Posts by dermont

    "kann ..... nie wieder erreicht werden ."

    Ich bin da etwas zuversichtlicher -wo man doch sogar so ein riesengroßes Schloss wieder errichten konnte. Meine Hoffnung wird auch gestärkt durch die Äußerungen der neuen Senatsbaudirektorin und den Geschmack der Bürgermeisterin z.B. in Hinsicht auf den Neptunbrunnen....

    schwebenden Einbau im Ägyptischen Hof mit den Amarna-Objekten großartig.

    .....die zum Sonnenkult Echnatons für mich in sinnfälliger Beziehung steht.

    Kann sein, dass moderne Museumskonzepte ihre Berechtigung haben, aber muss man deswegen die letzten Bauten des alten Berlins mit ihren Ideen und Konzepten umbauen und verfremden?


    Wenn Sie solche sterilen Darbietungen mögen, dann haben Sie ja die Möglichkeit alle neuen Museen dieser Welt zu besuchen und diese heutige Art der Präsentation unendliche Oft zu erleben. Ich kenne einen Asperger-Autisten, der Kunst nur in solchen reizarmen Gegenden ertragen kann, er ist Architekt.


    Warum musste man aber bei diesem Museum das Konzept ändern? Vielleicht gestehen Sie ein, dass ein Großteil der Menschen einen anderen Geschmack hat vor allem der Baumeister dieses Gebäudes auch einen anderen hatte. Warum sein Lebenswerk bewusst zerstören, der Krieg ist vorbei?


    Sind Sie sich sicher, dass Sie ermessen können wir der Sonnenkult Echnatons von den Ägyptern durchgeführt wurde? Vielleicht war das Klima damals anders und es gab Eishöhlen oder die Ägypter hatten auch hygienische Glaswände aus dem Fitness-Studio? Wahrscheinlich eher nicht und ich kann in einem solchen Umfeld Howard Carter nicht nachfühlen, kann nicht spüren, was er erlebt hat.


    Vielleicht gibt es hier und heute aber auch eher einen Kult gegenüber bestimmten "Star-Architekten"? Bei diesem Kult wird jede respektlose, egozentrische, brutale Ignoranz gegenüber dem ursprünglichen Architekten und seinem Konzept mit schönen Worten gelobt und gerechtfertigt. Wie eine öde Betonplatte, die dem Hof die ganz Raumwirkung nimmt und dazu die schmucklosen Nazi-Pfeiler aus der James-Simon-Galerie "großartiges Schweben" verursachen soll, ist mir und sicher auch vielen anderen Menschen schleierhaft.

    Radikale Konzeptänderung im Neuen Museum

    Weiß jemand ob es 1843 auch in den Museen anderer Länder üblich war die Exponate in ihrer "passenden Umgebung" zu präsentieren? Nur über das Konzept des späteren Bode-Museums findet man viel Literatur, hier sind die Informationen jedoch spärlich.


    Warum hat man dieses Konzept bei der Reparatur des Neuen Museums abgeschafft? Ich denke, dass es eine Weltneuheit war und wahrscheinlich Vorbildfunktion hatte.


    https://de.wikipedia.org/wiki/…seum_Aegyptischer_Hof.jpg

    Das ist ein wichtiger Punkt. Sicherlich nicht, denn soweit ich weiß wurden damals enorme Summen investiert.

    Ein Wiederherstellung wäre sicherlich möglich gewesen - wenn man es gewollt hätte.

    Natürlich hat der "Star-Architekt" enorme Summen gekostet. Das Gebäude auf dem sumpfigen Untergrund wieder standfest machen -das kann heutzutage jeder Ingenieur -aber es musste natürlich ein Star sein, der sich selbst am meisten an dieser Stelle verwirklichen will...


    Noch schlimmer als das Treppenhaus ist der ägyptische Hof "erschlagen" worden.

    Wer würde in die Berliner Philharmonie eine Barock-Orgel einbauen? Egal was man bei der brutalen Umgestaltung für Gründe angibt, alle heutigen Museumskonzepte sind doch leider schon sachlich und modern.

    Das Konzept des Neues Museums war ein anderes und neues und ein sensationelles. Die ägyptischen Exponate haben damals eben in bemalten Tempeln des 20 m hohen ägyptischen Hofes gestanden. Was für eine Wirkung für meine Oma, die damals noch nicht verreisen konnte. Egal ob es einem modernen Architekten gefällt. Das Konzept sollte aus Respekt vor der ursprünglichen Idee, vor dem ursprünglichen Architekten nicht durch Chipperfield im Nachhinein verändern werden. Die Behauptung Dekorationen lenken zu sehr ab, trifft bei mir beispielsweise auf die Betonplatte zu, die jetzt in dem Hof wie in einem Parkhaus "hängt". Die Milchglaswände erinnern mich an die Umkleiden meines Fitness-Studios -nicht an das Erlebnis ägyptischer Exponate.


    Ein moderner Architekt würde an dieser Stelle reflexartig erklären: Aber der ägyptische Hof war zerstört (im Krieg nur teilweise -wie Fotos bezeugen). Ich sage na und?! Auch der Pergamon-Altar hat wohl nur drei Originalsäulen, auch die Treppen sind ein Nachbau. Ähnlich sieht es beim Ischtar-Tor mit ein paar blauen Original-Fliesen aus. Dann müsste man auch hier alles zeitgemäß mit Milchglas umbauen.

    Aber die Idee dieser Museumsinsel war doch eine andere: Durch Ergänzungen und Nachbauten wurden die Besucher in die Szenerie der Exponate versetzt.


    Was für eine wunderbare Idee das war. Es war ein viel anspruchsvolleres und erfolgreiches Konzept schon bevor es Disneyland gab Hiermit sollte man sich mal auseinandersetzen und die Literatur befragen.

    Weiß jemand etwas dazu, ob es nicht sogar Vorbildfunktion hatte oder wo es so etwas noch in anderen Ländern gibt?! Ich habe es noch nicht woanders gesehen.


    https://de.wikipedia.org/wiki/…seum_Aegyptischer_Hof.jpg

    "Mangel an räumlichem Denken, seine Unkenntnis vergangener Stilepochen und seine Unfähigkeit, in Ensembles zu denken"

    So ist das absolut nicht. Den heutigen Architekten wird an der Universität beigebracht, dass die vergangenen Architekturepochen minderwertig sind sich endlos wiederholt haben und die heutige Moderne weit überlegen ist. So wurde eine Vielzahl der Gründerzeitfassaden abgeschlagen.


    Es ähnelt fast an den "Glauben an einen sozialistischen Menschen", der durch Umerziehung mit allen Traditionen brechen sollte, keinen Schmuck und keine Individualität mehr kennt. In der Architektur wird das offenbar heute heute noch so gesehen und ausgelebt.


    So wird in das Neue Museum in Berlin statt des ägyptischen Hofes ganz bewusst eine Stahlbetonplatte mit Milchglaswänden gesetzt oder in die Staatsbibliothek Unter den Linden kommt eine orange GOS-Mensabox als Lesesaal und die Lukasklause in Magdeburg erhält ein Betonsilow als Anbau. Die Ideen der ursprünglichen Architekten müssen den Stachel der Moderne spüren -damit die Bauwerke durch diese Überfremdung ganz bewusst verändert, ja eigentlich zerstört werden. Es ist eine Korrektur oder Kampfansage.


    Das ist keine Unkenntnis, es ist arrogante Absicht der modernen Architekten die sich ideologisch überlegen fühlen. Wenn ein Kritiker sagt es gefällt ihm nicht, dann wird ihm unterstellt die Demokratie abschaffen zu wollen oder er sei zu dumm Architektur zu verstehen. Dabei könnte man umgekehrt genauso absurd behaupten, moderne Architekten wollen unter dem Tarnmantel des "demokratischen Bauens" den Sozialismus einführen oder den Geschmack diktieren.

    "ignoriert ihn einfach und lässt ihn in seiner Traumwelt leben".

    Vielen Dank für die Erklärungen und den Zuspruch. Man kann Herrn H. leider nicht ignorieren, weil er einer der Moderatoren der wirklich guten Facebook- Gruppe "Berlin -damals und heute" ist. Obwohl sich die Leute moderat und freundliche ausdrücken, hat er schon zahlreiche Profile gesperrt und damit mundtot gemacht... Das ist dann natürlich auch kein fairer Meinungsaustausch. 90 % der Leser leiden unter den Glas-Raster-Fassaden in Berlin, was sie auch offen sagen. Drunter leidet Herr H. sehr und wird offenbar immer aggressiver und versteht die Welt nicht mehr. Diese Wettbewerbe, Expertenrunden und schlecht beratenden Politiker haben wahrscheinlich wirklich den Kontakt zu "Volkes Stimme" verloren oder wollen diese auch lieber gar nicht wahrnehmen müssen ...

    Da musst Du sozial- und tiefenpsychologisch herangehen.


    Dabei musst Du aber bedenken, dass der Hass nicht auf die Architektur beschränkt ist.

    Es ist wirklich Hass, wie sich hier gestern bei Facebook „Berlin -damals und heute“ wieder gezeigt hat:

    Pierre HartmannModerator

    Gruppenexperte

    Wie ich bereits bei Frau Nagel kommentierte: Für einige ist es nur edel und schön, wenn eine Tonne kitschiger "Katalogstuck" darauf geklatscht ist à la Historismus; billigste Massenware "mehr Schein als Sein". Aber diesen Eskapisten kann man es nicht recht machen, solange es nicht aussieht, als hätte ein Zuckerbäcker sich auf eine Fassade übergeben und alles so aussieht wie um 1900.
    Klare Linien und Modernität gilt nicht. Solche Idealisten ignoriert man einfach und lässt sie in ihrer Traumwelt leben.
    Und "historistische" Architektur der Gründerzeit/Wilhelminische Ära hat nicht wirklich etwas mit "klassischer Architektur" zu tun, außer dass man Elemente echter klassischer Architektur vermischt und verunstaltet, sowie wertvolle jahrhundertalte Bauten verunstaltet, weil sie nicht "historisch korrekt" genug sind.
    Man hätte den ganzen Schwulst zwischen reinem Klassizismus und dem Jugendstil und der Reformarchitektur ruhig weg lassen können. Leider lässt sich das Rad der Zeit nicht zurückdrehen.

    Ruine des Dresdner Schlosses

    Wir waren im April 1991 im Dresdner Schloss.

    Da ich jetzt wieder hinfahre, würde mich interessieren ob man die Ort zuordnen und jetzt wiederfinden könnte.

    Erkennt jemand das Treppenhaus oder gibt es die alte Holztür oder das Tor noch?

    Für eine Auskunft wäre ich dankbar.


    Quelle: Dermont, eigene Aufnahmen

    Ich finde es lustig, daß die Beiträge von Dermont und Königsbau genau meine These....

    Also ich finde diese herablassenden Beiträge vom angeblichen "echten Berliner" wirklich schwer nachvollziehbar. Die Taliban töten für ihre Ideologie so dumm, dass sie sich auch noch selbst umbringen. Wo tötet denn ein Fan klassischer Architektur die Moderne? Deswegen weil wir uns an manchen Stellen des Stadtbilds ab und zu eine Rekonstruktion wünschen würden? Ich möchte auch nicht indirekt in den Zusammenhang damit gebracht werden.


    Die Modernisten haben Jahrzehnte lang Gründerzeithäuser getötet und die Fassaden abgeschlagen oder ganze Häuser abgerissen. Das muss ein starker Fetisch sein, ich hab keinen. Die heutigen Architekturstudiengänge verhindern ideologisch begründet jede Art von klassischer Architektur bei den Nachwuchskräften und Mitarbeitern. Hier sieht man eine extreme Geisteshaltung. Die Moderne wird als Selbstzweck verkauft, nicht umgekehrt.


    Die Gefahr besteht doch überhaupt nicht, dass die Moderne aus Berlin verschwindet, weil die Retro-Leute so unflexibel sind. 70% war zerbombt, alles -bis auf wenige Ausnahmen- ist modern wieder aufgebaut worden. Sie brauchen gar keine Sorge haben, dass Berlin ohne ein modernes Gebäude bald "ähnlich langweilig und eindimensional" aussehen wird.

    Die Anspielung zur neuen Gedächtniskirche war ironisch gemeint, was Sie aber mit Ihrer "problematischen Geisteshaltung kombiniert mit zu viel Belastungseifer" wohl nicht verstanden haben. Der Turm der neuen Kirche war übrigens drei Jahre im Gerüst -nur um den Zustand zu prüfen. Diese feinrippigen Rasterfassadenteile sind völlig bröselig und es gibt bis heute kein Sanierungskonzept.

