Ex patria ursi carpatici - Ursus führt durch seine Heimat (Galerie)

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      Kirche mit Wehrturm:


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      Derartige Karner sind typisch für das westl. Weinviertel:


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      Turm von der Kellergasse aus:


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      Beachtliche Mauerst´ärke des Turms:


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      Interieur:


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      Die Nähe der Zogelsdorfer Sandsteinbrüche bringt eine hohe Qualität der lokalen Kalvarienberge mit sich- hier der berühmteste:


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      ... dass jeder troglodytischen Lebensart, beruht sie nur fest in sich selbst, etwas schlechthin faszinierendes eignet, überhaupt für solche, die einen Ansatz dazu schon besitzen und mitbringen, der dann nur noch einer gewissen Entwicklung bedarf. (HvD)
    • Hier mal zur Abwechslung eine "richtige" Stadt, auch wenn man dies ihrem Namen (Drosendorf) nicht anmerkt:


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      Die höchste Rolandsäule im dt Sprachraum (dh wohl der Welt!?) findet sich nicht in Bremen oder Halberstadt, sondern hier an der Thaya:


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      Das Rathaus ist nur von der Substanz mittelalterlich:


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      Der westliche Platzteil ist deutlich dörflicher (wenngleich nicht weniger sehenswert). Situation beim Raabser Tor:


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    • Was Neues aus Orten, die keiner nennt oder kennt, geschweige denn besucht. Auch die Digitalisierung der Welt wird dran wenig ändern.

      Dabei weist der Marktplatz des folgenden Marktfleckens immerhin einen Superlativ auf: er ist wohl der lebensgefährlichste Marktplatz der Welt, zumindest was seine landschaftlich-architektonische Einbettung betrifft. Ein Fehltritt beim Photographieren kann letal enden. Gut also, dass außer eurem Freund, dem karpathen- und alpenerprobten U.C. nicht viele Touristen hinkommen.

      Es ist noch nichts besonderes zu sehen:


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      doch warten wir, was später wird geschehen.


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      immerhin ein Renaissancderathaus, dessen Türmchen nicht nur im schönen Freiburg den einen oder anderen Bewunder finden könnte (auch ich bin derartigen Spielereien gar nicht so abhold, wie manche vielleicht meinen).

      Jetzt ist allerdings Zeit für Seriosität:


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      hier geht s ein bisschen steil bergab:


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      Wir sind immer noch am Hauptplatz, wohlgemerkt. Sozusagen mittendrauf.


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      Hier das ganze von unten:


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      Hmm.. wem fällt hier eine passende Assoziation ein - mE gibt es ihrer zwei, in zwei weit berühmteren Orten, wenngleich diese Situation hier die eindeutig extremste ist?

      Hier die "Übergangszone", in welcher sich die beiden Ebenen auseinander entwickeln. Kriegerdenkmal und Roland in interessanter Staffelung:


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      Kirchgasse:


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      Die Kirche ist im Zusammenhand mit der exponierten Lage sozusagen namensbildend:


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      Zum eigentlichen Platz führt ein sehr länglicher, gewundener Vorplatz hin, den wir schon teilweise ganz oben gezeigt haben:


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      Auf diesen befinden sich einige überraschend pompöse historistische Schinken:


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      vor allem dieses Sparcassengebäude:


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      und natürlich die herrliche Dreifaltigkeitssäule:


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    • Richtig, Zeno, ich dachte an dich, und dass du das lösen würdest. Das zweite mir bekannte Beispiel wurde mW hier noch nie gezeigt: die Hundskehle in Klosterneuburg.

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    • Zwei weitere ähnliche, wenn auch bei weitem nicht so grandiose Situationen hätte ich zu bieten.


      Die eine Situation ist die hier:

      Bild 2843 - Kitzingen, Alte Poststraße


      Hier verläuft der an der Außenseite der Stadtmauer entlangführende Hindenburgring Nord auf einer Brücke über die Alte Poststraße. Der Hindenburgring Nord ist aber - im Gegensatz zu den Hindenburgring"en" West und Süd, über die die B 8 führt, keine große, verkehrsreiche Straße, sondern eher eine schmale. Wer sich auf dem Luftbild über die Situation nordwestlich des Hindenburgringes West wundert, dem sei erklärt, dass dies sozusagen der Mittlere Ring von Kitzingen ist. Die neu fertiggestellte Nordtangente ist erst seit dem 24. Mai unter Verkehr.
      BayernViewer der Bayerischen Vermessungsverwaltung


      Die andere Situation befindet sich in Neumarkt i.d. OPf. - habe leider kein Bild davon.

