Termin bitte vormerken: Am 9. November findet unser großes Initiativentreffen in Frankfurt am Main statt- Jeder ist willkommen.

Klosterburg Großcomburg bei Schwäbisch Hall

    This site uses cookies. By continuing to browse this site, you are agreeing to our Cookie Policy.

    • Lieber SchortschiBähr,


      danke für deine wirklich wunderschönen Bilder.

      Noch einige Anmerkungen zur Kleincomburg:
      Die einstige Propstei zum Hl. Ägidius Kleincomburg wurde 1108 gegründet, die Kirche um 1120 erbaut. Sie ist aus einem ganz anderen Geist errichtet, als die nahe liegende Großcomburg, denn wenn man sich die Schmuckfreude und den reichen steinernen Zierrat der drei erhaltenen Türme der Großcomburg vor Augen führt, so sucht man derartigen Reichtum der Formen in der ebenfalls romanischen Kirche Kleincomburg vergebens. Die Kirche der Kleincomburg gilt als eine Nachbildung der Hirsauer Aureliuskirche in entsprechend strengen Formen der Hirsauer Reform. Für SchortschiBähr und vielleicht auch für andere Foristen sei noch erwähnt, dass die Kirche Kleincomburg eigentümlich ausgeklügelte Maßverhältnisse besitzt: Länge des Querhauses = Länge des Schiffs, Höhe der Säulen und Höhe der Arkaden im Scheitel = lichte Breite und halbe Höhe des flach gedeckten Mittelschiffs. Die Kirche gehört zu den ältesten Baudenkmälern der Hirsauer Gruppe und ist in manchen Details besonders gut erhalten. Es handelt sich um eine kreuzförmige Säulenbasilika ohne Nebenchöre. Das Hauptaltarhaus ist Tonnen gewölbt. Westlich der Kirche befand sich dereinst vermutlich ein Atrium. Im Chor sind romanische, 1880 aber stark erneuerte Wandgemälde von feierlicher Wirkung vorhanden, mit tiefer symbolischer Bedeutung (Kirche und Synagoge unter dem Kreuz des Heilands, Christus in der Kelter und Auferstehung der Toten). Ferner erkennt man Reste von Jagdszenen aus der legenden Vita des Titelheiligen St. Ägidius. Eine Ausmalung der Quer- und Langhauses fanden 1827 und 1857 ff. statt. Diese Ausmalung der ganzen Kirche empfand ich schon 1960, als ich diese im Alter von sieben Jahren und auch später nochmals sah, als sehr schön, harmonisch und gelungen. Deshalb bedaure ich, dass man zwischenzeitlich im Querhaus und im Langhaus die polychrome Malerei entfernt hat. Immerhin ist die sehr beeindruckende Malerei im Chor erhalten geblieben. Hier ein Ausschnitt der Malerei des Chorbereichs der Kirche Kleincomburg:


      The post was edited 4 times, last by Villa1895 ().

    • Der Ortsteil von Schwäb. Hall-Steinbach, der zu Füßen der Großcomburg gelegen ist, mit würzburgischen, früher comburgischen Amtsgebäuden, besitzt mit der Pfarrkirche St. Johannes die Mutterkirche von Schwäb. Hall. Dabei handelt es sich um einen Saalbau des 12. Jh. mit zeitgleichem Querhaus, in den Flügeln und der Vierung Tonnen gewölbt. Das Gotteshaus hat eine Halbrundabsis und einen Vierungsturm. Den Ort umgeben noch mehrere Tortürme.
    • Schlußrunde Großcomburg



      Wir vollenden den Rundweg auf den Burgmauern mit dem östlichen Teil. Von dort gibt es nochmal grandiose Blicke auf die Osttürme der Kirche. Zu diesem Anlaß auch noch einige Fremdeinblicke in die Kirche.
      Danach noch kurz einen Blick in den östlichen Burghof mit dem etwas verloren wirkenden Brünnlein, dann durch die Burgtore hinaus, ein Blick zurück und die schöne Allee den Berg hinab.


      Östlicher Burghof




      "Ostgetürme"











      Der romanische Hartwigsradleuchter und das Antependium am Altarblock


      Von Michael Hanselmann - File:Comburg leuchter.jpg (detail), CC BY-SA 2.0 de, commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=6341349

      Der Radleuchter


      Von Michael Hanselmann - Eigenes Werk (Originaltext: eigenes Foto), CC BY-SA 2.0 de, commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=4528148


      Die Kleincomburg

















      Reinhard Kirchner - Eigenes Werk, de.wikipedia.org/wiki/Comburg
      Comburg - Gesamtansicht




      Wünsche allen APHlern Segen und Wohlergehen auf allen ihren Wegen zur schönen Architektur!!!

      Eigene Fotos, wenn nicht anders angegeben!

