Posts by Goldstein

    Bevor die politischen Diskussionen wieder weitergehen. Warum wird nur Portal V in der Spendensammlung erwähnt? Sind die anderen Portaldurchfahren bereits fertig? Wie sahen diese im Vergleich mit heute aus? Diese Gegenüberstellung fehlt mir bisher zum Verständnis!

    Für Portal V ist das ja im Extrablatt sehr schön aufgeführt.

    Ich war heute auch in Lehe - scheint ein neuer Geheimtip hier zu sein - und kann nur bestätigen, dass es jeden Besuch Wert ist. Vor allem die Goethestraße mit ihren maigrünen Alleebäumen in der Sonne und den beiden bereits auf das Schönste sanierten Häusern. Die Mutter aller Schrottimmobilien dauert noch ein wenig - und das auch deshalb so lange, weil eben so viel zu tun ist, sonst wäre sie nicht die Schrottimmobilie schlechthin gewesen. Aber das was sich heute schon sichtbar zeigt, zeugt von hoher Qualität und vermag nur zu begeistern. Die Knospen werden bald aufgehen und dann erstrahlt dort eine traumhaft schöne Blüte. Es ist ein wenig wie Leipzig oder Görlitz zu Beginn der Sanierungswelle. Man wird überrascht, was diese wunderbaren Gebäude für Perlen, ja Diamanten sind. Und man bedenke, so schön wie man heute sanieren kann, waren diese Gebäude niemals zuvor. Insofern ist es eine hoch interessante Zeit, in der wir leben.

    Die Linke zaubert am Ende sicher wieder einen saarländischen Großspender hervor, der mehrere Milliarden DDR-Mark bereitstellen will, um diesen grauen Betonblock denkmalgerecht zu rekonstruieren, im damaligen Tristesse-Grau mit Abstrichen beim Material und der handwerklichen Ausführung. Denn nur so ergibt ein Erhalt Sinn.

    Hört sich so an, als ob die undemokratische Sächsische Gemeindeordnung mal geändert werden sollte. Mit welcher Legitimation wird dem Souverän Volk durch den Gemeinderat abgesprochen, ein Bürgerbegehren durchzuführen. Sind wir dort immer noch in der DDR?

    Und was sind die demokratisch festgelegten und glasklaren Entscheidungskritierien? Wurde diese Gemeindeordnung 1990 etwa 1:1 aus Amigo-Bayern übernommen?

    Darum müssen sich die Künstler schon selbst kümmern. Niemand wird gezwungen, Künstler zu werden.

    Wen kümmern Mieter, wenn plötzlich deren Mietverträge auslaufen? Niemand.

    Wenn deren Badfenster durch geltendes Baurecht einfach so zugemauert werden. Niemand.

    Wen kümmern Arbeitnehmer, deren befristete Verträge auslaufen? Niemand.

    Als ich als Ösi in den 1990er Jahren in den Osten zog, da erwartete ich lauter marode Plattenbauten und Tristesse pur…aber ich hätte nicht gedacht, dass es sich genau umgekehrt verhielt.

    Es war damals alles anders als im Westen. Die Eigentumsverhältnisse, die Idee des "und der Zukunft zugwandt" hatte sich überlebt. Und dann war da diese Bescheidenheit der Menschen. Dieses sich an kleinen Dingen freuen. Deshalb ist das mit dem Systemumbruch auch eher als betriebliche Notwendigkeit hingenommen worden, bei zum Teil extremen Abstiegserfahrungen. Und was wollte man großflächig abreißen? Es wurden zunächst mal neue Einkaufsmöglichkeiten gebraucht. Und sanierte Wohnungen im Bestand. Wer sollte Wohnungen kaufen außer Ortsfremde? Und was sollten die damit machen, da kannte niemand die Leute und deren Bedürfnisse. Nach den ersten Westerfahrungen war man im Osten schockiert von den hässlichen Gebäuden (trotz Geld und Material) und dem Fokus auf Rendite und Geld. Das ist bei mir bis heute so geblieben.


