Posts by Eber

    Und es geht weiter im Fall der Remise der Villa Schwinn:


    Weiter Streit um Abriss der Remise der Villa Schwinn


    "Wie Herz argumentiert dagegen auf Merkur-Anfrage Roswitha Chéret, Ortskuratorin der Deutschen Stiftung Denkmalschutz: „Die Remise ist eindeutig Bestandteil der Villa Schwinn. Sie ist aus dem gleichen Material, man kann sie nicht einfach wegnehmen!“ Kein Problem habe sie damit, wenn die ehemalige Tankstelle und andere neuere Bauten wie vom Investor geplant auf dem Gelände entfernt würden: „Die sehen eh wie Fremdkörper aus.“


    In zwei Wochen soll es von der Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz (obere Landesbehörde für Denkmalpflege) eine Stellungnahme geben, ob die Remise nun stehen bleiben muss oder nicht.


    Eine Aufschrift der Villa Schwinn: Nicht Müh, nicht Fleiss, nicht Arbeit nützt, wenn Gott der Herr den Bau nicht schützt.


    Zwar steht der Artikel bezüglich der Sanierung des Hilgardhauses hinter einer Bezahlschranke, aber die aktuellen Fotos sind trotzdem zu sehen:


    Die ersten Mieter ziehen 2020 ein


    "Die neuen historischen Fenster sollen noch im Januar geliefert und dann gleich eingebaut werden."

    Im Jahr 1894 ließ der aus Saarbrücken stammende Nagelfabrikant Adolph Schwinn in Zweibrücken eine herrschaftliche Villa im Neurenaissance-Stil errichten. Die Villa (Gutenbergstraße 41) soll nun saniert und von umtehenden Gebäuden befreit werden. Hiervon sind in erster Linie belanglose "Schuppen" der Nachkriegszeit betroffen, aber wohl auch die Remise, in der sich eine Fahrschule befindet. Es gibt jedoch glücklicherweise auch Bestrebungen diese unter Denkmalschutz zu stellen.


    Neue Häuser um alte Villa


    Ein Zitat aus dem oben aufgeführten Artikel:

    Gries fügt dann „provokant“ hinzu: „Müssen wir jeden Kuhstall, jeden Kutscherunterstand und jeden alten Baum unter Schutz stellen, damit alles so bleibt wie es ist und wie es war? Oder finden wir gemeinsam Lösungen, um in einem zukunftsfähigen grünen Zweibrücken in modernen, ökologisch gebauten Wohnungen neben schönen Denkmälern zu wohnen.“


    Das liest sich nicht nur provokant, sondern in meinen Augen auch etwas...dümmlich (man verzeihe mir den Ausdruck). Grün und ökologisch heißt für mich nachhaltig, da es lange Bestand hat. Wieso sollte man dann ein 125 Jahre altes Gebäude, das sogar genutzt wird und aus natürlichen Materialien gebaut wurde, abreißen?


    Zweibrücken: Saarländer entwickeln Gelände um Villa Schwinn

    "Ein großer fehler, der sich heute rächt"


    PS: Die Villa Schwinn steht übrigens gegenüber dem Brauereigelände, welches von mit im ersten Beitrag angesprochen wurde. Auf dem Foto ist sie sogar am äußerst rechten Bildrand zum Teil zu erkennen. Auf dem Foto sind auch einige Nebengäude zu sehen, denen niemand eine Träne nachweinen wird.

    Die seit April laufenden Restaurierungsarbeiten der Vorhalle des Speyerer Doms kommen im November zu ihrem Ende. Allerdings wird sich wohl eine teure Restaurierung eines Freskos anschließen, dessen schlechter Zustand erst durch die Arbeiten erkannt wurden.


    die Rheinpfalz

    Ich laufe regelmäßig durch die Kaffeegasse, da an der Felsentreppe ein Mosaik angebracht wird, und somit gesperrt ist. Das sich im Abriss befindliche Gebäude stellt meiner Ansicht keinen großen Verlust dar, da es das deutlich ältere Grenadierhaus (der Name täuscht etwas, dort wohnten nicht nur Grenadiere mit ihren Familien drin) abschneidet und erdrückt. Durch die Öffnung der Fläche dürfte das Haus jetzt erst von vielen richtig wahrgenommen werden.

    Auch das alte Rathaus in Völklingen - errichtet 1876 und 1907 erweitert - wird nun für 2 Millionen Euro saniert.


    Saarbrücker Zeitung


    Der Abschluss der Arbeiten ist für Ende 2020 geplant, um im Frühjahr 2021 zusammen mit dem gegenüberliegenden Einkaufszentrum, welches dann seine Tore öffnen soll, das Stadtbild aufzuwerten.

    Hier ein sehr lesenswerter Artikel über die Hauptpost, welche vor kurzem in eine Jugendherberge umgebaut und somit gesichert wurde:


    Die Hauptpost in Pirmasens


    Der Artikel enthält auch alte Ansichten, die den Gleisanschluss darstellen.


    Die Fassade der Alleestraße 24 wurde mittlerweile umfassend gesichert. Rheinpfalz (mit Foto)

    In dem altehrwürdigen Dorf Hornbach, südlich von Zweibrücken im Westrich gelegen, soll das alte Stadttor saniert werden. In diesem Artikel des Pfälzischen Merkur werden auch kurz zwei weitere begrüßungswerte Optionen angesprochen. Möglicherweise wird der Fahrbahnbelag der Straße, die durch das Tor führt, in Zukunft gepflastert und nicht wieder asphaltiert, außerdem könnte, abhängig von der Finanzierung, ein "alter Stadtbrunnen" freigelegt werden.


    Hornbach ist in der Region für sein Kloster, gegründet 741 durch den heiligen Pirminius, für Trauungen sehr beliebt.

    Das Obertor der Stadtmauer von Bad Neuenahr-Ahrweiler wird saniert und bauhistorisch näher erforscht.



    Im Artikel findet ihr auch zwei Fotos des Tores.

    Werte Forenmitglieder,


    in einer Fernsehreportage des SWR mit dem Titel "Die Felsenkirche in Idar-Oberstein" wurde über eine geplante Rekonstruktion des aus dem 19. Jahrhundert stammenden großherzoglichen (oldenburgischen) Landschaftsparkes in Idar-Oberstein berichtet (ab 40:42).
    Nach kurzer Recherche bin ich auf ein Faltblatt gestoßen, in dem es unter anderem heißt:



    Quote from Parkpflegewerk Landschaftspark Schloss Oberstein

    Trotz des hohen Sanierungsbedarfs an Wegen und Baulichkeiten und trotz der starken Verbuschung durch wild gekeimte Sämlinge hat die Parkanlage in den vergangenen 150 Jahren keine irreparablen Schäden erlitten - von der Naheüberbauung einmal abgesehen. Wege, Baulichkeiten, kleine und große Aussichtsplateaus und der große Schlossteich sind noch vorhanden oder wieder herstellbar.

    In meinen Augen ein sehr spannendes Projekt! Vielleicht wohnt ja ein Leser in der Region und kann uns einen aktuellen Sachstand zur Wiederherstellung des Landschaftsparkes mitteilen.



    PS: Wer sich wunder, was Oldenburg in Idar-Oberstein zu suchen hat: Idar-Oberstein war Teil des nach dem Wiender Kongress neu geschaffenen Fürstentums Birkenfeld. Dieses wurde 1816 vom Königreich Preußen an das Großherzogtum Oldenburg abgetreten.


    Es gibt Neuigkeiten zum oben erwähnten Bauprojekt:


    Die Rheinpfalz


    Eine neue Visualisierung stellt den zukünftigen Gebäudekomplex dar. Was soll man sagen, auf den ersten Blick recht banale "moderne" Architektur. Ein Schuhkarton für eine Schuhstadt eben.
    Allerdings sehe ich auch viel Positives in dieser Investition insgesamt.


    1. In Pirmasens, der Schuhstadt Deutschlands, kann man auch wieder Schuhe kaufen. Bisher ist mir in der Innenstadt kein einziges Schuhgeschäft bekannt, obwohl Marken wie Peter Kaiser, Caprice und Kennel und Schmenger ihren Verwaltungssitz in der Stadt haben. Auch die Deutsche Schuhfachschule befindet sich in Pirmasens.


    2. Die höhe des Gebäudes scheint die des bisherigen nicht zu überschreiten und macht die gegenwärtige Situation wenigstens nicht schlimmer.


    3. Im Artikel steh:

    Quote

    Geradezu schwärmerisch berichtete er von den Plänen, die Höfelsgasse in eine Fußgängerzone mit sonnigem Marktplatz zu verwandeln. Dort sollen historische Straßenlaternen, und ein Brunnen ihren Platz finden. Teil des Konzeptes sind auch gastronomische Flächen. So sollen Pavillons aufgestellt werden, die an die früheren „Klickerwasserhäuschen“ auf dem Exerzierplatz erinnern.

    Um welche historischen Straßenlaternen es sich handelt ist mir nicht bekannt, auch kann ich mit dem Begriff Klickerwasserhäusschen nichts anfangen. Auf alten Ansichten des Exerzierplatzes sind jedoch Pavillons erkennbar, vielleicht sind diese damit gemeint (z.B.: hier oder hier).


    Quelle: arnold + partner)