Posts by Eduard

    https://www.stadtpanoramen.de/…schuhstrasse_full_hd.html

    Es ist wirklich erstaunlich, wieviel im innersten Kern dieser so vielbombardierten Stadt stehen geblieben ist. Wenn man das mit Kassel, HIldesheim oder auch Nürnberg vergleicht...

    Neben deinen seit Jahren häufigen falschen Flexionsformen im Lateinischen - du hast dich gebessert, denn du versuchst es kaum noch! - verstehe ich deine steten Seitenhiebe nicht. - Braunschweig, Kassel, Hildesheim, Nürnberg; selbst wer Böses möchte, kann hier diese Städte nicht über einen Kamm scheren. Hildesheim ist ganz anders (und besser) als Braunschweig; Nürnberg in diesem Zusammenhang zu nennen entschuldige ich aus deinem pathologischem Furor.

    Warum schreibst du seit über fünf, mittlerweile eher zehn Jahren immer das Gleiche? Was treibt dich an?

    Würzburg, ursus` Haßstadt Nr. 2 nach Nürnberg ...


    Auch hier liegst du in einigem falsch und man fragt sich, warum man sich seit Jahren genötigt sieht, zu jeder passenden und unpassenden Gelegenheit dasselbe zu schreiben.


    "Dort wurde so schnell wie möglich alles zugepflastert."

    - Ne, eben nicht. Es gab Kriegslücken in Würzburg, die sehr lange bestanden. Ein beispiel dafür ist das C&A-Gebäude am östlichen Aufgang der Alten Mainbrücke, das erst um 1970 nach langen und hitzigen öffentlichen Diskussionen bebaut wurde.

    Weiterhin wurde ein Teil der inneren Pleiche, in der Nähe des Sitzes des Verschönerungsvereines, sehr angepaßt, ich meine, in den frühen 80ern bebaut; eben in dieser Zeit auch die historistischen Rekonstruktionen beim alten Müllheizkraftwerk in der Veitshöchheimer Straße.

    Ich habe das vor einigen Monaten schon einmal breiter ausgeführt. In Nürnberg steht noch weitestgehend die Stadtmauer, die den innerstädtischen Kern einschließt. Man sieht die Mauer, die Türme und Tore, im Hintergrund die Burg, dazu noch einige Kirchtürme und erwartet dann eine Innenstadt, die wie Rothenburg ob der Tauber in groß aussieht. Das tut sie nicht und natürlich ist man deswegen enttäuscht. Mich regt auch manches auf, z. B. die großen Kästen, die an der Pegnitz auf dem Weg vom Lorenzer Platz zum Hauptmarkt stehen (Foto s. oben). Diese Gebäude muß doch wirklich jeder als störend wahrnehmen ...


    Jetzt kommt das Aber: Frankfurt als Gegenbeispiel, man könnte freilich auch andere Städte nehmen, soll vor dem Krieg die größte Anzahl an Fachwerkhäusern besessen haben. Heute erfreut man sich am Römer und der "neuen Altstadt", einem Areal, das vielleicht doppelt so groß ist wie der Handwerkerhof in Nürnberg. Gäbe es in Frankfurt eine Stadtmauer oder einen Ringpark (wie z. B. in Würzburg), dann sähe man, daß ein sehr, sehr großer Teil der ehemaligen Altstadt einfach überhaupt nicht mehr zu erkennen ist. Und da schneidet Nürnberg bei allen Mittelmäßigkeiten gar nicht schlecht ab.


    Ich mag auch das betont provinzielle Bratwurst-, Bier- und Lebkuchenimage.

    ursus carpaticus: Natürlich darfst du Nürnberg so häßlich finden, wie du willst, diesbezüglich diskutiere ich da auch gar nicht mehr. Ich frage mich nur, was triggert dich an "Nürnberg" so, daß du jedes Mal, mehrmals im und seit vielen Jahr(en), einen ellenlangen Sermon (das dauert doch mindestens eine halbe Stunde, einen solchen Text zu verfassen) wie auf S. 98 schreibst?