    Entschuldigen Sie die Ausdrücke, ich spiegel Ihnen nur erneut Ihre Wortwahl.

    Arbeiten Sie doch zunächst an Ihrer eigenen Neurose, bevor Sie "Leuten wie mir" wertvolle Ratschläge geben.

    "Getroffene Hunde bellen" - ich stelle fest, dass Echter Berliner 's Beitrag wesentlich gelassener und unhysterischer daherkommt als der von dermont . Schade, dass manche zu einem ruhigen, sachlichen Diskurs nicht in der Lage sind. Angstvokabeln wie "Taliban" gehören nicht in diese Debatte...

    Würde es Sie nicht reffen, wenn man Sie in die Nähe der Taliban bringt? Erstaunlich und auch unfair, dass Sie den Verursacher der unruhigen und unsachlichen Diskussion als "gelassen" loben und mich indirekt als "hysterisch" darstellen. Vielleicht liegt es daran, dass Sie seiner Meinung näher sind. Lesen Sie aber bitte noch einmal nach, wie ich als fixiert, blind, weltfremd, einseitig bezeichnet und in die Nähe von Reko-Enthusiasten und Reko-Talibanismus gebracht werde.

    Statt um das bellen geht es mir hier eigentlich eher um den Gedankenaustausch, der ja sehr interessant sein kann. Außer bei Ihnen, bin bin auch überhaupt nicht als hysterisch bekannt.

    Spiegel vorhalten! Wer ist der Taliban?

    Das was Sie mir unterstellen, trifft doch viel mehr auf die Verteidiger und Versteher der modernen Architektur zu. Ich mag gute oder spannende Architektur an einem passenden Ort durchaus, besonders dann wenn ein Architekt nicht als einzigen Gedanken Minimalismus und Asperger-Egozentrik verfolgt hat. So ist das ICC zwischen den Autobahnkreuzen völlig in Ordnung, auch die Philharmonie oder das Art Museum in Milwaukee.


    Wie kommen Sie dazu mir und vielen anderen Menschen eine grundsätzlich Geringschätzung der Moderne vorzuwerfen? Ihr Talibanismus trifft nur auf die Vertreter der Moderne zu, die ganze Häuserblocks beseitigen die Mehrheit der Gründerzeit - Fassaden vor und nach dem Krieg- abgeschlagen haben. Weitere Talibananschläge sind der Umbau der Treppenhalle und des ägyptischen Hofes im Neuen Museum, die James-Simon-Galerie sowie der Lesesaal in der Staatsbibliothek unter den Linden...


    Diese Leute bekämpfen alle Arten von alten kunsthandwerklich hochwertigen Gebäuden wie entartete Kunst und maßen sich an, die Konzepte von weltberühmten Architekten zerstören zu müssen. Wer verteufelt da also wen?


    "Alles sind Schöpfungen der Teilungszeit" Bei manchen schnell hochgezogenen Zweckbauten ist es wohl völlig übertrieben von einer "Schöpfung" zu sprechen. Über die Heimeligkeit des Huthmacher-Haus ist mir in meinem Leben noch nie etwas mitgeteilt worden. Das ist eher ein Angstraum, egal ob beim Zoobesuch mit der Oma oder nach dem Kino als Teenager -ich weiß nicht wie Sie darauf kommen. Mich erinnert das an die Verteidigung des Technik-Rathauses vor dem Wiederaufbau der Altstadt in Frankfurt am Main.


    Bei den drei Rekonstruktionen in Berlin, gegenüber 90 % Raster-Glas-Beton-Fassaden können Sie doch den Liebhabern klassischer Architektur nicht vorwerfen, sie seien völlig fixiert. Wir sind nur etwas genervt und irritiert über Ihre schönen Worte.


    Natürlich muss man nicht alles aus der Teilungs- und DDR-Zeit rückgängig machen, die Stalinallee mit Meissener Kacheln sieht doch halbwegs dekorativ aus, das Konzerthaus am Genfarmenmarkt ist auch gelungen. Aber den Schlossbrunnen als Beutekunst zu rauben, umzubennen und ihn anstelle unserer Altstadt als sozialistische Mitte zu mißbrauchen, finde ich auch ziemlich radikal.


    Ich finde es wieder typisch, dass man herablassend als "weltfremd" diffamiert wird, weil man einfältige Klötze nicht mag. Angeblich geht mir der Wandel zu schnell? Das ist falsch, der Berliner liebt Wandel, aber Wandel zu einer menschenfreundlichen Stadt. Sie möchten doch den Wandel verhindern, wenn Sie sie sich für den Erhalt des Huthmacher-Hauses aussprechen. Man kann gar nicht glauben, dass Sie Berliner sind.


    So wie die Gegend in Berlin-Mitte das eine Stadtzentrum darstellt, ist alles am Zoo natürlich auch eine wichtige Gegend. Da man die alte Gedächtniskirche nicht so leicht wieder aufbauen kann, könnte man an diesem Standort durchaus etwas sorgsame Stadt-Reparatur betreiben, wie es übrigens im Zoo inzwischen auch getan wird.

    Hier wäre ein kleineres Gebäude sicher viel umweltfreundlicher und nachhaltiger, als dieser Klotz mit Plastikfassade -der schon lange nicht mehr dem Original ähnelt.

    Ich bin immer über die Sprache moderner Architekten schockiert und ich habe daher auch Nachfragen zu dem Beitrag oben.

    "Das würde seine Architektur verunklaren."

    Muss denn Architektur von den Formen her klar sein und das vor allem in diesem historischen Umfeld? Ich finde es völlig unklar, warum nicht ein paar Gestaltungselemente (Dach, Geländer, Portal, Eingangstor) möglich sein dürfen. Das ist doch hier kein Supermarkt oder ein Flughafen.

    "Es besteht ja ein Bezug zwischen der Ostfassade zur Spree"

    Ja und unsere wunderschöne Spree schlägt Wellen, hat verschiedene Farben. Ich sehe deswegen in dieser Fassade eben absolut gar keinen Bezug zu dem Wasser.

    "Fassade bildet das Logo des Humboldt Forums ab"

    Die Fassaden sollten aber das Aussehen des alten Schlosses abbilden. Wenn das Logo des Humboldtforums so einfältig aussieht, sollte es dringend geändert -aber deswegen doch nicht die Schlossfassade verödet werden. Wer sich mit Humboldt und seinem Erbe auseinandersetzt, wird sehen dass er diese Fassade hassen würde. Er war schwul und hat die vielfältigen Formen der Natur geliebt. Wer es genau verstehen will braucht sich nur sein Schloss oder Arbeitszimmer in Tegel anschauen.

    "Die Fenster der Spreefassade liegen ungewöhnlich tief in der Fassade. Das verleiht ihr Plastizität."

    Die Fenster sind wirklich ungewöhnlich. Das Gebäude sieht dadurch wie ein Rohbau aus -diese dunklen Schatten und Ränder -wie hier besonders gut aus dem Bild sichtbar- sind erschreckend und passen gar nicht zu einem lebendigen Museum oder dem Wasser.

    "Die guten Proportionen"

    sie sind wirklich gut, werden aber in dieser "Rohbau-Version" eher zu einer Karikatur des schönen Schlosses und das ausgerechnet auf der Seite, wo die ursprünglichen Fassaden sehr alt und kleinteilig waren.

    "sorgen für Monumentalität"

    Das stimmt. Es ist aber die Art von "unmenschlicher" Monumentalität, die an Uniformen von Soldaten erinnert und die wir ja schon bei der James-Simon-Galerie und beim Nürnberger Parteitagsgelände haben.


    Ich habe irgendwie das Gefühl, dass hier viel reininterpretiert und "schön" geredet wird. Ich, und zahlreiche andere Menschen können die Rastrelli-Beschreibung und Verteidigung der Fassade wirklich nicht nachvollziehen. Kann mir bitte jemand helfen, wo ist mein Denkfehler?

    Es ist gut, daß am Hardenbergplatz noch ein Zeugnis des alten Westberlins der Nachkriegszeit steht.


    Zeugnisse der Teilungszeit abgerissen werden und verschwinden. Siehe z.B. die Volksbank am Olof-Palme-Platz.

    Also ich bin auch echter Berliner und bin völlig geschädigt von den unzähligen Fehlplanungen der West-Berliner (Westberliner als ein Wort kenne ich nur als herablassende DDR-Schreibweise) Nachkriegszeit. Als Forum und Verein für klassische Architektur vermissen hier bestimmt viele das Volksbankgebäude am Olaf-Palme-Platz mit seinen Rundbögen, echten Fenstern, dem Dach und der runden Anpassung an die Nachbargebäude. Wie kann man das in einem Atemzug mit dieser brutalen Kiste nennen?

    Viele Liebhaber der klassischen Architektur würden diesen einförmigen, zu großen, im falschen Winkel stehenden Klotz des Huthmacher-Hauses sicher nicht vermissen. Da pfeift schon immer der Wind, der komische Sockelbereich zieht nur kurzlebige Fast-food-Buden an und ist keine gelungene Randbebauung des Zoos.

    Wo man in Ost-Berlin ebenfalls einige Bausünden beseitigt und sogar das Schloss wieder aufgebaut hat, sollte man hier auch dringend abreißen.

    Der Wiederaufbau der Ausstellungshallen am Zoo oder eine hochwertige Zoogastronomie wären empfehlenswert. Aus meiner Sicht sollten die Fassaden im romanischen Stil -passend zur alten Gedächtniskirche- gestaltet werden. Das Gebäude betreiben, könnte wieder die Familie Adlon, die immerhin schon einmal vom Zoo aus ihren Erfolg ausbaute ;-)


    Der heutige Klotz zerstört meine Heimatgefühle und hat hoffentlich keine Beständigkeit.

    Es würde mich interessieren, wie die Befürworter moderner Architektur den Umgang mit der Uhr im alten Lesesaal erklären. Es ist doch eine Sensation, dass sie stehen geblieben und bis heute erhalten ist. Ich hätte sie als Blickfang auf jeden Fall in den neuen Saal integriert, das wäre Geschichte gewesen, das ist authentisch. Das hätte diesen einfältigen Milchglasklotz wenigstens eine kleine Abwechslung gegeben.


    Da sie jetzt jedoch hinter einem Treppenhaus versteckt ist, warum hat man die Geschichte zusätzlich verfälscht und sie orange eingefärbt? Also wenn ich die Uhr als arroganter moderner Architekt nicht in mein Konzept einbeziehe, warum verändere ich sie dann und warum ist das vom Denkmalschutz erlaubt worden?


    Meine Frage: Sind das auf dem eingefärbten Foto die Originalfarben? Sie war im Original auf jeden Fall nicht orange!

    Das Berliner Humboldtforum strotzt "angeblich" vor kolonialer Raubkunst!

    Gab es nicht einen Unterschied zwischen Raub- und Beutekunst? Hat jemand den Zugang und kann den Artikel zusammenfassen?

    »Nun zur Hauptsache! Wie kommt alles nach Berlin?«

    Das Berliner Humboldtforum strotzt vor kolonialer Raubkunst. Auch Prunkstücke der benachbarten Museumsinsel, darunter der berühmte Pergamonaltar, gerieten auf fragwürdige Weise nach Deutschland: per Beutezug mit viel Bakschisch.


    https://www.spiegel.de/geschic…eb-46f9-907f-be91ed167f81

    "Am Winterfeldt" sieht wirklich relativ nett aus, wenn man es mit den Planungen der reinen Raster-Glas-Fassade am Nollendorfplatz neben dem Metropol vergleicht. Am Winterfeldplatz gibt es ja wenigstens noch einige klassische Fassaden, schmuckvolle Baller-Häuser und die immer weiter rekonstruierte Kirche im Mittelpunkt.

    Am völlig verschandelten Nollendorfplatz mit dem "Reste-Gestell" des Hochbahnhofs wäre ein klassischer Neubau viel wichtiger, warum wird das von Entscheidungsträgern nicht erkannt?

    Neuer Artikel im Tagesspiegel

    Der Bau der Wippe wird heute in einem Artikel im Tagesspiegel als große Bereicherung gefeiert.

    Auf den dargestellten Abbildungen sieht man jedoch, wie weitreichend die Zerstörungen am Sockel sind.


    https://www.tagesspiegel.de/ku…/27671366.html#kommentare


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