Posts by Michael68

    Hier ein paar Bilder eines kürzlich renovierten Altbaus. Das Haus befindet sich in der Nähe des Isartors, genauer gesagt an der Ecke Rumford-/Klenzestr.

    Sehr positiv finde ich den Einbau von Sprossenfenstern. Was mir nicht gefällt ist der weniger freundliche und warme Farbton. Das ist leider ein Trend, der bei der Renovierung von Altbauten in München zunehmend zu erkennen ist.

    Hier der Zustand vor der Renovierung 

    Hier das renovierte Gebäude



    makx Vielen Dank für die Info. Die Sonnenstraße und auch die Schwanthaler Straße, an deren Ecke dieser Gebäudekomplex entsteht gehören zu den „geschundensten“ in München. Gerade die Sonnenstraße mit den sehenswerten Punkten Lenbachplatz, Alter Botanischer Garten, Stachus und Sendlinger Tor hätte architektonisch besseres verdient. Das neue Gebäude sieht deutlich besser aus als das bisherige. Wie immer hätte man (viel) mehr daraus machen können. Besser aber als das erst kürzlich in der Sonnenstraße erbaute Premier Inn.

    Ich hatte vor ca. fünf Jahren (nach einem Besuch in Harburg) an die Stadtverwaltung geschrieben.

    Einerseits lobte ich die Tafeln, die an vielen Häusern interessante Hinweise zur Geschichte des jeweiligen Gebäudes geben, zum anderen meinte ich auch das Ortsbild im Zentrum sei sehr schön, doch einige recht verwahrloste Gebäude, u.a. die architektonisch schöne Bruckmühle seien in erbarmungswürdigen Zustand.

    Zu meinem Erstaunen bekam ich eine Antwort vom Bürgermeister selbst. Er schrieb sehr freundlich, dass man seit längeter Zeit mit dem Eigentümer des Gebäudes in Verhandlungen sei.


    Leider hat sich (wenn man die aktuellen Bilder betrachtet) nichts getan. :sad:

    Hier in München fällt mir auf, dass die Reinigungskräfte Plätze und Straßen, das Isarufer und Parks gut sauberhalten (ein großes Dankeschön dafür), aber wäre dem nicht so (München geht es finanziell zumindest noch besser als anderen Kommunen, wenn auch nicht mehr so gut wie in der Vergangenheit), dann wäre es auch hier mittlerweile ziemlich schmutzig. Was leider zugenommen hat ist Graffiti. Und da scheint man nicht beherzt zu sein dies zu unterbinden (vielleicht versucht man es und es gelingt aber nicht) oder zu beseitigen. Graffiti an Häusern, auf Denkmälern erzeugt meines Erachtens weitere Schmierereien, sofern man das Ursprungs-Graffiti nicht schnell beseitigt.

    Was hat Architektur damit zu tun? Ich denke je weniger schön ein Ort ist, desto weniger legt man dann auch Wert auf Sauberkeit und „Unversehrtheit“. Eine vollgesprühtes Betongebäude stört mich weit weniger als ein vollgeschmierter Gründerzeitbau.


    Leider ist meine Erfahrung in den letzten Jahren, dass Deutschland sich gehen lässt. Oft ist es im Ausland (mittlerweile) viel sauberer und gepflegter.

    Wikos Danke für den Artikel, der mich in manchem bestätigt und in manchem verärgert hat. Er beschreibt ein paar Wahrheiten, unbestritten. Unser Thema „Architektur“ wird ja auch angerissen und da stimme ich zu. München ruht sich in dieser Hinsicht auf den Lorbeeren der Vergangenheit aus. Und pflegt (wie fast alle deutschen Städte) diesen unermesslichen Schatz nicht besonders gut. Nach dem Bau des sensationellen Olympiaparks und der Allianz Arena kam architektonisch kaum noch Nennenswertes. Auch das Nachtleben könnte spektakulärer sein und die Gastronomie am Abend noch etwas länger geöffnet sein. Beim ÖPNV hat man bis in die 90er Jahre viel investiert und ist dann -allem Bevölkerungszuwachs zum Trotz- in fast völlige Untätigkeit verfallen. Für die Größe der Stadt sind die öffentlichen Verkehrsmittel dennoch beeindruckend.

    Dennoch hat die Stadt Atmosphäre, hat eine bewegte Geschichte, hat die Wirtschaftsleistung des Landes Marokko, ist innovativ, hat eine Fußballweltmeisterschaft und Olympische Spiele ausgetragen, hat Nobelpreisträger hervorgebracht, hat unglaubliche Innovationen geschaffen, hat im Sommer in Parks und Biergärten und in unzähligen Straßencafés südländisches Flair, besitzt zwei der besten Universitäten der Welt, war Wohnort von Malern, Schriftstellern, hat eines der renommiertesten Opernhäuser der Welt und namhafte Orchester. München hat einen Weltfußballverein, hat einen der größten Flughäfen Europas, bietet das mit Abstand größte Volksfest der Welt und ist ein Tourismusmagnet. Einige der Museen und Gemäldesammlungen haben Weltrang.

    Das war meine Liebeserklärung an diese Stadt.

    P.S. Den Titel „nördlichste Stadt Italiens“ mag ich übrigens nicht, denn er suggeriert, dass München Attribute des Südens benötigt und nicht aus seiner eigenen Art heraus attraktiv wäre.

    P.P.S. Bei aller Liebe zu München gäbe es allerdings einige Dinge zu verbessern. Das Baureferat (um den Kreis zur Architektur zu schließen) ist dabei einer der ganz großen Schwachstellen in dieser Stadt. Es macht seine Arbeit nicht gut. Weder wird bezahlbarer, noch ansprechender Wohnraum geschaffen.

    Ich möchte den von MeisterEder im Februar 2021 thematisierten Neubau in der Mozart-/ Ecke Haydnstraße in Erinnerung bringen und zwei ganz aktuelle Bilder des derzeitigen Bauzustandes beisteuern.


    Das Haus wirkt von der Nähe betrachtet hochwertiger und schöner als es meine Handybilder vermitteln können. Dennoch, zur Erinnerung, das Gebäude sollte sich mit Risalit, Dachgauben und Sprossenfenstern stark am linken Nebenhaus orientieren. Leider hat das Baureferat München den Architekten genötigt die Baupläne zu überarbeiten und alles prosaischer zu entwerfen. Auf eine E-Mailanfrage meinerseits meinte das Baureferat damals man wolle sich an den moderneren Gebäuden des nahen Goetheplatzes orientieren. Sehr schade und völlig unverständlich, insbesondere, da das gesamte Umfeld von vielen Gründerzeitgebäuden geprägt ist.

    Sobald das Gebäude fertiggestellt ist, ohne Bauzäune, dafür mit Bepflanzung davor etc. werde ich noch einmal Bilder schießen und ins Forum stellen.

    Pforzheim hat -wie Stuttgart- eine sehr schöne topographische Eigenschaft, nämlich, dass es einige Hügel und dadurch ansteigende Straßen gibt, die manches gefälliger aussehen lassen. Und genauso wie in Stuttgart (und in sehr vielen anderen deutschen Städten) hat insbesondere das Zentrum unter den Bombardierungen und dann durch den hässlichen Wiederaufbau gelitten.


    Trotz allem gibt es einige schöne Straßenzüge oder Ecken, die erahnen lassen, wie schön die Stadt einmal war.

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    Es gäbe durchaus noch einige schöne Fleckchen, aber, natürlich macht eine Schwalbe noch keinen Sommer. Der überwiegende Teil der Stadt Pforzheim ist zum Weinen.

    LEonline Vielen herzlichen Dank für die viele Mühe und diese Vielzahl von Photos dieser wunderschönen Objekte. Da ist ein Gebäude schöner als das andere. Ein Traum, alle diese architektonischen Juwele zu betrachten.

    Die meisten Häuser wurden deutlich aufgewertet und verbessert. Es gibt aber den einen oder anderen Wermutstropfen. Natürlich Jammern auf sehr hohem Niveau:

    Aus dem einen oder anderen gegliederten Fenster wurde nun ein zweiflügeliges Fenster, was ich in manchem Altbau sogar optisch schlimmer finde, als eine einteilige Fensterscheibe. Und der Anstrich wurde von warmen Farben (Gelb- oder Ockertöne) manches Mal zu einer eher kalten oder abweisenden Farbgebung umgestaltet. Aus polychromen Anstrichen wurde ein einfarbiger Anstrich.

    Geht es nur mir so, oder empfndet Ihr das auch so?

    Gibt es auch Neubauten der letzten 30 Jahre in München ,die sich architektonisch ins noch schöne geschlossene hist. Stadtbild harmonisch anpassen?

    Es gab und gibt tatsächlich ein paar schöne Beispiele, aber eher vereinzelt und verstreut über die Stadt.


    Tatsächlich gibt es in München noch sehr viele weitgehend intakte Straßenzüge in vielen Stadtteilen, bzw. Stadtbezirken: Im Lehel, in Schwabing, in Haidhausen, in Sendling, in Bogenhausen, in Neuhausen-Nymphenburg, in der Maxvorstadt, in Laim, in der Ludwigsvorstadt-Isarvorstadt…In vielen Bereichen ist München wirklich wunderschön.

    Diese architektonisch zwar nicht bedeutsamen, aber wie ich finde dennoch ganz hübschen Häuschen stehen in der Zielstattstraße im Münchner Stadtbezirk Sendling-Westpark.


    Diese Reihe bestand ursprünglich aus (sofern ich mich recht erinnere) acht dieser Häuser, die alle farblich ein wenig anders gestaltet waren.


    Leider wurden fünf dieser Häuser vor ein paar Jahren abgerissen und durch einen nichtssagenden Hotelkomplex ersetzt.

    Aus persönlicher Verbundenheit mit der Stadt Kempten (Allgäu), übrigens älteste urkundlich erwähnte Stadt Deutschlands, möchte ich noch auf das Kemptener Rathaus hinweisen. Mangels eigener Photos zwei Wikimedia-Bilder:



    Das zweite Bild zeigt im Hintergrund übrigens die imposanten Türme der St.Lorenz-Basilika und davor die Residenz der Fürstäbte.

    Der Platz um das Rathaus wurde vor vielen Jahren
    zur Fußgängerzone umgewandelt. Zahlreiche Lokale säumen den Platz, auf dem im Sommer Hunderte von Menschen sitzen und südländisches Piazza-Flair aufkommt.

    Ich empfinde das Brandenburger Tor durchaus als nationales Symbol ersten Ranges. Nicht umsonst ziert das Brandenburger Tor die Rückseite der Cent-Münzen. Es hat national, wie auch international einen hohen Wiedererkennungswert und dokumentiert die enormen Höhen und Tiefen der deutschen Geschichte sehr gut.

    Für mich haben außerdem der Speyrer, der Kölner und der Aachener Dom hohen nationalen Symbolcharakter. Mein bevorzugtes Bauwerk wäre allerdings die Wartburg. Sie verbindet sowohl Protestanten (Luther) und auch Katholiken (Heilige Elisabeth) miteinander. Sie blickt auf eine bewegte Geschichte zurück und ist auch architektonisch ein herausragendes Bauwerk.

    Ich war im Juni in Aachen, wo es mir gut gefallen hat.


    Durch Aachen durch geht die niederländische Grenze und auch Belgien (Dreiländereck) grenzt an. Man merkt architektonisch nicht sofort, dasss man nicht mehr in Aachen ist, aber man bemerkt es an der Gepflegtheit und Sauberkeit. Saubere Straßen, wenig(er) Graffiti in Belgien und in den Niederlanden.


    Ich erinnere mich früher als Kind, dass es in Deutschland sehr sauber war, wenn man aus dem Ausland kam. Mittlerweile ist Deutschland ein in weiten Teilen verdrecktes, vergammeltes, heruntergekommenes Land. Das gilt für Groß-, Mittel-, wie auch für Kleinstädte. Und ich befürchte mit der sich zunehmend anspannenden Wirtschaftslage wird es die nächsten Jahre schlimmer werden.


    In Berlin (ich mag die Stadt und finde sie in weiten Teilen schön) hat man das Gefühl, dass man dieses gammelige Image als „shabby chic“ bewusst pflegt. Ich finde es allerdings nur „shabby“.