    Nicht der Inhalt, sondern die Art und Weise deines Verhaltens wirkt eigenartig fanatisch. Ich habe da eine Hypothese, aber die äußere ich jetzt mal nicht ...


    Zum Inhaltlichen: Natürlich ist es kein Trost, daß andere Städte noch viel häßlicher sind. Aber es ist dann doch zu berücksichtigen, daß es relativ (!) besser als woanders gelaufen ist. Den Idealzustand - komplette Rekonstruktion - gab es nach meinem Wissen in keiner schwer zerstörten Großstadt. Dennoch bleiben natürlich Verbesserungen erwünscht und notwendig. Z. B. einzelne Plätze umzugestalten und vor allem die Autos aus der Innenstadt weiter zu verbannen, halte ich für einen richtigen Weg.

    Die sehr große Nürnberger Innenstadt wirkt zum Glück noch sehr urban und fußgängerfreundlich, das ist ja auch schon mal etwas Positives!

    In unserem Sinne keiner, soweit ich das bisher verfolgt habe. Es gab nur etwas blabla von wegen "klimaneutraler Stadtplanung". Ansonsten ist das Thema Rückbau der B14 aktuell, S21 wird uns weiter beschäftigen, oder auch die Opernsanierung. An irgendwelche Luftschlösser à la Rekonstruktionen am Marktplatz sollte man zur Zeit keinen Gedanken verschwenden. In Stuttgart gibt es hierfür keine Lobby in Form eines Vereins bzw. Interessengruppe.

    Ein Rückbau der B14, am besten Tunnellösung für die Straße, wäre allerdings ein sehr, sehr großer Gewinn für die Stadt. Mehr Urbanität entstünde und der öffentliche Raum öffnete sich abseits der funktionalen Nutzung wieder mehr dem Menschen.

    Das läßt sich für viele bundesdeutsche Innenstädte sagen: Dieser zusammengeflickte Asphalt ist für das Auto, nicht aber für den Menschen geeignet. Dies rückzubauen, mit Bäumen und Außengastronomie statt Parkplätzen, ist eine wichtige Aufgabe für die 2020er Jahre.

    Wir müssen uns nichts vormachen: Im großen Stile wird - horribile dictu - in den allerwenigsten Städten rekonstruiert werden.

    Rothenstein, abwegige Vergleiche Nürnbergs mit Pforzheim und Co. tragen nicht unbedingt zu einer sachlichen Einordnung bei. Es gibt in der Nürnberger Altstadt schon noch viele angenehme Areale (v. a. im Westen). Zu kritisieren ist sicherlich, daß es zu wenige (überwiegend) geschlossene Altstadtflächen gibt. Einen dermaßen großen, teilweise (!) historisch durchzogenen Bereich wie in der westlichen Altstadt findet man in der BRD selten.


    Wie gestern schon geschrieben: Wer in der östlichen Sebald steht, erwartet "Altstadt", da 1. innerhalb der Stadtmauern und 2. da die überwiegend kleinteilige Bebauung erahnen läßt, wie es aussehen könnte.

    In anderen Städten sind weite Flächen der ehemaligen Altstadt als solche überhaupt nicht mehr zu erkennen, deswegen vermisst man dort wahrscheinlich auch weniger.


    Mit größter Wahrscheinlichkeit wird niemand von uns erleben, daß in bundesdeutschen Städten in großer Zahl einzelne Gebäude herausgerissen und rekonstruiert werden. Es wird - leider - immer nur um Leuchtturmprojekte gehen.

    Konkret habe ich den Eindruck, auch wenn ich schon länger nicht mehr in Nürnberg war, daß man durch das immer weitere Hinausdrängen des Autoverkehrs aus dem Innenbereich der Stadtmauer auf einem richtigen Weg ist. Vieles in der östlichen Sebald sieht auch deswegen so unerbaulich aus, weil es mit (billig geflicktem) Asphalt durchzogen ist. Natürlich hat dies keine Auswirkung auf die Fassaden, aber die Rückeroberung des innerstädtischen Raumes, das Aufbrechen der asphaltierten Flächen und Parkplätze (Außengastronomie, Günflächen etc.) tragen ebenfalls zu einer lebenswerteren Stadt bei.

