Posts by Löbenichter

    Der Architekt des Wiederaufbaus des Garnisonkirchturms, Thomas Albrecht, geht fest davon aus, dass auch das Kirchenschiff rekonstruiert wird.


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    Der Architekt des umstrittenen Wiederaufbaus der Potsdamer Garnisonkirche, Thomas Albrecht, ist überzeugt, dass ungeachtet aller Proteste auch das Kirchenschiff des Gotteshauses rekonstruiert wird. "Das kommt, ganz bestimmt", sagte Albrecht am Freitag in einem Interview der in Potsdam erscheinenden "Märkischen Allgemeinen Zeitung". Nach der Brandkatastrophe in der Pariser Kathedrale Notre-Dame habe man erneut erleben können, "wie sehr die Menschen an Kirchen hängen".


    Architekt überzeugt: Garnisonkirche wird vollständig rekonstruiert

    Eine weitere sehr gute Meldung aus Halle: Das um 1605 am Alten Markt erbaute Gebäude "Goldener Pflug", welches seit 20 Jahren leer steht, wird saniert und danach künstlerischen und kulturellen Aktivitäten dienen.


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    Da die GmbH gemeinnützig sei, ergo keinen Gewinn erwirtschaften wolle und dürfe, seien die moderaten Mieten möglich. Die künstlerisch-kulturelle Nutzung des „Golden Pflugs“ für weitere 15 Jahre ist also gegeben - sie ist eine Voraussetzung für die Förderung der Sanierungsarbeiten. Das Geld, fast eine Million Euro, stammt zu 70 Prozent aus dem Stark III-Investitionsprogramm der EU. Die restlichen 30 Prozent trägt gGmbH.


    Goldener Pflug in Halle - Alte Kneipe soll jungen Kreativen mehr Platz bieten


    Ansicht des Gebäudes

    In Ulm bahnt sich ein wichtiges Bauvorhaben an: Das Anfang der 60er Jahre erbaute Gebäude des Haushaltswarengeschäfts Abt am Münsterplatz wird entweder komplett saniert oder abgerissen. Ich persönlich plädiere für Sanierung, da an dieser exponierten Stelle sonst wieder nur banale Kistenarchitektur herauskommen würde.


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    Mit der Stadt Ulm gab es bereits Gespräche über mögliche Pläne für das Abt-Gebäude, konkret liege aber noch nichts auf dem Tisch, sagte OB Gunter Czisch auf Anfrage. Zu Gerüchten wolle er sich nicht äußern: „Am Ende muss Herr Müller sagen, was er machen möchte.“


    Ob Abriss und Neubau oder Sanierung und Umbau: „Die Stadt wird die Pläne aufgeschlossen begleiten.“ Eine öffentliche Tiefgarage unter einem möglichen Abt-Neubau, wie sie einmal im Gespräch war, sieht die Stadt wegen der schwierigen Zu- und Abfahrt durchs Quartier jedoch nach wie vor äußerst kritisch.


    Eine städtebauliche Neuordnung am Münsterplatz sei gut vorstellbar, sagte Czisch. Der Bereich sei städtebaulich allerdings sehr sensibel. Müller habe beispielsweise mit dem Umbau eines historischen Gebäudes in Budapest aber gezeigt, dass er mit städtebaulichen Anforderungen in innerstädtischen Lagen verantwortlich umzugehen wisse.


    Abt zieht vom Münsterplatz weg – Sanierung oder Neubau des Gebäudes?


    Ansicht des Gebäudes

    Der Grundstock hierfür wurde sicher auch durch die Flüchtlingswellen nach dem Krieg gelegt, die überproportional in Niedersachsen, Schleswig-Holstein und Bayern untergebracht wurden. Im ländlichen Norddeutschland waren das die "Polacken", die schmuddelig waren, es wurde sich über ihren Akzent lustig gemacht "zwee Handtiicher, eens unjebraucht, alles auf der Flucht verloren", sie sprachen kein Plattdeutsch, kurz sie waren einfach Fremde.


    In Bayern waren die Böhmendeutschen kulturell näher und sprachen verwandte oberdeutsche Dialekte, so dass der "clash" etwas weniger groß war. Aber ein Ostpreusse im Emsland oder Dithmarschen? Das war auch kulturell einfach sehr anders.