    Und dann mit etwas Geld fing man im Osten an, was man immer gemacht hat, sein privates Glück selbst in die Hand zu nehmen. Und sich durch die maroden Bestände zu sanieren. Wie die mal aussehen könnten, kannte damals jedes Kind von der Modelleisenbahn, die zu DDR-Zeiten massiv subventioniert war. Die heimeligen Welten hatte fast jeder Ossi im Haus. Und jetzt waren plötzlich die Materialien zu haben, um diese Welten in 1:1 zu realisieren. Das ist ein nicht zu unterschätzender Faktor gewesen, ob man das glaubt oder nicht. Man braucht sich heute nur mal das Sortiment von Auhagen anzuschauen.


    Deshalb ist dieses oben gezeigte Juwel in Meißen Ausdruck des das Herz sprechen lassen. Ich wünschte, die Lebensqualität würde sich auch endlich im Westen durchsetzen.

    Die Gelder für die Versorgung von Mitarbeitern sollten zurückgefordert werden. Das sagt schon der gesunde Menschenverstand, dass Spendengelder zweckgebunden eingesetzt werden müssen.

    Dass Kritiker von Rekonstruktionen psychische Probleme oder charakterliche Defizite aufweisen, ist natürlich hanebüchener Unsinn.

    Das habe ich auch nicht geschrieben. Sondern es geht um die Art, wie einige davon ihre Argumente vorbringen, welche sie als psychisch eingeschränkt entlarvt. Normale Debattenkultur ist das nämlich nicht mehr, sondern Respektlosigkeit und Rufschädigung. Mit solchen toxischen Zeitgenossen kann und soll man nicht noch Zeit verschwenden.

    Hetzkampagnien werden von psychisch nicht ausgeglichenen Menschen geführt.

    Sie entlarven sich damit selbst, nicht ganz ausgeglichen zu sein, mentale Defizite zu haben.

    Dafür gibt es Therapieangebote. Es wäre daher zielführend, auf Hetzartikel mit der Zusendung einer Liste von Therapeuten zu antworten.

    Deshalb muss das Recht auch konsequent auf die veränderten Strukturen angepasst werden. 4,5 Jahre sind zudem zu wenig.

    Eine wesentlich längere Zeit wäre hier angemessen. Das hat auch mit dem Rechtsempfinden der Bevölkerung zu tun und diese bewertet solche Strafen in der Tendenz als zu milde. Die Vernichtung von wertvollem Kulturgut (Goldmünze gehört nicht dazu, aber eben diese Juwelen) ist ein Angriff auf Staat, Gesellschaft und Politk und sollte mit schweren Straftaten in der zugemessenen Haftstrafe vergleichbar sein (> 12 Jahre).

    Ein weiterer Beleg für die psychisch kranke Gesellschaft.

    Die Bomben, welche uns vor fast 80 Jahren trafen, kommen jetzt in diesen Taten noch einmal zurück.

    Im Krieg traumatisierte Eltern und Großeltern haben es nicht vermocht, ihren Kindern und Enkeln emotionale Stärke und Sozialkompetenz mitzugeben. Stattdessen entwickelten diese diffuse Ängste (z, B. Bindungsängste - Incels - Singlehaushalte) und Zerstörungswut auf scheinbare Bedrohungen. Diese zerstörten Seelen brauchen dringend Therapie. Es sind bei weitem keine Einzelfälle.

    Das Gebäude ist wirklich etwas Besonderes. Deshalb ist auch gegen Denkmalschutz nichts einzuwenden, wenn

    [1] nur ein Ausschnitt der Gesamtstraßenfront darunter fällt und

    [2] dessen Sanierung wirklich aufwendig und haltbar gemacht wird - nahezu Originalzustand mit den besseren Mitteln von heute.


    Dann kann der übrige Teil in geplanter Weise saniert werden. Und so haben alle etwas davon.

    Die Bewohner haben keine eintönig langweilige Straßenfassade mehr, die Originalteile sind konserviert und harmonisch saniert und

    ein seltenes Zeugnis der industriellen Bauweise kann vielleicht wirklich ein Hingucker sein.