Posts by Kleist

    Vielen Dank für die Bilder.


    Hat´s gefallen? Nein, leider, was nicht an Deinen Aufnahmen liegt. Aber es ist, gelinde gesagt, eine Katastrophe, wie speziell mit den Profanbauten umgegangen wurde.

    Lieber Ursus,


    danke für den hochinteressanten Beitrag. Ich hoffe, Ausführungen zu anderen Regionen werden folgen, leider hält sich ja die Resonanz in Grenzen (dieses Thema, speziell unter dem Schlagwort "Deutsche Ostsiedlung", wird in der indoktrinierten BRD, von der DDR ganz zu schweigen, vermutlich höchst stiefmütterlich behandelt, in Österreich fühlt man sich heute ja wohl gleich gar nicht angesprochen).


    Wien, Graz...verständlich, genauso Wr Neustadt. Was ist mir Prag? Du schreibst, es sei keine "deutsche" Gründung gewesen, der von dir zitiete wiki-Artikel sagt jedoch wohl etwas Anderes. Was ist also das Ergebnis; Prag (Neustadt) als deutsche Ostgründung, ja/nein?


    Herzlich

    Das Zentrum der Kolonisierung ist übrigens nicht Prag, sondern Brünn.
    .

    Das muss auch nicht unbedingt das Zentrum sein. In Österreich ist es ja auch eher Dornbirn und weniger Wien, In Deutschland auch eher Frankfurt, Duisburg und Köln als Berlin, Hamburg oder München, in Frankreich eher Marseille und Toulouse als Paris, in England eher Birgmingham als London, in Spanien Barcelona und nicht Madrid und in Italien Mailand und nicht Rom. (Malmö - Stockholm usw...)

    Die materielle Ausführung wäre interessant - vl sind uns die Chinesen in punkto Originaltreue einen Schritt voraus?


    Bezeichnend übrigens die Aussage des jungen Chinesen, der Ort würde so "europäisch" aussehen. Für einen Europäer ist diese Aussage schräg - andererseits würde es mir mir Ostasien ähnlich gehen.

    Hallo Exilwiener,
    kannst du etwas zu den Vorraussetzungen der Sanierungen sagen?
    - Stehen die Gebäude unter Denkmalschutz? Hat der Denkmalschutz die Architekten bei der Planung/Geometriefindung unterstützt? Beosnders das Objekt 5. Kleine Neugasse 9 ist absolut perfekt gelungen.
    - Gibt es in Österreicht eigentlich so etwas wie eine Wärmeschutzverordnung? Die Fassaden sehen alle so aus, als seien sie konventiell ausgeführt worden, wie früher. Nur 8. Bezirk, Bennogasse 9 könnte gedämmt worden sein, soweit man es auf dem Foto erkennen kann.

    Gibt es, weitgehend durch EU-Vorgaben (GebäudeRL), insofern Geltung in allen MS. Ausnahmen: Denkmalschutz, ev kleine private Projekte, wobei ich mir da unsicher bin. Einige dieser Gebäude stehen jedenfalls nicht unter Denkmalschutz. Stichwort: Innendämmung, wobei natürlich kostspieliger. IW sind viele dieser Gebäude Ausnahmen von der Regel, insb entstuckte "Alt"bauten werden in Wien oft einfach zugespeckt.

    Vielen Dank für die Bilder Johann!


    Täuscht mich der Eindruck, oder wurden an Fenstern/Auskragungen etc Regotisierungsmaßnahmen an alten, ma Gebäuden vorgenommen? Im Detail wirkt es oftmals zu regelmäßig und eben, gerade die Fenster. Kann dazu jemand etwas sagen?


    Grüße


    Gibt es da weitere Meinungen? Denn selbst wenn, wie von "Mündener" geschrieben, die Bauweise der Fenster etc bis ins 17. Jhdt sehr gotisch geprägt war (was ja an sich kein Schweizspezifikum ist, auch zB in den Alpenregionen Baierns oder Tirols), erklärt das für mich nicht die viel zu "perfekte" Ausführung. Oder hat man es bei der Renovierung einfach zu gut gemeint?

