Posts by thommystyle™

    Aber dafür darf er momentan den neuen Campus der Kant-Universität gestalten:

    Kaliningrad Architect on the “Neocampus” Project
    One of the 10 federal universities of the country, the largest educational, scientific, cultural, educational center of the westernmost region of Russia.
    kantiana.ru
    New campus
    One of the 10 federal universities of the country, the largest educational, scientific, cultural, educational center of the westernmost region of Russia.
    kantiana.ru

    Königsberg/Kaliningrad in 100 Jahren - eine faszinierende Vision vom geschätzten Arthur Sarnitz (das Video zeigt eine überarbeitete Version seiner bisherigen Arbeit, die er im Wettbewerb einreichte, mit dieser aber gescheitert ist):

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    Quelle: facebook

    Ich finde es immer noch sehr schlimm, dass man diese schöne Fassade um 2000 am Kiliansplatz abgerissen hat:

    Dort steht furchtbare Heute das Haus am Dom.

    Das traurige ist doch, über die Unzulänglichkeiten aus den 50er bis 80er - grob gesagt dem weit gefassten Wiederaufbau - könnte man hinwegsehen, wenn man Hoffnung haben könnte, dass es besser würde. Statt das aber die Verantwortlichen sich dort irgendwann ihrer bau- und kulturhistorischen Verantwortung besonnen hätten, sich wenigstens für den Altstadtbereich strenge Gestaltungs- und Sanierungssatzungen, traditionsfreundliche Bebauungspläne, verbindliche Sanierungsleitfäden, altstadtgerechte Straßengestaltungskonzepte festzulegen die dem Wert der Vorkriegsaltstadt gerecht werden, wird halt munter weiter zerstört, unpassende bis massiv störende Architektur genehmigt, schlechte Sanierungen durchgeführt, Straßen-/Platzbeläge vergammeln lassen oder aber mit Modernismus-affiner Gestaltung noch mehr verhunzt. Es bewegte sich halt so gut wie (fast) überhaupt nichts in “unsere” Richtung. Vielleicht ist das gerade durch diese Haltung “ist ja alles nicht so schlimm” oder “hätte alles noch viel schlimmer kommen können” bedingt.

    Nun Valjean hat mit keinem einzigen Wort behauptet, dass "[jemand] mit Architektur die Gesundheit der Bevölkerung schädigen" will. Das ist deine nun zum zweiten mal wiederholte Interpretation.

    Haben die beiden Gebäude denselben Einfluss auf die psychische Gesundheit der Bevölkerung?

    "nein, das glaube ich in der Tat nicht und ich meine auch, dass eben dies auch beabsichtigt ist."

    Man kann es auch so sehen, dass eben umgekehrt - vor hundert Jahren indirekt die psychische Gesundheit - über die Schönheit und Harmonie - sehr wohl als Kriterium eine Rolle spielte, im Gegensatz zu heute, wo eine besondere Kühnheit, ein besonders harscher Kontrast, eine besondere Abhebung von traditionellen Architekturformen, ein besonderes Spektakel beabsichtigt ist. Den Geist des Betrachters in ständiger Unruhe halten.

    Diesem Mann ist nicht mehr zu helfen… der hat sich da in was reingesteigert und jetzt findet er keinen Ausweg mehr, ohne sein Gesicht zu verlieren. Deshalb muss er seinen „Kampf“ auch weiterführen. Schon allein der Vorwurf „Orthodoxie“ in der Rekonstruktion ist so absurd, ist doch das ganze Schloss innerlich, äusserlich und inhaltlich ein einziger unübersehbarer Kompromiss. Dass wenigstens die Teile, die rekonstruiert wurden, exakt wieder kommen und kein ideologisch überfrachtetes cherry picking (wie anno dazumal bei DDR Rekonstruktionen wie der Semperoper) vorgenommen wurde, war auch - so zumindest mein Eindruck - allen Beteiligten immer klar. Die Kuppel war eine Rekonstruktionsoption, die aber nur mit entsprechenden Geldeingang verwirklicht werden konnte und dann auch wurde. Auch hier war m.E. immer klar, das wenn das Geld da ist, alles kommt. Theoretisch hätte Stella auch die Kuppel in seinen Entwurf als fix aufnehmen und die Innenportale nicht, bzw. nur als Option aufnehmen können, da sie auch nicht gefordert waren.
    Aber ja, durch diese dermaßen übertriebenen, immer unsachlicher werdenden Darstellungen schießt er sich gerade selbst ins Aus. :smile:

    bewegt sich im üblichen Rahmen eines akademischen Austausches, auch wenn seine Thesen umstritten erscheinen und auch Anlass zur Kritik geben. Nicht jeder, dessen Meinung du nicht teilst, ist psychisch krank. Kurzum zu deiner Frage:

