Posts by Snork

    Hatten wir dieses Projekt schon? Schöne Stadtreparatur nahe Roseneck, am Hohenzollerndamm: Maison Roseneck. Der Bauträger ist Bauwert, der für hochwertige Realisierungen bekannt ist. Architekten Patzschke. Der Baustart ist erfolgt, sah gestern vor Ort, dass die Untergeschosse derzeit betoniert werden.

    Direktlink zum Projekt

    Visualisierungen, (c) Bauwert, Patzschke & Partner:




    Das Projekt Fünf Morgen an der Clay- Ecke Argentinische Allee in Dahlem nähert sich nun auch der Fertigstellung.

    Die horizontal gegliederten Fassaden zur Clayallee mit ihren hellen Ziegel und der natursteinverkleideten Erdgeschosszone machen einen wertigen Eindruck, auch wenn der Baustil natürlich nicht unbedingt das ist, was beim Großteil der Forumskollegen hier normalerweise Begeisterung auslöst.




    Rückseite:



    Im Inneren der Anlage wurde ein Teich angelegt. Hoffen wir mal, dass darin keine Kleinkinder ertrinken.




    Wie das manchmal so ist, wurde in den weniger exponierten Bereichen der Anlage dann ganz offensichtlich bei den Fassaden gespart - dort findet sich dann eher Putz auf Wärmedämmung, die Fassaden sind ungegliedert mit Schüttelfenstern:


    Einige verstreute Impressionen der sehr schönen Räume des Palazzo Pitti. Der Palast enthält auch eine herausragende Gemäldesammlung, die ebenfalls sehr interessante Galerie italienischer Kunst des 19. und 20. Jahrhunderts und etliche Marmorplastiken.



    Thron:





    Kerzen exakt senkrecht in die Kerzenhalter zu stecken gehört offensichtlich nicht zu den Dingen, denen der ganze Ehrgeiz des Personals gilt:







    Weißer Saal:


    Auf der anderen Seite des Flusses Arno liegt der mit Unterbrechungen zwischen 1458 und 1764 erbaute Palazzo Pitti, der auch Vorbild für den Königsbau der Münchener Residenz war (1826-35 auf Veranlassung von Ludwig I. von Bayern).

    Auf der Arno-Brücke:



    Nach wenigen 100 Metern erreicht man den etwas erhöht neben der Straße liegenden, imposant-trutzigen Palazzo Pitti:



    Vom entgegengesetzten Ende gesehen:



    Zum Vergleich der Königsbau der Münchener Residenz:



    Gartenseite des Palazzo Pitti - hier geht es bergauf:



    Der umgekehrte Blick aus dem Palastfenster auf den Garten:



    Blick über die Dächer Richtung Innenstadt:



    Boboli-Garten, zum Palazzo gehörig:



    Blick in die umliegende Landschaft:


    Herrlich minimalistischer Backsteinbau, wohl zwischen 1910 und 1935 erreichtet, mit Anklängen von Expressionismus, Reform- und Heimatstil:



    Mehr rechteckiger Neoklassizismus:



    Reformstil:



    Reform-/Heimatstil:



    Ca. späte 1970er Jahre, würg:


    Was ist das da für ein Ding rechts daneben?

    Das ist der ebenfalls wohl erst kürzlich bezogene Nachbarbau im modernen Stil:



    Leider irgendwie missglückt, der Bau. Neubauten im reinen, puristischen Bauhausstil finde ich ja eigentlich oft ganz gut anzusehen - hier jedoch hat der Wunsch, dem Bau einen "repräsentativen" Eingang zu geben, leider dazu geführt, dass der Gesamteindruck komplett verdorben wurde. Zur Moderne gehört auch Bescheidenheit und Zurückhaltung in jedem Detail, so wie hier z.B. (Clayallee):



    Noch ein paar Impressionen aus Dahlem...

