Posts by Snork

    Kurze Frage: Was genau erwartest Du Dir von Kiel?

    Hab dort familiäre Beziehungen. Ist meine Heimatstadt - wo man bis heute darunter leidet, im Vergleich mit Lübeck in Punkto Schönheit und Geschichtlichkeit schlecht dazustehen. Und das, obwohl die Kieler selbst ihre Stadt nach 1945 noch ordentlich verhunzt haben und es teilweise heute noch tun. Allerdings hat sich baulich in den letzten Jahren in Kiel auch einiges Positive entwickelt (zum Beispiel die Neugestaltung und Kanalwerdung der Holstenbrücke), und ich möchte das mal in einer Galerie hier dokumentieren.

    Viele Frankfurter werden sich an den Anblick gewöhnt haben - aber für mich war das Dach der Kämmerei stets der größte Hässlichkeits-Schock, den ich bei meinen Frankfurt-Besuchen empfunden habe. Es ist als Innenstadtbesucher kaum möglich, dem brutalen Anblick dieses Dachaufbaus auszuweichen. Das wiegt wesentlich schwerer als die nicht vorhandenen alten Turmspitzen, so rekonstruktionswürdig diese auch sein mögen. Ich hoffe, Mäckler bleibt dran und findet weitere Unterstützung.

    Das wird ein tolles neues Quartier - schon was man bisher sieht, ist in der Summe doch großartig, trotz einiger Schwächen im Einzelnen. Hier entsteht ein neues Stück Innenstadt, quasi auf Augenhöhe mit dem alten Lübeck. Gerade Städte in der Größenordnung um 200.000 - 300.000 Einwohner wie Lübeck können diesen Zugewinn an urbaner Substanz und das Erschließen der Innenstädte für neue Bewohnerschaften nur allzu gut gebrauchen. Durch die Coronapandemie sind viele Mittelstadt-Zentren deutlich geschwächt worden - neue, attraktive innerstädtische Quartiere, die Altstadtflair und hohe Wohnqualität vereinen, sind da ein starker Pluspunkt.

    Sehr gut finde ich übrigens, dass dort anscheinend keine Styropor-Putz-Fassaden gebaut werden., wie in Berlin leider noch viel zu häufig zu sehen.

    Habe für den Sommer schon einen Ausflug nach Lübeck und Kiel geplant, freue mich schon sehr! :harfe:

    Beim alle 3 Jahre vergebenen Architekturpreis des Berliner Bundes Deutscher Architektinnen und Architekten (BDA) wurden diesmal 112 Projekte eingereicht. Es gab einen 1. Jurypreis, der gleich an 4 Preisträger vergeben wurde, und zwar an Chipperfields Architects für die Sanierung der Neuen Nationalgalerie, den modernistischen Neubau des taz-Gebäudes in Kreuzberg des Züricher Architekturbüros E2A, sowie zwei weitere Projekte von Grüntuch Ernst und Ortner & Ortner.

    Etwas kleinlauter wurde weiter unten auf der Webseite des BDA auch der Träger des Publikumspreises genannt - diesen gewann das 2017 fertiggestellte Townhouse Oberwallstraße 27 von Patzschke Architekten mit 222 Stimmen, mit deutlichem Abstand gefolgt von Charlie Living von GRAFT Architekten (124 Stimmen).

    Auch die Morgenpost berichtet (Paywall)


    Quote from Berliner Morgenpost

    Das von den Zwillingen Jürgen und Rüdiger Patzschke 1968 gegründete Büro wird mittlerweile von der nächsten Generation, von Robert Patzschke, Tatjana und Till-Jonathan Patzschke mit den Partnern Michael Mohn und Christoph Schwebel geleitet. „Wir freuen uns sehr und nehmen das Urteil des Publikums als Bestätigung für unsere Arbeit“, sagte Robert Patzschke. Das Ergebnis zeige, dass sich die Menschen für ein „tolles traditionelles Gebäude genauso begeistern können, wie für ein tolles modernes Haus“, fügte Michael Mohn hinzu.In der Fachwelt seien Bauten mit klassischen Bezügen allerdings leider verpönt. „Uns war klar, dass wir beim BDA sonst keine Chance hätten, einen Preis zu gewinnen“, so Robert Patzschke weiter. Dabei sei doch das eigentlich entscheidende Kriterium, dass das Gebäude eine hohe Bauqualität aufweise und sich in die Umgebung einfüge, so der Architekt. Das Stadthaus für den Bauherren Bauwert an der Oberwallstraße jedenfalls nehme ganz bewusst Bezug auf das gegenüberliegende Magazingebäude der Staatsoper mit seinem Korbbogenfenster. Im zweiten Obergeschoss des Gebäudes findet sich dieses Motiv nun als „zeitgenössisches Zitat“ wieder.

    Die Einfassung der nordwestlichen Pflanzbeete mit Granitmauern macht Fortschritte, auch einige frische Pflanzen wurden schon angeliefert. Ohne die Rossebändiger und die Adlersäule wird es der Lustgartenseite dennoch ein wenig an historischer Tiefe fehlen, das ist jetzt schon abzusehen. Dabei wäre es mit ein wenig gutem Willen einiger Akteure nicht schwer, diese schönen Kunstwerke des 19. Jahrhunderts wieder annähernd an ihren originalen Standorten aufzustellen. Die Rossebändiger sind im Original erhalten und wurden in der Nachkriegszeit in den Kleistpark verbracht. Von der Adlersäule ist das Kapitell erhalten, die bekrönende Adlerfigur des französischen Bildhauers Christophe Fratin müsste nachgebildet werden. Wikipedia schreibt: "Nachdem die Adlersäule den 2. Weltkrieg ohne Schäden überstanden hat, wurde sie bei der Sprengung des Schlosses 1950 zerstört. Erhalten blieb nur ihr Kapitell, das im Hof des Pergamonmuseums ausgestellt ist. Der letzte Schlossbaumeister Albert Geyer bezeichnete die Adlersäule als 'glücklichen Abschluss' der Lustgartenterrasse."



    Wikipedia: Von Autor unbekannt - Vintage postcards private collection, Gemeinfrei, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=36807974









    Blick zu den bereits fertiggestellten, nordöstlichen Terrassenbeeten:


    Der Titel stimmt so aber nicht mehr; es geht hier nicht in erster Linie um Vorher/nachher-Vergleiche.

    Da die Umbenennung relativ radikal war, wollte ich eigentlich auch noch etwas dazu schreiben, hatte dann aber doch zunächst keine Zeit dafür. Ich bin durchaus dankbar für geeignetere Titelvorschläge, und würde diese - gegebenenfalls unter Einbeziehung der übrigen Moderatoren - auch in Erwägung ziehen.

    Allerdings erschien mir der Titel "Sehschule - Banalität des Alltags" irgendwie seltsam und nichtssagend. Auch schien er mir nicht recht zu den Beiträgen zu passen, die sich ja doch überwiegend mit verunglückten Sanierungen befassen. Hierzu wäre ein eigener, überregionaler Strang im Prinzip durchaus lohnend, eigentlich sogar ideal zu dem passend, was viele Forumsteilnehmer und -Besucher so bewegt.

    Wenn Ihr großen Wert darauf legt, würde ich auch den alten Titel wieder zurücksetzen und nur die letzten paar Beiträge mit dem neuen Titel in einem eigenen Themenstrang weiterlaufen lassen.

    In der WELT nun ein Kommentar des Architekten Arno Lederer zu den peinlichen und für den eigenen Berufsstand beschämenden Angriffen gegen Petra Kahlfeldt:


    Diffamierungen schaden allen Architekten


    Die bösartige, anfangs sogar hinterlistige Diffamierungskampagne von Oswalt und Umfeld scheint den Initiatoren jetzt auf die Füße zu fallen. Viele eigentlich gutmeinende Kolleginnen und Kollegen sind ihnen mit der Unterschrift unter den offenen ARCH+ - Brief vom 13.12. auf den Leim gegangen und haben sich für eine Kampagne einspannen lassen, die doch letztlich nichts anderes ist als die Demütigung einer Kollegin.

    Bürgerwerkstatt? Wenn damit tatsächlich die Beteiligung der Bürger gemeint ist, sollten wir diese Chance nutzen.

    Dort könnte man unsere Verbesserungsvorschläge mit einbringen.

