Posts by thommystyle™

    Naja,viel vom orginal Minsk ist da nicht mehr.

    Allerdings. Wenn das Gezeigte die Fassung ist, die tatsächlich kommt, hätte man sich eine Sanierung sparen können. Die 3 prägnanten Merkmale, die das Gebäude von einer westdeutschen Kreissparkasse der 70er unterscheidet und dem Komplex wenigstens ein kleinwenig Charme gegeben haben (sofern das bei diesen Beton-Glas-Kuben überhaupt mögliche ist) sieht man auf der Visualisierung nicht mehr. Die Fenstergliederung im Hauptbau, das Neonlogo des alten Minsk und das leicht "russisch" gemusterte Band am tiefer liegenden Bau. https://plattnerfoundation.org/das-minsk/?lang=de Ich hoffe, dass das nur eine schlecht gemachte Visualisierung ist...

    Wir können davon ausgehen, dass Horten mit Sicherheit in den 1960er-Jahren einen riesigen Warenhausklotz ins Zentrum Königsbergs gesetzt hätte. Das gilt dann auch für die anderen Kaufhäuser, die ja die gleichen Rechte eingeklgt hätten.

    Lustigerweise war das auch mein erster Gedanke. Wäre Ostpreußen - aus welchen Gründen auch immer - z.B. an die Briten gefallen und dann eben '49 als Bundesland Ostpreußen in Deutschland eingegliedert worden, wäre es jahrzehntelang ein hochsubventioniertes (und hochmilitarisiertes) Gebiet geworden, sozusagen das letzte westliche Bollwerk vor dem Kommunismus. Da man die Moral der Bewohner dort hätte halten müssen (und es sicher auch als besonderes Schaufenster des Westens Richtung Osten darstellen hätte wollen, ("seht her, das ist der freie Westen!")), wäre Geld ohne Ende geflossen. Dementsprechend wäre aus meiner Sicht die städtischen Landschaften auch verwahrlost worden. Erst autozentrierte Schneisen mit großzügigen Abrissen, später in den 60er/70er hätten sich die Städte großzügige Stadtsanierungen mit weiteren Abrissen und Überformungen, Betongestaltungspflaster und "schicken" Ballonleuchten in verkehrsberuhigten Fußgängerzonen mit futuristischen Einkaufszentren genehmigt. Womöglich aufgrund des Geldsegens alles noch etwas extremer als im Kerngebiet Dtls. Gegenüber dem Königsberger Schloss - welches evtl wiederaufgebaut worden wäre (je nach Schäden vielleicht als Hülle wie das Karlsruher Schloss) - wäre ein riesiges Sichtbetonungetüm Karstadt/Hertie/(Galeria) Horten/Kaufhof etc entstanden, viele Teile der Stadt würden aussehen wie in Kiel (hier eine Ansicht der städtebaulichen Pracht) oder im nur leicht besseren Fall wie Bremen (Ansicht hier), evtl aus dem Krieg erhaltene Gründerzeitviertel wären durch schlechte Sanierungen (Entstuckung, sprossenlose Fenster etc) massiv abgewertet.

    Nach der Wende wäre der Scheinwohlstand in sich zusammengesackt und viele Ortschaften würden aussehen wie Kleinstädte im Ruhrgebiet. Evtl hätte man dann eine Sonderwirtschaftszone einrichten können, die sich wahrscheinlich ebenfalls negativ ausgewirkt hätte auf Landschafts - und Stadtbilder. Einige sehr wenige (kleine) Ortschaften hätten sich mit Abstrichen ihren historischen Charme bewahrt und wären heute beliebte touristischen Ziele.


    Wäre es - was realistischer gewesen wäre - von sowjetischer Besatzung an die DDR gekommen, darf man annehmen, dass sich Königsberg in ein zweites Dresden oder Magdeburg verwandelt hätte. Sozusagen ein sozialistisches Schaufenster des deutschen Ostens Richtung Moskau ("seht her, wir gehören jetzt zu den Guten und setzen eure Vorgaben/das Vorbild des "großen Bruders" besonders gut um"). Das Schloss und der Dom könnten noch stehen in einem Meer aus Plattenbauten und öffentlicher Bauten sozialistischer Moderne. Ähnlich wie Magdeburg, nicht ganz so verwahrlost wie unter russischer Herrschaft. Für die kleineren Städte wäre wenig bis kein Geld übrig geblieben und diese hätten jahrzehntelangen Verfall erlebt. Gleichzeitig hätte das aber auch viel erhalten und ähnlich wie bei den Klein- und Mittelstädte in Mitteldeutschland hätte die Chance bestanden, nach der Wende mit Städtebauförderung die Ortschaften schön herzurichten.

    Abwanderung würde diesen wenig entwickelten Landstrich heute aber dennoch prägen, genauso wie in Mitteldeutschland oder sogar noch mehr - große Industrien gab es (soweit ich weiß) nicht und hätte es nicht gegeben.


    So viel dazu aus meiner Glaskugel :cool:


    Interessant wäre, welche Mentalität in Ostpreußen vorgeherrscht hat. Eher protestantisch-unterwürfig, proletarisch ("berlin-brandenburgisch") oder eher protestantisch-selbstbewusst, bürgerlich, lokal-/regionalpatriotisch ("sächsisch"). Einerseits war man sich den kulturellen, geschichtlichen und landschaftlichen Besonderheiten des Landstrichs auch schon vor hundert Jahren sehr bewusst und wusste das auch schon touristisch zu nutzen, andererseits war dort eine weitgehend bäuerlich geprägte Bevölkerung ansässig, die ähnlich wie in Brandenburg oft für den lokalen Gutsherrn gearbeitet hat und von diesem abhängig war, was für ein (späteres) bürgerliches Bewusstsein, eine Mentalität in der Bevölkerung für die (bauliche) Geschichte und Kultur des eigenen Landes nicht unbedingt zuträglich ist.


    Unabhängig welches Szenario, den Menschen dort wäre aber das Leid der Vertreibung erspart geblieben.

    P.S.: Dieses Denkmal "Deutscher Michel" ist ja grauenhaft. Von wann war das denn? 1930er Jahre?

    Nicht immer von den eigenen Vorurteilen leiten lassen 😉 .

    Aus Pirats Link:

    Quote

    Im "Dritten Reich" verschwindet Michel aus der Öffentlichkeit. "Das Attribut der Schlafmütze, Zipfelmütze paßt nicht mehr zu der erwachten jungen Generation, die kühn und selbstbewußt ihren Weg geht", erklärte Propagandaminister Goebbels das Aus für den Michel. Aber der gutmütige Gesell wird auch die Nazis überleben (anders als das Königsberger Denkmal, das im Krieg zerstört wird). Heute noch gibt es die Figur in der politischen Karikatur – aber weil diese zunehmend vom Aussterben bedroht ist, scheint es auch mit dem Michel allmählich doch zu Ende zu gehen.

    Das ist der Flügel A und die Voruntersuchungen am Mauerwerk haben bereits begonnen. Voraussichtlicher Baustart wird mit dem geplanten Teilabriss nächstes Jahr sein.

    Schöne Doku über unermüdliche Denkmalretter in Siebenbürgen:

    Re: Ambulanz für DenkmälerRuinen-Retter in Siebenbürgen

    Sendung vom 22/09/2021

    Im rumänischen Siebenbürgen verschwindet eine weltweit einmalige Kirchenburgenlandschaft. Restaurator Stefan Vaida will dieses Kulturerbe retten. Einer der dringlichsten Einsätze findet im Dorf Beia in Zentralrumänien statt. Hauptfinanzier ist Prinz Charles von Wales.
    Im rumänischen Siebenbürgen verschwindet eine weltweit einmalige Kirchenburgenlandschaft. Trutzige Bauten aus dem Mittelalter stürzen nach und nach ein. Erbaut wurden die Kirchen einst von deutschen Siedlern – den Sachsen. Nach der Wende 1989 sind die meisten von ihnen ausgewandert. Ihre Gotteshäuser stehen seitdem leer.