    Zwei weitere Beispiele im Reformstil:




    Hier hab ich gegrübelt, ob alt oder neu:



    Hier hätte man die Finger von diesem komischen runden Erkeraufbau lassen sollen:



    1990er Jahre, billig, hässlich, würg:



    Rechteckiger Neoklassizismus, gerne mehr davon:



    Da fiel mir nicht viel zu ein:



    Etwas primitiv:


    Um Euch einen kleinen Eindruck davon zu geben, wie es in diesem Teil Dahlems aussieht, hier ein paar Impressionen. Freunde neoklassischer Architektur finden dort allerhand Perlen...


    Wie diese (Büro-Villa in der Spechtstraße):



    Sehr edel mit den Säulen, aber auch gut proportioniert und harmonisch gestaltet:



    Die Freitreppe hätte etwas weniger ausladend ausfallen können, aber sonst stimmt (fast) jedes Detail. Die Gas-Straßenlaterne direkt neben der historischen Lampe - nun ja...




    Das Nachbarhaus, offenbar ein Altbau:



    In der Gegend finden sich auch viele etwas schlichtere, aber schöne Villen im Reformstil, Baujahr dürfte in den 1920ern oder 30ern gewesen sein. Typisch die Fensterläden, die leicht geknickten Dächer, das weitgehende Fehlen von Ornamentik und die Verwendung von Backsteinrahmungen:



    Weiteres Beispiel des Reformstils, bereits mit dreigeteilten liegenden Fenstern, wie sie dann ab den 1950ern fast Standard wurden:



    Vermutlich ein Neubau, im neoklassizistischen Stil:



    Ein weiterer Neubau dieser Art, mehr im Stil eines US-amerikanischen Landhauses:



    Auch ganz nett:


    Das von Fugenbau vor 4 Jahren vorgestellte Projekt Dahlem duo Am Schülerheim in Dahlem von Ralf Schmitz wurde inzwischen fertiggestellt.

    Macht einen schönen, wertigen Eindruck und passt sehr gut in die vornehme Villengegend. Zunächst der Bau "Am Schülerheim":





    Der Eckbau zur Gelfertstraße:





    Zumindest die rechte Tür scheint noch provisorisch zu sein, links wohl der Endzustand:


    Danke Rastrelli! Es stimmt, dass die Berliner Kunstsammlungen durchaus sehr schöne Beispiele Florentiner Renaissancekunst vorweisen können, ja die Gemäldegalerie und das Bodemuseum bieten in dieser Hinsicht in Breite und Schönheit eigentlich die hochstehendsten Sammlungen und Ensembles ausserhalb Italiens.

    Bedeutende Bereiche der Münchner Innenstadt sind dank Ludwig I. stark von der Florentiner Renaissancearchitektur geprägt worden, worauf ich später mit dem Palazzo Pitti und der Piazza della Signoria noch näher eingehen werde.

    :harfe:

    Weitere Eindrücke vom Palazzo Strozzi - beeindruckend, mit welcher Präzision die Steinmetzarbeiten ausgeführt wurden, ganz ohne moderne Schneide- und Schleifgeräte.







    Nun einige bunt gestreute Impressionen aus der sehr schönen und geschlossenen, verkehrsberuhigten Altstadt von Florenz. Es findet sich eine Mischung von Bauwerken vom Mittelalter bis zur Zeit des Historismus, der in Florenz - wen wundert's - in erster Linie als Neo-Renaissancestil ausgeprägt ist.

    Im Hintergrund der 94 m hohe Turm des 1299-1314 errichteten Palazzo Vecchio, Sitz des Stadtparlaments:



    Auf kleinen Plätzen trifft man immer wieder auf schöne Brunnenanlagen. Generell wird oft Marmor verwendet, so wie man in der italienischen Baukultur überhaupt Wert auf edle und dauerhafte Materialien legt:



    Mittelalterliche Palazzi neben Neorenaissance, welche oft auch die für die Florentiner Renaissancepaläste typischen bossierten Rundbögen zitiert:







    Rechts im Bild der 1489 bis 1539 errichtete Palazzo Strozzi, der, wie die anderen Renaissancepaläste der mächtigen Familien, noch einen sehr wehrhaften Charakter hat - man musste schließlich jederzeit damit rechnen, dass das unzufriedene Volk oder gar Mitglieder verfeindeter Familien vor der Türe stehen und Einlass begehren...



