Abbrüche im Zuge der Wohnungsnot

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    Mehr neuer Wohnraum, weniger historische Bauten?


    Mit dem Bauboom wächst der Druck auf alte Gebäude. Die Stadt muss noch aktiver für Erhalt sorgen.

    Quelle: https://www.augsburger-allgeme…he-Bauten-id51952001.html




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    Wohnraum verdrängt Geschichte



    Jahrhundertealte Handwerkerhäuser prägten das Erscheinungsbild der Schöngeisinger Straße in Fürstenfeldbruck. Nun sind zwei weitere zum Abriss freigegeben

    Quelle: https://www.sueddeutsche.de/mu…engt-geschichte-1.4101230

  • Aus meiner Sicht ist dies auch die derzeit größte Bedrohung historischer Bauten. In welchem nicht-ensemblegeschütztem alten Wohnviertel in München stehen noch frühe Einfamilienhäuser nebeneinander, ohne durch Styroporkisten unterbrochen zu werden?


    Der größte Verlust sind dabei aus meiner Sicht die vielen ästhetischen Einfamilien- und Arbeiterhäuser mit großem Garten. Etwas, das so ziemlich jeder aus meinem Umfeld der Anfang 30-jährigen gerne besitzen würde aber nicht bezahlen kann, da er hier mit Investoren konkurriert, die bei geplanten Abriss und Neubau mit 5-Parteienhaus jeden vernünftigen Preis überbieten können. Ich bin letztens zufällig durch einige Wohngebiete im Stuttgarter Süden gefahren, wo jedes 2. Grundstück neu bebaut wurde oder gerade im Neubau ist.


    Irgendwann werden unsere Kinder uns fragen, warum wir damals so gehandelt haben, genau wie wir unsere Eltern fragen, warum die Abrisse der 1960er passiert sind.

    Wo die Sonne der Kultur niedrig steht, werfen selbst Zwerge lange Schatten
    Karl Kraus (1874-1936)

  • "Booni", ich stimme Dir völlig zu. Die Einschränkung mache ich aber bei dem "wir". Nicht "wir" werden so gehandelt haben, sondern "die".