Posts by Saxonia

    Ich finde es auch nicht richtig, dass die Standbilder nach Spandau kommen. Da stehen diese hochwertigen Kunstdenkmäler von nach wie vor traditionsfähigen Männern zusammen mit minderwertiger Propagandakunst a la Lenin herum. Das ist nicht in Ordnung.

    Diese Frontalansichten aus der Entfernung sind immer etwas irreführend. Die hat es so ja nie gegeben und gibt es jetzt auch nicht mehr. Aus der Enge der Straßenflucht habe ich diesen Zustand dort nie als besonders störend empfunden. Denn die Landhausstraße entlanglaufend sieht man ja schon von Weitem die opulente Fassade des Palais Beichlingen.

    Sicher ist das etwas forsch formuliert. Aber machen wir uns nichts vor: über kurz oder lang wäre zu DDR-Zeiten ein Großteil der Altstadt abgerissen worden. Die Märkte und einzelne, herausragende Gebäude hätte man wohl stehen lassen, aber dazwischen reine Plattenbautristesse. Kann man doch in Teilen von Halle, Greifswald, Eisenach oder Zwickau wunderbar beobachten.

    Dessau, Askanische Straße 32, Ecke Kavalierstraße, Gebäude des Leopold-Dank-Stifts (erbaut 1746-1750), bisher als Museum für Naturkunde und Vorgeschichte genutzt. Ganz rechts das Dessau-Center, dahinter die Georgenkirche. Die Franzstraße ist die südliche Fortsetzung der Kavalierstraße (Foto: M_H.DE, 30. Juni 2016, CC-BY-SA-4.0)


    Die Askanische Straße (damals August-Bebel-Straße) in Richtung Osten mit den Türmen des Naturkundemusems und der Georgenkirche

    (Foto: Jörg Blobelt, 1. Oktober 1987, CC-BY-SA-4.0)

    Optisch mag Dessau die Massen nicht mehr vom Sockel hauen, dafür hat man sich nach der Wende als eine von wenigen Städten wieder konsequent ordentliche Straßennamen verpasst. Askanische Straße, Franzstraße, Kavalierstraße, Albrechtstraße etc - da geht einem doch das Herz auf.

    Solche Beschlüsse kann die Denkmalpflege zwar fassen, aber sie hat in solchen Fragen nicht das letzte Wort. Dafür gibt es einen Präzedenzfall: City Chemnitz, Unterschutzstellung (Denkmalstatus) eines größeren Ensembles DDR-Architektur, in der Mehrheit Plattenbauten.

    [...]

    Das waren noch andere Zeiten. Eine einhellige Ablehnung der Unterschutzstellung sehe ich hier nicht. Viele Anwohner werden es wohl sogar begrüßen.

    Wobei ich nach wie vor nicht weiß, was hier zusätzlich zum schon geschützten Teil, schutzwürdig sein soll. Der billige Bodenbelag, WBS-70 Platten, wie sie noch zu hundertttausenden die Republik säumen? Ich verstehs einfach nicht.

    Das ist doch völlig absurd. Wäre nicht schon Juni, würde ich es für einen Aprilscherz halten. Alles, was den Neustädter Markt mal ausgemacht hat, wird durch den DDR-Umbau negiert. Es ist eine tabula rase Planung par excellence gewesen. Hier von einem "Ensemble" zu sprechen, ist eine schamlose Lüge.


    Leider ist es wohl so, dass man mit dem Generationenwechsel im Landesamt auch ein anderer Geist eingezogen ist, kein guter, wohlgemerkt.

    Erste Schnappschüsse:

    Mir wäre meine Lebenszeit für einen Kampf gegen Windmühlen auch zu schade. Die Altstadtfreunde haben sowieso meine Hochachtung, gegen jede offene und versteckte Polemik immer zielstrebig an ihren Projekten zu arbeiten.

    Für das Pellerhaus sehe ich den Zug abgefahren. Es gibt Bundesmittel für die Sanierung. Da hat man sich bei der CSU noch richtig auf die Schultern geklopft. Ich kam aus dem Stirnrunzeln gar nicht mehr raus.

    Es scheint wohl sehr viel zu sein. Jedes noch so unkenntliche Bruchstück aufzuheben, würde keinen Sinn machen und der Platz ist wohl auch nicht da. Es ist eine pragmatische Lösung, diese Teile einfach wieder zu vergraben.

    Früh Viertel 11, am hellerlichten Tag. Stand wohl noch oben, als die Polizei kam. Die mussten ihn regelrecht runter zerren. Vorher hatte er schon einen Blitzer zerkloppt.

    Die Orgel wird einmal jährlich vom Orgelbau Eule aus Bautzen gewartet. Kleinere Arbeiten hat Dr. Friedrich häufig selbst durchgeführt. Bedingt durch die nicht unerheblichen Schwankungen von Temperatur und Luftfeuchtigkeit in der Kirche, sind vor Konzerten wohl aber immer mal Stimmarbeiten durchzuführen (da bin ich kein Experte).

    Für die herrliche Trost-Orgel in der Altenburger Schlosskirche wird ein neuer Organist gesucht. Dr. Felix Friedrich geht nach mehr als vier Jahrzehnten Tätigkeit am und Forschung zum Instrument in den wohlverdienten Ruhestand. Die Orgel wurde 1739 fertiggestellt. Es handelt sich nach der anderen Trost-Orgel in Waltershausen um das zweitgrößte Barockinstrument in Thüringen. Bach spielte hier im Jahr 1739, sein berühmter Schüler Johann Ludwig Krebs war von 1756 bis 1780 Schlossorganist.


    https://www.music-job.com/job/schlossorganist-in-m-w-d/

    Offenbar wird die seit 1992 rechtskräftige Gestaltungssatzung für die Altstadt in der Freiberger Stadtverwaltung höchstens als Toilettenpapier verwendet. Anders sind solche Entgleisungen nicht zu erklären.