    @ Bostonian, ich stimme dir vollkommen zu.


    @ nothor, der Hans-Sachs-Platz ist freilich belangloser Wiederaufbaustil. Hast du ernsthaft geglaubt, es wird hier einfach mal aus Freude an der Ästhetik ein Vorkriegsgebäude vom Eigentümer rekonstruiert?


    @ Königsbau, kannst du ja so sehen. Genauso verstehe ich, wenn jemand statt München Leipzig oder Dresden (in seiner Struktur das genaue Gegenteil von N) nennt. Ich bleibe bei meiner Aussage: "Eine der schönsten / am wenigsten brutalen" bundesdeutschen Großstädte.


    Das Thema wurde hier schon hundert Mal in den letzten Jahren durchgekaut. Ich glaube, ein entscheidender Faktor ist die Wahrnehmung. Zum Vergleich: Frankfurt am Main (es könnten auch andere historisch einst mal bedeutende Städte hier genannt werden) soll vor dem Krieg die Stadt in D mit den meisten Fachwerkhäusern gewesen sein. In Nürnberg erkennt man anhand der Stadtmauer das Gebiet der (ehemaligen) Altstadt. Hinzu kommt in diesem Areal ein überwiegend kleinteiliger, meist schlichter Aufbau, der einen erahnen lässt, wie es hier mal früher gewesen und wie es durch entsprechende Verbesserungen wieder sein könnte. Vielleicht kommt daher bei manch einem die Enttäuschung, da noch ein Fühlen der ehemaligen Größe möglich ist.

    In Frankfurt hingegen sind große Teile der ehemaligen Altstadt überhaupt nicht mehr als solche zu erahnen oder zu fühlen. Um es mal medizinisch-brutal auszudrücken: Vielleicht schmerzt der Phantomschmerz einer Teil-Amputation mehr als der Tod vor 75 Jahren. Dennoch ist der erstere Zustand wohl zu bevorzugen.

    Und ich konnte nie nachvollziehen (und kann es heute noch nicht), dass so viele Nürnberger, die ich traf, das Nürnberg der Gegenwart so schön fanden und finden.


    Manchmal heisst es: OK, ein wenig provinziell aber doch angenehm, eine der schönsten Grosstädte Deutschlands. Was durch den Krieg verloren ging, scheint der grossen Mehrheit der Nürnberger gar nicht bewusst. Und das finde ich schon traurig.

    Ich denke, beides ist richtig: Es ging unendlich viel verloren, dennoch ist Nürnberg heute eine der schönsten / am wenigsten brutalen bundesdeutschen Großstädte (größer als 300. - 400.000 Einwohner). Das alte Lied und Leid ...

    @ Heimdall: Bei den Randalierern kommen verschiedene Merkmale zusammen. Vandalismus resultiert auch aus mangelnder Identifikation mit der örtlichen Umgebung, bei Graffitis sicherlich auch mit Inbesitznahme. Es ist ganz klar, daß hierbei bestimmte Personengruppen häufiger, andere seltener vorkommen. Wir müssen dies jetzt nicht politisieren, da wir wissen, was gemeint ist, oder?


    Bzgl. Fußgängerzone Schulstraße: Dies mag bei dieser Straße der Fall sein, Stuttgart als Ganzes ist ein Musterbeispiel einer autogerechten, funktional differenzierten Stadt. Die damit einhergehende Suburbanisierung führt dazu, daß man allzu oft in einem kulturell-identitären Nirgendwo wohnt und derTristesse vor Ort entfliehen will, indem man Events konsumiert; oder auch viel reist, um "authentischere" und schönere Orte zu erfahren. So entsteht der Konsumidiot.

    Lektüretipp dazu: Mischerlich: Die Unwirtlichkeit unserer Städte. Er hat dieses Phänomen schon in den 1960er Jahren psychologisch untersucht.

    Hängt damit wohl zusammen: https://www.zeit.de/2020/28/sc…ger/komplettansicht?print

    Ergänzung: https://www.zeit.de/gesellscha…arty-gewalt-polizei-elend

    Warum nur? Das schöne Wien ist leider wohl die Abrißstadt Nummer eins in Europa.

