Posts by Stadtmensch

Im neuen Jahr bittet der Vorstand euch, frühzeitig nach neuen Bauprojektplänen in eurer Stadt Ausschau zu halten. Wo lässt sich durch traditionelle Architektur oder Rekonstruktionen euer Stadtbild verbessern? Teilt uns eure Ideen mit! Je eher wir mit Ideen an die Öffentlichkeit gehen, umso höher sind unsere Chancen, dass die Ideen von den Verantwortlichen ernstgenommen werden!

    Es gab den sogenannten "Röhm-Putsch" und eine Welle von Verhaftungen und Morden danach. Die Leute wurden sicher nicht per Losverfahren ausgewählt, sondern standen schon auf irgendwelchen schwarzen Listen. Im Ergebnis musste man aber nach dem Röhm-Putsch mehr Angst vor Hitler haben.

    Nein, nein, ganz so ist das nicht gewesen!


    "im Gegensatz zu Stalin gab es in Deutschland keinen willkürlichen Terror gegen einzelne Gruppen innerhalb der Volksgemeinschaft."
    Das stimmt nur, wenn man Volksgemeinschaft so definiert, dass Kommunisten, Juden, Sozialdemokraten, irgendwelche exotischen Gebetsbrüder und -schwestern, Zigeuner, Schwule u.v.a.m. nicht zur Volksgemeinschaft gehören. Wenn man nach heutigem Verständnis Volksgemeinschaft == Bevölkerung setzt, dann gab es sehr wohl Terror gegen Minderheiten!


    "ließ auch keine Offiziere hinrichten, wenn sie militärisch nicht siegreich waren"
    Friedrich Paulus bspw. hätte sich nach dem Willen von Hitler selbst erschießen sollen: http://www.stern.de/politik/ge…zuschiessen--3518202.html


    Weniger Überwachung durch Gestapo
    Mag stimmen, es gab damals einfach noch nicht so viele technische Überwachungsmöglichkeiten. Aber den damaligen Stand der Technik und der Menschen hat man ausgenutzt. Ein guter Blockwart ersetzt die deep-packet-inspection.


    Das einzige, was man dem damaligen Regime positiv anrechnen muss ist, dass die Rundfunkgebühr freiwillig war. Kein Radio - keine Gebühr. Wer sich die damalige Nazipropaganda nicht antun wollte, musste auch keine Rundfunkgebühren bezahlen. Die Chuzpe hatte nicht einmal Göbbels, für die staatlichen Propagandasendungen auch noch Zwangsabgaben zu kassieren. Da hat man heute weniger Skrupel.

    Ja, dafür war Kopfsteinpflaster ursprünglich auch gedacht: Straßenbelag für eine Verkehrswelt, in der die Pferdekutsche das schnellste Fortbewegungsmittel ist. So sehr uns hier im Forum ältere Wohnhäuser gefallen: Ohne Internet und Zentralheizung würde da kaum einer wohnen wollen.


    Es wäre mal interessant, alte Entwurfszeichnungen von Wohnhäusern daraufhin zu untersuchen, ob der Architekt irgendwie Bezug zu Straßenpflaster hergestellt hatte oder ob das völlig egal war. Denn andererseits ist eine große Asphaltfläche schon ziemlich monoton. Irgendetwas sollte man da zur Steigerung der Aufenthaltsqualität machen!

    Es gibt auch noch spezielles fahrradfreundliches Kopfsteinpflaster. Bei diesem sind die Kanten der Pflastersteine nicht so sehr abgeschrägt wie auf herkömmlichem Kopfsteinpflaster und es ist mit mehr Sorgfalt verlegt. Mir ist dieses spezielle Pflaster erstmalig in der Hamburger Hafencity aufgefallen.


    Das normale Kopfsteinpflaster ist für alles, was keine Kombination aus Feder und Stoßdämpfer hat, ein echtes Ärgernis.

    Retroretrofuturismus. Solche Architektur war zu Zeiten der New Economy angesagt... Mitte 1990er bis um das Jahr 2000 herum. Wie im thread schon gesagt damals eine Verbeugung vor dem Futurismus des Space Age. Wirkt heute irgendwie schon etwas angestaubt...


    Fehlt noch ein Smart aus der ersten Serie und Manfred Krug muss durchs Bild laufen und ein "T" machen.

    Wenn das Haus bewohnt und beheizt ist, bietet sich eine Gebäudethermografie an!
    Damit sollte sich eventuell noch unter dem Putz vorhandener Stuck aufspüren lassen. Ich glaube auch nicht so recht, dass da noch was überlebt hat. Aber theoretisch möglich wäre es ja... Darauf achten, dass der Thermograf eine moderne Wärmebildkamera mit hoher Auflösung einsetzt und am besten im tiefsten Winter bei ordentlich Frost thermografieren, so ca. Monatswechsel Januar/Februar. Den Bewohnern bescheidgeben, dass sie 24h vorher großzügig heizen sollen. Auch zur Zeit nicht bewohnte Zimmer.

    Ja, dass das Ölfarbe auf dem Putz ist, denke ich auch. Passt auch zum Büro.
    Mich wundert nur die starke Rauheit des Putzes. Stärker als Eichenrinde! Man stelle sich mal in die Schuhe des Bauherrn, der das beauftragt hat. Da geht der Verputzer frisch an Werk, verbraucht etliche Kilo Putz und will dann am Ende auch noch Geld für das Machwerk haben. So einen Handwerker würde doch heute jeder Bauherr von der Baustelle jagen und zusätzlich auf die Kosten für das vergeudete Material verklagen.


    Ich frage mich, ob das vielleicht absichtlich so übermäßig rauh verputzt wurde?
    Die Struktur ähnelt Baumrinde und so etwas würde vielleicht bei einer Jugendstil-Ausgestaltung des Raums Sinn machen? Die ist dann zum Zeitpunkt der Aufnahme übermalt und nur noch die Struktur ist erkennbar, nicht mehr die ursprüngliche Farbigkeit...?

    Guten Abend!


    Auf einem Flohmarkt habe ich dieses Foto gefunden, es zeigt wohl die Buchhaltung einer Kunstgießerei - siehe Regal unten links!
    Was mir bei diesem Foto auffällt, ist der extrem grobe und wellige Innenputz! Das Haus schätze ich auf Baujahr 1870-1910. Der Zeitpunkt der Aufnahme könnte so um 1930 +/- 5 Jahre liegen.
    Nun mal auf den Innenputz achten! Hinter dem Radio und unterm Fenster. Ist das irgendeine spezielle, aus der Mode gekommen Stucktechnik oder sehen wir hier das Werk des schlechtesten Verputzers aller Zeiten?


    ...Das Radio hat ja auch Kräusellack. Kräuselputz war vielleicht mal modisch...?


    Klicken zum Vergrößern

    Für meinen nächsten Tipp habe ich keinen genauen Termin, ich will nur darauf hinweisen, dass es so etwas gibt:
    In einigen von den alten Schlössern und Gutshäusern finden manchmal Rokoko-Reenactments u.ä. statt. Man kann sich das vorstellen wie die bekannten Mittelalter-Märkte, nur zivilisierter. Anstatt Ritterturnier gibt es Menuett und Theateraufführungen als Hauptthema. Mit Puderperücke & allem, was dazu gehört. Einen Terminkalender mit den nächsten Veranstaltungen habe ich jetzt spontan nicht zur Hand, ich will die Sache nur mal erwähnt haben als etwas, wonach man bei Interesse weiter googlen kann.

    Da reicht es aus, sich in kleineren Orten spontan nach Übernachtungsmöglichkeiten zu erkundigen. Ungefähr beschreiben, was man will: Alter, authentischer Gasthof in Fachwerk- oder Ziegelbauweise. Altbau... Sonst besteht die Gefahr, dass einem eine Datscha aus DDR-Zeiten vorgeschlagen wird.


    Tipp für einen Tages- oder besser Wochenendausflug: Neustrelitz!

    Von der Form her erinnert der Bunker mehr an eine mittelalterliche Burg oder ein Schloss als an etwas millitärisches aus dem 20. Jahrhundert. Die Form mit den 4 Ecktürmen ist wohlproportioniert. Als ich noch ein Kind war, war es noch nicht üblich, dass Altbauten wieder auf Hochglanz restauriert werden. Damals war bei den allermeisten Altbauten die Fassade so grau wie der Bunker heute noch ist. Bis auf den fehlenden Stuck sah ich als Kind in dem Bunker keinen großen Unterschied zu anderen Altbauten.
    O.K, er ist ziemlich groß. Dafür steht er als übergroßes Haus aber vereinzelt, auf 3 Seiten umgeben von Freifläche und auf einer Seite normal großen Häuser. Solche vereinzelten übergroßen Gebäude gibt es an vielen Stellen in Hamburg. Zum Beispiel das Rathaus, die Hauptkirchen, das Planetarium im Stadtpark und eben dieser Bunker. Passt schon! Die Fassade müsste man noch gefälliger gestalten. Es war nie geplant, dass das nackter Beton bleibt, ursprünglich war noch eine Verblendfassade vorgesehen.


    Die Verblendfassade hatte keinen millitärischen Sinn, sondern sollte nach dem Krieg das Gebäude einer sinnvollen Verwendung zuführen.

    Ich bin Hamburger und kenne den Bunker von Kindheit an, denn am Bunkerstandort auf dem Heiligengeistfeld findet regelmäßig der Dom statt und auch große Zirkusse u.ä. schlagen da ihre Zelte auf. Auf mich hat der Bunker nie furchteinflößend gewirkt, da sein kriegerischer Zweck auf den ersten und zweiten Blick nicht mehr zu erkennen ist. Das war ja auch ein Gestaltungsziel dieser Bunker: Eine gute Integration ins Stadtbild. Es war von den Erbauern eigentlich noch eine ansehnliche Fassade geplant... Der Bunker ist optisch ansprechender als so manche Plattenbaukatastrophe in Hamburg.


    Zum Thema Hilldegarden:
    Der Vorwurf steht im Raum, dass das ganze nur Astroturfing ist und letztlich ein großer Investor hier seinen Plan durchziehen will. Solche Großprojekte bringen in Hamburg und weltweit nur ganz selten ein ansehnliches Ergebnis. Die Idee, den Bunker zu nutzen, auch teilweise zu begrünen ist gut, aber den Initiatoren rund um Hilldegarden sollte die Entscheidungskompetenz hier entzogen werden und stattdessen sollte die Bunkeroberseite möglichst kleinteilig parzelliert werden und in den Parzellen sollte nach individuellen Plänen gebaut und gegärtnert werden.