      Weiterführende Infolinks:

      kloster-grosscomburg.de/kloster/
      de.wikipedia.org/wiki/Comburg
      Ein alter Grundriß


      bauforschung-bw.de/objekt/id/1…all-grosscomburg-comburg/
      hohenlohe-schwaebischhall.de/k…tuelle-orte/grosscomburg/
      hohenlohe-schwaebischhall.de/k…tuelle-orte/kleincomburg/
      hohenlohe-schwaebischhall.de/kultur/spirituelle-orte/

      The post was edited 4 times, last by SchortschiBähr ().

    • Folgendes Bild aus dem Buch "Das Deutsche Dorf", erschienen 1914 ist bezeichnet "Die Komburg in Schwaben". Heute nennt man die einstige Klosterburg allgemein "Großcomburg". Sie liegt zwar im Regierungsbezirk Stuttgart, jedoch genau genommen nicht in Schwaben, da das Hohenloher Land fränkisch besiedelt ist. Überdies gehörte die Großcomburg bis zur Säkularisationn zum Bistum Würzburg. Hier nun das Foto:

    • SchortschiBähr und Villa1895 haben uns hier ja schon mit phantastischen Bildern und Informationen versorgt. Dennoch nutze ich die Gelegenheit, eine Auswahl meiner Bilder vom vergangenen Samstag hier zu zeigen.

      Ähnlich wie Tübingen mit dem Kloster Bebenhausen, liegen auch Schwäbisch Hall und das Kloster Großcomburg sehr nah beieinander und bieten eine hervorragende Möglichkeit, in einem erfüllenden Tagesausflug besucht zu werden.

      Zum Kloster Großcomburg haben die o.g. Herren schon viel gezeigt und geschrieben, nichtsdestotrotz hier nochmal der Verweis auf Wikipedia, für die, die sich mehr in das Thema vertiefen wollen:

      de.wikipedia.org/wiki/Comburg

      Die Klosteranlage wird von einer Ringmauer mit Wehrtürmen umschlossen, die der Anlage einen burgartigen Charakter verleiht.




      Das Tor, durch das man die Anlage betritt, zeigt einen Löwenkopf mit zwei Sparren im Maul. Das Wappen der Grafen von Comburg-Rothenburg. Die Sparren könnten nach Recherche im Internet ein Hinweis auf die rege Bautätigkeit der Comburg-Rothenburger Grafen sein.







      Das Löwen-Motiv mit den Sparren wiederholt sich an vielen Stellen:




      Im Vordergrund die Erhardskapelle. Unbekannt ist die Funktion dieses romanischen Sechseckbaus vom Ende des 13. Jahrhunderts. Man vermutet in ihm eine Heilig-Grab-Kapelle.

















      Die umlaufende Ringmauer kann durchgehend begangen werden und bietet interessante und überraschende Ausblicke:
















      Stellenweise wird es recht eng . . .



      Gehen wir in die Stiftskirche St. Nikolaus, eine barocke Hallenkirche von dem Würzburger Baumeister Joseph Greissing 1706–1715 an der Stelle einer 1088 geweihten romanischen Basilika unter Beibehaltung der drei spätromanischen Türme errichtet.




      Man beachte die ungewöhnlich ausladenden Kapitelle, was - wie man dort sagte - den Effekt haben soll, eine optische "Sogwirkung" in Richtung Altar zu erzeugen
















      Der Radleuchter aus vergoldetem und versilbertem Kupferblech, ebenfalls um 1130, mit 15,77 m Umfang der vermutlich größte weltweit







      Hier sieht man gut, wie der romanische Turm in der späteren barocken Kirche integriert wurde. Durch das fehlende Glas kann man die Außenmauer des Turmes sehen:




      Mit diesem frühlingshaften Blick auf Schwäbisch Hall verabschiede ich mich für heute. Ich empfehle unbedingt noch das nur gut 2 Km von Comburg entfernte Café Ableitner (cafe-ableitner.com/) mit den allerbesten Kuchen und Torten weit und breit :D

      "Mens agitat molem!" "Der Geist bewegt die Materie!"
    • Das Kochertal bei Hall ist eine der großartigsten Kulturlandschaften in Baden-Württemberg. Rechts neben dem Haller Zeughaus erkennt man die Limpurg, von der noch einige Ruinen übrig sind. Neben der Comburg (warum ist die nicht weltberühmt?) steht die Kleincomburg, ein weiteres Kloster mit romanischer Kirche.


      Schwaebisch Hall Historic Center and Comburg Weberjn [CC BY 3.0 (creativecommons.org/licenses/by/3.0)], via Wikimedia Commons

      Hier das Bild in voller Größe: upload.wikimedia.org/wikipedia…ic_Center_and_Comburg.jpg