    Ah ich sehe, das war Dein Osterbeitrag. Schön, vielen Dank für die tollen Aufnahmen. Mit Deiner Meinung zur Burg überrascht Du mich etwas, weil mir persönlich die nicht renovierten Fassaden doch wesentlich besser gefallen, wobei die Renovierung gelungen und daher, auch im Sinne der Erhaltung der Burg, zu begrüßen ist. In vielen Gegenden NÖs kam und kommt es ja, gerade in den letzten Jahren, zu einer Art Wiederbesiedelung, speziell von vergleichsweise jungen Pensionären. Wie sieht es da in Deiner Gegend aus? Das Phänomen "Landflucht" dürfte ja sowieso heute nicht mehr zutreffen, die Gründe leuchten uns beiden ein, entfernen sich allerdings etwas vom Thema des Forums.

    Vielen Dank für die Bilder Johann!


    Täuscht mich der Eindruck, oder wurden an Fenstern/Auskragungen etc Regotisierungsmaßnahmen an alten, ma Gebäuden vorgenommen? Im Detail wirkt es oftmals zu regelmäßig und eben, gerade die Fenster. Kann dazu jemand etwas sagen?


    Grüße

    So hier geht es auch mal wieder weiter. Fortfahren will ich mit dem Savoyenschen Damenstift unweit der Kärnterstraße in der Johannesgasse in der Inneren Stadt. Das Palais ist Ende des 17. Jhdts entstanden und hat im Laufe der Zeit noch Änderungen an der Fassade erfahren, der hochbarocke Gesamteindruck besteht jedoch nach wie vor. Das Palais befindet sich in einer Parallelgasse der Annagasse, welche Ursus hier bereits vorgestellt hat, und schräg gegenüber der Kirche St. Ursula.
    Das Palais wurde ursprünglich für Graf Salburg gebaut, kam jedoch Mitte des 18. Jhdts in den Besitz von Herzogin Theresia Anna Felicitas von Savoyen-Carignan. Nach ihrem Tod wurde ein adeliges Fräuleinstift gegründet, welche bis 1998 bestand. Daher leitet sich der heutige "Name" des Palais ab.
    Die Fassade stammt weitgehend aus dem 17. Jhdt, die Portale wurden jedoch erst im 18. Jhdt geändert bzw hinzugefügt, das rechte Portal ist vermauert, ansonsten ist dieser 2-Portal-Typus in Wien bei einigen anderen Palais anzutreffen (vgl die Böhmische Hofkanzlei am Judenplatz) und typisch für die Portalgestaltung im 18. Jhdt in Wien. Das Wappen über dem Portal stellt übrigens die Allianz der Häuser Savoyen und Liechtenstein dar, da die Besitzerin eine geborene Prinzessin Liechtenstein war und die Familienverbindung so architektonisch unterstrichten werden konnte, was bei wenigen Palais so anzutreffen ist.
    Besonders interessant ist an der Fassade jedoch die Bleiskulptur Maria Immaculata in der Mitte, welche erst im 3. Viertel des 18. Jhdts hinzugefügt wurde. Die Bleiskulptur gilt übrigens als eines der Hauptwerke von F X Messerschmidt, dessen bildhauerische Werke ua im Wr Belvedere zu besichtigen sind. Im Hof lässt sich übrigens noch gut die Vorgängerbebauung aus dem 16. Jhdt nachvollziehen, leider kann ich hier keine Bilder bereitstellen. Vom Hof aus ist weiters die neobarocke Kapelle begehbar, im Inneren des Palais finden sich bedeutende Räume des Rokokos, welche großteils gut erhalten sind. Das Gebäude links ist übrigens eines der ersten größeren Bauprojekte nach dem 2. WK, ca 1950.









    Vielen Dank für den Beitrag. Bis auf die wenigen Ausnahmen aus Renaissance und Barock bestätigt sich hier mein Eindruck, dass zum einen noch viel klassizistische Bebauung vorhanden ist, und dass zum anderen der Unterschied zwischen den klassizistischen und gründerzeitlichen Wohnhäusern äußerlich gering ist. Das macht mE auch den Reiz Leipzigs aus, weil die ganze Stadt dadurch ein recht homogenes Gepräge aufweist - der Historismus ist sehr zurückhaltend und wirkt in vielen fast klassizistisch. Das bildet einen großen Kontrast zB zu DD, aber auch zu vielen anderen Städten in D und Ö.

    Gut, dass ist jetzt per se nichts so Besonderes, so ein Müll steht eig überall herum. Interessant wären weitere Bilder der "Neustadt", andeutungsweise sieht es ganz gut erhalten aus. Ist das richtig?