Posts by Villa1895

    Hallo Heimdall und Mantikor,


    wenn ich mir den Grundriss der Weiße Saal Treppe und des Portals III ansehe, worauf Mantikor dankenswerter Weise hingewiesen hatte, so gab es anscheinend in der abgerundeten Ecke links neben der Weiße Saal Treppe kleine Räume. Dazu würden die kleinen ovalen Fenster passen. Evtl. handelte es sich eine Art von "Besenkammern" oder vielleicht gar um Toiletten?

    Bei den Schnitzereien der Wandverkleidungen und Brüstungen der Emporen macht sich der Jugendstil bemerkbar:



    Der Chorraum hat blau gemalte Gewölbe mit goldenen Sternen, was das Himmelszelt darstellen soll:











    Hier kann man noch ganz gut erkennen, welche Schäden das Hochwasser 2010 hinterlassen hat und wie hoch das Wasser wohl stand. Interessant, wie man im 18. Jh. der Symmetrie halber Bilndfenster auf die Fassade gemalt hat. Das reale Fenster samt Gitter im Erdgeschoss ganz links war älter und schon vorhanden, als die Fassade bemalt worden war. Es passt nicht genau, weshalb man nur ein halbes Blindfenster gemalt hat.



    Zu guter Letzt ein noch Blick in den Klostergarten:

    Nochmal der Hl. Johannes von Nepomuk frontal gesehen:







    Das Kloster wurde nach dieser Inschrift 1234 durch König Wenzel von Böhmen und dessen Ehefrau Königin Kunigunde (Tochter Phillips von Schwaben) gegründet:



    Nun befinden wir uns in der Klosterkirche. Nachdem das Neiße Hochwasser von 1897 ("die sächsische Wassernot") das Kloster verheerend zerstört hatte, war auch die Klosterkirche in all ihrer barocken Pracht untergegangen. Die Innenausstattung wurde nun, aus welchen Gründen auch immer, im neoromanischen Stil neu geschaffen. Es ist ein schöner, stimmungsvoller Raum entstanden. Der Wiederaufbau hatte seinerzeit über 10 Jahre gedauert. Das Neiße Hochwasser vom August 2010 hatte wieder schwere Schäden in Millionenhöhe, auch in der Kirche, verursacht. Inzwischen ist die Instandsetzung der Kirche abgeschlossen.



    Über diesem flachen, niedrigen Gewölbe befindet sich, wie bei Frauenklöstern üblich, die Nonnenempore.




    Da die Kirche nur einschiffig ist, befinden sich die Seitenaltäre an den Außenwänden aufgestellt:














    Als Ergänzung zu Mantikors wunderschönen Bildern von Kloster St. Marienthal sei es mir gestattet, noch einige Fotos vom 09.07.2020 hinzuzufügen:


    Blick von außen durch das Klostertor des Zisterzienserinnen Klosters St. Marienthal, des einzigen heute noch bestehenden Frauenklosters der Zisterzienserinnen in Deutschland:





    Der barocke Dreifaltigkeitsbrunnen im Klosterhof. Die Brunnensäule stellt Woken mit Engeln dar. Oben ist die Allerheilgste Dreifaltigkeit, Gott Vater, Gott Sohn und der Hl. Geist, über der Weltkugel zu sehen:



    Das Wappen der Äbtissin, die den Brunnen errichten ließ:













    Der Gebäudeteil, in welchen die Klosterfrauen in strenger Klausur lebten. M. E. in wunderschönem böhmischen Barock erbaut:



    Das Kloster unterstand bis 1783 dem Bischof von Prag und dann dem Bischof von Bautzen.