    Selbst ein Gelgenheitsbesucher wie ich, der alle paar Jahre vorbeischaut, kann es merklich wahrnehmen.

    In den letzten Jahren sind mit dem Milaneo, Gerber und dem Dorotheen-Quartier drei große Shopping-Center mit Parkplätzen in der Innenstadt entstanden. Es ist doch klar, daß damit viel Laufkundschaft absorbiert wird. Ich halte das Argument, dies sei notwendig, weil sonst Kaufkraft an die Gewerbegebiete auf der grünen Wiese verloren ginge, nicht für zutreffend, da damit die Innenstadt selbst in eine Art von Gewerbegebiet verwandelt wird.

    Weiterhin ist das Areal zwischen den beiden Bundesstraßen sehr weitgehend tertiarisiert, es leben kaum Menschen dort, die Geschäfte, Praxen usw. werden funktional genutzt.


    Keinesfalls zwangsläufig, aber auch nicht so überraschend waren für mich die Ausschreitungen dort. Diese weitflächige Suburbanisierung führt eben dazu, daß die gelangweilte Vorstadtjugend am Wochenende auf "Events" die Sau raus lassen will. Es fehlt an positiver Identifikation und organischem Leben im öffentlichen Raum.

    Kehrwoche hin oder her, für süddeutsche Verhältnisse ist der öffentliche Raum schon weit überdurchschnittlich verdreckt, die Schulstraße (siehe Bild) architektonisch auch alles andere als reizvoll.


    Das sind alles Probleme einer autogerechten, funktional differenzierten Wirtschaftswunderaufbaustadt.

    "diutisk/c" meint ja gerade "zum Volk gehörig", d. h. bei allen großen Unterschieden der Dialekte eine gemeinsame Sprache sprechend.

    Nach allem, was ich in meinem Studium gelernt habe, hat vor tausend Jahren ein Mensch aus der Nähe des heutigen Amsterdams z. B. einen andere Person aus Bremen besser verstanden als Letzterer einen Süd-, d. h. Hochdeutschen.


    Unsere heutigen Nationalstaaten sind bekanntermaßen nicht flächenidentisch mit alten Sprachgemeinschaften.

    Begriffsklauberei: Was heißt "historische Altstadt"?


    https://www.bavariathek.bayern…au/orte/detail/muenchen/2


    Hier heißt es, 60% der Münchener Altstadt seien zerstört worden. Die Frage ist hier wiederum: Was heißt "zerstört"? Beschädigt oder Totalverlust?


    Auf Bildern sieht München bei Weitem nicht so verwüstet aus wie Köln. Wie schon gesagt: Historisches Erbe hin oder her, wo großflächig Wüste bestand, wurde in den seltensten Fällen auch wieder großflächig rekonstruiert.


    Ich halte München für ein Beispiel eines insgesamt gelungenen Wiederaufbaus, es aber auch für übertrieben, Köln dermaßen zu verdammen. Das liegt vielleicht auch daran, daß ich eine Stadt als Ganzes im Blick habe und nicht alles nach 1945 nur verurteile.

    München neu aufbauen? Habe ich noch nie gehört und wunderte mich auch, da der Zerstörungsgrad keinesfalls extrem hoch war. Einzig bzgl. Würzburgs habe ich davon mal gelesen, aber auch dort hat man sich aus nahe liegenden Gründen anders entschieden.


    Ich sehe es auch so, daß das historische Erbe in Köln einen anderen Wiederaufbau verlangt hätte. Allerdings war diese Stadt nun einmal sehr weitgehend zerstört. Und welche Großstadt hat man (in der BRD) größtenteils original wiederaufgebaut? Eine leidige Diskussion, Dresden ist ein Sondefall, der architektonisch im Zengrum sicherlich zu begrüßen ist. Dennoch: Urbaner ist Köln.

    Es hat lange Tradition in diesem Forum, manche Städte abgrundtief zu verdammen. Ich denke, es liegt daran, daß viele Nutzer hier nach dem Motto urteilen: "Originale Altstadt oder gar nichts!"

