Posts by Booni

    Ob sie diesen Ort meiden, ist fraglich. Sie werden sich vermutlich über diesen Kubus unterhalten und ggf. echauffieren und genau darum geht es doch vielen Architekten: Hauptsache auffallen und im Gerede bleiben.

    Ich finde es auch sehr hart, dass der Besitzer überhaupt nicht an seinem Geburtshaus hängt. Das kann ich überhaupt nicht nachvollziehen.

    Das ist scheinbar eine Eigenheit dieser Generation (meiner Elterngeneration). Die meisten Menschen in meinem Umfeld, die in den 1950er und 1960er Jahren geboren sind, sehen nur alte Häuser aber nicht den Charakter darin. Wenn Rendite winkt, ist Abriss und Neubau nicht weit, außerdem ist dann alles so schön neu.

    Meine Frau und ich suchen gerade ein älteres Einfamilienhaus und treffen auf viele Verkäufer, die nicht verstehen, warum wir ihr Haus aus den 70er, 80er, 90er Jahren nicht haben wollen, es sei doch alt und hätte ein großes Grundstück. Bei den echten Altbauten, also bis späte 50er, konkurriert man dagegen mit Investoren, die es plattmachen wollen, weil ja der Bebauungsplan auch ein großes Mehrfamilienhaus ermöglicht. Oder aber die Häuser kommen gar nicht erst auf den Markt.

    Nicht wirklich, oder? Das Schiff wurde in einem meiner Sachbücher, die ich als Kind hatte, ausführlich vorgestellt und galt für mich immer als ewig existent. Sind schon alle Versuche zur Rettung gescheitert?

    Die Häuser in Lüdinghausen sind mir bei meinem Besuch auch aufgefallen. Weiß man, was vorher dort gestanden hat? Da Lüdinghausen eine für Münsterländer Verhältnisse sehr geschlossene Altstadt aufweist, befürchte ich, dass dafür echte Altbauten abgerissen wurden.

    Ja, das ist Essen. Im Stadtkern gibt es ein paar nette verbliebene Altbauten aus der Gründerzeit und der Frühmoderne, das Moltkeviertel und Rüttenscheid sind auch nett, die südlichen Stadtviertel sowieso. Bei dem Rest frage ich mich aber, was daraus mal werden soll.

    Ich komme gebürtig aus dem Kreis Steinfurt. Greven gilt neben Emsdetten als die Stadt, die ihr Stadtbild am nachhaltigsten durch Sanierung geschädigt hat, auch heute werden Altbauten noch fleißig abgerissen. Ich bin aber dennoch sehr gespannt auf weitere Bilder und Infos.

    Das Gebäude in Hille kenne ich, meines Wissens soll es für den Neubau einer Bäckerei abgerissen werden. Wobei es vmtl. demnächst einige freie Geschäftsräume vielerorts geben wird.

    Ohnehin ist der Mühlenkreis voll von alten Fachwerkhöfen, einige saniert, viele verfallen. Abrisse werden wohl noch länger auf der Tagesordnung stehen.

    Hoffentlich findet sich jemand, der es als Kino weiterbetreibt. Um die modernen Kinopaläste in den Gewerbegebieten ist es ja nicht schade, aber sowas ist doch absolute Kinokultur. Schlimm genug, dass man in den letzten 20 Jahren schon so viele alte Kinos geschlossen hat.

    Wow, das hätte ich nicht so erwartet. Schön auch, dass sich ein Altstadtverein gegründet hat. Ich bin gespannt auf die weitere Entwicklung. Die letzten Jahre waren ja leider nicht so positiv.

    Ich halte es auch aktuell für unrealistisch, aber man sollte ruhig die öffentliche Debatte am Laufen halten. Das colorierte Bild von ClintEastwood eignet sich perfekt für einen Vergleich mit dem heutigen Zustand - schließlich denken viele, der Dom hat den Krieg ja unbeschadet überstanden.