    Mitglieder des Berliner Ortsverbands beteiligen sich bereits seit längerem an der Stadtwerkstatt und bringen dort Vorschläge ein, unter anderem favorisieren wir ja ein Leitbautenkonzept für den Molkenmarkt. Aber natürlich könnte die Beteiligung noch besser sein. Man kann sich hier bei mein.berlin.de registrieren und erhält dann regelmäßig Mails und Einladungen zu Onlineveranstaltungen der Stadtwerkstatt. Ich finde diese Möglichkeit der Partizipation gut und wertvoll, habe auch nicht den Eindruck, dass ernstgemeinte und seriöse Beiträge dort ignoriert werden.

    Pressemitteilung von Stadtbild Deutschland e.V., Ortsverband Berlin, 2.1.2022


    "Diskurs statt Kampagne! Stadtbild Deutschland wendet sich gegen die persönlichen Angriffe auf die neue Berliner Senatsbaudirektorin Petra Kahlfeldt


    Stadtbild Deutschland e.V. begrüßt die Ernennung der renommierten Stadtplanerin und Architektin Prof. Petra Kahlfeldt zur neuen Senatsbaudirektorin.


    Petra Kahlfeldts Arbeiten zeugen von einem hohen Bewusstsein für die Herausforderungen der Stadtplanung für eine Stadt wie Berlin, die in ihrem Zentrum nach wie vor gezeichnet ist von Kriegseinwirkungen in Verbindung mit einem häufig verfehlten Wiederaufbau. Die Frage nach der Gestaltung der Berliner Mitte ist bei Prof. Petra Kahlfeldt in den besten Händen.


    Umso bedauerlicher ist darum die Kampagne, die eine Reihe von Architekten und Architekturtheoretikern aus dem Umfeld der Architekturzeitschrift ARCH+ unmittelbar nach der Ernennung von Frau Prof. Kahlfeldt initiiert haben. Die maßlosen, teilweise unsachlichen, unkollegialen und ehrverletzenden persönlichen Angriffe auf Petra Kahlfeldt verfolgen offensichtlich den Zweck, einen bestimmten Ansatz in der Architektur und Stadtplanung – denjenigen, den die Initiatoren der Kampagne selbst bevorzugen – zum Alleinseligmachenden zu erklären. Ansätze einer behutsamen Stadtreparatur, wie sie vom früheren Senatsbaudirektor Hans Stimmann vertreten wurden, werden demgegenüber pauschal delegitimiert und diffamiert.


    Die Forderung der Initiatoren, die Besetzung des Amtes der Senatsbaudirektorin künftig nicht mehr von dem demokratisch legitimierten Berliner Senat, sondern von einem intransparenten Expertengremium vornehmen zu lassen, ist in diesem Rahmen unangemessen und widerspricht den wohlbegründeten Gepflogenheiten der Regierungsbildung.


    Es erscheint uns grotesk, dass die Initiatoren der Kampagne der neuen Senatsbaudirektorin und damit indirekt auch der Berliner Politik vorwerfen, die Stadtplanung zu „ideologisieren“, obgleich doch sie selbst es sind, die überhaupt erst die Ideologisierung in die Debatte durch eine Unterscheidung zwischen vermeintlich „guter“ moderner und „schlechter“ traditioneller Architektur hineintragen.


    Stadtbild Deutschland e.V. wendet sich gegen die ideologisch motivierten Angriffe auf Petra Kahlfeldt und wünscht der neuen Senatsbaudirektorin an der Seite des Stadtentwicklungssenators Andreas Geisel ein gutes Gelingen für die Gestaltung Berlins."

    Langsam scheinen bei der Hexenjagd gegen die Spender für die historischen Fassaden bei den Verantwortlichen die letzten Hemmungen zu fallen. Gegenüber der Deutschen Presse-Agentur bezeichnete der Berliner Kultursenator Klaus Lederer die Spender als "Spinner":



    Lederer sagte dazu: „Dass Kuppel, Spruchband und Kreuz oben auf dieses Haus kommen, ohne dass es irgendwo mal ganz offen, transparent und nachvollziehbar in einem öffentlichen Diskurs so verabredet worden ist, das geht nicht. Nur weil es Spinner gibt, die dafür Geld auf den Tisch legen, um sich ein Denkmal für die Ewigkeit zu setzen.“

    Der Generalintendant des Humboldt-Forums, Hartmut Dorgerloh, fasst nach eigenem Bekunden offenbar auch ins Auge, neben Kreuz und Kuppel auch mit der Silhouette des Schlosses etwas zu "machen":