    Das ist ein interessanter Aspekt den du aufwirfst über das sich verloren fühlen in der Fremde. Ist es wirklich ein so grosser Unterschied ob man sich als Ostpreusse nach der Flucht im Emsland bzw. Schleswig-Holstein niederliess? In "normalen" Zeiten waren die Unterschiede relativ gering. Als Ostpreusse war man ja auch Norddeutscher und sprach Platt, wenn man vom Lande stammte. Ich denke die Sichtweise jedes einzelnen Vertriebenen variiert stark. Ein Görlitzer, welcher aus seiner Wohnung im Stadtteil östlich der Neisse gejagt wurde, wird es wohl eher als einen Wohnungswechsel innerhalb seiner Stadt gesehen haben. Das Gleiche gilt wohl auch für jemanden aus Hinterpommern (aus Stettin oder Wollin bspw.), den es nach Greifswald oder Stralsund verschlug. Für solche Leute war es viel weniger schlimm, da sie ja immer noch in ihrer vertrauten Region lebten. Aber natürlich gab es auch das mir bekannte krasse Gegenteil, wie eine Gruppe Böhmerwäldler, die sich plötzlich an der Ostsee wiederfanden und sich nie damit arrangieren konnten.

    blühendes Sudetendeutschtum


    Ich tu mich allgemein mit diesem Begriff schwer. Zum einen weil die Sudeten geographisch gesehen nur ein kleiner Gebirgszug in Böhmen sind. Zum anderen ist der Begriff "Sudetendeutsche" erst in den 20er-Jahren im politischen Diskurs aufgetaucht. Korrekter wäre hier von "Deutschböhmen" zu reden. Ein Kardinalfehler des Versailler Vertrags war die verweigerte Selbstbestimmung der Deutschböhmen, welche gerne bei Österreich geblieben wären, sich dann aber als Minderheit in einem neugegründeten Staat wiederfanden - mit den bekannten Konsequenzen später.

    Ich habe mal aus Jux bei einem Gespräch mit Freunden übers Reisen ein paar Begriffe in die Runde geworfen z.B. "Ich gehe ins Riesengebirge wandern", oder Neumark, Stettin, Mähren etc., da war nix, null Ahnung von solchen Orten und Regionen. Man tut sich ja bereits bei den Bundesländern schwer. Nichtsdestotrotz werden die Ostgebiete immer ein Teil des deutschen Kulturraums bleiben, allein schon aufgrund der Bauwerke. Ausserdem rechne ich es den Polen hoch an, dass sie mehr und mehr Denkmäler aus deutscher Zeit sanieren, insbesondere in Schlesien.

    @Villa1895


    Vielen Dank für deine Fotos, Villa. Ich finde Tauberbischofsheim äußerst interessant. Mir stellen sich zwei Fragen:


    Ist die Gassenstruktur der Altstadt mit historischen Bauten erhalten? Es erschliesst sich mir aus den Fotos nicht ganz.


    Und wie hoch schätzt du den Anteil von Gebäuden nach 1945 in der Altstadt ein?


    Was ich übrigens auch sehr bedauerlich finde ist, daß die jahrhundertealte jüdische Geschichte des Taubertals weitgehend vergessen ist. Man schaue nur die Tauberbischofsheimer Synagoge an, komplett enstellt im 60er Jahre Stil.

    Im holsteinischen Eutin wird der um 1775 erbaute Kapitelshof in der Stolbergstr. 16 von einem privaten Unternehmer saniert.


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    Die Stolbergstraße in Eutin gilt als eine der ältesten Straßen der Stadt. Im Jahr 1309 wurde das Eutiner Kollegiatsstift durch Bischof Burkhard von Serkem gegründet und sechs Stiftsherren erhielten in der Stolbergstraße größere Grundstücke zugesprochen: Kurien oder Kapitelshöfe genannt. Einige der Höfe wurden Anfang des 19. Jahrhunderts abgerissen.


    Die heute erhaltenen Kapitelshöfe, darunter auch der in der Stolbergstraße 16, weisen mit ihren Gebäuden die Grundmuster ostholsteinischer Gutsanlagen auf, denn ihre Bewohner entstammten häufig dem Landadel. Die angrenzenden Grundstücke wurden in ähnlichem Stil bebaut – sie vermittelten trotz kleiner Fläche herrschaftlichen Charakter.


