Posts by Goldstein

    Irgendwie kommt mir Bremerhaven mittlerweile wie das Görlitz des Nordens vor (im Anfangsstadium).

    Görlitz war ähnlich totgesagt und nur durch Bürgerengagement (aus dem Westen) von Menschen mit Bezug zur Stadt wurde dieses absolut geniale Wunder möglich. Ich fiebere mit Euch, dass sich ein solches Wunder auch in Bremerhaven ereignet. Die ersten Ergebnisse sind traumhaft schön.


    Schon allein die oben genannte "Schrottimmobilie von 1895" und ganz klar die 5-Vollgeschosser (siehe oben) verdienen höchste Anerkennung und eigentlich auch einen Architekturpreis für vorbildliche Sanierungen! Diese qualitätvolle und menschlichen Dimensionen verpflichtete Arbeit fördert unser aller Gesundheit, unsere Lebensqualität und ganz wichtig: Bremerhaven und seine Bewohner.

    Politische Polemik?

    Der oben zitierte Tagesspiegel-Artikel brachte die Politik ins Spiel in Form der sich äußernden Opposition. Deshalb ist das hier vom Fall Schmidt nicht zu trennen. Polemik kann ich nicht erkennen, da ich nicht eine Meinung gegen jede sachliche Grundlage durchsetzen wollte, sondern feststellte, dass sich nun die Seiten mal vertauscht haben. Auch eine wichtige und neue Erfahrung.

    Man muss hier nichts unter Denkmalschutz stellen. Wichtig ist, dass alle Interessenlager mal von ihrer Verzweiflung abrüsten und einen Schritt aufeinander zu gehen, denn so schlimm ist Barock nicht und ebensolches gilt auch für die DDR-Blockbauweise.

    1. Zustimmung zur Wiederherstellung der um 1950 abgerissenen Barockbauten in der Großen Meißener Straße.

    (klares Signal für Schönheit in der Neustadt und Wiedergutmachung des frevelhaften Abbruchs)

    2. Bestandsschutz für das DDR-Ensemble am Platz, möglichst unverändert, wenn Durchbruch, dann maximal als ebenerdiger Durchgang.

    (Beendigung der dauernden Unsicherheit für die Bewohner)

    3. Grüngleise für die Straßenbahn, neue Haltestellen, Bäume und historische Lampen am und um den Platz.

    (verbesserte Aufenthaltsqualität, Kleinklima, Barrierefreiheit und damit auch Teilhabe jedes einzelnen Bürgers )

    Diese 3 Maßnahmen würden für sich schon eine enorme Verbessung der derzeitigen Situation bringen.

    Der Fall sollte abgewartet werden. Man darf auch nicht voreilig verurteilen. Herr Schmidt hat sich nunmal für die Interessen der Bedüftigen im Bezirk stark gemacht und dieses vermutlich nicht entsprechend geltender Vorgaben. Soweit so status quo.

    Intessant wäre andererseits, ob der RA (in)direkt von Signa beauftragt wurde ...

    Übrigens: Die CDU war jahrelang die Bau- und Finanzskandalpartei und spricht jetzt von Skandal-Baustadtrat.

    Ironie der Geschichte!


    PS: Was man aber kritisieren kann, ist die Einstellung, jede Veränderung per se abzulehnen. Man kann doch trotzdem das historische Kaufhaus zurückholen ohne gleich alle seine Ideale zu opfern, indem man sich in den Verhandlungen knallhart auf die Inhalte des Gebäudes konzentriert.

    Ich habe heute auch mal eine Zeitlang diese ganzen Visos betrachtet und finde das Haus ausgesprochen gelungen.

    Die Geschichte wird durch den Nachbau nicht negiert. Im Gegenteil. Der Originalteil erstrahlt in "alter" Schönheit - übrigens auch mit neuen Fenstern, wie 1929 und in Muschelkalk. Daneben der Neubau in schöner Farbgebung. Der Verbindungsteil bleibt fensterlos.

    Ein Bruch und an dieser Stelle mal sehr passend.


    Früher waren mehr Flaggen auf dem Dach. Auch dieses Element sollte unbedingt wiederkommen. Ein Symbol für die Menschen aus so vielen Nationen, die in der Umgebung leben.


    PS: Wie sieht dann eigentlich die Seite der Urbanstraße aus? Dafür gibt es noch keine Visos ...

    Ich finde dort gar nichts gelungen. Das sind 0815-Kisten ohne Schmuckelemente, die wirken wie Fremdkörper neben dem Barberini.

    Das Haus links daneben schottet sich durch unpassende Jalousien ab. Das Gebäude daneben weiß durch Balkongitter zu irritieren, die nun offensichtlich die Funktion haben, dort nicht herunterzufallen. Dem Haus daneben wurde eine entstellte Fassade spendiert, sodass jegliche schönheitsstiftende Symmetrie von vornherein zerstört wird. Das Haus daneben widerum ist noch einfacher und langweiliger gestaltet. Die hellere Kopie links davon ist keine Erwähnung mehr wert.


    Ich bezeichne das als Zombie-Architektur langweiliger Architekten.

    Die Freude ist groß, aber bitte auch auf die Details achten!

    Im Hintergrund der Visos sind noch weitere Rekos zu sehen. Was für ein schönes Umfeld.


    Und ganz wichtig -

    Dresden und Venedig haben ja noch mehr gemeinsam: Bernardo Bellotto (bekannt als Canaletto)

    Das Venezianische Haus sollte schon deshalb ein Künstlerhaus werden.

    Wegen Canaletto und wegen seiner unglaublich schönen Architektur.

    Eine zeitgemäße Entscheidung.

    Es gibt einen Ort, der mich seit Jahren sehr nachdenklich gemacht hat und das ist der Standort des ersten Plattenbaus an der Wilhelmstraße, der für das "Band des Bundes" weichen musste. Dieser Unort ist eine schallende Ohrfeige für moderne Architektur. Alles nur mit Schrott zugeparkt. Baucontainer, Müll, Schutt, Elektroschrott. Die hässlichen Bauten, die dort entstanden sind, werden hoffentlich bald wieder abgerissen. Ben Wargins Parlament der Bäume sieht mittlerweile völlig verwahrlost aus, die Bundesbauten werden und werden nicht fertig. Ein einziges Totalversagen.

    Jagdfeld ist mit Luxus-Immobilien verbunden. Das ist nicht mehr zeitgemäß.

    Für Wustrow wäre doch das folgende Konzept sinnvoll:

    Sanierung der Hauptstraße (für Liefer- und Rettungsfahrzeuge, keine PKW erlaubt.)

    im Anschluss Rückbau sämtlicher übriger Straßen auf der Halbinsel

    Entwicklung der Halbinsel zum Naturschutzgebiet (Kernzone)

    Nutzung für Bio-Tourismus mit Fahrrad-Anreise

    Fahrradnutzung nur Richtung Rerik, nicht auf der Halbinsel.

    Sanierung der Gebäude mit besten Naturmaterialien und Farben

    darunter ein Atelierhaus (Volkshochschule für Kunst/Musik)

    darunter ein Umwelthaus (Naturschutzstation)


    --> also ähnlich wie Hiddensee


    Der Luxus wird darin bestehen, die Unberührtheit der Natur zu erleben.

    Der Kirchturm von St. Foillan gibt ab sofort einen unglaublich schönen Anblick mit excellenter Sanierungsqualität!

    Zwar noch teileingerüstet, aber die Spitze macht jetzt schon was her.

    Und: Aachen zeigt eine faszinierende Lebendigkeit.

    Absolute Urlaubsempfehlung!

    Schön sieht sie aus, die Maria mit ihrem Sternenkranz, der sehr an die Europaflagge erinnert.

    Ein Symbol für Schönheit und Kultur.

    Für den Blick nach vorn.

    Seid ihr Euch da sicher? Der Artikel ist vom 19.07.

    In Trier sind an einem von 2 Kaufhof-Häusern und am Karstadthaus "70% - wir schließen"-Schilder dran.

    Auch in Saarbrücken ist der Kaufhof mit solchen Hinweisen versehen. Das gleiche in Worms.

    Fragt man die Mitarbeiter heißt es, dass die Häuser zugemacht werden.


    Warum sollte - wenn doch 2 Häuser bleiben - ein solch krasser Ausverkauf erfolgen?


    Sinnvoll wäre ein Konzept, Karstadt zu einer Premiummarke zu machen und Kaufhauf zum grünen BIO-Kaufhaus.

    Alles unter einem Dach für den nachhaltigen Lebensstil. Das wäre mal zeitgemäß.

    Dann würden auch beide Häuser in einer Stadt wieder Sinn machen.

    Saarbrücken ist so hässlich, das der Nachkriegsmüll flächendeckend abgerissen werden sollte. Und es geht auch schon so langsam los. Kaufhof wird dichtgemacht. Denn Karstadt steht keine 200 m entfernt. Die Fußgängerzone ist in einem so erbärmlichen Zustand, dass ich mich frage, warum die DDR immer so schlecht gemacht wurde. Hier ist es noch viel schlimmer. Gut, Honecker kam aus dem Saarland....


    Allein das Verkehrswesen ist ein Witz. 1000 Buslinien, die jeweils nur alle Stunde fahren und so der Überblick verloren geht, was wann wohin fährt. Immerhin sind die Busse auch mit Folien beklebt. Dann sieht man dieses hässliche Saarbrücken nicht so vordringlich. Man schämt sich, dass das eine deutsche Stadt sein soll.