Posts by Villa1895

    @ Majorhantines,


    so einen ähnlichen Gang kenne ich von Siedlungshäuschen in Stuttgart Ost. Dort nennt man diesen Gang zwischen den Gärten "Kohlengang", weil über diese Gänge und die daran anschließenden Gärtchen früher die Kohlen zu den Häusern gebracht wurden.

    Auch in der Herrgottskirche zu Creglingen bei Weikersheim, im Main-Tauber-Kreis in Baden-Württemberg gelegen, gibt es ebenfalls ein Lichtwunder am Marienaltar von Tilmann Riemenscneider. Und zwar am 15. August, dem Feste Mariä Himmelfahrt. Siehe hierzu die folgenden Links:

    Hinweis: Bei dem ersten Link kann man auf das Foto des Marienaltars klicken, der dann vergrößert mit vielen Details angezeigt wird.


    lichtwunder-in-der-herrgottskirche-creglingen


    herrgottskirche

    Am 06.03.2022 besuchten wir den Ort Illmersdorf (ca. 100 Einwohner), der heute zu Drebkau und damit zum Spree-Neiße-Kreis und zum Land Brandenburg gehört. Die vom Gutsherrn 1742 errichtete Gutskirche, heute Dorfkirche, besitzt eine Gruft mit 11 Särgen (2 davon sind Kindersärge). Alle Personen gehörten der Familie von Normann an. Vier Särge davon sind geöffnet und mit Glasplatten abgedeckt. Man kann also hineinschauen.


    Die beigesetzten Personen sind mumifiziert, besser gesagt, sie sind ausgetrocknet. Dies ist auf natürliche Weise geschehen, ohne jegliches Zutun von Menschen. Da die Gruft ganz trocken ist und ständig frische Luft durch eine kleine Öffnung der Mauer einfällt, sind die Leichen auf diese Weise durch den Luftzug ausgetrocknet. Man kann die Gesichtszüge der Mumien noch gut erkennen. Sie tragen allesamt festliche Kleidung, doch fehlt jeglicher Schmuck. Auch der Offiziersdegen des Soldaten ist "abhanden" gekommen. Das ist 1945 "verloren gegangen". Fast wären die Mumien sogar noch verbrannt worden, doch konnte dies Gott sei Dank noch verhindert werden. Das Gutshaus diente nach dem II. Weltkrieg der Unterbringung von Flüchtlingen aus den deutschen Ostgebieten. Wegen der Unterlassung jeglicher Unterhaltsmaßnahmen war das Gutshaus schließlich zur Ruine geworden, so dass es am Ende in den 1960er Jahren abgerissen wurde. Doch kommen wir nun zur Kirche: Es ist diese ein Fachwerkbau, welcher teilweise verputzt ist.











    Die Gruft hat ene Tür nach außen. darüber ist links das Allianzwappen von Normann und rechts davon das der Ehefrau des Erbauers (eine geborene von Barfuß) angebracht. Die Barfüße hatten im Wappen drei Beine mit bloßen Barfüßen.







    Das kleine Kirchlein hat eine schöne Innenausstattung aus der Erbauungszeit. Der Kanzelaltar hat über dem Kanzelkorb ein Gemälde das uns den "Salvator Mundi", also des Erlösers der Welt/des Heilands zeigt.






    Die einstige Herrschaftsempore, unter der sich die Gruft befinde, man erkennt die geöffnete Tür zur Gruft::






    Die im Kindbett verstorbene Ulrike Eleonore von Normann, das gleichfalls verstorbene Kindlein ist unten links (im Bereich der Beine der Mutter) zu erkennen:

    In Czernowitz finde ich das Auffahrtsrondell vor dem Theater sehr viel schöner, passender und wohl auch dem Original mehr entsprechend, als der auf mich kalt und streng wirkende Platz vor dem Theater in Fürth.

    In der Deutschen Bauzeitung erschien unter dem Datum vom 26. Juli 1899 ein interessanter Beitag zur Wiederherstellung der altehrwürdigen Klosterkirche zu Trebnitz in Schlesien. Es handelt sich um die angeblich älteste Kirche Schlesiens, die 1903 ihr 700-jähriges Bestehen begangen hat. In diesem einstigen Gotteshaus von Ordensfrauen der Zisterzienserinnen befand-und befindet sich vielleicht auch heute noch-das Grab von St. Hedwig, der Herzogin von Schlesien, geb. Prinzessin von Andechs-Meranien. Hedwig war verwandt mit der Heiligen Elisabeth von Thüringen. Die Hl. Hedwig von Schlesien war verheiratet mit Herzog Heinrich I. von Schlesien, genannt "Heinrich der Bärtige". Besiedelt wurde das Kloster mit Schwestern des Bamberger Klosters St. Theodor.


    Da ich den Beitag über die Klosterkirche von Trebnitz in Schlesien (i. Schl.) in vielerlei Hinsicht sehr interessant fand, dachte ich, diesen euch nicht vorenthalten zu sollen:











    Und gerade jetzt zur Fastenzeit, die auf die Karwoche mit dem Gedächtnis ans Leiden Christi zugeht. Es stellt sich mir die Frage: Wieviel Hass in den Herzen der Zerstörer dieses Kreuzwegs ist. Das ist nicht nur blanker Atheismus, sondern offenbarer Hass. Da kann man schon ins Grübeln kommen und sich fragen, ob das nicht Zeichen der Zeit sind, die dafür sprechen, dass "der Fürst der Finsternis" versucht, mehr und mehr Macht zu gewinnen. Das ist ja beileibe nicht die einzige Kirchenschändung, die bei uns geschieht.

    Die Wasserspeier mittelalterlicher Kirchen und Dome stellen in Stein gebannte Mächte der Finsternis, also des Bösen dar. Da sie in den Stein gebannt sind, können sie aus Sicht der damaligen Menschen nicht ins Innere des Gotteshauses gelangen.


    Zwar kein Wasserspeier, aber mit der Symbolik eines in Stein gebannten heidnischen Gottes:

    An der Stadtkirche zu Bergen auf Rügen wurde außen, an der Fassade, ein Stein mit einem Relief eines Wendengottes eingebaut. Auch dieser heidnische Gott ist somit in Stein gebannt worden.

    Allerdings gefallen mir diese senkrecht aufgezogenen Fahnen gar nicht. Sie entstellen die Wirkung der großartigen Fassaden enorm. Das finde ich überaus hässlich und geadezu abscheulich. Was soll das? Mehr Umsatz? Mehr Gewinn? Wo aber, so frage ich, bleibt die Liebe zur Heimatstadt?

    In Schlettstadt/Selestat im Elsass gibt es eine originelle Abwandlung: Sowohl das eigentliche Turmdach den "neuen Turmes" als auch dessen Wichhäuser haben als Helme sog. " welsche Hauben", also Turmhelme in Glockenform. Während der Turm, eigentlich eines der Stadttore, aus dem 13. Jahrhundert stammt, sind die welschen Hauben erst nach 1600, also in der Renaissance drauf gekommen.

    Die Stadt Frankfurt a. M. hatte sich beim "Langen Franz" am damals schon abgegangenen Brückenturm der alten Mainbrücke orientiert, der ebenfalls diese stattliche hohe Turmhaube/Turmsspitze besaß und dazu noch an den vier Ecken die kleinen Türmchen, ebenfalls mit spitzen Turmdächern. Diese kleinen zusätzlichen Türmchen nannte man, soviel ich weiß, Wichhäuser. Im einst Plattdeutsch sprechenden Bereich vielleicht als Wikhus ausgesprochen. Diese Wichhäuser waren an Türmen in der Gotik beliebt und weit verbreitet, auch bei Kirchtürmen.

    St. Nicolai zu Hamburg erinnert mich, wiewohl vermutlich deutlich größer und höher, doch sehr an die gleichfalls neugotische Johanneskirche auf einer Halbinsel am Feuersee in Stuttgart-West.


    In Hamburg ist nur noch der Turm da, in Stuttgart ist zwar die Kirche vorhanden, doch in Stuttgart fehlt der durchbrochene, filgrane Turmhelm. In Stuttgart war die Johanneskirche ca. 10 Jahre eine Kriegsruine, bis man sich entschloss, sie wieder aufzubauen. Leider hat man bei der Johanneskirche in Stuttgart im Mittelschiff das Gewölbe nicht wieder hergestellt, so dass sich seither dort eine weiße, flache Decke befindet, was die Wirkung des inneren Kirchenraums doch sehr beeinträchtigt.

    Das Filmchen über die Avenue des Champs Élysées, nahezu frei von Autos, dafür voller Menschen, mag ja ganz nett sein. Paris erscheint bei all den vielen, ausschließlich jungen Leute, als der Ort der ewigen Jugend und Schönheit. Wo sind denn hier die Menschen, die nicht mehr jung, schlank und schön sind? Von den hier gezeigten Personen ist offenbar kein Mensch alt, auch sieht man keine Behinderten, keinen Rollstuhlfahrer und auch keine Obdachlosen. Hat man die alten und behinderten Leute und Obdachlosen vergessen? Ich denke nein. Alt zu sein und/oder behindert oder arm zu sein wird weithin als Makel empfunden. Solche Leute zu zeigen, wäre nicht werbewirksam, also kontraproduktiv. Deshalb dürfen sie im dem Film nicht in Erscheinung treten. Weg damit.


    Lieber wird in dem Film ausschließlich die gehobene Mittelschicht dargestelltt, jung, gesund, sportlich, schlank und dynamisch. Paris erscheint als das Paradies der ewigen Jugend, Schönheit, Gesundheit und des Wohlstands. Der Ort der ewigen Jugend und Schönheit. Die vielen Menschen, die sich in dem Filmchen auf der Prachtstraße tummeln, werden offenbar allesamt als jung, schlank, smart und schön, gesund und ohne Sorgen und Beschwerden dargestellt. Nur keine Alten, Behinderten und Armen zeigen. Das könnte sonst beim Betrachter evtl. negative Gefühle und Stimmungen verursachen. Einen großen Teil der Bevölkerung auszuschließen, oder so zu tun, als gäbe es ihn nicht, erscheint mir ebenso irreführend wie unehrlich. Jede Medaille hat zwei Seiten, wo viel Licht ist, da ist halt auch auch viel Schatten.

    Es freut mich sehr, dass die Schweden ihre Gründerzeithäuser lieben und erhalten. Leider hat man in Deutschland, vor allem durch die Bauhaus-Ideologie geradezu mit Hass und verbissenem Fanatismus alles getan, um selbst solideste Gründerzeitler abzureißen - sogar heute kommt das leider Gottes immer noch vor. Doch scheint sich nach und nach eine Trendwende abzuzeichnen, was mich hoffen lässt.

    Als ich noch in Stuttgart wohnte, also vor April 2012, wurde in St. Elisabeth in Stuttgart-West jeden Monat an einem Sonntag, die Hl. Messe in lateinischer Sprache gelesen, an den übrigen Sonntagen in deutscher Sprache. An diesen lateinischen Hl. Messen hatte ich öfters teilgenommen.


    Leider findet das, was man früher ein feierliches Hochamt nannte, wohl kaum mehr statt. Früher wurde dabei z. B. vom Priester in der feierlichen Form von vor dem II. Vaticanum, auch das Gedächtnis der Heiligen wie folgt gesprochen., hier die alte Übersetzung in die Deutsche Sprache:


    In heiliger Gemeinschaft ehren wir dabei vor allem das Andenken der glorreichen, allzeit reinen Jungfau Maria, der Mutter Jesu Christi, unseres Herrn und Gottes wie auch seiner heiligen Apostel und Blutzeugen, Petrus und Paulus, Andreas, Jakobus, Johannes, Thomas, Jakobus, Philippus, Bartholomäus, Mattäus, Simon,Thaddäus; Linus, Kletus, Klemens, Xystus, Kornelius, Cyprianus, Laurentius, Crysogonus, Johannes und Paulus, Kosmas und Damianus und alle Deine Heiligen. Ob ihrer Verdienste und Fürbitten gewähre uns in allem hilfreich deinen Schutz und Beistand. Durch Christus unseren Herrn. Amen.


    Die Wandlungsworte zur Wandlung des Brotes erfolgten mit den feierlichen Worten des Priesters:

    Er nahm am Abend vor seinem Leiden Brot in seine heiligen und ehrwürdigen Hände, erhob die Augen gen Himmel, zu dir, Gott, Seinem allmächtigen Vater, sagte Dir Dank, segnete es, brach es und gab es seinen Jüngern mit den Worten: Nehmet hin und esset alle davon: Das ist mein Leib.


    Analog waren die Worte zur Wandlung des Weines.


    In feierlichen Worten folgte das Gedächtnis des Erlösungswerks Christi,


    sodann die Bitte um die Annahme des Opfers:

    Schaue huldvoll darauf nieder mit gnädigem und mildem Angesichte und nimm es wohlgefällig an, wie du einst mit Wohlgefallen angenommen hast die Gabe Abels, deines gerechten Dieners, das Opfer unseres Patriarchen Abraham, das heilige Opfer und die makellose Gabe, die dein Hohepriester Melchisedech dir dargebracht hat.

    Demütig bitten wir Dich, allmächtiger Gott, dein heiliger Engel möge dieses Opfer zu Deinem himmlischen Altar emportragen vor das Angesicht Deiner göttlichen Majestät. Lass uns alle, die wir gemeinsam vor diesem Altare das hochheilige Fleisch und Blut Deines Sohnes empfangen, mit allem Gnadensegen des Himmels erfüllt werden. Durch Christus, unseren Herrn, Amen.


    Entsprechend feierlich folgte das Gedächtnis der Toten, die Bitte um Gemeinschaft mit den Heiligen, Apostel und Blutzeugen und feierlichem Abschluss.


    Dadurch, dass man sehr Vieles vereinfacht, modernisiert und herausgestrichen und weggelassen hat (man sagte, es sei zu salbungsvoll), verschwand leider auch die Feierlichkeit und die tiefe innere Empfindung, das sich Hineinversetzen können in die heilgen Geheimnisse. Der heutige deutsche Text hingegen erscheint mir dürr, glatt, ohne feierliche Erhebung. Vielleicht vergleichbar mit einem kostbaren reich gegliederten historischen Gebäude einerseits und im Gegensatz dazu im Vergleich mit einem modernen, glatten, schmucklosen Kubus.


    Die Schönheit der lateinschen Sprache ist unbestritten. Wer ihr aber nicht mächtig ist, hat das Problem, dass er Vieles nicht versteht. Früher gab es Gebetbücher, z. B. "den Schott", wo die Gebete links in lateinischer Sprache und rechts davon in deutscher Sprache standen. Das feierliche Hochamt in deutscher Sprache, wie früher (s. o.), gefällt mir genauso gut wie ein lateinisches Hochamt.


    Zu einem feierlichen Hochamt an den kirchlichen Hochfesten gehört auch die entsprechenden Musik, Orgel und/oder Orchester mit Solisten, z. B. eine Mozartmesse oder die Deutsche Messe von Franz Schubert. Auf ev. Seite nicht nur Werke von Bach, sondern auch von vielen Anderen, z. B. Schütz, Schein und Scheid etc.


    Aber auch ganz allgemein gehört der Gesang der Gläubigen in der Kirche mit dazu. Auch heute noc h berührt die Schönheit und Innigkeit der vertrauten alten Weihnachtslieder viele Menschen und schenkt ihnen Freude.