    Im Vordergrund eine Statue des Hl. Johannes von Nepomuk in der bewegten Formen des Rokoko, ebenso die Kartusche auf dem Sockel:



    Dieser Gebäudeflügel gemahnt mich an bayerische Lüftelmalerei, entstanden in der Zeit des Rokoko:

    Lieber Mantikor,


    vielen Dank für die doch sehr erfreulichen Informationen zum sog. Prieberschen Haus in Zittau. Beeindruckend die Bilder der sich noch weitgehend im ursprünglichen Zustand befindlichen Räume Stuck, Türen sowie einige sehr schöne Böden. Wenn man sich das ganze Stockwerk des ersten Obergeschosses, der Belle Etage, als eine Wohnung vorstellt (was ursprünglich wohl auch so gedacht war), dann ergäbe dies ein großzügiges und schönes Raumerlebnis. Dann noch einige schöne Barockmöbel, ein Traum. Es wäre in dem sog. Haus Prieberschen Haus in Zittau dann auch im Salon mehr Platz als z. B. hier, so dass dann alles besser zur Geltung käme:


    Ein gut bürgerliches Wohn- und Geschäftshaus aus der Gründerzeit am Stadtring:



    Ein Denkmal mit Brunnen im Jugendstil für einen mir unbekannten Herrn Haberkorn. Beim Wappen darunter dürfte es sich um das Stadtwappen von Zittau handeln. Dafür spricht das Z im Herzschild, sowie der böhmische Löwe und der Adler für das damals preußische Niederschlesien:



    Hier das Christian - Weise -Gymnasium, das einstige Johanneum (1869-1871):



    Der Turm des Johanneum ist in in seinem Formen Anlehnung an eine damals abgerissenes Stadttor errichtet worden. Die vergoldete Wetterfahne stellt einen Engel dar und stammt von einem anderen ebenfalls abgebrochenen Stadttor:



    Im Hintergrund der "Heffterbau", in dem heute Teil des Museums untergerbracht ist. Es handelt sich um einen sehr schönen Giebel aus der Renaissance:


    Ein Blick auf den Kamin des Stadtbades von 1874:



    Dieses Haus war einst als Kaiserliches Postamt erbaut worden. Im mittleren der drei Zwerchgirbel (in der ovalen Kartusche) war der Kaiseradler mit Krone zu sehen. Das wurde weggemeißelt:



    Ein Straßenzug aus der Gründerzeit:



    Direkt gegenüber eine fast schon großstädtisch wirkender Straßenzug in Blockrand Bebauung:




    Die klassizistische ev. Johanniskirche zu Zittau, Fassade mit dem Hauptportal.



    Das prachtvolle Grätzsche Haus wurde 1710-1717 für den aus Lüneburg stammenden Kaufmann Heinrich Grätz errichtet:






    Eckhaus an der Inneren Weberstraße







    Nachfolgend ein sehr vornehmes Palais aus dem Rokoko, es schien leer zu stehen, als wir dort waren:



    Die Steingewände des Tores, die Torflügel und das elegante schmiedeeiserne Geländer das Balkons am Mittelrisalit sprechen für eine Entstehungszeit im Rokoko. Hinter den Fenstern und der Flügeltüre des Mittelrisalits dürfte sich der Festsaal befunden haben. Es wäre interessant zu wissen, ob sich noch die originale, wandfeste Innenausstattung, wie z. B. Türen und Stuckdecken erhalten haben:






    Im Hintergrund der Turm des einstigen Klosters, heute befindet sich in diesem das städtische Museum:

    Liebe Kaoru,


    ja, Zittau ist wirklich sehr schön und beeindruckend. Auch die Umgebung ist sehr, sehr schön. Von Oybin habe ich auch Bilder eingestellt. Leider Gottes ist Zittau sehr abgelegen und hat auch nicht die staatliche und halt auch nicht die private Förderung erhalten, wie dies bei Görlitz der Fall war. Hoffen wir, dass das, was jetzt in Zittau noch da ist, erhalten wird. Allerdings hat Zittau auch ein Problem mit schrecklichem Durchgangsverkehr. Der Stadtring ist eine einzige Kathastrophe. Bei einigen Bildern mussten wir ewig warten, bis sie mal ohne Pkws und ohne LKWs möglich waren und dazu dann noch der grässliche Lärm. Die Tschechen haben, soviel mir bekannt, eine Autobahn gebaut, die dann vor Zittau endet. Dann geht alles durch Zittau. Die Autobahn müsste auf deutscher Seite weitergebaut und um Zittau und auch um Görlitz herumgebaut werden, mit Anschluss an die A 4 bei Görlitz. Wenn der saumäßige Auto- und Lkwmoloch aus der Stadt verbannt wäre, stiegen m. E. die Chancen erheblich, dass so manche Investoren sich entscheiden könnten, hier Häuser zu retten.

    Der Marsbrunnen, auch Rolandbrunnen genannt, steht auf dem Marktplatz und stammt aus dem Jahre 1585. Die Brunenfigur steht auf einer reich profilierten Renaissancesäule, die den Reichtum Zittaus versinnbildlicht:


    Hier eine Nahaufnahme:



    In der nahegelegenen, klassizistischen ev. Johanniskirche, der Stadtkirche:



    Blick zu den Emporen rechts:



    Die Emporen links:




    Es gibt einige Bunt- bzw. Bleiglasfenster, die in den Jahren vor dem I. Weltkrieg gestiftet wurden. Hier ist dargestellt, wie Christus ein verstorbenes 12-jähriges Mädchen wieder zum Leben erweckt:


    Hier die Szene, in der Christus den Jüngern im Boot über das Wasser gehend entgegen kommt. Petrus versucht es auch, ihn befällt Angst, er droht zu versinken, aber Jesus reicht ihm die Hand und rettet ihn aus den Fluten:



    Direkt neben der Kirche ein sehr interessantes und schönes Haus aus der Renaissance. Es besitzt ein Prachtportal, einen Erker und einen Zwerchgiebel:

    Am 09. Juli 2020 besuchten wir Zittau und haben einige Bilder mitgebracht. Die Namen der Straßen und Plätze habe ich fast alle wieder vergessen. Deshalb lasst die Fotos einfach als Impressionen auf euch wirken:





    Diese Straße führt auf das Rathaus nit seinem hohen Turm zu:



    Auf dem Weg zum Rathaus:




    Ein leer stehendes Haus aus der Gründerzeit:



    Das Rathaus:



    Blick vom Durchgang des Rathauses zum Marktplatz:



    Das barocke Gebäude, das uns Mantikor oben mit dem Gerüst vorgestellt hat, hier noch uneingerüstet:



    Das Noaksche Haus von 1687-1689 ist vielleicht kostbarste aller Zittauer Patrizierhäuser. 2011 als wir dort waren, war das Haus unrestauriert, Schäden waren nicht zu übersehen. Nun, im Jahre 2020, strahlte das Gebäude sehr schön renoviert:



    Diese Detailaufnahme zeigt den großen und phantasiereichen Schmuck und Zierrat der Fassade:



    Nochmals das Haus Filmpalast, nun aber in direkter Draufsicht:

    Eine Doppelhausvilla erbaut 1887:



    Das Stadtbad von 1874, so etwas konnten sich seinerzeit nicht alle Städte leisten:




    Eine kleine, aber feine Villa aus der Gründerzeit:








    Der Löwe eines ehemaligen Stadttores ziert heute einen Brunnen in der Nähe des Bahnhofs:




    Der Bahnhof von Zittau ist symmetrisch errichtet worden (der rechte Seitenpavillon ist auf dem Bild leider nicht drauf zu sehen):




    Eine Attraktion ist die in den Sommermonaten verkehrende Dampfeisenbahn, welche auf Schmalspurgeleisen zwischen Zittau und Oybin fährt:




    Blick in einen Vorgarten oberhalb der Treppe zum Hauseingang. Ein Blumenmeer mit Glasmalerei:






    Der Turm des Zittauer Johanneums, das 1869-1871 errichtet wurde:

    Am 24.07.2011 besuchten wir Zittau. Dabei sind einige Fotos enststanden, die ich euch gerne vorstellen möchte:



    Der barocke Herkules Brunnen:




    Der Samariterin Brunnen von 1679:



    Im Hintergrund ist eine Bastion der alten Stadtbefestigung zu sehen. Im Vordergrund ein Bassin mit Springbrunnen im Stadtpark:




    Blick aus dem Stadtpark auf eine Villa, errichtet um 1860:












    Eine Villa Mitte des 19. Jh. errichtet:




    Die Weberkirche an der äußeren Weberstraße gelegen:







    Blick von der äußeren Weberstraße zur ev. Stadtkirche; rechts die beiden vor einigen Jahren eingestürzten Häuser (hier im Forum wurde seinerzeit ausgiebig darüber diskutiert):

    Hier noch ein anschauliches Beispiel dafür, dass der Bieber inzwischen überall im Spree-Neiße-Kreis angekommen ist:




    Alt Spremberg mit dem Sonntagschen Haus und dem Turm der ev. Stadtkirche:





    Der Kirchturm der Kreuzkirche:



    An dieser Villa gab es vor wenigen Jahren noch wunderschöne, in Blei verglaste Buntglasfenster. Das Albert-Schweitzer-Haus hatte freilich an deren Erhalt kein Interesse. Ob das Gebäude unter Denkmalschutz stand? Ich weiß es nicht. Jedenfalls sind die schönen alten Blei- und Buntglasfenster verschwunden. An der Rückseite wurde ein heute unvermeidebarer Glaskasten mit Aufzug und ein weiterer Anbau dran geklotzt. Wir haben das besser lieber nicht aufgenommen.





    Ein weiteres, sehr schönes Gründerzeithaus mit Einflüssen des Jugendstil, wie man zweifelsfrei an den Sonnenblumen oben an den Hauben des Eckerkers, erkennen kann. Das große Haus, das entweder als eine Villa, oder als ein Mehrfamilienhaus um 1900 errichtet worden sein dürfte, stand, als wir am 23.08.2020 dort waren, allem Anschein nach leer. Hoffen wir, dass dieses schöne und solide Haus nicht verloren geht.




    Ziemlich oben am Georgenberg, kann man diesen Gedenkstein finden. Es handelt sich um einen großen Findling (der in der Eiszeit wohl aus Nowegen hierher gechoben wurde und um ihn her um weitere Findlinge. Dieser Findling nebst ihn umgendende Findinge wurden vom Männergesang Verein (MGV) Germania Spremberg im Jahre 1905 dem Verschönunrungsverein geschenkt. Der Gedenkstein war, als wir am 23.08.2020 dort waren, offenbar unlängst erst renoviert worden, die inneren Buchstaben glänzten frisch vergoldet:




    Im Schlosspark:



    Im Außenbereich des Niederlausitzer Heidemuseums befindet sich ein sehr schönes handgeschmiedetes Einfassungsgitter eines Grabmals, mit schier zahllosen geschmiedeten Rosen:



    Das einstige Postamt von 1904 zerfällt leider, nachdem es nach der Wende schön restauriert worden war:




    Hier die Westfassade des früheren Postamts mit seinem Turm:



    Hier die Villa Sinapius, die 1900 erbaut worden war. Leider liegt sie an einer heute sehr stark befahrenen Straßenkreuzung. Auch von Innen ist die Villa immer noch sehr repräsentativ. Sie wird bei eBay, wenn ich mich nicht irre, für 200.000 Euro angeboten, bei rund 900 m² Wohnfläche.





    Auch das ist Spremberg. Diese Villa, wohl aus dem sog. "romantischen Historismus", ich vermute aus den 1860er oder aus den frühen 1870er Jahren ist nach jahrzehntelangem Leerstand eingestürzt. Möglicherweis fiel auch ein Baum des Parks auf das Gebäude, denn wir sahen davor einen in Teilstücke gesägten starken Baum liegen. Es tat mir in der Seele weh, dieses Jammerbild zu schauen:







    Ganz nahe bei der eingestürzten Villa entdeckten wir diesen Gedenkstein, von dessen Existenz ich zwar Kenntnis hatte, von dem ich bisher aber nicht gewußt hatte, wo er genau steht. Der Geograph und Lehrer am Spremberger Kgl. Realgymnasium, Heinrich Matzat, hatte errechnet, dass der geographische Mittelpunkt der Deutschen Reiches in den Grenzen 1871 (bis 1920) sich in Spremberg befand und hatte diese Berechnungen 1872 im "Jahresbericht für höhere Lehranstalten" veröffentlicht. Heute liegt Spremberg ganz im Osten Deutschlands, nur 26 km von der polnischen Grenze entfernt. 1946 musste die Inschrift und das Reichswappen auf Anordnung des kommunistischen Landrats zerstört werden. Nach der Wende war eine Wiederherstellung des originalen Gedenksteins nicht mehr möglich. So wurde 1991, unweit des alten Standortes, eine dem Original getreue Kopie des Gedenksteins aufgestellt:

