Posts by Michael68

    Vielleicht nur ein „Nebenkriegsschauplatz“: Die Eisenbahnbrücke über die Münchner Lindwurmstraße.


    Sie ist rund 100 Jahre alt und wird seit Jahren durch zusätzliche, provisorische Stützen und Pfeiler gehalten.


    Da München HBF ein Kopfbahnhof ist müssen sämtliche Züge nach München-Ost (und weiter nach Salzburg-Wien- Budapest, bzw. Rosenheim-Innsbruck-Brenner) über diese Brücke, die dementsprechend Tag (Personenverkehr) und Nacht (Güterzugverkehr) enorm frequentiert ist.


    Nun wird ein Neubau unumgänglich. Lokalpolitiker setzen sich dafür ein, dass das filigrane Brückengeländer saniert und hoffentlich in die neue Brücke integriert wird.

    Ist man Vorort erkennt man übrigens im Geländer auch einen „Lindwurm“, der den Bezug zum Straßennamen herstellt.


    Eisenbahnbrücke Lindwurmstraße


    Noch ein älterer Link zum selben Thema. Der Link ist mir deshalb wichtig, weil es ein Photo gibt, das die Brücke vor dem wunderschönen Lindwurmhof zeigt, eines der zahlreichen Meisterwerke von Franz Rank.


    (In meiner Bildstrecke Schulgebäude in München gibt es ein Werk von Franz Rank, nämlich die Gebäude der Maria-Ward-Realschule und des gleichnamigen Gymnasiums).


    Hier nun der Link:


    Lindwurmbrücke und -hof


    Eine Anmerkung noch. Absolut unverständlich und absolut unverzeihlich ist der rückwärtige Betonanbau, der -wie ich vermute- Ende der 70er Jahre an den Lindwurmhof gesetzt wurde und damit eine Seite des Baus komplett verdeckt hat. Was denkt man sich als Architekt eines solchen brutalen, banalen Gebäudes, wenn man dafür ein solches Kunstwerk unsichtbar macht und teils zerstört.

    Nachdem der Leerstand und auch eventuelle Abrisse einiger Kaufhof- und Karstadt Kaufhäuser sowohl Hoffnungen wecken auf eine ansprechende Neubebauung, aber auch berechtigte Zweifel an der Ästhetik künftiger Bauten aufkommen lässt, hier ein Artikel zum

    Abriss der Münchner Karstadt-Filiale am Nordbad (Stadtbezirk Schwabing-West).


    Ich finde den Neubau zwar um einiges besser besser als das Bestandsgebäude, aber es war sowieso kaum möglich hier noch nach unten abzugleiten.


    Dennoch ist der Neubau in meinen Augen keineswegs ein „Blickfänger“ oder gar „imposanter Entwurf“, wie uns die Münchner Süddeutsche Zeitung glauben machen möchte.


    Neubau Karstadt


    Hier das aktuelle Gebäude, um das es nicht schade ist. Der Abriss hat übrigens bereits begonnen.


    Bestandsgebäude Karstadt Nordbad


    Abriss Karstadt Nordbad


    Eine gute Nachricht zur Renovierung eines kleinen „Schlösschens“ aus der Hauptstadt des Allgäus ist diese. Leider ist der Text hinter der Bezahlschranke, aber zumindest ein (wenn auch nicht so aussagekräftiges ) Bild ist zu erkennen.


    Liebesschlösschen

    Nachdem die Stadt München in Kürze die Brunnen winterfest machen wird, d.h. das Wasser ablassen und die Brunnen abdecken wird, hier noch zwei kleine Beiträge.



    Eulenbrunnen

    Künstler: -

    Gestaltet: -

    Standort: Innenhof, St.Jakobs-Platz, Altstadt-Lehel






    Fischbrunnen

    Künstler: Josef Henselmann

    Gestaltet: 1954

    Standort: Marienplatz, Altstadt-Lehel


    Der heutige Brunnen verwendet einige wenige Figuren des wunderschönen und filigranen Vorgängerbrunnens, der leider im Krieg fast vollständig zerstört wurde. Eine Rekonstruktion wäre an diesem exponierten, weltberühmten Platz sehr zu begrüßen.