    Das ist meines Erachtens lächerlich - es ist ja nicht so, dass die Windkraftanlagen das Welterbe irgendwie beeinträchtigt. Die Situation ist völlig anders als bei der Waldschlößchenbrücke. Dennoch zeugt es von wenig Sensibilität, direkt neben diesem Gebäude Windkraftanlagen zu errichten.

    Die Getreideverkehrsanlage habe ich auch einmal bei einer privaten Hafenrundfahrt erleben können. Ein beeindruckendes Bauwerk, ich freue mich, dass es noch seine ursprüngliche Nutzung bewahrt hat.

    Bei besagter Hafenrundfahrt ist auch aufgefallen, dass die meisten Bremer Teilnehmer doch sehr angetan von ihrer Überseestadt waren. Für mich nicht wirklich nachvollziehbar, aber ok....

    Schade... die LWL-Denkmalpflege ist leider nur ein Papiertiger. So ist es, als würde man den Dachstuhl ins Museum stellen...

    So wie ich es verstehe, gibt es noch die Möglichkeit einer Bürgerbeteiligung. Vielleicht überlegt man es sich nochmal, wenn der Protest groß genug ist.

    Diese Tiefgeschosse sind aber wirklich 70er-Jahre-Fehlplanungen und wirklich nirgendwo mit Aufenthaltsqualität verbunden. Warum orientiert man sich nicht an den Platzkonzepten der Gründerzeit? Diese funktionieren bis heute.

    Ich mag mir diese ständigen Enttäuschungen, die fortlaufenden Verluste und das Spucken auf jede Bau- und Städtekultur nicht mehr antun und jedes mal wenn ich dort hinkomme, fehlen wieder eine ganze Reihe alter, oft denkmalschutzwürdiger Häuser in meinem Heimatkreis. Westfalen hat fertig.

    Kaoru, ich fühle mit Dir und bin auch schockiert, dass es in Rheine munter so weiter geht. Ich war bis zum Immobilienboom fast zuversichtlich, dass ein Umdenken stattfinden, stattdessen sind wir wieder in den 60er Jahren angekommen, was die Wertschätzung von Altbauten angeht. Wobei ich den Eindruck habe, dass die Städte im Ostmünsterland und Südwestfalen ihre Erbe stärker schätzen als die in Ostwestfalen und im Westmünsterland. Im Kreis Steinfurt sind Burgsteinfurt und Tecklenburg die einzige Lichtblicke - wobei auch dort viel abgerissen und neu gebaut wird.

    Ich kann mir ja viele Rekonstruktion gut vorstellen, aber manchmal fehlt mir hier doch etwas der Pragmatismus... Hatte tatsächlich jemand geglaubt, der Bahnhof könnte rekonstruiert werden? Wozu?

    Gebäude wie ein Schloss kann man ja wenigstens noch halbwegs wirtschaftlich nutzen.

    Eine 1:1 Rekonstruktion ist unrealistisch. Aber man könnte die äußere Kubatur und Struktur wiederherstellen - vielleicht in verkürzter Form, um die Portikusruine nicht als Solitär sondern im Kontext wieder in den Stadtraum zu rücken.

    Leider wird das gotische Gebäude für seniorengerechte Wohnungen umgebaut. Es gibt also wieder schwerwiegende Eingriffe in die Substanz. So wird in diesem Fall leider ein Fahrstuhl(!) in dem sehr kleinen Gebäude integriert:kopfschuetteln:.

    Ich bin zwar auch kein Fan dieser Entwicklung, aber wenn man sich den demographischen Wandel vor Augen führt, wird der Bedarf an solchen Wohnungen exorbitant steigen. Gefühlt ebnet derzeit die Ankündigung einer Altenwohnanlage sämtliche Hindernisse für den Abriss von Altbauten im Altstadtbereich. Daher ist es mir lieber, man baut die bestehenden Altbauten behutsam um und sorgt damit für eine Belebung der Altstädte als dass 2-3 leerstehende Altstadthäusern dazu führen, dass eine moderne Altenwohnanlage dort entsteht.