor 1945 errichtet), dennoch vermittelt diese Gasse eine gemütliche Atmosphäre eines Winzerdorfes im Rheingau:



      Ein Schaufenster voller Souvenirs;








    • Die einstöckigen Baracken links im Bild sind noch ein Rest der Wunden des Krieges:







      Dieses Fachwerk sieht sehr aufgesetzt aus :schockiert:




      Bei diesem Haus hat man vielleicht die Holzbalken des Vorgängers wiederverwendet. Insgesamt ist es aber dennoch eine Reko aus der Nachkriegszeit:







      Der markante, geschnitzte Eckerker:











      Das "Rüdesheimer Schloss" mit seinem Glockenturm, ein wenig kitschig: