Posts by Pagentorn

Die Wahl des Gebäudes des Jahres 2020 findet statt. Bis 28.02. habt ihr Gelegenheit abzustimmen. Vereinsmitglieder schauen mal in ihrem Email-Postfach nach, Forenmitglieder können hier im Forum auf Abstimmung des Gebäudes 2020 abstimmen.

    Und natürlich kann man Migranten und weniger Bemittelte nicht dafür verantwortlich machen, daß die Alteingesessenen schon vor Jahren den Sirenengesängen vom ‚höheren Wohnkomfort’ an der Peripherie Gehör schenkten, statt das ererbte Wohnumfeld ‚Altstadt’ auch weiterhin als solches zu nutzen und es behutsam – ohne der Bausubstanz Abbruch zu tun – an die gegenwärtigen Ansprüche anzupassen. Insofern haben die Autochthonen eindeutig den ‚Schwarzen Peter’ auf ihrer Seite: Sie, die sie um die Bedeutung ihres Erbes wussten und die Pflicht gehabt hätten, es adäquat zu erhalten, haben versagt und die Altstadt buchstäblich ‚allein gelassen’.


    Und ebenso selbstverständlich ist, daß man von den ‚Zugereisten’, die als Mieter oder von der Sozialbehörde Eingewiesene nun die Altstadthäuser nutzen, nicht die Sorgfalt und die emotionale Bindung an die von ihnen bewohnten Gebäude verlangen kann, wie von denjenigen, die aufgrund– oftmals - jahrhundertealter Verquickung von Gebäude- und Familiengeschichte um die stadthistorische Bedeutung und den hohen ideellen Wert eigentlich wissen sollten.

    Im Übrigen:


    Wenn man direkte patrilineare Ahnen hat, die im 18. und frühen 19. Jahrhundert in der Altstadt von Hannoversch Münden lebten, ist man bei jeder erneuten Brandmeldung erklärlicherweise wie elektrisiert und hofft, daß nicht ehemalige Familiensitze betroffen sein mögen. Bisher war dies – Gott sei Dank – nicht der Fall, aber der Brand in der Tanzwerderstraße im März kam schon gefährlich nahe…


    Daß man sich vor diesem Hintergrund so seine Gedanken zur Ursachenforschung macht, sollte daher nicht verwundern…

    Hier mal einige statistische Zahlen (von 2018) zur Bevölkerungsstruktur von Hannoversch Münden, welches einst von Alexander von Humboldt zu den sieben am schönsten gelegenen Städten der Welt gerechnet wurde.


    https://www.hann.muenden.de/Di…sub=0&NavID=2759.248&La=1


    Aus diesen ergibt sich, daß rein numerisch betrachtet die Zahl der im Gesamtgebiet der Stadt ansässigen 'Nicht-Autochthonen' bereits die Einwohnerschaft der eigentlichen Altstadt übersteigt. Natürlich wohnen die Zuwanderer nicht ausschließlich im historischen Stadtkern, aber viele Alteingesessene sind im Laufe der letzten Jahrzehnte eben doch in die, den heutigen Ansprüchen an Wohnkomfort mehr entsprechenden, Vorstädte und Randlagen gezogen, wodurch der Wohnungsmarkt in der Altstadt für anderer Gruppen frei wurde.


    Diese Tendenz ist im ebenfalls von viel Fachwerk geprägten Städtchen Adelebsen (auch in Südniedersachsen gelegen) ebenfalls zu verzeichnen.

    Warum diese hohe Brandfrequenz ?


    Bei meinem Besuch im Jahre 2016 war ich über die Einwohnerstruktur der Altstadt erstaunt. Ein großer Prozentsatz der Häuser schien mir nämlich von Menschen mit einem 'levantinischen Hintergrund' bewohnt zu sein. Ob man von Letzteren einen in jeder Hinsicht der ‚DIN-Norm’ entsprechenden Umgang mit den – im Zweifel bereits etwas älteren – Elektroinstallationen der Häuser erwarten kann, vermag ich nicht zu sagen…

    Gegenläufige Entwicklung


    Lieber Jakku Scum,


    Du hast den Aufstieg des Schnoor-Quartiers nach dem Kriege konzise beschrieben. In Ergänzung möchte ich darauf hinweisen, daß es vor den Zerstörungen des Bombenkrieges noch mehrere Bereiche der Altstadt gab, die - ebenso wie der Schnoor - von aus den Zeiten von Mittelalter bis zum frühen 19. Jahrhundert stammenden Kleinhäusern geprägt waren und sogar flächenmäßig einen größeren Umfang als der Schnoor hatten. Zu nennen wäre hier z.B. die 'Landside' der Steffensstadt und das sog. 'Krumme Viertel' zwischen St. Stephani und Armenhaus / Focke Museum. Diese waren bis 1939 deutlich besser 'in Schuß' als der Schnoor.


    Andererseits hatte die südliche Peripherie des heutigen Schnoor-Quartiers , die Straße 'Tiefer', vor dem Kriege deutlich mehr Charme und Altstadt-Charakter als heute. Nicht zuletzt die Umwandlung der Tiefer in eine Schnellstraßenverbindung zwischen Osterdeich, Großer Weserbrücke und Martinistraße, welche mit dem Abbruch sämtlicher Gebäude auf der Südseite (lediglich die Arkaden unter den - im Fremdenverkehrsfaltbaltt von 1938 unter der Nr. 25 erwähnten - 'Zollschuppen' blieben bis heute erhalten) der Straße verbunden war, hat hier radikal verödend gewirkt.


    Abbildung 01

    Direkter Vergleich des Zustandes der Tiefer von fast exakt demselben Blickwinkel aus. (Links Vorkrieg, recht Gegenwart [allerdings vor dem Bau des neuen Kühne & Nagel Gebäudes]).

    Das große Gebäude im Hintergrund der linken Bildhälfte des historischen Fotos, welches einen Dachreiter trägt, ist das Staatsarchiv der Freien Hansestadt Bremen. An der äußerst linken Kante des Fotos kann man (auf der Südseite der Tiefer) die Straßenfassaden der Zollschuppen erkennen.



    Abbildung 02

    Als einziges Gebäude auf dem Foto aus den 1930er Jahren hat das rot eingefärbte Gebäude alle Zeitläufe überstanden.



    Abbildung 03

    Stadtkarte von 1938 mit roter Markierung des auf dem historischen Foto zu sehenden Bereichs der Tiefer.


    Nach der Antonskirche in Favoriten vor einigen Tagen , hat es nun die Synagoge in der Seitenstettengasse getroffen.


    Es sind auch schon wieder Todesopfer zu beklagen...


    Quo usque tandem ?

    Wo sich Mohammedaner und Kommunisten die Hand reichen können : Bei der Schändung und Zerstörung von Kirchen


    Beispiel 1:

    Die Christus Erlöser Kathedrale in Moskau



    Beispiel 2:

    Die alte koptische St. Markus Kathedrale in Kairo


    Vielen Dank, sehr geehrer Reik, für den wichtigen Hinweis !


    Ergänzend sei noch auf die ausufernde und seit Jahrzehnten andauernde Pädophilie in 'gewissen Kreisen' Großbritanniens hingewiesen:



    Eigentlich sollte man doch erwarten können, daß diejenigen die die Kirche anprangern auch auf diese Verbrechen hinweisen.


    Nun ja, aber das würde natürlich dem Ablenkungszweck zuwiderlaufen, wegen dem man diese themenstrang-fremde Thematik hier recht eigentlich einführt: Die Aufmerksamkeit der Leser soll dadurch von den Schändungen christlicher Gotteshäuser abgezogen werden.

    'Kreuzmann' und 'Schinkenmann'


    Es wird interessant sein zu verfolgen, ob der 'Kreuzmann' von Chadwell als Folge seiner Tat Sozialstunden wird ableisten müssen , oder ob er z.B. 12 Monate Gefängnis aufgebrummt bekommt wie einst der 'Schinkenmann' (der dann auf 'mysteriöse ' Weise im Gefängnis verschied...).


    Aber nein, Gefängnis ist sicherlich unwahrscheinlich, denn bei dem Vergleich handelt es sich ja um einen Fall von


    ' quod licet iovi non licet bovi' .



    Zum 'Schinkenmann' der folgende Link:


    https://www.bbc.com/news/uk-england-bristol-38458529

    Wegfall des Reise-Eskapismus als Augenöffner und potentieller Motor für positive Veränderungen


    Nachdem uns jahrzehntelang grenzenlose Mobilität von Menschen und Gütern als oberste Maxime und die transnationale – oder gar transkontinentale – Fernreise als die einzig erstrebenswerte Art des Urlaubs angepriesen wurde, wird nun über Nacht das Hohe Lied von Häuslichkeit, Seßhaftigkeit und Erholung in der eigenen Region – möglichst auf ‚Balkonien’ - gesungen…

    Nicht, daß man etwas dagegen haben könnte, wenn der autochthone Jugend zunächst einmal die Schönheiten der eigenen Heimat näher gebracht werden, bevor sie auf die Balearen oder die Malediven düst.

    Ganz im Gegenteil: Die beschriebene Trendwende hat nämlich den – für uns angenehmen - Nebeneffekt, viele Bürger deutscher Großstädte mit einem Problem zu konfrontieren, welchem sie durch ihren bisherigen ‚Reise-Eskapismus’ (und dem ‚Tanken von stadtbildnerischer Schönheit andernorts) entgehen konnten: Nämlich mit der Hässlichkeit ihrer Innenstädte und der geringen Anzahl historischer Sehenswürdigkeiten.


    Das anliegende Faltblatt des Bremer Fremdenverkehrsvereins aus dem Jahre 1938 möge dies illustrieren. Wenn man sich vergegenwärtigt, welch hoher Prozentsatz an damals noch existenten, für einen Bremenbesucher als absolut sehenswert erachteten Gebäude durch Bombenkrieg und verfehlte Stadtplanung verloren gegangen ist, dann kann die jetzt politisch gewollte Rückbesinnung auf die eigene Region zu einem Wunsch nach Aufstockung des Bestandes führen, der uns Reko-Freunden neue Mitstreiter zuführen könnte…


    Wie heißt es so schön: Man mache immer das Beste, selbst aus der misslichsten Situation und den katastrophalsten (wirtschaftlichen, gesellschaftlichen) Umständen…


    Abbildung 01

    Bremen Karte aus dem Faltblatt des Fremdenverkehrsvereins von 1938 mit eingezeichneten, für den Touristen essentiellen Sehenswürdigkeiten.



    Abbildung 02

    Legende zur Karte (ebenfalls aus dem Faltblatt von 1938).



    Abbildung 03

    Rote Markierung der heute nicht mehr bestehenden Sehenswürdigkeiten.


    Chancen und Risiken von Kolorierungs-Programmen


    Das heutige 'Ping-Pong-Spiel ' zwischen dem APH und den beiden Facebook-Repräsentanzen hat aber immerhin den Blick für das Werbe-Potential von Nachkolorierten historischen Fotos geweitet. Es ist ja eine Binsenweisheit, daß farbige Bilder eine viel höhere Strahlkraft für den Betrachter besitzen, als lediglich schwarz-weiße (wenn man hier einmal von der Gattung der Künstlerfotografie absehen möchte). Es war für mich zumindest ein lang gehegtes Desiderat, Fotografien lebensecht nachzukolorieren. Mit den auf facebook aufgezeigten technischen Möglichkeiten geht dieser Wunsch nun ein stück weit in Erfüllung und eröffnet für die Popularisierung des Anschari-Gedankens ungeahnte Werbe-Perspektiven.

    Allerdings muß man sich dabei des - immer noch gegeben - Risikos der Willkürlichkeit der Farbzuweisungen bewußt sein. Denn wenn man die Resultate von verschiedenen 'Apps' aus diesem Bereich ansieht, fallen die Ergebnisse doch recht unterschiedlich aus.

    Zur Illustration das folgende Beispiel.


    1. Original



    2. Die Einfärbung durch 'Algorithmia - Colorize Photos'.



    3. Die Einfärbung durch 'Image Colorization API'



    4. Der Vergleich von 2. und 3.



    Hat hier jemand Erfahrung mit noch anderen 'Einfärbern', die eventuell noch detiallreicher und zuverlässiger sind ?

    Historische Lackierung in Gefahr ?


    Der Leuchtturm 'Roter Sand' in der Außenweser ist einer der ikonischen Bauten in der deutschen Nordsee. Viele Spender und tatkräftige Helfer haben aufopferungsvoll immer wieder dafür gesorgt, daß er weiterhin an seinem angestammten Platz verbleiben kann.


    Doch nun droht ihm Ungemach:


    Nach dem ab Montag, dem 21.09.2020 geltenden und vom Bremer Innensenator Mäurer erlassenen Verbot des öffentlichen Zeigens - der übrigens zur Zeit des Norddeutschen Bundes in Bremen aus der Taufe gehobenen - Farbkombination 'Schwarz-Weiß-Rot' ist seine historische Außenhaut nun ein Problem. Zwar zeigt sie die Farben in umgekehrter Reihenfolge, aber dennoch: Die inkriminierte Farbauswahl ist öffentlich sichtbar.


    Welch ein Skandalon. :--)


    Am besten wird sein, man färbt den Turm in toto rot ein. Dann werden die Genossen sicher zufrieden sein...

    Und wenn man dann noch einen gelben Stern sowie Hammer und Sichel an der Spitze anbringt, werden sie ihr Glück kaum fassen können !


    :kopfschuetteln:


    Die Frage der konkreten Turmhöhe (inklusive Helm) ist auf dem alten Strang schon detailliert und abschließend behandelt worden.


    Ich bitte, dort einmal Nachschau zu halten !

    Dringender Appell


    Was sich hier in den letzten Tagen ereignet hat, ist wirklich nicht zielführend und greift zudem in unschöner Weise in die Persönlichkeitsrechte von Beteiligten ein.


    Ich möchte daher dringend darum bitten, zur Sache zurückzukehren !


    Zu unserem Verein möchte ich deshalb nur noch das Folgende sagen:


    Die von einigen Mitforisten freundlicherweise in Aussicht gestellte finanzielle Beteiligung am Projekt Anschari ist selbstredend an das Vorhandenseins eines eigenen Vereinskontos gebunden. Die Eröffnung eines solchen hängt vom Vorhandensein einer Steuernummer ab. Und diese erhalten wir erst mit Abschluß der Gemeinnützigkeitsprüfung. So ist nun einmal das gesetzliche Prozedere.

    Wenn die Voraussetzungen in Bälde erfüllt sein werden, werden wir jedenfalls sehr gerne auf die freundlichen Angebote (auch die bzgl. technischer Unterstützung) zurückkommen.


    Sie können bitte davon ausgehen, daß wir hier mit den Hufen scharren und es nicht erwarten können aus den Startlöchern zu kommen!


    Dies nun gesagt, möchte ich diejenigen Foristen, die sich am Voranbringen des Vereins und des Projektes Anschari beteiligen wollen, bitten, konstruktive Kritik an der Vereinsarbeit zukünftig auf dem Wege der 'Konversationen' an mich zu übermitteln. Hier im Forum soll hingegen ab jetzt wieder die Sachinformation zu Anschari im Vordergrund stehen.


    Vielen Dank !!!

    Selbst wenn man auf diese Weise, originales Verkleidungsmaterial des Anschari identifizieren und eventuell sogar aus dem gegenwärtigen baulichen Kontext herauslösen könnte, dürfte es ausgesprochen schwer sein, die originale Stelle am Turm zu bestimmen, die die so geborgene Sandstein-Partie einst eingenommen hatte.

    Und wenn doch , würde der Anschari dann halt zunächst ebenso 'scheckig' aussehen wie die Dresdner Frauenkirche...

    Hat 'Turm-Sandstein' überlebt ?


    Es wird noch zu eruieren sein, ob von den Porta- (und Obernkirchener-) Verkleidungen des Anschari größere Teile - in zusammenhängenden Stücken - den Turmsturz womöglich überlebt haben, also nicht alles an der Außenhaut des Turms verbaute Sandsteinmaterial pulverisiert wurde.

    Wenn man sich nämlich die Fotos vom 2. September 1944 vor Augen führt - auf denen ja große Brocken aus Backsteinmauerwerk zu sehen sind - dann halte ich es für durchaus nicht ausgeschlossen, daß an diesen - zumindest teilweise - noch komplette Sandsteinplatten geheftet haben mögen. Abrechnungen und sonstige Unterlagen der die Trümmer des Turms beseitigenden Institutionen und Firmen , wären insofern daraufhin durchzusehen, ob in diesen eventuell der Weiterverkauf von verwertbarem Sandstein vermerkt ist. Und wenn sich derartiges finden ließe, wäre zu prüfen, welche Baufirmen dann später von den potentiell die Platten erwerbenden Baustoffhändlern beliefert worden sein könnten. Schließlich wären die Auftragsbücher der Baufirmen auf Neubauten bzw. Renovierungsarbeiten hin zu untersuchen, bei denen Sandstein benötigt wurde.

    Eine recht lange Indizienkette, ich weiß . Aber so könnte man vielleicht tatsächlich noch 'Anschari-Sandstein' auf die Spur kommen...