Posts by Goldstein

Im neuen Jahr bittet der Vorstand euch, frühzeitig nach neuen Bauprojektplänen in eurer Stadt Ausschau zu halten. Wo lässt sich durch traditionelle Architektur oder Rekonstruktionen euer Stadtbild verbessern? Teilt uns eure Ideen mit! Je eher wir mit Ideen an die Öffentlichkeit gehen, umso höher sind unsere Chancen, dass die Ideen von den Verantwortlichen ernstgenommen werden!

    Jetzt wird auch deutlich: Ohne Figuren geht es nicht. Denn die Komposition der Fassaden schafft Podeste.

    Podeste, die widerum dafür geschaffen wurden, einen Kübel, eine Aphrodite oder einen Hermes zu tragen.

    So wie auch beim Berliner Stadtschloss.

    Nur getroffene Hunde bellen.

    Fazit: Die Architekturgenossen der West-DDR und ihr Diktat des Modernismus-Leninismus sind allesamt grandios gescheitert.

    Der real-existierende Modernismus hat abgewirtschaftet, Man kann in Zeiten des Klimawandels nicht alle 40 Jahre abreißen und neu bauen. Dieser eigentliche Irrsinn wird hier durch eine konsequente Rekonstruktion verhindert.

    Erstaunlich, da werden Millionen ausgegeben, um diese Gebäude zu sanieren und teilweise neu zu errichten und als Ergebnis wirkt von den gezeigten Bildern die Rabattenbepflanzung mit Heidekraut am schönsten.

    Einfach unerträglich, die DDR-Domarchitekur unter Denkmalschutz zu stellen, wenn die gleiche DDR die Denkmalskirche 1975 gesprengt hat. Wenn diese so stark zerstört gewesen wäre, dass ein Wiederaufbau die Mittel überstiegen hätte, aber nicht so. Ich fordere deshalb, den Dom durch weitere Schmuckelemente einschließlich der Denkmalskirche zu versehen und ihn damit an den Vorkriegszustand anzunähern. Die Hauptkuppel indessen könnte auch so bleiben, um die DDR-Reparatur zu dokumentieren.

    Es gab noch keinen Personenverkehr auf dem sogenannten Vollring um Berlin herum, sondern dieser Personenverkehr lief ab 1882 als Nordring und Südring jeweils in das alte Stadtzentrum über die Stadtbahn. Am Bahnhof Stralau-Rummelsburg fädelten sich diese beiden Ringe aus. Betrachtet man die Entstehungszeit, so entstanden als erstes die Kopfbahnhöfe ab 1838, dann die kleine Bahnhofsverbindungsbahn um 1851, welche direkt am Brandenburger Thor entlangführte (die Eisenbahnstraße in Kreuzberg erinnert noch daran) und als Berlin immer größer wurde, der neue heutige Ring bis 1877, aber noch vorrangig als Güterbahn. In dieser Gründerzeit und dem Einsetzen reger Bautätigkeit eröffneten auf dem Ring immer mehr Stationen und 1882 schließlich die Stadtbahn. Ab jetzt waren immer dichtere Taktzeiten gefragt, immer mehr Züge verkehrten, um das stetig steigende Verkehrsbedürfnis zu befriedigen.


    Nordring:

    Schlesischer Bahnhof - Stralau-Rummelsburg - Weißensee - Gesundbrunnen - Westend - Charlottenburg - Friedrichstraße - Schlesischer Bahnhof

    Südring:

    Schlesischer Bahnhof - Stralau-Rummelsburg - Rixdorf - Potsdamer Bahnhof (Richtungsänderung) - Ebersstraße (Schöneberg) - Wilmersdorf - Charlottenburg - Friedrichstraße - Schlesischer Bahnhof

    Seit der Eröffnung der Stadtbahn 1882 konnte man am Bahnsteig A von einem Abteilwagenzug des Südrings direkt in einen solchen des Nordrings umsteigen. Das Umsteigen in der Gegenrichtung ging über die Bahnsteige B und C. Im Bereich der heutigen Bahnhöfe Ostkreuz (damals Stralau-Rummelsburg), Westkreuz und Schöneberg wurden die durchgehenden Ringbahngleise bis zur Jahrhundertwende nur von Güterzügen befahren.


    Die Bahnsteige A, B und C hatten also eine große Bedeutung und erhielten bei der Benennung somit auch die ersten Buchstaben aus dem Alphabet.

    Die Bahnsteige D, E und F wurden erst später erreichtet (1902 - 1903).


    Ja und dadurch entstand die sogenannte Rennbahn. Die direkte Verbindung der alten Bahnsteige A+B+C mit den neuen Bahnsteigen D, E und F.

    Könnte es nicht sogar sein, dass dieses ganze Bauvorhaben mal wieder völlig überkandidelt und abgehoben ist?

    Ein interessantes Projekt.


    Wie stark waren die Zerstörungen in Budapest durch den 2. WK?

    Sind die ganzen Abrisse nur auf die Kommunistische Partei zurückzuführen oder waren die Gebäude bereits durch den Krieg stark zerstört?

    Na, das sind mal wieder 2 Beispiele für gelungenen Städtebau. Statt ein verbrauchtes Haus als nicht mehr wirtschaftlich verwertbar zu deklarieren, hat hier die Verpflichtung zur Instandsetzung der Bausubstanz in beiden Fällen das bestmögliche Ergebnis erzielt.

    Ihr habt doch alle Recht. Das Schloss und sein direktes Umfeld haben eine historische Entwicklung genommen. Da die Fassaden rekonstruiert wurden, sollte sich das Umfeld an der historischen Umfeldgestaltung orientieren. Diese hat sich in der zeitlichen Entwicklung immer weiter verändert. So sind die Rabatten direkt vor den Fassaden erst um 1900 angelegt worden.


    Andererseits sind diese kleinen Rabatten absolute Schmuckstücke und es ist unverständlich, weshalb diese nicht doch noch angelegt werden sollten. Die Gründe, dieses nachträglich zu tun, können nun für die einen der Klimaschutz und für die anderen die ästhetische Wirkung sein.

    Orte, welche durch Gewaltherrschaft beseitigt wurden, können nicht einfach am gleichen Standort geschichtsvergessen aufgebaut werden. Zudem ist Schönheit ein wichtiges Element dabei. Beides vermögen die Kritiker aber nicht zu leisten, denn sie sind der architektonischen Schönheit unfähig und der Geschichte überdrüssig. Stattdessen merken Sie, dass ihre Konzepte nicht mehr gefragt sind.

    Und das ist das Beste daran.