    Es steht an dieser Stelle wohl seit dem 14.Jahrhundert schon immer ein Brunnen.


    Der Springrunnen ist seit wenigen Jahren wieder im Zentrum eines alten Brauches, des Metzgersprunges. Im Turnus von drei Jahren springen Lehrlinge, die ihre Gesellenprüfung bestanden haben in den Brunnen. In früherer Zeit haben die frisch „getauften“ Gesellen dann auch noch die Schaulustigen mit Wasser aus dem Brunnen bespritzt.


    Am Aschermittwoch, zu Beginn der Fastenzeit, waschen der Oberbürgermeister und sein Stadtkämmerer zudem das (vorher geleerte oder sowieso leere?!?) Stadtsäckl, damit es im kommenden Jahr wieder voll werden möge.


    In einigen Geschichtsbüchern wird erwähnt, dass einer der ursprünglich an dieser Stelle befindlichen Brunnen dazu diente die während der Pestepidemie des 14.Jahrhunderts verängstigte Bevölkerung aus den Häusern zu locken, indem einige Wagemutige das Wasser aus dem Brunnen tranken. Was aus den Trinkenden wurde ist nicht überliefert.

    Ein ärgerlicher Artikel, der an der Rekonstruktion des Berliner Schlosses kaum ein gutes Haar lässt. Diesmal vom Londoner „Guardian“.


    Wie bei vielen Artikeln zum Thema Architektur stelle ich leider fest, dass meine Meinung oft diametral von der des Verfassers abweicht.


    Tröstlich sind dann zumeist die Leserbriefe, die

    mir bestätigen, dass ich doch nicht so weit vom Kurs abgekommen bin.


    Auch in diesem Fall entschädigt das Lesen der Zuschriften für den Verdruss, den der Artikel bereitet.


    https://www.theguardian.com/cu…lin-museum-humboldt-forum





    @Aziabel


    Die Aussage des Bürgermeisters macht mich wirklich wütend.


    Das sind dann diejenigen, die im Urlaub in die Toskana, in die Cotswolds oder ins Perigord fahren und zuhause schwärmen, wie schön die Dörfer und Städte mit ihrer gewachsenen historischen Architektur sind.

    Schade, dass sich in Görlitz nicht der anonyme Gönner, der soviel Gutes für die Sanierung der Altstadt getan hat, einschaltet.


    Eine riesige Schande, für eine Stadt, die so viel Geld zum Erhalt ihres Altbaubestands geschenkt bekommen hat und an anderer Stelle wertvolle Bausubstanz abreißt. Pfui!!!

    Um Himmels Willen, das ist ja entsetzlich.


    Was für ein enormer Verlust. Wie kann es sein, dass in Deutschland so wenig Bewusstsein vorhanden ist für historisch wertvolle Gebäude, für ästhetische Architektur.


    Was ist das für ein Fetisch in jedes gewachsene Ortsbild ein modernes Gebäude einfügen zu müssen?


    Das ist mir in dieser extremen Form nur in Deutschland bekannt.


    Kürzlich sagte mir mein Schwager (Handwerker) etwas, was ich sehr bemerkenswert fand, nämlich dass Architekten heute eventuell ihr enormes Defizit an Können und künstlerischen Fertigkeiten gegenüber Generationen von Baumeistern der Vergangenheit erkennen und aus diesem Wissen heraus bewusst schöne historische Architektur beschädigen, indem sie das Umfeld dieser zerstören.


    Vielleicht schreibe ich an die Stadtverwaltung Kalkhorst. Auch wenn es nichts mehr bringt ist es vielleicht wichtig zu zeigen, wie traurig dieser Verlust ist.




    Dieser Wohnblock wurde mit recht geringem Aufwand optisch (Fenster und Farbe) deutlich aufgewertet. Jahrzehntelang befand sich das Gebäude in diesem Zustand

    Sehr gerne, lieber Heimdall.