    Oswalt diffamiert, denunziert und insinuiert mit gewissen Assoziationsketten, um seine eingebildeten Gegner zu diskreditieren. Wenn das für dich der „übliche Rahmen eines akademischen Austausches“ ist, dann wissen wir, wie es um die „architektonische Akademia“ bestellt ist (und was du offensichtlich als normal empfindest).

    Dazu einige Anmerkungen:

    - Für einen Sonntagmorgen im strömenden Regen sieht man aus meiner Sicht schon ausgesprochen viel "Straßenaktivität", aber ich gebe dir Recht, interessanter wäre es an einem Werktag gewesen
    - die teilweise Kulissenhaftigkeit, die sich m.E.n. hauptsächlich in den neuesten Bereichen zeigt, kommt einfach von der fehlenden "Patina" es ist halt alles neu und braucht Jahre bis es für unsere Augen "natürlicher" aussieht
    - "Aber im Großen und Ganzen ist es doch eine der üblichen tristen Vorstädte in GB, nur mit schöner Architektur", diese Aussage kann ich nun überhaupt nicht nachvollziehen: es ist ja eben nicht die typische Reihenhaussiedlung oder gar Sozialwohnungsbausiedlung die man üblicherweise in GB antrifft
    - und ja man lernt immer weiter: in diversen Interviews kann man immer wieder von einem Evolutionsprozess lesen/hören, bei dem dieses oder jenes heute anders gemacht würde (in einem Artikel eines involvierten Architekten in der aktuellen Ausgabe des "Journal of Traditional Building, Architecture and Urbanism" klingt das beispielsweise an)
    - dass alle Gehwege asphaltiert sind, hat finanzielle Gründe; das Duchy of Cornwall ist mit sehr hohen Investitionssummen in Vorleistung gegangen, so dass gewisse "Luxuswünsche" entfallen sind. Die Verantwortlichen wollten durchaus einen anderen Belag zu Beginn...
    - es gibt eine "Ringstraße", die etwas größer ist, an dieser liegt auch der Queen-Mother-Square, und etwas städtischere Bereiche, die anderen Bereiche sind aber nicht ausgesprochen "autogerecht", bzw. wollen eben auch die Bewohner keine komplette Verbannung des Automobils und ja, zu einer nicht-toten Stadt gehört auch etwas Verkehr
    - "Ein Auto zu besitzen ist hier wohl unumgänglich", Poundbury ist natürlich an den ÖNV angeschlossen, aber generell, wenn man flexibel sein will, braucht man -wie bei uns- ein Auto, allerdings gibt es innerhalb Poundburys im Vergleich zu anderen Vorstadtsiedlungen sehr viele Arbeitsstellen und die Nahversorgung wurde so ausgelegt, das alles innerhalb von 15 Minuten zu Fuss erreichbar ist
    - "dass der Ort Dorchester, zu dem der Ortsteil Poundbury gehört eigentlich nur aus zersiedelten Vorstadtteilen besteht." => das war gerade die Motivation es mit Poundbury komplett anders zu machen
    - "Die sehr aufwendigen Architekturen sind optisch sehr gelungen, aber wie man auch sehen kann recht teuer (Immobilienanzeigen)." Ja, aber 30% der Wohnungen/Häuser sind "affordable Homes", optisch von den teureren nicht zu unterscheiden; diese werden mit den teureren Preisen der anderen Wohnungen quersubventioniert; kann natürlich sein, dass da eine Lücke entsteht, einerseits viele Vermögende, anderseits die für die "affordable Homes" Berechtigten, die wahrscheinlich irgendeine Bedürftigkeit vorweisen können müssen; womöglich fehlt da eine breite Mittelschicht?
    - "Leider kann man keinen Blick auf die Rückseiten der Häuser werfen," => einige Hinterhofansichten findest du in der Galerie