      Dort verläuft der an der Außenseite der Stadtmauer verlaufende Fußweg auf einer Brücke über die Rosengasse. Diese müsste stadteinwärts auch bergab gehen, wenn auch nur leicht. Ich war aber schon viele Jahre nicht mehr dort und habe es auch nicht so genau in Erinnerung.
      BayernViewer der Bayerischen Vermessungsverwaltung

      Wer sich in Neumarkt auskennt, findet's auch hier abgebildet:
      upload.wikimedia.org/wikipedia…kt_Oberpfalz_11052008.jpg.
      Wer sich nicht auskennt, geht auf dem Bild vom inmitten der Stadt freistehenden Rathaus gerade nach oben, bis diese Linie die Altstadt verlässt. Dort sieht man die Brücke.

      Ich meine mich zu erinnern, dass ich, als ich das erste Mal die Stelle in Kitzingen gesehen habe, sofort an Neumarkt gedacht habe.
    • Nachdem Zeno und GF in grandioser Gemeinschaftsarbeit ein kniffliges Kellerrätsel gelöst haben und sich nicht einmal von fiesen "Hilfsangaben" wie Krumau und Rosenbrg täuschen ließen, gibt es hier zur Belohnung ein paar Bilder aus einem ziemlich unbekannten Ort, der eigentlich nicht mehr zum Kernbereich der ursianischen Heimat zählt, was uns aber Wurscht ist.


      Die Rede ist von Hadersdorf am Kamp, das einen der erstaunlichsten Hauptplätze Niederösterreichs besitzt.



      Dieser Blick wurde meinem Rätsel offenbar zum Verhängnis und entlarvte den Ort als erzniederösterreichisch. Ich hatte erwarte,dass da
      zwischen St. Johann und sonst wo südlich von Prag herumgezuckel wird, aber es sollte nicht sein. Wo gibt es sonst solche Karner (und ich schrieb noch verschämt: 'Rotunde').



      So ein Rathaus hingegen könnte auch in einer böhm. Kleinstadt stehen, irgendwo wuldaaufwärts von Rosenberg oder Krumau.

      Und so eine Nepomukkapelle natürlich erst recht:



      Aber das Erstaunlichste sind die Platzausmaße:



      So einen riesigen quadratischen Platz gibt es in NÖ sonst nicht. So einen geschlossenen erst recht nicht.



      An allen Seiten ist er von wunderschönen Häuslein umgeben. Im W (oben),



      im N (oben und unten)



      den S haben wir schon gesehen, und dass die O-Seite schön ist, müsst ihr mir halt so glauben (sie ist schemenhaft auf dem 1. und 5. Bild zu sehen.

      Hier noch ein Teil der W-Seite:

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    • Sonst ist nicht viel zum Ort zu sagen. Er hat keine Stadtrechte, keine Befestigungen, keine nenneswerte Substanz jenseits des Platzes. Der Karner wurde erst in jüngerer Zeit freigelegt und war früher in einem Haus verbaut. Dadurch verlor der Platz in der SW-Ecke seine ursprüngliche Umfassung, auch wurden leider um den Karner Neubauten erforderlich, was indes in den 70er Jahren oder wann immer das war, mit Anstand gelöst worden ist. Das Haus hinter dem Karner im 3. Bild sieht eventuell nur schlecht renoviert aus, ist aber tatsächlich ein Neubau. Heute müsste man natürlich die unterschiedlichen Zeitschichten ablesen können, wie es beim Umbau der Gozzoburg in Krems der Fall gewesen ist.
      Wer jenseits von Krems und ev. Langenlois ein sehr hübsches und charaktervolles Platzbild (das es in dieser gleichzeitig kleinststädtischen wie qualitätsvollen Form nicht einmal in Böhmen gibt) erleben will, sollte diesen Abstecher jedenfalls nicht versäumen. Auch die Nachbargemeinde ist recht hübsch, und davon später einmal.
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    • Das Bild zum Karfreitag:



      Sog. Biri-Kirche bei Sallapulka (Maria im Gebirge), eine der ältesten Wallfahrtskirchen Österreichs (Die Mariazeller bezeichneten ihr Gnadenbild als "Schwester Sallapulkas").. Der Niedergang erfolgte erst durch das Aufkommen von Dreieichen, das nur drei Wegstunden entfernt liegt.