    Quote from Berliner Morgenpost

    Dorgerloh sieht den Bau und seine Erscheinung in einem Prozess. „Wir werden auf jeden Fall auch in fünf Jahren weiter über die Geschichte des Ortes und den Umgang mit religiösen Symbolen diskutieren.“ Bis dahin werde es bereits Veränderungen gegeben haben, etwa durch künstlerische Interventionen. „Da sind wir ja in Gesprächen, und es gibt verschiedene Vorstellungen, was man in dem Kontext von Kuppel und Kreuz und überhaupt mit der Silhouette des Hauses machen kann“, sagte Dorgerloh.

    Kürzlich beklagte die WELT, dass nach zwei Jahren Coronakrise offensichtlich bei vielen Menschen in verantwortlichen Positionen, auch Politikern, die Rhetorik immer mehr entgleist, und zwar ohne dass dies nennenswerte Konsequenzen nach sich zieht. Vielleicht sollten Dorgerloh und Lederer in einer ruhigen Minute mal in sich gehen und darüber nachdenken, ob es wirklich menschlich und sachlich in Ordnung ist, was sie da so von sich geben, was sie damit anderen Menschen antun, die sich für ein schöneres, historisches Berlin eingesetzt haben. Die Geld gespendet haben, dessen wohl konkretester Nutzen darin besteht, anderen Menschen und sich selbst die Freude an schöner Baukunst zu ermöglichen, der Stadt ihr verlorenes Gesicht zurückzugeben, Kunsthandwerk zu finanzieren.

    Was Oswalt in dem Interview äußert, ist respektlos und unverschämt gegenüber Petra Kahlfeldt. Es ist eine Aneinanderreihung von Mutmaßungen über das, was die zukünftige Senatsbaudirektorin (die übrigens den Rang einer Staatssekretärin hat und daher von der Regierenden Bürgermeisterin ernannt wird) seiner Meinung nach tun und lassen wird - anscheinend allein beruhend auf Informationen, die für jeden im Internet verfügbar sind. Besondere interne oder persönliche Kenntnisse des Interviewten zeigen sich nicht. Der Interviewer und Oswalt werfen sich gegenseitig die Bälle zu, und es entsteht der Eindruck, als solle hier ohne nennenswerten redaktionellen Aufwand unter dem seriösen Siegel des Deutschlandfunks einfach mal Stimmung gegen Petra Kahlfeldt gemacht werden - und das völlig ohne Substanz.

    Es ist schon schockierend, zu sehen, wie jetzt Gift und Galle gegen die neue Senatsbaudirektorin gespuckt wird, bevor sie überhaupt ihr Amt angetreten und sich öffentlich geäußert hat.

    Welchen wirklich überzeugenden Grund gäbe es denn, an ihrer Integrationsfähigkeit und Befähigung für das Amt zu zweifeln? Da Oswalt, Trüby und Kollegen eigentlich wissen dürften, dass sie mit ihrem abwertenden Architekturvokabular gegen Petra Kahlfeldt kaum überzeugen können, versuchen sie es nun wieder über die sehr unfaire Politisierung von Architektur. Hoffen wir, dass Petra Kahlfeldt, Andreas Geisel und Franziska Giffey sich nicht davon beeindrucken lassen.

    Aus Sicht von Stadtbild Deutschland kann man zur Ernennung von Petra Kahlfeldt zur Berliner Senatsbaudirektorin nur gratulieren. Eine gute Wahl, die nach den für die Berliner Baukultur wenig vorteilhaften Jahren mit Regula Lüscher auch etwas Versöhnliches hat.

    Ein weiterer Schloss-Bashing-Artikel, diesmal leider in der sonst eigentlich recht lesenswerten WELT:

    Das Berliner Schloss und seine rechten Spender (Bezahlschranke)


    Im Großen und Ganzen werden nur die bereits bekannten Vorwürfe von Oswalt 1:1 wiedergegeben, ergänzt um ein ausgesprochen abwertendes Vokabular in Bezug auf die barocken Fassaden:

    "Simulation des Preussenschlosses"... usw usf

    Quote


    Die Rekonstruktion wurde vom Förderverein mit der Argumentation durchgesetzt, nur ein Wiederaufbau in historischer Gestalt könne „das vertraute Bild Berlins wiederherstellen“, ja „das Stadtbild heilen“.