    Ich finde mich in vielen Deiner Aussagen wieder, aber hier kommen wir glaube ich nicht zusammen. Aber das wird schon wieder. :wink:

    Die folgenden Häuser im Stadtteil Neuhausen sind für Neubauten und unter den schwierigen Bedingungen für schönes Bauen in München (zumindest für mein Dafürhalten) recht ansprechend. Mehr kann man in Bayerns Landeshauptstadt derzeit kaum erwarten.







    Das mittlere Haus wurde monatelang renoviert, neue Fenster eingesetzt und es wurde neu gestrichen. Optisch verliert das Gebäude durch die triste, abstoßende Farbe sogar gegenüber dem Vorzustand.


    Das Haus befindet sich in Sendling.




    Schalenbrunnen

    Künstler: -

    Gestaltet: 1866

    Standort: Gärtnerplatz, Ludwigsvorstadt-Isarvorstadt


    Der Gärtnerplatz wurde Mitte des 19. Jahrhunderts zu Ehren des Baumeisters Friedrich von Gärtner gestaltet.


    Von Gärtner war unter König Ludwig I. federführend bei der Errichtung und Gestaltung zahlreicher Wahrzeichen Münchens und Bayerns sowie weiterer Bauwerke außerhalb der bayerischen Grenzen.


    Zu den herausragenden Bauten zählen in der bayerischen Hauptstadt u.a. das Siegestor, die Gebäude der Ludwigs-Maximilians-Universität, die Ludwigskirche oder die Feldherrenhalle. Ein markantes Bauwerk sei noch genannt, nämlich die beeindruckende Befreiungshalle im niederbayerischen Kelheim.


    Nun zurück zum Gärtnerplatz. Die Platz-gestaltung übernahm Max Kolb, Vater der bekannten Schriftstellerin Annette Kolb.


    Der Gärtnerplatz ist ein hinsichtlich seiner Farb- und Fassadengestaltung sehr harmonischer Platz. Nachkriegsbauten wurden recht sensibel, wenn auch nicht immer makellos an die verbliebene historische Bebauung angepasst.


    Besonderes hervorstechend ist übrigens das schöne Staatstheater, erbaut durch Franz Michael Reiffenstuel.


    Der Platz ist durch seine begrünte Mittelinsel und zahlreiche Cafés und Lokale recht beliebt.


    Trinkwasserbrunnen

    Künstler: -

    Gestaltet: 1898

    Standort: Tassiloplatz, Au-Haidhausen


    Vermutlich gab es gegen Ende des 19. Jahrhunderts zahlreiche dieser Trinkwasserbrunnen im gesamten Münchner Stadtgebiet.


    Dieser 2015 wieder aufgestellte Trinkwasserbrunnen befand sich lange Zeit im Dornröschenschlaf in einem städtischen Bauhof.



    Globusbrunnen

    Künstler: Werner Kranz

    Gestaltet: 1956

    Standort: Brienner Straße, Maxvorstadt



    Nixenbrunnen

    Künstler: Franz Mikorey

    Gestaltet: 1957

    Standort: Widenmayer-/Prinzregentenstraße, Altstadt-Lehel

    Seit annähernd drei Jahrzehnten wurde dieser gewaltige Wohnblock nicht renoviert. Er befindet sich am sonst eher hässlichen Herzog-Ernst-Platz im Stadtbezirk Sendling-Westpark.


    Möglicherweise gibt es zwei Eigentümer, denn der eine Teil der Fassade (Stirn- und Längsseite) ist nun schön gestrichen, hat Sprossenfenster bekommen und wirkt sehr ansprechend. Der andere ist im Zustand wie vor 30 Jahren (und vermutlich länger).


    Man sieht die enorme Wirkung von Farbe und horizontaler Fenstergliederung. Das gesamte Gebäude ist gewaltig und dürfte eine Seitenlänge von rund 100x200 m haben.