    Ein Denkmal im Dornröschenschlaf

    Das 1909 erbaute Jugendstilgebäude in der Hafenstr. 199 von 1909 wird nach 20 Jahren Leerstand von einem russischen Investor saniert.


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    Der 34-Jährige ist Projektleiter der Barrus-Immobiliengesellschaft in Berlin, die im Auftrag des russischen Kunden dieses und viele andere Häuser instand setzt und verwaltet. Solonskis Angaben nach steckt der Investor mehr als eine Million Euro in den Kauf und die Sanierung. „Alles in Abstimmung mit der Stadt und der Denkmalbehörde.“


    Schrottimmobilie in Bremerhaven wird saniert


    BHV Hafenstr 199 Mueck [CC BY-SA 3.0 (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0)], via Wikimedia Commons

    Im niederschlesischen Schloss Adelsbach wurden bei der derzeit laufenden Sanierung Wandgemälde böhmischer und deutscher Herrscher gefunden.


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    „Plötzlich blickte ich einem Kaiser direkt ins Gesicht“, beschreibt er seine Entdeckung, die unter dem Putz des einstigen Ballsaals hervorkam. Das Schloss entstand im 16. Jahrhundert als Sitz einer Adelsfamilie. Der Ort selbst, im 13. Jahrhundert gegründet, gehörte damals zur Krone Böhmens. Nach der Entdeckung der Bilder betraute der heutige Schlosseigentümer Krzysztof Wieczorek Spezialisten mit der Freilegung und Konservierung.


    Die Porträtgalerie erstreckt sich über mehr als 50 Quadratmeter Fläche. Die Bilder werden auf die Zeit zwischen 1560 und 1570 datiert. Neun von mutmaßlich bis zu 22 Porträts legten Experten bereits frei. „Die meisten der Bilder seien aber noch verdeckt“, sagt Wieczorek, der sein Schloss bis Ende 2020 für den Publikumsverkehr öffnen will.


    Polnischer Goldzugjäger findet doch noch einen Schatz



    Struga PL palace 2 Bonvol [CC BY 3.0 (https://creativecommons.org/licenses/by/3.0)], via Wikimedia Commons

    Möchte jemand im Zürcher Quartier Albisrieden eine Wohnung in totaler Sichtbetonoptik kaufen? Hier gehts zur Galerie


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    Über die Kosten des Projekts ist nichts bekannt, obwohl es als Beweis für guten und günstigen Wohnungsbau konzipiert sein soll. Interventionen in Licht und Raum und die Reduktion der Standards sollten großzügige Wohnräume ohne wirtschaftlichen Mehraufwand generieren, ist in der Pressemitteilung zu lesen. So nüchtern das klingt: Gus Wüstemann ist ein Wohnhaus mit poetischen Qualitäten gelungen. Auch – und da kommt wieder die Bauherrschaft ins Spiel – dank des schmückenden Umgangs mit verschiedenen Betonoberflächen.


    Beton-Poesie in Zürich - Wohnungsbau von Gus Wüstemann Architects

    Eine historische Villa von 1922 in der Luckenwalder Industriestr., welche seit 1989 leerstand, wird von einem Unternehmer saniert.


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    Bei der Sanierung lobt der neue Eigentümer Anton Mertzlufft die gute Zusammenarbeit mit dem Stadtplanungsamt bei der Sanierung. „Die Stadt hat mich sehr unterstützt“, so der Unternehmer. Ihn interessieren außerdem weitere Details aus der Geschichte des Hauses, er hofft, dass es Zeitzeugen und Fotomaterial gibt, um mehr über das Gebäude zu erfahren.


    Unternehmer saniert alte Villa an Industriestraße

    Im Quedlinburger Ortsteil Stadt Gernrode wird die baufällige Alte Küsterei (erbaut 1572) von einem Ehepaar saniert.


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    Sie nahmen Kontakt zur Stiftung auf, stellte einen Antrag bei der evangelischen Kirche. „Es hat zwar ein bisschen gedauert“, aber dann sei zugestimmt worden, „uns das Schätzchen zu verkaufen“, sagt Jörg Schymura. Wie er hinzufügt, „soll das Haus wieder so hergestellt werden, wie es einmal war“, und bauzeitliches wie Eichensäulen oder das Dach „unbedingt erhalten“ werden.