    Was sachlich falsch wäre, denn "durchgesetzt" hat die Rekonstruktion nicht der Förderverein, sondern der Bundestag, die internationale Expertenkommission Historische Mitte Berlin und einige besonders engagierte Politiker. Der Förderverein hat für die historischen Fassaden gekämpft, geworben, Spenden akquiriert, ihre baukünstlerisch originalgerechte Neuausführung gefördert und begleitet, aber nicht die letztlich maßgeblichen und durchsetzenden Entscheidungen getroffen.


    Wie wird es den vielen am Schloss tätigen und tätig gewesenen Handwerkern, Bildhauern, Baufachleuten, Kunsthistorikern und ihren Familien gehen, wenn sie ihre Arbeit ein ums andere in den Medien so niedergemacht und in die rechte Ecke gestellt sehen, frei nach dem Motto: Ist da noch jemand, der mal draufhauen möchte?

    Im Berliner Zentrum gibt es (abgesehen vom Molkenmarkt) einen weiteren wichtigen Bereich, der in den kommenden Jahren nach langem Planungsstillstand städtebaulich entwickelt werden soll: den Luisenblock Ost. Für das direkt am Spreeufer, zwischen Schiffbauerdamm, S-Bahn-Viadukt und Luisenstraße gelegene Areal, für das es bereits eine jahrzehntelange, recht holprige Planungsgeschichte gibt, wird nun ein neuer städtebaulicher Wettbewerb ausgeschrieben. Bis zum 31.1.22 ist es möglich, an der ersten Bürgerbeteiligung der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung zu partizipieren und Vorschläge zu machen.


    Überblick über die Planungsgeschichte bei entwicklungsstadt.de


    Informationen und Beteiligungsseite der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung


    Areal bei Google Maps


    Der inzwischen zum Glück obsolete städtebauliche Entwurf von 2009, Kusus + Kusus Architekten


    Es wäre sicherlich sinnvoll, die beiden hier noch vorhandenen Altbauten am Spreeufer durch eine attraktive Blockrandbebauung im gründerzeitlichen Maßstab zu ergänzen. Hierdurch könnte der belebte, ebenfalls gründerzeitlich geprägte östliche Abschnitt des Schiffbauerdamms zwischen Weidendammer- und Stadtbahnbrücke zum Regierungsviertel hin ergänzt werden. Dort befindet sich bereits heute ein attraktives und lebendiges Altbauquartier mit Berliner Ensemble und einer Reihe von Gaststätten direkt am Spreeufer, während der westliche Teil mit seinen Regierungs- und Verwaltungsbauten nach Büroschluss wie ausgestorben ist. Büroflächen werden in dem neuen Quartier natürlich auch reichlich benötigt, für diese würde sich der größere, zum Bahnviadukt hin gelegene Teil des Areals anbieten.

    Berlin macht gerade im Zentrumsbereich bisher recht wenig aus seinen Uferlagen - an dieser Stelle wäre die Möglichkeit gegeben, ein neues, lebendiges und architektonisch attraktives Innenstadtquartier quasi aus dem Nichts zu erschaffen. Hierzu bietet die gründerzeitlich geprägte Nachbarschaft mit Marienstraßen-Viertel und Schiffbauerdamm beste Anknüpfungspunkte.

    Man mag ihre Ansichten nicht teilen, aber deine Gleichstellung mit einem menschenverachtenden Regime sagt mehr über dich aus als über sie.

    Einige scheinen hier einfach nicht anders zu können.


    Die Moderation bittet generell um einen gemäßigten Umgangsstil. Herabsetzungen anderer Diskussionsteilnehmer und persönliche Angriffe sollen zu Gunsten des Forumsfriedens unterlassen werden.

    Wenn es darum geht, konkret etwas für den Verein zu tun, wird die Luft halt sehr schnell dünn. Viele äußern hier und dort gerne mal ihre Meinung, aber wirklich Zeit opfern mag fast niemand. Aufrufe zur Mitarbeit bringen auch praktisch nichts. Schon die wirkliche, produktive, längerfristige Betreuung einer Facebookseite stellt offenbar eine Herausforderung dar, für die sich niemand findet. Ich verstehe eigentlich auch nicht so recht, warum das so ist.