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Avenches (VD) (Galerie)

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    • Avenches (VD) (Galerie)

      Avenches oder früher auch Wifflisburg ist ein kleines mittelalterliches Städtchen im Kanton Waadtland mit ungefähr 3000 Einwohnern. Bereits in der Römerzeit gab es eine Siedlung namens Aventicum. Circa 74% der Einwohner sind französischsprachig und ungefähr 13% deutschsprachig. Der Ort wurde 1074 vom Lausanner Bischof Burkhart von Oltigen gegründet und im 11. Jahrhundert mit einer Ringmauer umgeben (teilweise erhalten). Wie der gesamte Kanton Waadtland schloss sich auch Avenches im Mittelalter, unter bernischer Herrschaft, konsequent der Reformation an.

      Ich habe zum ersten Mal meine neue Kamera ausprobiert, deswegen ist vielleicht die ein oder andere Aufnahme nicht so gelungen, zumal es immer wieder leicht regnete.



      Beginnen wir den Rundgang am Marktplatz mit der reformierten Stadtkirche Sainte-Marie-Madeleine, welche Ende des 11. Jh. errichtet wurde und in der gotischen Zeit umgestaltet wurde.







      Das Innere protestantisch-schlicht.







      Das Rathaus von 1753 mit Arkadengang.



      Die Rue Centrale säumen zahlreiche stattliche spätgotische Bürger- und Patrizierhäuser aus dem 16. bis 18. Jahrhundert.

      Fortsetzung folgt
      In der Altstadt die Macht, im Kneiphof die Pracht, im Löbenicht der Acker, auf dem Sackheim der Racker.

      Hätt' ich Venedigs Macht und Augsburgs Pracht, Nürnberger Witz und Straßburger G'schütz und Ulmer Geld, so wär ich der Reichste in der Welt.
    • Nun der letzte Teil:



      Tour de Bonneville















      Wieder die Rue Centrale







      So das wars. Ich kann jedem nur empfehlen, wer sich in der Region Bern/Westschweiz aufhält, dieses bezaubernde Städtchen zu besuchen.
      In der Altstadt die Macht, im Kneiphof die Pracht, im Löbenicht der Acker, auf dem Sackheim der Racker.

      Hätt' ich Venedigs Macht und Augsburgs Pracht, Nürnberger Witz und Straßburger G'schütz und Ulmer Geld, so wär ich der Reichste in der Welt.
    • Noch ein Beispiel für die "Glatzer Lauben":

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      und nicht das einzige in der Schweiz, wie wir in der jenseitigen Landstriche-Galerie gelernt haben.

      Die Stadt hat etwas sehr Alpen-Ländlich-Grobschlächtiges an sich, ein Element, das ich schon in Tirol nicht besonders mag. ABer eigentlich ist nichts auszusetzen, der Zustand und Bestand ist gut und auch originell.
      Augustinus (354-430) - Zweiundzwanzig Bücher über den Gottesstaat
      14. Buch 9. Kapitel
      Der Staat oder die Genossenschaft der nicht gottgemäß, sondern nach dem Menschen wandelnden Gottlosen dagegen, die eben infolge der Verehrung einer falschen und der Verachtung der wahren Gottheit Menschenlehren anhangen oder Lehren der Dämonen, er wird von den bezeichneten verkehrten Gemütserregungen geschüttelt wie von Fieberschauern und Stürmen.
    • @Breslau06: vielen Dank für deine Bildserie. Für "ordnungsliebende" Augen ist die Bebauung vielleicht ein bisschen wild, aber mir gefällt das historische Stadtbild alleine schon wegen der häufigen Verwendung von Fensterläden, welche auch recht schlichte Fassaden doch merklich aufwerten können, finde ich.
    • Oliver wrote:

      Die Stadt wirkt sehr unharmonisch, weil offenbar jeder Bauherr schon damals so bauen durfte, wie er Lust und Laune hatte.

      Ich habe die Bilder jetzt noch zweimal explizit in bezug auf diese Uneinheitlichkeit durchgeschaut und kann kaum etwas erkennen, was da nennenswert uneinheitlich oder unharmonisch wäre. Liegt es daran, dass mir die eidgenössischen Stadtbilder doch mehr vertraut sind? In meinen Augen störend wirken am ehesten das Rathaus sowie ein Haus in der Rue Centrale (links neben dem hellgelben), die wohl beide französisch beeinflusst sind. Als erheblich unruhig, faktisch als ungemütlich-belastend empfinden wir Süddeutschen die Bauweise in Nordrhein-Westfalen.
    • Zeno, in den oben gezeigten Straßenzügen ist meist jedes Haus als Solitär geplant ohne das das Haus in seine Umgebung harmonisch eingebettet ist. Gerne bestätige ich Dir hiermit, daß dies auch in NRW nicht anders ist. Wir müssen endlich dazu kommen, daß sich die Architekten auch mit dem Umfeld beschäftigen und nicht einfach ihren Kasten durchsetzen wollen.
    • Ich weiß schon, was "Oliver" meint. Es existieren sehr unterschiedliche Gebäudehöhen, Dachformen, Farben. Einige Häuser haben ausladende Vordächer, andere gar nicht. Wer also beispielsweise ein Potsdamer Ortsbild, zum Beispiel die Brandenburger Straße, als Ideal vor Augen hat, der wird mit einem solchen Stadtbild nicht so richtig warm. Allerdings muss man einen großen Unterschied zu vielen Ortsbildern in NRW oder zerstörten deutschen Dörfern sehen: In Deutschland ist die Situation aus Zerstörungen des Krieges, einem geschmacklosen Wiederaufbau und dem Verlust jedes ästhetischen Harmonieempfindens entstanden. Das hier gezeigte Ortsbild ist über einen langen Zeitraum auf organische Weise so gewachsen. Deshalb gefällt es mir auch, und das klassizistische Gleichmaß vermisse ich hier nicht.