    Fortsetzung der Bilder aus Spremberg:


    Der Bahnhof Spremberg wurde 1866/67 an der Bahnstreke Berlin-Görlitz eröffnet. Er lag damals noch weit vor der Stadt (auf dem Georgenberg). Links im Bild angeschnitten ein hellgraues hässliches Betonmonster als Wetterdach an den Bahnsteigen. Der alte Bahnhof ist geschlossen.


    Den modernen Vorbau empfinde ich als sehr störend.


    Ein ehemaliger Wasserturm (Wasser für die Dampflokomotiven):



    Der Bismarckturm auf dem Georgenberg wurde am 01. April 1903 (Bismarcks 88. Geburtstag) feierlich eingeweiht und wurde schnell zum Wahrzeichen Sprembergs, auch weil man ihn schon von weitem über der Stadt stehen sah. Stilistisch sind Einflüsse des Jugendstils vorhanden. Der Turm hat als oberen Abschluss eine stilisierte Kaiserkrone und darüber ein Feuerschale. Mittels dieser Feuerschale wurde, wie an allen Bismarcktürmen, an Bismarcks Geburtstag nachts ein Feuer entfacht, das die ganze Stadt überstrahlte. Über dem Einang des Turmes ist das Familienwappen Bismarcks angebracht: ein dreiblättriges Kleeblatt und drei Eichenblätter. Oben um den Turm war in schwarzer Farbe auf Goldhintergrund aus Mosaik ein Schriftzug als Zitat aus einer von Bismarck 1888 gehaltener Reichstagsrede angebracht: "Wir Deutsche fürchten Gott und sonst nichts auf der Welt". Der Turm hatte den II. Weltkrieg unbeschädigt überstanden, doch wurde, wohl aus ideologischen Gründen, das besagte Spruchband am Turm unkenntlich gemacht. Auch wurde der Turm in Ernst-Thälmann-Turm und später in Georgenbergturm umbenannt. Nach der Wende wurde der Turm hervorragend restauriert und erhielt auch wieder seinen alten Namen Bismarckturm zurück.



    Das Spremberger Schloss geht auf eine Wasserburg zurück und ist auch heute noch fast vollständig von einem Wassergraben umgeben. Der dicke Turm stammt in seinen unteren Stockwerken aus dem 11. Jahrhundert. Seine Mauern sind in diesem Bereich vier Meter stark. Es gibt im Schloss noch einige Gewölbe und Malereien des 16. Jh. Heute ist im Schloss das Niederlausitzer Heidemuseum untergebracht.














    Hier endlich ein Foto des Turmes der ev. Stadtkirche:


    Nochmal der Turm der ev. Stadtkirche. Das Haus rechts im Bild ist die einstige Webschule:

    Die vielen schönen und beliebten Freilichtmuseen oder Freiluftmuseen bestehen doch alle aus versetzten Häusern, die am alten Standort nicht mehr hätten erhalten werden können. Ohne die Translotion ins Freilichtmuseum wären diese Gebäude ansonsten alle verloren gegangen. Die Häuser werden in den Museen bestimmten Regionen zugeordnet, dann passt das schon gut. So wird einem die bäuerliche Lebensweise früherer Jahrhunderte sichtbar und sinnlich erfahrbar vor Augen gestellt. Eine, wie ich finde, ganz tolle Sache.

    Ja, die Türen sind wirklich sehr schön und wirken auf mich, auch wenn sie neu sind, doch sehr gut passend und spätklassizistisch oder aus dem späten Biedermeier.


    Wozu wurde denn dieses große Haus dereinst errichtet, und wann?


    Die Fenster erinnern mich in gewisser Weise an Fenster einer Fabrik (dies soll beileibe nicht abwertend gemeint sein).


