Posts by Eduard

    Das Rheinufer mit diesen modernen Gebäuden, die für mich ein bißchen wie überdimensionale Kräne aussehen, steht heutzutage z. B. bei Fernsehserien und Filmen ikonographisch für Köln, und das im positiven Sinne gemeint. Irgendwie schon traurig, wie könnte man das eigentlich reizvolle Rheinufer schön-urban herrichten, man vergleiche es mal mit der Heidelberger Neckarwiese!

    Ich denke, Werbesprüche sollte man nicht so furchtbat ernst nehmen. Die Texter sollten nur aufpassen, daß die Kluft zwischen Aussage und Realität nicht allzu weit auseinanderklafft und als Ironie verstanden werden kann.
    Genauso gibt es über jede Stadt irgendwelche historischen Zitate. Auf jeden Fall sah Stuttgart 1944 deutlich besser aus als heute; wie das bei fast allen bundesdeutschen Städten der Fall ist.


    Klotzenstein: In einer Sache muß ich dir widersprechen. Wer einige Stuttgarter zu seinem Freundeskreis zählt, wie ich das tue, weiß, daß diese keinesfalls sehr "selbstbewußt" im Hinblick auf ihre Stadt sind. Vielmehr versuchen manche nach außen auch hier sich mit München zu messen, die in der Tat sich für die Größten halten. Tatsächlich leiden viele Stuttgarter an ihrer Stadt und der bundesdeutschen Wahrnehmung dergleichen und ihrer Bewohner.
    Die S21-Proteste scheinem mir neben dem konkreten Bauvorhaben und dem pietistischen Echauffieren auch mit der Unzufriedenheit bezüglich "der Gesamtsituation" zu tun zu haben.

    Vielen Dank für diese tollen Bilder! Man sieht, daß solche Altstädte auch im Herbst warm und romantisch wirken können, während der Modernismus bei dieser Witterung besonders übel ausschaut. Heidelberg ist einfach eine Perle, die Altsadt ist so voller organischem, selbstverständlichem Leben!

    Ludwigshafen ist natürlich äußerst furchtbar. Letztendlich gibt es in mehr oder weniger jeder kriegsversehrten bundesdeutschen Stadt oben genannte Motive. Die Frage ist immer, ob es (innerstädtisch) noch genügend schönen Raum gibt, in den man sich flüchten kann. In den oben angeführten Städten ist dies leider zu verneinen.

    Als Außenstehender die Frage: Gibt es überhaupt noch die Möglichkeit, S21 nicht fertig zu bauen, oder geht es einfach nur noch darum, das Ganze einigermaßen ordentlich über die Bühne zu bekommen?

    Der Main-Tauber-Kreis leidet schon seit Jahren unter seiner demographischen Entwicklung. Die Menschen wohnen dann halt nicht in einem Altbau an einer stark befahrenen Durchfahrtsstraße, sondern ziehen auf die grüne Wiese. Dazu kommt, daß entlang der Tauber kein massenhafter Tourismus Einzug gehalten hat. Die Ortschaften am Main (Wertheim, Miltenberg, Karlstadt, Gemünden etc.) sehen wesentlich gepflegter aus.
    Nichtsdestotrotz besitzt der Main-Tauber-Kreis seine lieblichen Seiten, die Ortschaften scheinen zumindest im Verhältnis zu ihrer geringen Größe noch ein "organisches" Leben zu führen (Vereine etc.). Gerlachsheim scheint mir in diesen Bildern etwas zu schlecht wegzukommen, viele Bilder sind, wie ja angemerkt, entlang der Straße geschossen.


    @Fachwerkliebhaber
    Tauberbischofsheim kämpft einerseits mit der Beibehaltung seiner Funktion als kleines Zentrum (Wirtschaft vor baulicher Tradition), andererseits will es auch ein touristisch reizvoll sein ("Liebliches Taubertal"). Das Ergebnis ist nichts Halbes und nichts Ganzes und der Altort sieht weder sehr heruntergekommen noch sehr schön herausgeputzt aus.


    Deine Ausführungen im Allgemeinen zu Franken und Schwaben kann ich nicht teilen. Man müßte die Regionen zunächst einmal abgrenzen. Oberschwaben und das Allgäu sind in der Bewahrung ihrer baulichen Tradition in keinster Weise mit Württemberg (hier v. a. Großraum Stuttgart und Schwäbische Alb) gleichzusetzen. Und Franken scheint mir (mit Thüringen und Teilen des ländlichen Niedersachsens) gerade im Ländlichen insgesamt am meisten seine Ortsbilder zu pflegen. Das liegt wohl auch daran, daß die Ortschaften in Franken weder durch übermäßiges Wachstum (Gegenbeispiel: Großraum München) immer weiter suburbanisiert noch durch Bevölkerungsabwanderungen verlassen werden. Ausnahmen im Mittelgebirge gibt es freilich.

    Vielen Dank für die Bilder, die meinen Blick auf Hannover etwas erhellen. Ich kenne die Stadt nur ein wenig und sie wurde mehr immer als maus-grau vorgestellt. Mit den hier gezeigten Tradiotionsinseln gehört sie für mich zumindest nicht mehr in die Riege der ganz furchtbaren Städte Westdeutschlands. Immerhin!

    Der Autoverkehr und das Parken haben auf dem Bild aus 1936 auch schon viel vom Flair zerstört; letztendlich vielleicht einfach der Preis, den wir heute für Mobilität und die häufig vorzufindende funktionale Trennung von Arbeitsplatz und Wohnort zahlen müssen. Eventuell wird diese Trennung durch die Digitalisierung ein Stück weit zurückgenommen und Wohnungen und Häuser werden wieder mehr als nur Schlafsäcke.


    Den Alex haben ich im Herbst 2017 das letzte Mal gesehen. Lustig und bezeichnend waren die Blicke der um sich schauenden asiatisch aussehenden oder englisch sprechenden Touristen, die sich zu fragen schienen, ob dieses kalte und zugige Betonungetüm tatsächlich eine Sehenswürdigkeit sein soll.

    "Nägel mit Köpfen" sind gemacht, sobald saniert wird. Bis dahin ist noch einige Zeit und bald ja auch Kommunalwahl. Abwarten ... ;)

    https://www.tagesschau.de/fakt…esen-faktencheck-101.html


    Die Tagesschau befasst sich mit dem Thema Im Faktencheck

    Ich halte viele Standpunkte der AfD zum Thema "Klimawandel" für falsch. Dennoch ist es sehr bedenklich, wenn der ÖR so einseitig auf die inhaltlichen Unzulänglichkeiten einer einzelnen Partei in einem einzien Thema hinweist.
    Als die Grünen und Co. 2015 meinten, die Flüchtlinge würden unser Land bereichern, es kämen überwiegend Fachkräfte, die unsere Renten zahlten, etc., wurde auch keine öffentlich-rechtliche Stellungnahme gegen diesen offensichtlichen Unfug abgegeben. Vom Rechtlichen (Art. 16a GG) ganz zu schweigen.


    Mir kommt der Eindruck: Gegen die in weiten Teilen des ÖR verhaßte AfD konnte man in einzelnen Politikfelder sich nur moralisch entrüsten (Flüchtlinge, EU-Schuldenvergemeinschaftung). Jetzt beim Thema "Klimawandel" kann man sachliche Fehler nachweisen und das wird nun weidlich ausgeschlachtet. Mit parteipolitischer Neutralität hat dies natürlich nichts zu tun.


    Modhinweis (Onkel Henry) : Parteipolitische Diskussionen sind hier bittschön zu unterlassen, wenn der Strang nicht geschlossen werden soll.

    Die Energiewende ist sinnvoll und auf lange Frist "alternativlos". Ich kritisiere das Überstürzte, das im Ergebnis zu gigantischen Mehrkosten, wirtschaftlichen Schäden und landschaftlichen Verunstaltungen führt, aber kaum zu CO2-Einsparungen führt. Selbst windarme Regionen mit Windrädern zu verunstalten und folgenschwere Eingriffe in die Natur vorzunehmen, halt ich für wenig sinnvoll. Maßhalten!
    Ähnlich ist es mit den E-Autos. Langfristig macht es Sinn, Alternativen zum Verbrennungsmotor zu erforschen, welcher in den letzten Jahren selbst viel, viel effizienter wurde. E-Auto für alle funktioniert nicht, da zu wenig Strom und Ressourcen für Batterien. Technikoffenheit!
    Beim Autoverkehr stellt für mich das Problem dar, daß immer mehr übergroße Autos gefahren werden, die keiner Funktion dienen (SUV). Hinzu kommt, daß die Bahn über Jahre kaputtgespart und der ÖPNV immer weiter verteuert wurde. Hier sehe ich seit Kurzem tatsächlich Aussichten und Verbesserung.

    Anbei, ich weiß nicht, ob hier bereits thematisiert: Der Hacker-Pschorr-Keller neben der Theresienwiese wurde abgerissen und durch modernistisches Geraffel ersetzt. Ich war, als ich dies vor wenigen Tagen gesehen habe, regelrecht entsetzt ob der baulichen Situation.


    https://www.tz.de/muenchen/sta…-abgerissen-11411643.html


    Sehr bedauerlich, wie sich das Areal innerhalb weniger Jahre verändert hat.

    Sehr schade. Der Vorgängerbau aus dem Jahr 1949 sah aber auch wirklich gut aus, hätte ich einige Jahrzehnte älter eingeschätzt.

    Danke für die vielen schönen Bilder, die meinen letzten Urlaub mir wieder ins Gedächtnis rufen.
    In Budapest gab es einige Monate lang Straßenkämpfe, aber wohl keine Flächenbombardements, oder?
    Ein paar Brüche gibt es im Stadtbild schon, z. B. auch gegenüber der Stephanskirche, insgesamt aber sehr schön und Lichtjahre vor allen Städten in der BRD; aber auch vor Wien.

    Ich war in diesem Sommer nach einigen Jahren Abstand wieder in Wien und leider - ohne alles genau verorten zu können - macht sich die in diesem Thema beschriebene Entwicklung wirklich bemerkbar. Natürlich hat Wien immer noch sehr viel Schönes, allerdings sind die Lücken, die in den letzten Jahren geschoßen worden, sehr stark wahrnehmbar.
    Kein Vergleich zu Budapest, das ebenfalls nicht unwesentlich Kriegsschäden zu verkraften hatte, oder gar dem wunderbaren Prag.