    Hier ein kleiner Spaziergang eines (eher skeptischen) Besuchers von Poundbury, aufgenommen an einem regnerischen Sonntag im vergangenen Dezember:

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    auch wenns jetzt nicht mehr ganz so gut passt, da der Titel des Strangs geändert wurde, dennoch:

    Vor allem würde mich interessieren, wo es denn die viel besseren Beispiele gibt, in denen mehr als ein Platz oder eine sehr kleine Fläche bezogen auf die Gesamtstadt rekonstruiert oder in Anlehnung an historische Vorbilder bebaut wurde.

    Spontan dachte ich als Leuven

    evtl. lohnt sich ein Blick auf Ypern.

    Tja stellt sich bloß die Frage, wer ist “man” also wer ist befugt, kompetent und beauftragt (und bekommt das nötige Steuergeld) “rechtsradikale” Spender “im Auge zu behalten” und wer definiert, ab wann man “rechtsradikal” gilt? Ich bin mir sicher, Oswalt hat eine andere Definition als sagen wir mal der Verein Berliner Schloss. Und was folgt daraus? Was bedeutet “im Auge behalten”? Observieren? öffentliche Bekanntgabe? Ab wann verjährt eine nicht genehme Aussage/Tätigkeit? Gibt es Differenzierung zwischen Klein- und Großspender? Wenn ein Rechtsextremer 1 Cent spendet, muss das nicht zwingend auch abgelehnt werden? Was ist mit anderen “radikalen” Phänomenen in der Gesellschaft? Fragen über Fragen… Die Stiftung selbst hat ja offensichtlich sehr allgemeine Kriterien angelegt, ja anlegen müssen….

    Es ist interessant, diese Thema geistert seit mindestens 10 Jahre immer wieder durch die Medien. Es gab sogar vor einiger Zeit mal eine Dokumentation auf Phoenix darüber und im Weltspiegel auch mal eine kürzere Reportage. Es wäre schade wenn die Reklame verschwinden würde- auch wenn sie mit traditioneller Architektur nichts zu tun hat-, sie macht doch einen nicht unbeträchtlichen Teil des Wiedererkennungswert/Identität dieser Stadt aus. Es gibt nur noch wenige Handwerker, die fähig sind diese Glasröhren zu formen und mit dem entsprechenden Gas zu füllen, in Europa/USA dürfte das außerhalb der Kunstszene bereits ausgestorben sein.

    „Industrial Style“, nicht schlecht für eine moderne Bebauung, ein wenig an nicht nur abgestuckte sondern auch „entputzte“ Gründerzeitbebauung erinnernd. Proportionen und Gebäudegliederung schauen stimmig aus. Macht auch auf den Sommerbild-Visualisierungen aber einen recht düsteren Eindruck, da stellt sich schon die Frage, ob das nicht ein wenig zu dunkel für die dortigen Wetterbedingungen ist. Und natürlich gilt die Einschätzung nur, wenn tatsächlich auch diese handwerklich-rustikale Verklinkerung gewählt wird und man dann nicht mit komplett einheitlichen Standard-Klinker überrascht wird bei Fertigstellung.

    aussichtslos, Geldverschwendung und an Lächerlichkeit

    Lass doch gut sein, das wissen wir doch nun zur Genüge, und die Initiatoren sind alle alt genug, das letzte was gebraucht wird ist dieser typische oberlehrerhafte Ton. Für was man sein Geld „verschwendet“, ist Gottseidank noch jedem selbst überlassen. 1985 dachte außer von Boddien auch niemand im entferntesten an den Wiederaufbau des Berliner Schlosses. Was gibt es da überhaupt zu diskutieren? Schon allein die genaueren Umstände des Abrisses zu erfahren ist durchaus ein Erkenntnisgewinn…

    Ein Video von der Sanierung und Wiedereröffnung des Taschenbergpalais, auch mit recht interessanten Aufnahmen kurz nach der Wende:

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