Monreal (Galerie)

  • Der wunderschöne Eifel-Ort Monreal gehört für mich zu einem der schönsten Orte Deutschlands. Monreal ist dem Gros der deutschen Bevölkerung wohl jüngst vor allem als Location für die Fernsehserie Der Bulle und das Landei bekannt geworden. Der alte Kern des Ortes schmiegt sich ins Tal der Elz, die hier sehr gemächlich fließt. Hier drängen sich hübsch herausgeputzte Fachwerkhäuser dicht an dicht. Ein besonders schöner Blick bietet sich dem Besucher von einer der drei Brücken im Ort, hinein in den so genannten "Malerwinkel". Über Monreal thronen die beiden ruinösen Überreste der Philippsburg (gen. "das Resch") und der Löwenburg. Vom Bergfried der letzteren hat man einen weiten idyllischen Blick über das Tal der Elz und die umliegende Eifellandschaft. Ein Sommertag in Monreal zählt für mich zum Inbegriff dieser Jahreszeit. Wenn man umliegend durch Feld, Wald und Wiese gewandert ist, lädt das altertümelnde Café Plüsch auf eine Erfrischung ein, oder man nimmt doch ein Fußbad im eisig kalten Wasser der Elz. Für mich auf jeden Fall immer wieder ein Tipp für einen schönen Wochenendausflug.

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    Monreal von oben (Blick vom Bergfried der Löwenburg).


    Monreal mauserte sich übrigens erst im Laufe der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts zum heutigen Touristenmagnet. Noch nach dem zweiten Weltkrieg bot der Ort, der vor allem von der lokalen Landwirtschaft und dazu dem Handwerk geprägt war, ein ganz anderes Bild, da die meisten der alten Ortshäuser noch verputzt oder vollständig oder teilweise verblendet waren. Die Verkleidungen wurden erst nach und nach von den Häusern abgenommen, worunter dann das schöne Fachwerk hervorkam. Bedauerlich ist, dass es kaum wissenschaftliche Publikationen über Monreal und seinen Baubestand gibt. Ich hatte seinerzeit Glück im örtlichen Buchladen das sehr umfangreiche und informative Buch Bauuntersuchungen in Monreal (Eifel) vom Arbeitskreis für Hausforschung, erschienen im Jonas Verlag, Marburg 2001, zu erwerben. Wer also Interesse daran hat, mehr Hintergründe zu erfahren, dem sei dieses Werk ans Herz gelegt, das ich ansonsten noch nirgendwo im Handel gesehen habe.


    Die Fotos sind etwas älter und einige Häuser haben ihr Gesicht im Laufe der Zeit wieder etwas verändert. Als ich vergangenes Jahr in Monreal war, musste ich feststellen, dass sich der Ort nicht mehr ganz so herausgeputzt hatte, wie damals (kaum Blumenschmuck, wenig Gestaltung vor den Haustüren) und das gerade der Aufstieg zu den Burgen stark verunkrautet und teils gefährlich im Unstand war. Dass man gerade in Monreal so nachlässig wird, hätte ich nicht unbedingt gedacht.

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    Blick auf die Ruine der Philippsburg und die Pfarrkirche.

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    Beliebtes Fotomotiv: Obertorstraße 8 (um 1700).

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    Floral herausgeputzt: Obertorstraße 2/Kirchstraße 1 (ca. 1701; 1920 brannte das Haus und wurde danach umfänglich repariert und verändert).

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    Der hl. Johannes von Nepomuk (dahinter Häuser entlang der Kirchstraße und Pfarrkirche).

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    Der hl. Johannes von Nepomuk (dahinter Obertorstraße 6 mit der scharf zulaufenden Hauskante).

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    Häuser entlang der Kirchstraße (Elzseite).

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    Marktplatz mit dem markanten Steingiebel von Markt 1/Obertorstraße 3 (1452/53).

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    Blick in den so genannten "Malerwinkel".

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    Die Schlossbrücke über die Elz.

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    Untertorstraße und Obertorstraße mit Blick auf "das Resch".

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    Haus in der Kirchstraße mit Schnitzerei des hl. Georg.

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    Dreifaltigkeitskirche (1460) und Ruine der Löwenburg.

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    Das Pfarrhaus (18. Jh.) mit farbenfrohem Garten.

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    Ruine der Philippsburg.

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    Ruine der Löwenburg.