    Wie sieht es denn im Innern des Gebäudes aus?


    Ist die ursprüngliche Raumaufteilung (weitgehend) erhalten geblieben?


    Bestehen denn die ursprünglichen Treppenhäuser noch? Befinden sich diese im Wesentlichen noch im originalen Zustand?


    Vielen Dank für die Beantwortung dieser Fragen.

    Interessant ist auch, dass an der Decke des Ratsgestühls die immerhin heidnische Göttin der Gerechtigkeit, Justitia gemalt wurde. Wohl um die Richter und den Rat immer wieder daran zu erinnern, dass diese doch gefälligst gerecht urteilen mögen.



    Hier der Altar im Chor der Spremberger Kirche, links und rechts eine Kniebank mit einer Brüstung zum Empfang des Hl. Abendmahls:




    Der Taufstein, welcher sehr viel später entstanden sein dürfte, ich vermute um 1800 oder aus der ersten Hälfte des 19. Jh.:



    Hier schwebt der barocke Taufengel im Seitenschiff:



    Hier der Hl. Christopherus, ein Riese, der nach der Legende nach, den Heiland als kleines Kind auf seinen Schultern durch einen Fluss getragen hat:




    Ein Grabstein in den heiteren Formen des Rokoko:



    Die Kanzel:

    Die erste urkundliche Erwähnung von Spremberg datiert vom Jahr 1301. Der Name Spremberg soll von "Spree am Berg" herrühren. Die Wenden/Sorben nennen es Grodk, was ohne das k am Ende wohl Stadt bedeuten soll. Bei Kriegsende und unmittelbar danach wurden 70 % der Altstadt durch Brand zerstört. Das was zur Wende noch übrig war, war inzwischen in sehr schlechtem Zustand, so dass fast alles zugunsten von Neubauten abgerissen wurde. Dennoch gibt es nach wie vor einige malerische und interessante Ecken. Einige davon möchte ich euch vorstellen:


    Das älteste Haus Sprembergs ist das Sonntagsches Haus genannte kleine Fachwerkhaus. Die Fachwerkspezialisten werden vermutlich eine genauere zeitliche Zuordnung treffen können, als es mir möglich wäre. Heute befindet sich ein kleines Museum im Gebäude:






    Im Jahre 1680 kam Spremberg unter Herzog Christian I. ans Herzogtum Sachsen-Merseburg. Unter dessen Sohn Heinrich wurde Spremberg ab 1696 sogar Residenzstadt. Mit dem Tode des letzten männlichen Sprosses Heinrich von Sachsen-Merseburg im Jahre 1738 fiel Spremberg an das Kurfürstentum Sachsen. Hiervon künden auch Malereien an der Sparkasse, errichtet 1706 in der Langen Straße:






    Hier nun der Rathausturm von Spremberg:



    Die aus der Gotik stammende ev. Stadtkirche von Spremberg birgt eine sehr schöne Ausstattung, hauptsächlich aus Renaissance und Barock. Der Altar, der rechts n der Wand steht stammt aus einem, wegen des Braunkohleabbaus weggebaggerten Dorf. Links im Bild ist der Kanzelkorb angeschnitten:



    Das Möbel ist vermutlich evtl. ein lutherischer Beichtstuhl oder ein sonstiges Gestühl. Das neugotische Fenster zeigt die Verklärung Christi auf dem Berge Tabor. Links von Christus ist Moses mit den Gesetzestafeln, rechts von Christus der Prophet Elias:




    Das nachfolgend vorgestellte Fenster stellt uns die Szene der Auferstehung des Herrn dar:



    Die Loge des Herzogs von Sachsen-Merseburg, darüber das Wappen und der Herzogshut. Die umgebenden Voluten sind im barocken Knorpel- bzw. Ohrmuschelstil gehalten. Unter der Herzogsloge befindet sich das Ratsgestühl:




    Hier das Wappen und der Herzogshut in Detailaufnahme:



    Der bereits oben in Schägansicht vorgestellte Renaissance Altar, jetzt aber mehr von vorne: