Posts by Majorhantines

    Ich wüsste nicht was diese wirtschaftspolitischen Exkursionen in so einem Forum überhaupt bringen. Ich verstehe ja, wenn man den Klimawandel diskutiert, weil das sehr tiefgreifend sich auf alle Positionen zum Bauen auswirkt, aber warum ist es wichtig, dass man einen gemeinsamen Blick auf die deutsche Wirtschaftspolitik im Allgemeinen (also nicht mal im Spezifischen zB. Bautätigkeit, Investitionslage, Eigentümerstrukturen) führt?

    Ich weiß, hier geht es mehr um die äußere Ästhetik dieser Verkehrsträger, aber deren Interieur hatte bekanntlich durchaus auch eine ganz besondere Qualität für betuchtere Kreise, die zur Hochzeit der Eisenbahn auf selbige angewiesen waren für ihre Reisen.

    Eine aktuelle Interpretation dieses Luxuses kann man heute wohl nur in Japan noch finden, doch halt, es soll eine weitere Neuauflage des legendären Orientexpresses in naher Zukunft geben, dessen Einrichtung mich sehr in seinen Bann gezogen hat. Seht einfach selbst:

    Der Orient-Express kommt zurück: Erste Bilder aus Paris zeigen, wie er aussehen wird
    Der Inbegriff des mondänen Genussreisens kehrt zurück: Bald wird der legendäre Orient-Express wieder durch Europa rollen – seine Waggons erstrahlen in…
    www.ad-magazin.de


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    Ich bin der Auffassung, dass solch ein Einrichtungsstil uns auch architektonisch in die richtige Richtung führen kann. Ich stelle mir da vor, dass soetwas wieder als die edelste Art angesehen wird, Luxus auszustrahlen (etwas das sich bereits auch in feineren Bars z.B. abzeichnet). Und dabei dürfte eingängig sein, dass dies dann auch den Stil von einfacheren Leute beeinflussen wird.

    Mit Blockrandbebauung hat man bei Renovierungen und Umbauten der Außenhaut stets die Herausforderung den Passantenverkehr unterhalb der Fassade zu schützen, die Zugänglichkeit zu gewährleisten, aber auch die Arbeiten mit Gerüst u.ä. möglichst nicht zu beeinträchtigen. Dies erfolgt in der Regel aller Fälle über ganz gewöhnliche verzinkte Gerüstteile, Holzklötze zur Unterlage, Planen, Netze, die für die Aufgaben auf Straßenniveau gar nicht wirklich besonders geeignet sind. Dabei stehen solche Einrichtungen oft und gerne mal über Jahre im Straßenraum.


    Ein Unternehmen hat sich darüber Gedanken gemacht und ihre Lösung dazu gefunden:

    Future of Scaffolding | Urban Umbrella
    Urban Umbrella is the designer, patent holder, and fabricator of the only premium scaffolding bridge on the market that is approved by The New York Department…
    www.urbanumbrella.com


    Natürlich kein Vergleich zu den im Forum gezeigten Eisenwaren im Stadtbild bzw. Arkadengängen, aber wenn man sich gewahr hält, dass es um temporäre Aufbauten handelt im Vergleich, ist die Wirkung in meinen Augen schon mal ziemlich gut.

    Konstantindegeer Das Konzept Rekonstruktion ist immer zunächst mal erklärungsbedürftig, weil gemeinhin davon ausgegangen wird, dass Neuschöpfung den Fortschritt besser antizipiert. Da sind Wir aber in der bequemen Lage, dass Nicht-Architekturstudierte relativ intuitiv rekonstruierte Gebäude und Stadträume positiver wahrnehmen, als einen modernen Alternativbau.

    Das bedeutet, dass es in meinen Augen gar keine Probleme damit gibt, die Bevölkerung an sich einer Rekonstruktion näher zu bringen, sondern das Problem entsteht, wenn solche Projekte als ,,geschichtsbelastet" oder sogar ,,staatsfeindlich" von Verantwortlichen im Baubereich und der Fachpresse geframed werden. Das erst führt zur Befangenheit in der Bevölkerung. Und da kann ein Sanchitor, das nie einer solchen Kritik ausgesetzt wird, gar nichts ausrichten.

    Was sinnvoll klingt, die Angleichung an den realen Wert, müßte natürlich durch höhere Freibeträge oder eine Steuersenkung weitgehend ausgeglichen werden.

    Bayern setzt sich dafür schon seit Längerem ein, hier sind ja teilweise die Häuserpreise nochmal höher:

    Immobilienwerte: Bayern will Erbschaftsteuer regionalisieren und Freibeträge erhöhen


    Quote from WIWO

    „Nach den Vorgaben des Bundesverfassungsgerichts sind die Freibeträge so auszugestalten, dass bei Erwerbern aus dem engsten Familienkreis der deutlich überwiegende Teil, bei kleinen Vermögen der gesamte Erwerb steuerfrei bleibt.“ Da Gericht sehe hierfür den durchschnittlichen Wert selbst genutzten Wohneigentums als geeigneten Maßstab an.

    Es tritt offen zu Tage, dass nicht der Vorgang des Rekonstruierens strittig war sondern das Objekt der Rekonstruktion. Die ganzen Jahre sind fast ausschließlich vorgeschobene Argumente ausgetauscht worden.

    Leider hilft eben genau aus diesem Grund das überhaupt nicht. Du schreibst ja selbst, das Objekt selbst ist der Grund der Gegnerschaft. In einem Fall die bewunderte indische Kultur, die lediglich mit positiven Eigenschaften assoziiert wird, und im anderen Fall unsere historische Kultur, der man oft hanebüchene negative Assoziationen anlastet und damit die Rekonstruktion behindern möchte. Wollen Wir hier also in Zukunft kulturelle Güter aus der Schweiz, Skandinavien, Indien oder Japan nur rekonstruieren, oder unsere Kulturgüter. Nur für ersten Fall gilt Eure ach so positive Einschätzung, so wie ich das sehe.

    Elbegeist Ja, Du sprichst da einen wichtigen Punkt an. Öffentliche Orte dürfen nicht von Aggression gezeichnet sein, es gab da ja durchaus relevante Jugendkrawallen in Stuttgart und Augsburg z.B. . Jedoch haben diese m.E. keine nachhaltige Wirkung auf das Aufenthaltsgefühl an den entsprechenden Orten gehabt? Jugendliche treten gerne in Gruppen auf, das kann einschüchternd wirken. Wenn man von der Stadtplanung her denkt, wäre es in solchen Fällen wohl besser, wenn bestimmte Gruppen sich nicht an einem Ort in der Stadt kummulieren würden, es also möglichst viele lokale Anlaufpunkte geben würde, oder? Andererseits ist es ja durchaus positiv, wenn sich Menschen gerne zentral aufhalten. Wäre wohl die Frage, wo die soziale Kontrolle größer ist, im Zentrum, wo viele Menschen auch nachts noch unterwegs sind, und alles recht gut beleuchtet ist, oder in den Vierteln der Jugendlichen, wo man sich kennt, und man einzelne Problemleute schnell zuordnen kann.

    Eine vier- bis sechsgeschossige Überbauung ermöglicht nämlich schon weit grössere bauliche Dichten und Beschäftigten- bzw. Einwohnerdichten, als in manchen Schweizer Städten oder Agglomerationen erwünscht und erforderlich sind153. Zudem sind solche Bauformen – namentlich höhere (Zeilen-)Häuser oder Blockrandbebauungen – aus ökonomischer, städtebaulicher, rechtlicher und soziologischer Sicht meist geeigneter als das dasselbe Bauvolumen generierende Hochhaus, zumal mit dem Verteilen der Baumasse in die Breite grundsätzlich mehr Nutzfläche generiert werden kann als bei der Verteilung derselben Baumasse in die Höhe, die Stadtsilhouette nicht dermassen tangiert wird, nicht zwingend ein Bebauungsplan erforderlich ist und das Wohnen in Bodennähe auch für Familien und alte Menschen geeignet ist

    HelgeK Du konstruierst einen Widerspruch zwischen den Aussagen Heimdalls und mir, der nicht besteht. In der oben verlinkten Arbeit wird ausdrücklich genau die verkehrliche Belastung, wie von Heimdall beschrieben durch die Dichte thematisiert ua. Da geht es aber um die punktuelle Dichte und verkehrliche Belastung. Gleichzeitig wird aber auch meine Aussage klar gestützt, dass dieselbe Dichten aus einem ganzen Strauß an Gründen besser durch andere Bauformen erreicht werden kann.


    Ich habe mich auch gar nicht zu Deiner unterstützenden Aussage von Hochhäusern in Frankfurt zu Wort gemeldet, sondern zu klaren Falschaussagen, ua. dass Hochhäuser zu einer Verdichtung führen in Städten, die diesen Städten gut tun würde. Daher auch meine Aussagen, welche unabhängig von Frankfurt sind. Von mir aus können sie hier ihre Türme auch bauen, aber ich korrigiere falsche Aussagen, die das als Maßnahme gegen Zersiedelung feiern und als Kontinuität einer stetig wachsenden Dichtezunahme. Selbiges zu den Aussagen bezüglich Langlebigkeit. Wir werden ja sehen ob diese Türme in Frankfurt die 400 Jahre schaffen, wie die Häuser unserer Altvorderen.

    Die Stapelung auf kleiner Fläche hilft doch eher, das typisch deutsche Problem der Zersiedlung in der Fläche zu verringern. Die Städte der europäischen Vormoderne waren meist äußerst verdichtet und kompakt. Ich sehe hier keinen prinzipiellen Widerspruch.

    Ich sehe den sehr wohl. Die Glaskästen sind überhaupt nicht vergleichbar mit dichter sonstiger Bebauung, weil sie Luftraum um sich herum brauchen. Das führt dazu, dass die Dichte insgesamt keineswegs höher ist, als wenn man niedriger dafür geschlossener bauen würde.


    Hochhäuser haben im übrigen kein spezifisches Problem bezüglich Langlebigkeit und Erhaltensaufwand. Bau- und Planungsfehler können natürlich vorkommen, sind aber nicht systembedingt.

    Allein der Abriss eines Hochhauses ist ein sehr aufwendiges Verfahren. Nimmt man dann noch andere technische Herausforderungen, z.B. verhindern, dass in den großen Mengen stehenden Wassers in Rohren Legionellen sich ausbreiten, die Klimatisierung, und die Konstruktionstechnik, die fast vollständig aus CO2 intensivem Glas, Beton und Stahl besteht, so gäbe es jede Menge systembedingte Probleme, die sich natürlich auch auf den Erhaltungsaufwand auswirken.

    Auf mich wirkt die Positionierung des Tores und überhaupt die Idee eines kopierten indischen Eingangstor zu einem Heiligtum wie eine Entwürdigung. So aus dem Kontext gerissen wirkt es wie ein Souvenir, etwas, das heutige Museumskonzepte ja gerne machen, etwas ,,freistellen", schön irgendwo ins kahle Nichts. Die Platzierung kommt ähnlich einer Werbetafel daher, die man an einem Eingang oder am Straßenrand platzieren würde, um auf die Ausstellung aufmerksam zu machen.

    Und auch aus deutscher Perspektive ist es recht fragwürdig in den öffentlichen Raum derartiges aufzustellen. Wollen wir damit Macht demonstrieren, Weltgewandtheit oder uns ,,interessanter" machen? Analogien sind für mich die ganzen ägyptischen Rückgriffe, wie Pyramide, Obeliske und Sphingen im Karlsruher Raum, wobei die sogar eher noch Einbindung erfahren haben.

    Vielleicht hätte ich es mir deshalb also einfach sparen sollen, Dir überhaupt die bislang einzige substanzielle Reaktion zu geben. Kann ich mir ja für die Zukunft merken.

    Das wäre nun aber wirklich die unglücklichste Folgerung. Meine Reaktion entspringt dem wohl doch fairen Ansinnen, dass man sich mit einem Beitrag befasst, bevor man eine recht weitgehende Kritik schreibt, insbesondere, wenn auch noch angemerkt wird, dass es diesen Strang doch gar nicht gebraucht hätte. Daraus dann zu schließen, dass Kritik allgemein oder auch nur eine Reaktion unerwünscht wären, trifft den Punkt wirklich nicht.


    Und bezüglich Interesse zu dem Thema: es gibt viele Stränge in Foren, die entweder temporär oder dauerhaft nicht so auf Interesse stoßen. Aber so funktioniert es, man probiert ein Thema und schaut, ob man gemeinsam daraus etwas wachsen lassen kann. Vielleicht gibst Du dem Thema ja auch nochmal eine Chance?

    Du hast nämlich recht damit, dass der Videoautor ein erklärter Gegner der amerikanischen Suburbs ist. Aber A ist dies für dieses Video gar nicht mMn das Thema, da es nur zur Kontrastierung dient, und B hat er diese Haltung gegen diesen spezifischen Städtebau durchaus sehr intensiv begründet in vielen seiner Videobeiträge und dadurch, dass er selbst schon weltweit verschiedene Stadtkonzepte selbst bewohnt hat. Manches mag kontroverser sein, aber gerade die soziologischen Effekte dürften relativ intuitiv schon aus eigener Erfahrung zu bestätigen sein. So ist klar, dass wenn man eine Stadtstruktur hat, welche weite Distanzen hervorbringt, Menschen sich in Fahrzeugen bewegen müssen, was relativ teuer ist, was dazu führt, dass es nur Menschen in bestimmten Berufen sich leisten können, was die Zusammensetzung der Wohnviertel je nach Autoabhängigkeit ändert. Und wenn man argumentieren möchte, dass die Wohnkosten zu dieser Segregation erheblicher beitragen, so kann ich auch hier ein intuitives Beispiel bringen, nämlich, dass es günstiger sein müsste die gleiche Erdfläche zu teilen durch mehrere Mietparteien, mit diesen Teile des Baukörpers zu teilen, der anteilig dann weniger Material verschlingt als wenn ich etwas einzelnes baue, und wenn die Stadt dann für mich und andere gemeinsam die Versorgung baut, statt für mich allein, was ich ja irgendwie mitfinanzieren muss.

    Deine Kritik bezüglich zu ,,cleaner" optischen Untermalung im Video müsstest Du mir noch ein wenig ausführen, da kam ich schon beim ersten Mal nicht ganz dahinter. Meinst Du damit, dass diese ,,Third Places" weit weniger attraktiv in Wirklichkeit sind? Ich habe eine Grünanlage ums Eck, sicher nicht der gepflegteste Ort, aber da laufen immer viele Leute vorbei, wenn man da regelmäßig auf einer Bank sitzt, lernt man das halbe Viertel kenne. Seit ich das erlebt habe, fühle ich mich auch wohler mit den Leuten hier. Im Prinzip eine individuelle Bestätigung mancher Vorstellungen aus dem Video und das obwohl ich zur Zeit in einem segregierten Viertel lebe.

    erbse Danke für diesen Einblick und die Erklärung des Begriffs. Zu schade, dass damit nicht die Fassaden selbst gemeint sind, aber wie Du sagst, schon mal nicht die komplett falsche Richtung. Oft wird das halt recht ungünstig dann umgesetzt, indem man zwar formal ,,Begegnungsräume" schafft, die aber aus unterschiedlichen Gründen sogar in der Mehrzahl der Fälle gar nicht nicht so angenommen werden. Das kann dann wie ein Feigenblatt wirken.

    Wobei ja die Vorstellungen davon, was ein "schönes Haus" ist, differieren. Vor allem bei Architekten und Journalisten in Bezug zur Bevölkerungsmehrheit.

    Das wird im Artikel eben nicht im Sinne des BDA oder moderneverliebter Journalisten gedeutet, wortwörtlich wird dort Stahl Glas und Beton kritisiert und organische Formen als bevorzugt dargestellt. Und das sogar im Bereich Innenarchitektur, wo bisher eigentlich überhaupt keine Konkurrenz aufkommen mag zur modernen Schlichtheit.

    P.S.: Muss unbedingt für jedes Video ein neuer Thread eröffnet werden? Oft passen die Themen ja in bereits bestehende Stränge.

    Ich versuche stets alte passende Stränge zu finden, jedoch gibt es zu dieser Dimension bisher überraschend wenig an einem Ort zusammengetragenes. Dabei sind die Effekte genau im Sinne von Stadtbild, wenn man von einer am Menschen orientierten Stadt spricht. Was gibt es da bedeutenderes als die sozialen Effekte?


    Hier passen Themen hinein, wie

    - öffentliche Räume die wie ausgestorben wirken, und scheinbar nicht funktionieren

    - Stadtplanung, welche Menschen ausschließt oder einbindet z.B. durch sichere Verkehrswege

    - Großstrukturen oder Kleinstrukturen im Städtebau, zu welchen Interaktionen das führt bei Menschen

    uvm., siehe Eingangspost


    Solche Themen gibt es bisher im Forum, aber überall mal ein bisschen, kaum zusammenfindbar, dabei spielt es eine gewichtige Rolle, zB. jetzt in der Debatte in Berlin, wie der Städtebau aussehen soll im Zentrum.

    Aber ich habe mal ein wenig in das Video reingezappt. Womöglich habe ich nicht alles deshalb verstanden

    Es ist schade, dass Du Dich nicht mit dem Thema wirklich auseinandersetzen willst, aber dann eine lange Kritik schreibst, die durch Ihre zur Schau gestellte Oberflächlichkeit eben genau nicht zutrifft. Im Video wird teilweise genau das Gegenteil vorgeführt, was Du in Deiner Kritik formulierst. Ich verstehe da den Sinn nicht, wenn man schon sagt, dass man keine Zeit hat sich dem Beitrag ausreichend zu widmen, um wirklich darauf einzugehen.

    Die Arbeitsgemeinschaft Städte mit historischen Stadtkernen des Landes Brandenburg:


    https://ag-historische-stadtkerne.de/



    Diese vergibt monatlich(!) den Titel ,,Denkmal des Monats". Besonders der Kandidat 10/22 ist recht interessant, weil dort viel mit anderen Organisationen zusammengearbeitet wurde, sich bedeutend die Jugend beteiligt hat innerhalb des Freiwilligendienstes (und dabei heißt es, das wäre uninteressant für junge Menschen, im Gegenteil, deren Bewusstsein für Gesundheit und Umwelt wird dem Anliegen von Stadtbild förderlich sein, wenn Wir Uns richtig positionieren).


    A propos, solch eine Hausmarke, die man befestigen kann, wenn man so einen Preis gewonnen hat, das wäre wirklich klasse für den Stadtbild ,,Gebäude des Jahres" Preis.


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    In dem folgenden Video wurde versucht mit einem Kontrast zwischen dem Extrem des Suburbia und dem Gegenteil einer kleinteilig urbanen Struktur soziale Effekte aufzuspüren, die unterschiedliche Stadtplanung und zuvorderst die Funktionstrennung in der Stadt auf seine Bewohner hat, hierzu einige Stichworte:


    - Das Gefühl von Sicherheit

    - Die Chance auf Zufallsbekanntschaften außerhalb eigener Blasen

    - Einfluss auf soziale Segregation

    - Gesünderer/natürlicherer Lebensstil

    - Aufenthaltsorte zwischen privat und öffentlich (Konzept des "Third Place")


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    Ich hoffe, es finden sich noch viele weitere Beiträge zu hier angesprochenen Stichworten, aber eventuell auch noch übersehenen neuen Aspekten.

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    ,,Die Bayerische Staatsregierung lockert den bislang strengen Denkmalschutz, ein entsprechendes Gesetz soll kommendes Jahr in Kraft treten."

    ,,Große sichtbare Anlagen bleiben bei Altbauten tabu."


    Scheinbar kommt nun ein Gesetz also. Praktisch gibt es aber bereits eine andere Haltung, wie das Beispiel Bamberg im Video zeigt.

    München bekommt die an Barcelona erfolgreich getesteten ,,Superblocks":


    Weniger Verkehr: München probt Superblock am Gärtnerplatz
    Die grün-rote Rathauskoalition wünscht sich verkehrsberuhigte Bereiche nach dem Vorbild Barcelonas. Es dürfte viel zu reden geben.
    www.sueddeutsche.de



    Das sind mehrere Häuserblocks, die zusammengefasst werden und die innenliegenden Straßen werden verkehrsberuhigt. Das führt, wie Barcelona zeigte zu einer bis zu 30%igen Steigerung des Verkehrs um die Superblocks herum, was aber umgekehrt heißt, dass der Verkehr nicht einfach 1:1 verlagert wird, sondern sich tatsächlich reduziert. Was mir bei meinem Besuch in Barcelona noch etwas gefehlt hat, und was ich teilweise auch bei früheren Verkehrsberuhigungsprojekten in D beobachtet habe, ist die leichte Unternutzung der gewonnenen verkehrsberuhigten Flächen. Aber vermutlich ist das nur ein Übergangsphänomen.

    Man muss aber auch anmerken, dass München eine sanfte Version gewählt hat, bei der die Autos weiter Zugang zu Parkplätzen usw. haben. In Barcelona sind die Straßen teilweise wirklich verbarrikadiert.

    Erwähnt wird im Artikel zusätzlich das Projekt der ,,Sommerstraßen" in München.

    Warum wir uns in schönen Häusern manchmal trotzdem nicht wohlfühlen
    In unseren eigenen vier Wänden soll es behaglich sein. Manchmal macht uns da aber die Konstruktion von Haus oder Wohnung einen Strich durch die Rechnung.…
    www.rnd.de


    Dieser Übersichtsartikel, der eigentlich überall nur kurz Themen anschneidet wäre eigentlich der ideale Einstieg in diesen Strang hier geworden, naja, aber vielleicht möchte sich ja doch noch jemand über die Relevanz und Weite des Themas kurz informieren.


    Gut auf jeden Fall, dass so ein Artikel überhaupt in einer Presseagentur entsteht, was die steigende Relevanz und damit die Chance mit dem Hauptargument dieses Forums durchzudringen abbildet.