Posts by Saxonia

    In Natura wirkt der Gang breiter, als auf den Fotos. Die zusätzlichen Vitrinen stören überhaupt nicht. Immerhin geht es hier auch um die historischen Waffen, da sind einige Raritäten dabei.

    Die Sanierung der Siegessäule neigt sich dem Ende zu. Auffälligste Änderung ist sicher der goldene Anstrich der Megalopis, des Kapitells und der Namenstafeln. Etwas ungewohnte Ansicht, die aber wohl dem historischen Original nahe kommt. Die Statue selbst und die Stützkonstruktion im Inneren soll in einem erstaunlich guten Zustand gewesen sein.


    https://www.kulturwerte-mv.de/…flege/Denkmal-des-Monats/


    Ist ja leider keine Selbstverständlichkeit mehr, dass solche Denkmäler, die in der ehemaligen Zone sowieso rar gesät sind, ohne viel Aufhebens und irgendwelche Einsprüche von Wichtigtuern saniert werden.

    Die sogenannte "Residenz am Postplatz" beeindruckt mich immer wieder, negativ versteht sich. In meinen Augen das schlechteste Gebäude in unmittelbarer Altstadtnähe seit der Wende.

    Ein wirklicher Hort des Liberalismus ist Sachsen eigentlich weder vor noch nach 1848 gewesen. Wenn die baulichen Voraussetzungen jetzt nur noch die alte Deckenfassung zulassen, dann ist es so. Mir persönlich hätte die Überformung auch besser gefallen.

    Ich war am Mittwoch im Schloss und doch "überrascht", wie viel Potential sich noch bietet, einerseits für Rekonstruktionen aber auch für Ausstellungsfläche. Schon jetzt reicht ein Tag beileibe nicht aus, um sich im Schloss aufmerksam umzusehen. Wobei mich die zahlreichen Baustellen in der Innenstadt, hier vor allem das extrem laute Gewerkel auf der Augustusbrücke schon etwas genervt haben. Dazu kommt noch der aufgerissene Zwinger, also wer von weiter weg anreist, sollte seinen Besuch m.E. lieber noch par Monate verschieben. Oder eben nochmal kommen....

    Ich kenne Markneukirchen etwas, da meine Schwester dort in der Nähe einige Zeit bei einem Hersteller für E-Gitarren gearbeitet hat. Das Stadtbild ist wirklich sehr mondän, das bringen die schönen Bilder wunderbar rüber. Fast wie eine Kurstadt und außerordentlich gut gepflegt.

    Dass insbesondere gründerzeitliche Schulbauten zum Teil riesig wirken und im besten Fall wie Paläste, im schlechten wie Kasernen anmuten, hat man in vielen vogtländischen und erzgebirgischen Kleinstädten. Hier ist die städtebauliche Wirkung durch die topographischen Begebenheiten natürlich enorm. Da hat sich der sächsische Staat seinerzeit nicht Lumpen lassen.

    Na das sieht ja jetzt toll aus. Also so richtig einen Sinn für die städtebauliche Bedeutung dieser Standbilder kann ich in Berlin nicht erkennen. Die einen werden ins Grüne abgeschoben und die anderen ohne Ersatz evakuiert. Ich kann mir das in Dresden nicht vorstellen. Wenn da plötzlich, nur mal als Beispiel, die Schillingschen Figuren an der Brühlschen Terasse verschwänden, würde ein Aufstand losbrechen.

    Unüberlegt belanglos dahingeblubbert. Wie immer bei diesem OB. Einfach wieder vergessen, denn solchen Worten folgt nie irgendwas.


    Entscheidend ist, daß der Sanierungsträger mit dem Landschaftsarchitekturbüro WES den Entwurf für den Platz überarbeitet. Das muß man begleiten, nicht das unüberlegte Geblubber des OB.

    Das ist mir als beiläufigem Beobachter Potsdamer Vorgänge schon des öfteren aufgefallen. Der OB faselt regelmäßig irgendeinen Stuss, wahrscheinlich um die Zeitungen zu füllen.

    Wobei ich nicht mal das nachvollziehen kann. Mit Ostmoderne hat der Neustädter Markt ja nun auch gar nichts zu tun. Das schlechteste Stück DDR-Städtebau in Dresden überhaupt wird mit dem Neustädter Markt geschützt. Dagegen war die Prager Straße ja geradezu visionär.

    Ich finde es auch nicht richtig, dass die Standbilder nach Spandau kommen. Da stehen diese hochwertigen Kunstdenkmäler von nach wie vor traditionsfähigen Männern zusammen mit minderwertiger Propagandakunst a la Lenin herum. Das ist nicht in Ordnung.

    Diese Frontalansichten aus der Entfernung sind immer etwas irreführend. Die hat es so ja nie gegeben und gibt es jetzt auch nicht mehr. Aus der Enge der Straßenflucht habe ich diesen Zustand dort nie als besonders störend empfunden. Denn die Landhausstraße entlanglaufend sieht man ja schon von Weitem die opulente Fassade des Palais Beichlingen.

    Sicher ist das etwas forsch formuliert. Aber machen wir uns nichts vor: über kurz oder lang wäre zu DDR-Zeiten ein Großteil der Altstadt abgerissen worden. Die Märkte und einzelne, herausragende Gebäude hätte man wohl stehen lassen, aber dazwischen reine Plattenbautristesse. Kann man doch in Teilen von Halle, Greifswald, Eisenach oder Zwickau wunderbar beobachten.

    Dessau, Askanische Straße 32, Ecke Kavalierstraße, Gebäude des Leopold-Dank-Stifts (erbaut 1746-1750), bisher als Museum für Naturkunde und Vorgeschichte genutzt. Ganz rechts das Dessau-Center, dahinter die Georgenkirche. Die Franzstraße ist die südliche Fortsetzung der Kavalierstraße (Foto: M_H.DE, 30. Juni 2016, CC-BY-SA-4.0)


    Die Askanische Straße (damals August-Bebel-Straße) in Richtung Osten mit den Türmen des Naturkundemusems und der Georgenkirche

    (Foto: Jörg Blobelt, 1. Oktober 1987, CC-BY-SA-4.0)

    Optisch mag Dessau die Massen nicht mehr vom Sockel hauen, dafür hat man sich nach der Wende als eine von wenigen Städten wieder konsequent ordentliche Straßennamen verpasst. Askanische Straße, Franzstraße, Kavalierstraße, Albrechtstraße etc - da geht einem doch das Herz auf.

    Solche Beschlüsse kann die Denkmalpflege zwar fassen, aber sie hat in solchen Fragen nicht das letzte Wort. Dafür gibt es einen Präzedenzfall: City Chemnitz, Unterschutzstellung (Denkmalstatus) eines größeren Ensembles DDR-Architektur, in der Mehrheit Plattenbauten.

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    Das waren noch andere Zeiten. Eine einhellige Ablehnung der Unterschutzstellung sehe ich hier nicht. Viele Anwohner werden es wohl sogar begrüßen.

    Wobei ich nach wie vor nicht weiß, was hier zusätzlich zum schon geschützten Teil, schutzwürdig sein soll. Der billige Bodenbelag, WBS-70 Platten, wie sie noch zu hundertttausenden die Republik säumen? Ich verstehs einfach nicht.