    Zu Köln ist, denke ich, folgendes zu beachten: Das Areal der ehemaligen Altstadt war riesengroß (nirgendwo wurden solche Flächen rekonstruiert, auch nicht in Warschau, auch dort steht nur wieder ein - ziemlich insulärer - Bruchteil) und historistisch überformt. Wo wurde Historismus rekonstruiert?

    Ich finde auch, es hätte an einigen Stellen weniger brutal ausfallen können/müssen. Dennoch besitzt Köln noch "Reste", ist zudem sehr urban-lebendig (das scheint vielen hier relativ egal zu sein). Das ist schon mehr, als manche "Großstadt" der BRD zu bieten hat.


    Vergleiche sind immer Geschmackssache. In der BRD gibt es natürlich einige deutlich häßlichere Städte, da muß man von Köln aus nur ein paar Dutzend Kilometer nach Norden/Nordosten schauen.


    Köln hat es nun einmal im Krieg äußerst schwerwiegend erwischt. Daher sind internationale Vergleiche zu anderen Städten mit rund einer Million Einwohnern sehr schwierig. Welche wurden ähnlich zerstört? - Wahrscheinlich manch eine in der Ukraine, aber dieser Vergleich macht nun wirklich keinen Sinn.


    Hier im Thema wurden zwei Städte genannt: Frankfurt und Dresden. Ich mache es kurz: Frankfurt ist für mich insgesamt mit Köln vergleichbar, der wiederaufgebaute Altstadtteil ist perspektivisch und symbolisch sehr wichtig, in der Fläche allerdings winzig.

    Dresden hat den allseits bekannten rekonstruierten Altstadtteil, der seinesgleichen sucht, drumherum wird es furchtbar unurban. Zum Leben zöge ich wahrscheinlich eher Köln vor.

    Nun ja, ein jeder nach seinem Geschmack ...

    Es gibt einen US-amerikanischen Football-Spieler, der in Schwäbisch Hall wohnt und dort wohl auch spielt. Er stellt auf youtube regelmäßig Liebeserklärungen an diese Stadt ein. Schön sind auch die Reaktionen seiner Verwandtschaft, als sie einmal zu Besuch waren. Ich glaube, die konnten das kaum von Disneyland (positiv gemeint, d. h. als nicht real-alltäglich) unterscheiden.

    Exilwiener: Ich denke, Heidelberg und Tübingen lassen sich nur sehr schwierig vergleichen. Erstere ist urban-lebendiger und in eine moderne Großstadtagglomeration eingebunden. Heidelberg ist insgesamt toll, manch ein Gebäude des 08/15-Arme-Leute-Barocks sieht allerdings auch nur ein bis zwei Stufen besser als angepaßter Wiederaufbau der späten 40er und 50er Jahre aus. Die Zerstörung Ende des 17. Jahrhunderts ist natürlich nicht zu übersehen.

    Tübingen besitzt hingegen viel mehr historische Tiefe, ist allerdings - nicht negativ gemeint - deutlich provinzieller. Gerade für das süddeutsche Geistesleben spielt diese Stadt mit Schwerpunkt spätes 18. und frühes 19. Jahrhundert eine sehr gewichtige Rolle, wie auch ich als Katholik zugeben muß.


    @Johan: Auch Dresden und Nürnberg sind trotz ähnlicher Einwohnerzahl grundverschieden. Dresden, eine ehemalige Residenzstadt, besitzt heute ein historisch sehr schön, allerdings flächenmäßig recht kleines und dazu museal-inselartiges Innenstadtviertel. Dieses ist recht geschlossen. Drumherum beginnt jedoch recht bald ein ziemlich suburbanes Einerlei.

    Nürnberg, ehemals freie Reichsstadt, ist viel dichter und enger bebaut, viel bürgerlich-urbaner. Die Stadtmauer markiert heute noch die relativ sehr große Fläche der (ehemaligen) Altstadt, deren Licht und Schatten hier schon oft genannt wurden. Nürnberg ist für mich auf einer großen Fläche eine sehr lebendige Stadt, bezeichnenderweise gibt es im Forum kaum Bilder und Beiträge über die Vorstadtviertel und historische Eingemeindungen (z. B. Mögeldorf).