    Weitere Impressionen:


    Eine Besonderheit des Christentums ist die Idealisierung der mütterlichen Frau, die in der Mariendarstellung im Florenz der Renaissance ihren allzeitigen künstlerischen Höhepunkt erreicht. Die Beziehung von Maria und dem Jesuskind erhält ihre psychologische Tiefe, die neben der Anbetung des Kindes auch Elemente melancholischer Distanzierung im Vorwissen des Schicksals Jesu enthält. Aber auch andere Züge Marias werden in künstlerischer Freiheit gestaltet, die noch in der Gotik nicht abgebildet wurden. Demgegenüber wirkt die Darstellung des Jesuskindes auch in der Renaissance weiterhin wenig ambitioniert.


    Ein Beispiel aus der Spätgotik, Jacopo di Cione (1365), Galleria d'Academia:



    Demgegenüber Antonio Rosselino, 1477, Museo Bargelo:




    S. Botticelli, 1487, Uffizien:



    dito, 1483:



    Filippo Lippi, 1465, Uffizien:



    Michelangelo Buonarotti, 1507, Uffizien:



    Antonello da Messina, 1475, Uffizien:



    Andrea della Robbia, um 1500, Museo Bargelo:


    Die berühmte bronzene, vergoldete, bis 1466 fertiggestellte, von Lorenzo Ghiberti entworfene Paradiespforte am Baptisterium (Kopie, das Original befindet sich im Museum nahebei):



    Anderes Portal am Baptisterium:



    Gesamtanlage von Westen:



    Details der Westfassade:



    Rose:



    Nordseite:



    Der Campanile im Stadtbild:


    Das Innere des Doms wirkt hingegen etwas steril, wenn auch imposant durch die enorm hohe Kuppel, die auf mächtigen Pfeilern ruht. Die Kuppelausmalung wurde von Giorgio Vasari 1572 begonnen und 1579 vollendet.


    Blick Richtung Altar und Kuppel:



    Kuppel:



    Umgekehrte Blickrichtung:



    Die Glasfenster aus dem 15. Jahrhundert:




    Epitaph:



    Die Laterne wurde von 1446 bis 1461 gebaut:



    Oberer Abschluss des Campanile:



    Westfassade aus dem 19. Jhd.:



    Gruppe über dem Eingang des Baptisteriums:


    Die Kathedrale Santa Maria del Fiore wurde 1436 geweiht. Eine zunächst begonnene Haupt-(West-)Fassade wurde im 16. Jhd. wieder abgebrochen und die jetzige Fassade mit dem Haupteingang erst im 19. Jhd. fertiggestellt. Der Bau besticht insbesondere auch durch das edel wirkende Fassadenmaterial aus verschiedenfarbigen Marmorsorten. Der 85 m hohe Campanile wurde zwischen 1298 und 1359 errichtet. Die 45 m durchmessende, 107 m hohe Kuppel wurde ohne Lehrgerüst nach Entwürfen von Brunelleschi 1418 - 34 gebaut und gilt laut Wikipedia als (architektonisches) Hauptwerk der Renaissance.


    Westfassade mit Campanile:



    Links das bereits im 13. Jahrhundert fertiggestellte Baptisterium:



    Der Bau diente offenbar in der Materialwahl als Leitbild für den Dom:



    Chorbereich mit Kuppel:



    Details:







    Von Italien träumen, in diesen Zeiten? Ja, gerade jetzt, denn es wird auch wieder eine Zeit nach Corona geben - bis dahin müssen wir wohl in Erinnerungen schwelgen und vielleicht darauf hoffen, eines Tages, wenn wir alle dieses ganze Desaster hoffentlich gesund überstanden haben, wieder Pläne machen und auch wieder reisen können.