      (Quelle: Wikipedia)

      Eigenartig und ausdrucksstark im Inneren wie im Äußeren:

      Altar: um 1850, für den "reinen" Historismus etwas verfrüht, für die nachbarocke Neogotik etwas zu spät. Figuren vom Vorgängeraltar, vor allem ds Gnadenbild: Madonna im Engelkranz.
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    • Die expressionistisch anmutende Chorgestaltung wohl von 1830 (?):


      Typ. aufwendiges Netzgewölbe im Chor. Davor nach den Zerstörungen des 30jährigen Krieges (der in dieser Ecke NÖs ganz abscheulich gewütet hat) weiter Saal mit Flachdecke mit Rokokostuck:


      Sallapulka-Ort:
      Pfarrhof und Kirche, ein unbedeutendes, indes charakteristisches Esemble:


      Demnächst mehr über diese sehr charaktervolle Ecke.
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    • Das war Schloss Starrein, dessen Zustand typisch für die vielen Landschlösser dieses Winkels ist - viel Patina, aber letztendlich kein ganz unbedenklicher Zustand. Immerhin auch ganz sicher kein Fall für die Abrissbirne, wofür in D wohl ernstliche Gefahr bestünde. Hier empfindet dies keiner als "Schandfleck".

      Besser erhalten ist das (vor allem von dieser Seite) architektonisch weit anspruchslose Herrenhaus zu Untermixnitz:


      Gut erhalten auch das ganz in der Einschicht gelegene, schwer zugängliche Therasburg, von dem wir hier nur ein Wirtschaftsgebäude sehen (die eigentlichen Schlossbauen sind immerhin im Hintergrund links erkennbar):


      Was es nicht alles gibt. Kaschau, Klattau, Kattau



      Der Eingangsbereich bildet mit Brauhaus (16 Jh) und Kirche ein sehr charaktervolles dörfliches Ensemble (leider schwer photographierbar):

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    • Auch die kleineren Städte bilden bereits Wucherungen oder Eiterbeulen in der Landschaft, so auch, wenn man vom noch ziemlich unberührten Norden kommt, das an sich sehr schöne Eggenburg.
      Die Stadt wird hier wohl keinem ein Begriff sein, Markus ausgenommen, der die Stadt vor Jahren einmal besucht hat, er hatte sich damals gegen Retz und für Eggenburg entschieden, was nicht unbedingt ein Fehler sein musste. Retz ist malerischer, aber Eggenburg im Ganzen wohl architektonisch bedeutsamer.



      Die Stadt ist nicht so homogen erhalten wie Retz, allerdings ohne ganz große Bausünden, wenngleich ein Sparkassenneubau der östlichen Hauptplatzzeile arg zu schaffen macht.

      Der große, sehenswerte Hauptplatz ist völlig unregelmäßig, vier oder fünfeckig, genau kann man das nicht sagen, mit eine Häuserinsel in der Mitte, dem sog. Krätzl (vgl Iglau, Korneuburg, Wiener Neustadt, hier auf Schlesien zu verweisen, wäre wohl zu weit hergeholt). Hier das Krätzl von Südost mit dem schönen Gamerithhaus (rechts vom Eckhaus):



      Am schönsten ist die Südfront des Platzes, die wir uns (als einziges) näher anschauen wollen:



      Keine waldviertler Häuserzeile istso böhmisch-mährisch angehaucht wie diese. Was kaum jemand weiß (und auch das BDA nicht): zumindest eines dieser Häuser (wahrscheinlich mehrere) besitzt einen zugemauerten Laubengang. Bei Restaurierungsarbeiten entdeckt, wurde er schnell wieder zugemauert, um diesen Umstand zu verbergen. Auch der Nordwestzeile blieb ein Laubengang erhalten.