    Der rumänische Restaurator Stefan Vaida will das Kulturerbe retten. Dafür geht er einen ungewöhnlichen Weg. Mit seinem Bruder Eugen gründete er eine mobile „Ambulanz für Denkmäler“. Damit fahren die beiden durch ganz Rumänien und sichern marode Bauten. Ihr aktueller Einsatz führt sie nach Beia in Zentralrumänien. Gemeinsam mit freiwilligen Handwerkern und Studenten will Stefan Vaida hier das einsturzgefährdete Dach eines fast 500 Jahre alten Wehrkirchenturms retten.

    Die Einwohner des Dorfes zeigen zunächst wenig Interesse an der Aktion. Viele der rumänischen Bauern, die heute hier leben, sind orthodox. Sie besuchen ihre eigene Kirche und brauchen die der ausgewanderten Siebenbürger Sachsen nicht mehr. Doch Stefan Vaida will den Turm für die nächsten Generationen erhalten. Er und sein Team haben nur drei Wochen Zeit, um das Denkmal zu retten. Die Schäden sind massiver als gedacht. Außerdem entdecken sie in der angrenzenden Kirche ein wertvolles Chorgestühl. Auch das wollen sie - aus Angst vor Verfall und Diebstahl – in Sicherheit bringen. Ein Wettlauf mit der Zeit beginnt.

    Hauptfinanzier des Ganzen ist kein Geringerer als seine Königliche Hoheit und Siebenbürgenfan Prinz Charles von Wales. Stefan Vaida und er sind seit Jahren befreundet.

    https://www.arte.tv/de/videos/…ambulanz-fuer-denkmaeler/

    Ich rege mich nicht über T und T auf.
    Ich find´s nur seltsamt, dass man bei diesem Projekt kritiklos von Reko spricht und die Mängel vom Städtebau bis zur Ausführung nicht angesprochen werden. Ich finde insbesondere dieses Projekt ist wahrlich KEINE Glanzleistung.

    Dann sollte man doch besser über den Wiederaufbau des T&T mit dem in Potsdam etablierten Wort „Erinnerungsbau“ sprechen und denken(!). Das würde übrigens bei so manchen Bauten einen Knoten im Kopf beim nachdenken lösen, ob man noch von Rekonstruktion sprechen kann.

    Der ist unspezifisch genug, um das Palais mit abzudecken wenn man nicht den (von dem ja durchaus auch von der (archäologischen) Rekonstruktion der Frauenkirche im vorletzten Jahrzehnt mitgeprägten) Begriff einer „Rekonstruktion“ verwenden will, was bei den vielen Abweichungen vom Original ja verständlich ist (obwohl es ja für „Rekonstruktion“ auch keine feste Definition gibt).

    Es steht auch drunter "Nicht gelistet". Normalerweise ist das eine Einstellung, die vom "Hochlader" aktiv ausgewählt werden muss. Das Video wird also niemandem per Algorithmus vorgeschlagen, auch nicht den Abonnenten des Kanals, es ist auch per Suchfunktion nicht auffindbar und auch nicht in der Liste der hochgeladenen Videos des Kanals zu finden sondern nur per Direktlink erreichbar. Das wird durchaus gewollt sein, z.B. aus urheberrechtlichen Gründen oder vielleicht weil das Video nicht mehr aktuell ist und nur zu Archivierungszwecken hochgeladen wurde. Vielleicht ist/war das Video normalerweise auf der Albrechtsburg in einer Vorführung zu sehen (ein Hinweis darauf könnte sein, dass am Anfang gesagt wird "...die spektakulärsten Schätze der Albrechtsburg befinden sich direkt über unseren Köpfen...") und der Autor hat es nur zu "Arbeitszwecken" hochgeladen. Also schaut es euch an bevor es möglicherweise gelöscht oder auf „privat“ gestellt wird weil man merkt, dass das Video plötzlich hohe Zugriffszahlen hat. :wink:

    Es gibt übrigens einen schönen Band zu den Königskammern - ich meine es war eine Dissertation - in dessen Vorwort sich Stella ausdrücklich für deren Rekonstruktion ausspricht. Also definitiv wird das Argument später nicht lauten können, das war vom Architekten nicht gewollt, (wie in vielen anderen Fällen -insbesondere bei halbfertigen Nachkriegsrekonstruktionen, wo das oft als Grund vorgeschoben wird, nicht weitergehend zu rekonstruieren).

    Soweit ich weiß, wollten die Eigentümer des Hotels Königshof sogar eigentlich einen traditionelleren Neubau,

    Tatsächlich? Ich meine mich an Aussagen zu erinnern, in denen man sich ganz berauscht gezeigt hat, wie zukunftsträchtig und modern das alles wird...

    Jedenfalls lügt man sich mit den Visualisierungen mal wieder selbst und die Öffentlichkeit in die Taschen. Man findet keine einzige Darstellung, die den Bau realistisch darstellen würde. Die Realität der Fassadenoberflächen wird dann - neben der unmöglichen Form - um einiges banaler. Und die Fragen, die momentan sich nur unsereins stellt, die am Stadtbild interessiert sind, werden in der Breite kommen: Wie konnte man nur? An solch einer zentralen Stelle? Die nächsten 40 Jahre wird München das ertragen müssen.

    Selbst bei solchen Gelegenheiten, wo es absolut auf der Hand liegen würde und der Aufwand nicht zu groß ist, was zur Stadtbild-Verbesserung beizutragen, wird’s von Besitzern und Architekten (und auch der Stadt) vergurkt.

    Nach der sehr erfolgreichen Eröffnung des Stefansaales ein aktuelles Interview mit dem Regierungsbeauftragten für das Hauszmann Programm:

    https://magyarnemzet.hu/belfol…-ujjaepitesenek-foprobaja


    Daraus per google translate (die englische Übersetzung, die doch einiges besser ist als die deutsche):


    Kurze Zusammenfassung:

    Hier erstmals eine Bestätigung von offizieller Seite, dass es mit Flügel A und B weitergeht. Das Pilotprojekt des kleinen Verbindungsflügels mit dem Stafanssaal ist sehr erfolgreich verlaufen.

    Der Teilabriss des Flügel A wird 2022 starten, gleichzeitig startet man mit der Sanierung /Rekonstruktion von Flügel B. Dieser Teil mit mehreren großen Sälen ist sehr gut dokumentiert. Die Restaurierungswerkstätten der ungarischen Nationalgalerie, die bislang dort untergebracht sind, ziehen in ein neu errichtetes Restaurierungszentrum.

    Die Fortführung der Rekonstruktionen des Burgpalastes werden die bislang verkündeten Rekonstruktionen (Erzherzog-Joseph-Palais, Fertigstellung für 2024 geplant, ehem Sitz des Rot-Kreuzes/ehem. Hauptquartier der Streikräfte, beide Fertigstellung für 2023 geplant) nicht beeinträchtigen, die Bauarbeiten hierzu sind vor kurzem gestartet, bzw. starten im Oktober. Die mittelalterlichen Überreste unter dem Erzherzog-Joseph-Palais werden - trotz einer Tiefgarage, die dort entsteht - erhalten und zugänglich gemacht, unter anderem eine Mikwe.

    Mittlerweile gibt es auch weniger politisch motivierte Kritik an dem vorhaben: viele Kritiker sind [seit der Eröffnung des Stefanssaals] mit dem professionellen Ergebnis und der positiven Aufnahme in der Bevölkerung überzeugt worden. Da man aber auch keinen Stein der Weisen besitzt, ist man immer offen für professionelle Kritik und nimmt auch die Bevölkerung in Dialogrunden mit.

    Nein über die Inhalte muss man wirklich nicht diskutieren. Aber dafür über die Architektur, die diesen Inhalten völlig unangemessen ist.


    Ein Gebäude von Weltrang? Eher etwas trashig...

    Die Philarmonie:

    Berlin_Philharmonie_asv2018-05_img1.jpg?download

    Quelle: A.Savin (Wikimedia Commons · WikiPhotoSpace) - Eigenes Werk


    Der Kammermusiksaal:

    1024px-Philharmonie_Berlin_Kammermusiksaal_2.jpg

    Quelle: wikimedia commons, Manfred Brückels/ CC BY-SA 3.0


    Jemand schlaues hat mal gesagt, modernistische Gebäude funktionieren nur wenn sie von viel Natur umgeben sind. Wenn sie also alleine für sich stehen, dann funktionieren sie (oft, nicht immer) ästhetisch am besten.

    Ich kann zwar tatsächlich mit dem Modernismus überhaupt nichts anfangen, aber gar nicht so weit weg gibt es ein Gebäude das zwar ebenfalls modernistisch ist, aber m.M.n. durchaus einen gewissen ästhetischen Reiz hat (diese Ausstellungsplakat stört den Eindruck jedoch sogleich wieder):

    Die Kongresshalle

    1200px-Kongresshalle%2C_Berlin%2C_1706172218%2C_ako.jpg

    Quelle: wikimedia commons/Ansgar Koreng / CC BY-SA 4.0


    Freilich kann man so keine Stadt gestalten. Das kann nur ganz besonderen Ausnahmefällen als Bauwerken vorbehalten sein , für die man den entsprechenden Raum z.B. in Parks opfern möchte. Beim Kulturforum hat man versucht, möglichst viele dieser mediokren „Skulpturen“ auf einen Platz zu quetschen. Maßstäbe der urbanen Stadtgestaltung galten nichts.

    Schade, die zweite Version wirkt wesentlich großzügiger und einer königlichen Residenz angemessen. Die '48er Version wirkt mit der expressiven (niedrigeren) Decke und den skulptural sehr ausgeprägten Leuchtern etwas gedrungen. Schaut eher nach Rudolstadt, Gotha oder Coburg aus als nach Dresden...

    Das bedeutende Kunstgewerbemuseum vegetiert mit 65.000 Besucher dahin, der Rest am Kulturforum auf Kreisstadtniveau was Besucher betrifft.

    Um so weniger ist Novaearions Anspielung auf eine angebliche "kulturpessimistische Sarrazin Bubble" zu verstehen. Wenn diese harten Fakten kein Grund zum Pessimismus sind, was dann? Man muss einfach die Realität zur Kenntnis nehmen: Hier hatten einige modernistische Architekten die Gelegenheit, von der (ehemaligen) Stadtstruktur oder überhaupt irgendeinem Gedanken an Urbanität völlig losgelöst geschmäcklerische Skulpturen ohne visuelle Bezüge zueinander oder zur Stadt hinzustellen. Für viele Besucher (und erst recht Einheimische) ist das einfach nicht attraktiv. Die stimmen dann einfach mit den Füßen ab. Da können die Sammlungen offensichtlich noch so bedeutend und attraktiv sein, die Gebäude von Denkmalschützern und der Architekturavantgarde noch so gelobt werden: es funktionierte bislang nicht.

    "Eine Schande für Deutschland", "An Degeneration schwer zu überbieten"

    -> Urteile mit vielen Likes über eine der wichtigsten und bedeutendsten Kulturstätten Deutschlands. Fehlt nur noch der "Klassiker"-Dreizeiler-Bot, der seine Bomber losschicken will.


    Ich bin dann Mal nach fast 17 Jahren raus aus diesem Forum. Viel Spaß weiterhin Einigen in ihrer kulturpessimistischen Sarrazin-Bubble.

    Angesichts der immer schneller einprasselnden Unzulänglichkeiten in allen Bereichen des Lebens (noch dazu wenn man wie Novaearion anscheinend in Berlin wohnt) habe ich natürlich ein gewisses Verständnis, dass die Sicherungen durchbrennen und man überreagiert.

    Allerdings sei darauf hingewiesen, das dort ausdrücklich "die Hässlichkeit eine Schande für Deutschland [sei]" , was man eigentlich nur unterschreiben kann, gerade und ganz besonders wenn das einer der "wichtigsten und bedeutendsten Kulturstätten Deutschlands" ist. Ein urbaner Unort der aussieht wie ein Nachkriegsplatz mit Verwaltungsbauten wie in Castrop-Rauxel oder Kaiserslautern.

    Die Aussage "An Degeneration schwer zu überbieten" hat bis jetzt außerdem nur zwei Likes.

    Angesichts der 349 Beiträge in siebzehn Jahren wird der Verlust für das Forum allerdings verschmerzbar sein. Schade ist es natürlich trotzdem immer wenn jemand nach so langer Zeit seinen Hut nimmt und die Tür hinter sich zuknallt. Was das ganze mit Sarrazin zu tun hat erschließt sich mir nicht ganz. Hast du überhaupt schon mal ein Buch von ihm gelesen?

    Ebenfalls im Herbst geht es wohl mit der anderen Seite des Sank-Georg-Platzes: Das ehemalige Hauptquartier der ungarischen Streitkräfte wird als Besucher- und Kulturzentrum wiedererrichtet.

    Aktuelle Ansicht des übrig gebliebenen Sockelgeschosses (Hauptfassade):

    tysy_bp_DSC08365.jpg


    Die Rückseite zum Sankt-Georgs-Platz (Richtung Palast) hin:

    tysy_bp_DSC08350.jpg

    Dort wo man diese bedruckten Planen sieht, schloss früher direkt ein weiteres Gebäude (das eigentliche Verteidigungsministerium) an, welches aber nicht rekonstruiert wird. Auf der Webseite heißt es dazu: "die Fassade zum Sankt-Georgs-Platz hin wird einen modernen Zusatz erhalten, welche mit den repräsentativen Fassaden der restlichen Gebäude des Platzes harmonisieren wird. "


    Atala hat hier Visualisierungen der historischen Fassade gepostet.

    Neuere Visualisierungen findet man hier mit kleinen Detailänderungen, das letzte Bild zeigt einen Vorschlag wie man mit die Fassade zum Platz hin gestalten könnte.

    The next stage in the process probably going to take place in the "A" wing.

    Ja, das habe ich auch gelesen, dass wahrscheinlich der "Flügel A" als nächstes ansteht. Aus einer anderen Perspektive:

    tysy_bp_DSC08189.jpg


    Hier (und nicht nur hier) besteht das Problem, das die Kubatur nicht mehr mit dem Original übereinstimmt. Den Mittelteil (I) hat man beim Wiederaufbau um zwei drei Achsen verlängert, so dass die beiden Flügel A und C miteinander genau abschließen (II) und dort eine Symmetrie entsteht.

    budapalota59j3t.jpg


    Zusätzlich hat man die Fassade massiv verändert, wie man hier sehen kann:

    https://www.skyscrapercity.com…nts.704310/post-174322945

    Ich bin gespannt, welche Lösung hier angestrebt wird. Während für die Rekonstruktionen außerhalb des Palastes sehr konkrete Informationen vorliegen, hält sich das Nationale Hauszmann Programm beim wichtigsten Objekt relativ bedeckt. Also mit ein wenig Umdekorieren der Fassade ist es jedenfalls nicht getan, wenn man den Anspruch hat, den Palast in den Originalzustand zurückzuversetzen.