    Beim Kulturverein ist die Freude groß, dass das Küsterhaus nun saniert wird. „Wir sind dabei, Ansichten herauszusuchen, wie es mal ausgesehen hat, auch von innen“, sagt Sabine Schönbeck und fügt hinzu: Es wäre schön, wenn sich für die anderen beiden Gebäude auch jemand finden würde.“


    Ehepaar hat Fachwerkhaus gekauft - Alte Küsterei wird saniert


    Alte Küsterei Gernrode
    M.Hoffmann [CC BY-SA 3.0 de (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/de/deed.en)], via Wikimedia Commons

    Lieber Pagentorn


    Ganz herzlichen Dank für diese wunderbaren Beispiele. Die Heraldik hat mich immer fasziniert und solche Wappen und Verzierungen an historischen Gebäuden schaue ich mir immer an.


    Was auffällt: An den meisten Ihrer Beispiele sieht man das Wappen Königsbergs. Einerseits sehr schön als Beleg für die Bedeutung als Kultur- und Handelsmetropole, andrerseits auch sehr traurig, wenn man bedenkt, dass die jahrhundertelange Verankerung der Stadt in der Geschichte Deutschlands so brutal gekippt wurde.


    Einen Themenstrang zu Königsberg von Ihnen würde ich sehr gespannt verfolgen! :)

    Derzeit wird am Altmarkt Haus Nummer 26 von 1544 saniert, wobei auch der Dachstuhl rekonstruiert wird.


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    Im Zuge der aktuellen Arbeiten wird laut GWC die Fassade saniert. Sie erhält darüber hinaus einen neuen farblichen Anstrich. Außerdem wird das Dach mit dem denkmalgeschützten und in seiner Art und Konstruktion einzigartigen Dachstuhl rekonstruiert und neu eingedeckt. Dabei solle das Original weitgehend erhalten werden. Die altmarktseitigen Außenarbeiten am Gebäude werden sich voraussichtlich bis Ende Mai ziehen.


    GWC saniert Baudenkmal auf dem Cottbuser Altmarkt



    Altmark 26 Cottbus Clemensfranz [CC BY-SA 3.0 (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0)], via Wikimedia Commons

    Im Stuttgarter Stadtbezirk Weilimdorf wird das marode, historische Ensemble aus altem Rathaus und altem Schulhaus bei der Kirche St. Oswald für rund 4 Mio. € saniert.


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    Wie die Mehrkosten seit dem Sanierungsbeschluss vom 19. Oktober 2016 entstanden sind, wird in einer Vorlage an den Gemeinderat beschrieben, die am morgigen Dienstag, 19. Februar, den Mitgliedern des Ausschusses für Umwelt und Technik vorgestellt wird. 356 000 Euro ist das Projekt teurer geworden, weil die Auflagen – vor allem durch die Denkmalschutzbehörde – höher sind, als zunächst vermutet. Mehr als 100 000 Euro sind zusätzlich notwendig, um die Schadstoffbelastungen zu entfernen, die bei Messungen und Untersuchungen gefunden wurden.


    Historisches Ensemble soll endlich saniert werden



    Pfarrkirche OswaldUser:Harke [CC BY-SA 3.0 (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0)], via Wikimedia Commons

    Anbei eine Bilderstrecke zu einem Neubau in der Sendlinger Str. welcher sich nahtlos in den Strassenzug einreiht. Meiner Meinung nach ein gelungener Bau.


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    Statt wie noch vor zehn Jahren münchnerisch-urwüchsig geht es in diesem Teil der Sendlinger Straße heute also deutlich schicker zu. Für den Neubau von Hild und K folgt daraus aber immerhin, dass genügend Geld für eine spannende Fassade zur Verfügung stand. Dabei fungiert der Knick der Straße, der durch das Haus markiert wird, als gestalterischer Bezugspunkt: Ein Relief horizontaler Faltungen nimmt den Richtungswechsel auf. Auch im Inneren, das in Holz, Messing und Sichtbeton zeitgenössisch ausgeführt ist, taucht laut Architekten das Motiv der „Faltung“ immer wieder auf.


    Beton für die Altstadt - Geschäftshaus in München von Hild und K