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    • Hier das verhinderte Laubenhaus, eines von vier renaissancezeitlichen (später zT überformten) Giebelhäusern:

      Ich gebe zu, dass ich die Beseitigung des historistischen Erscheinungsbildes zugunsten der Lauben als höchst problematisch empfinden würde.
      Das bedeutendere Nachbarhaus:


      gegen Süden zu schließen zwei Sgrafittohäuser an, deren zweites "das" (Eggenburger) S-Haus ist:


      Damit wären wir für heute (mit meinem Karfreitagsausflug) fertig. Wer mehr Bilder dieser schönen Stadt sehen will, muss wohl Markus um diese ersuchen.
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    • ursus carpaticus schrieb:

      Was kaum jemand weiß (und auch das BDA nicht)

      Die Bewohner der alten Häuser und die an ihrer Stadt interessierten Bürger wissen so manches, was das BDA oder die sonstigen Denkmalämter nicht wissen. Wohl auch, weil die Denkmalämter sich für vieles nicht interessieren, was jedem heimatbewussten Mitbürger wertvoll und heilig ist. Betonmonster als Abhöranlagen aus dem Kalten Krieg finden die ja auch interessanter als gotische Gewölbe...
    • Blick auf den Glockenturm zu Kollmitzgraben, ein Bild voll österlichen Friedens:


      Jedoch wird das Ortsbild eher von diesem martialischen Turm geprägt:


      Mehr über diesen sonderbaren Ort morgen.
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    • Eine Besonderheit der Ruine Kollmitz: die 350 m hinter der Burg gelegene 110 m lange "Böhmische Mauer", die die Thayaschlinge nach innen abriegelt:



      eine Mauer mitten im Wald sozusagen. Bereits wenige Jahre nach ihrer Errichtung musste sie sich gegen Georg von Podiebrad bewähren.


      Blick von der Ruine auf das ziemlich abgeriegelte, nu von einer Seite aus bequem erreichbare Dorf, das von zwei Dingen beherrscht wird: von der rauschenden Thaya (die hier über ein Wehr muss) und der monumentalen Ruine. Ein einzigartiger Ort mit einer ganz eigenartigen Stimmung.

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    • Ein berühmter Kriminalfallfall bei der Ruine Kollmitz

      Unweit der Ruine, in der Wildnis, aber noch in Blickweite:

      , befindet sich dieser absonderliche Bau:

      (Quelle Klinger-mausoleum- Web)


      (Quelle Wikipedia)

      Damit hat es folgene Bewandtnis:










      Bei Wikipedia liest sich die Geschichte ein wenig anders, sozusagen im heutigen Sinne politisch korrekt, dh die Migranten haben immer Recht. Die Überlieferung ist eindeutig in diesem Sinne, dass Orlov (wahrscheinlich im Zusammenspiel mit der Baronin) ein Attentat plante und dabei selbst letztendlich tödlich verwundet wurde. Aufgrund dieses Zeitungsberichtes ist dies auch mehr als wahrscheinlich (warum trug der Gute denn eine Pistole mit sich?
      Auch der Selbstmord der Baronin, immerhin Mutter von drei kleinen Kindern, spricht für ein dolöses Zusammenwirken des feinen Pärchens.)
      Während des Ersten Weltkriegs lernte Baron Klinger die damalige Comtesse Sybille von Spiegelfeldt im Lazarett in Troppau kennen. Der 1916 geschlossenen Ehe entstammten drei Kinder. 1925 erkrankte die Baronin an einer Lungenkrankheit und übersiedelte zur Genesung nach Meran. Dort lernte sie den zehn Jahre jüngeren, aus Russland stammenden Cyrill Orlov kennen und verliebte sich in ihn.

      Nach ihrer Rückkehr nach Raabs an der Thaya gestand sie ihrem Mann diese Liebe, versprach diesem aber nach einer Aussprache mit ihrem Vater in Wien, ihn nicht zu verlassen. Dennoch trafen sie einander später noch heimlich in Wien und auch in Raabs.

      Am 2. Juni 1926 traf Cyrill Orlov Baron Hugo Klinger von Klingerstorff in einem Wald in der Nähe der Burg Raabs an der Thaya, um mit ihm über die Situation zu sprechen. Es kam zu einem Schusswechsel, bei dem beide Beteiligte verwundet und in weiterer Folge ins Krankenhaus von Waidhofen an der Thaya eingeliefert wurden.

      Von der Gendarmerie sollte Sybille Klinger von Klingerstorff am 3. Juni wegen einer Befragung vom Schloss zum Untersuchungsrichter gebracht werden, woraufhin sie Selbstmord durch Erschießen beging. Am 5. Juni wurde sie zunächst auf dem Friedhof von Raabs in Oberndorf beigesetzt. Nach der Errichtung des Mausoleums wurde sie dorthin überführt. Hugo Klinger von Klingerstorff wurde dort später ebenso beigesetzt wie deren Kinder.

      Cyrill Orlov verstarb am 15. Juni 1926 im Krankenhaus von Waidhofen an der Thaya an einer Lungenentzündung. In Waidhofen an der Thaya wurde er auf dem Friedhof beigesetzt. Sein Grab besteht nicht mehr.
      (Wikipedia)

      Der ÄRmste wurde von einem völkerrechtswidrigen Dum-Dum- Geschoß am Oberarm getroffen und durch den nachfolgenden Blutverlust entscheidend geschwächt.

      Also dies Gebäude ist das sogenannte Klingermausoleum. Es gibt übrigens noch ein zweites im Isergebirge, bei Neustadt an der Tafelfichte, woher Klinger ursprünglich stammte.
      Der Baron hat in Gedenken seiner Frau an ihrem Lieblingsplatzerl über der Thaya errichtet. Ein sehr schöner und edler Zug, wie ich finde.



      Fehlt nur noch ein Bild der femme fatale:

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    • Hier noch ein Wikipediabild, das die Ruine von unten zeigt. Es ist sehr freundlich gehalten. In Wriklichkeit wirkt die Ruine von unten extrem düster und erdrückend, vor allem im Zusammenspiel mit den kleinen Dorfhäuseln.


      Hier ein guter Überblick der Ruine. Zusammen mit der weit vorgelagerten Böhmischen Mauer eine extrem ausgedehnte Anlage. Ich glaubte bisher, der ruinöse Zustand wäre auf die berüchtigte Habsburgische Dachsteuer zurückzuführen gewesen (wie auch in ernsthafter Burgenliteratur kolportiert), aber der Wikipediaartikel bezeichnet das als "Legende".



      Auch in Kollmitzdörfl (nicht zu verwechseln mit -graben) gibt es ein kleines Schloss, das eher durch seine Patina als seine Substanz besticht:
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    • Zeit für wirklich große Architektur: Burg Raabs von Norden, eigentlicher Schauplatz der Familientragödie und des Selbstmordes der Baronin; links unten Teile der Stadtbefestigung.

      Man beachte die solide Teilrenovierung - eigentlich sind die bereits renovierten Teile sogar schöner als die nicht renovierten, dunkleren. Eine Seltenheit!
      Von Raabs leitet sich grotesker Weise die tschechische Bezeichung Österreichs (und wenn man dies weiterdenkt, die jahrhundertelang tschechische Eigenbezeichnung - sie waren ja schließlich auch Österreicher) her.

      Der extrem provinzielle "Stadt"platz von Raabs wird von der Burg beherrscht.


      Das ist die Ruine Eibenstein. Zwischen Drosendorf und Eibenstein wird das Thayatal durch eine (glücklicherweise nur wenig befahrene) Bundesstraße geschändet, zwischen Eibenstein und Raabs hingegen ist es frei von Straßen und Siedlungen, sieht man von drei hüschen, zT historischen Mühlen und dem kleinen Kollmitzgraben ab. Oberhalb von Raabs spaltet es sich in die Täler der beiden Zubringerflüsse -Deutsche und Mährische Thaya. Diese Täler sind auch schön, wenngleich kleiner und enger.
      Der Abschnitt zwischen Raabs und Drosendorf ist nicht so großartig wie der Nationalpark zwischen Frain und Znaim, und leider von der Forstwirtschaft gründlich in Beschlag genommen, aber trotzdem recht stimmungsvoll. Manche Teile sind schwer zugänglich.
      Also: Eibenstein ad Th:
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