    Die Bilder, die ich Euch hier nach und nach zeigen möchte, datieren aus Florenz von Ende Januar - nur wenige Wochen, bevor der ganze Corona-Wahnsinn in diesem Land voll zugeschlagen hat, zu noch normalen Zeiten. Italien, das bedeutet für mich: freundliche, meist entspannte, gut organisierte Menschen inmitten eines wunderschönen Landes mit einer unerreichten Tiefe an Historie und Baukultur - fast das Paradies!

    Beginnen möchte ich ausnahmsweise nicht mit Baukunst, sondern einem Portrait aus den Uffizien, welches Lorenzo di Credi zugeschrieben wird und um 1490 entstanden ist. Das faszinierende Portait des melancholisch blickenden jungen Mannes zeigt, wie im Italien der Renaissance auch naturalistische Malweisen aus dem Nordwesten Europas rezipiert wurden und sich flämische und italienische Maler mit ihren Werken gegenseitig inspiriert haben dürften. Die psychologische Tiefe dieses Portraits könnte nicht weiter von der Gotik entfernt sein.



    Gerne möchte ich Euch nun mehr von der Hauptstadt der Renaissance zeigen und beginne mit zwei Blicken auf den allgegenwärtigen Dom mit dem Campanile von Giotto und der baukünstlerisch und -technisch bedeutenden Kuppel. Genauer gesagt handelt es sich um den Dom-Komplex, bestehend aus Dom, Baptisterium und Campanile, der gar nicht so einfach zu fotografieren ist, da der umgebende Stadtplatz nicht sehr geräumig ist.



    Genau gleich wie ich mich frage, weshalb Spree-Atheners darauffolgender Beitrag zensiert worden ist, der weder Unwahres noch Beldeidigungen beinhaltet hatte

    Spree-Atheners Post war an sich nicht wesentlich zu beanstanden, er übte etwas sarkastisch Kritik an Rastrellis ausführlicher Äußerung zur Ostfassade. Er wäre normalerweise stehen geblieben, allerdings sind im Rahmen der gestrigen Strangbereinigung einige kurze Posts weggefallen, die nur aus 1-3 Sätzen bestanden und keinen wesentlichen inhaltlichen Beitrag leisteten. Es war schon schwierig genug, die vielen Posts zur Ostfassade zwischen den Stadtschloss-Threads aufzuteilen, da sie sich einerseits aus aktuellen Fotos im Baugeschehen-Strang ableiteten, dann aber andererseits praktisch nur noch ausgiebig theoretisierend fortgeführt wurden - was eher in den Architekturgeschichte-Strang gehört. Ich finde es etwas übertrieben, hier jetzt haarspalterisch Vermisstenmeldungen für einzelne Meinungsäußerungen aufzugeben, die nur aus 3 kurzen Sätzen und einem Smiley bestehen. Wir Moderatoren machen das hier in unserer Freizeit, neben Beruf, Familie und sonstigen Verpflichtungen, da wäre ein wenig mehr Langmut von Deiner Seite angebracht.


    Ich frage mich, wer Dir Kunstgeschichte und Proportionslehre beigebracht hat.

    Hier lieferst Du selbst im gleichen Beitrag Anlass zur Kritik: merkst Du nicht, dass dies ein herabsetzender Angriff auf Rastrelli ist? Was der Unterschied zwischen Kritik und Herabsetzung ist, solltest Du wissen. So etwas gehört eigentlich gelöscht, aber ich lasse es zur Anschauung für alle stehen, und damit Du hinterher hier nicht die verfolgte Unschuld geben kannst.

    Hier mehrere Beispiele für eher zurückhaltende Fassaden-Wiederbestuckungen im Rahmen von Sanierungen im Umfeld des Babelsberger Zugangs zum Schlosspark Babelsberg. Voraufnahmen habe ich nicht zu bieten, die Gegend ist nicht in Streetview abgedeckt.

    Generell ist Potsdam ein positives Beispiel für denkmalgerechte Sanierungen im gesamten Stadtgebiet (nicht wie in Berlin nur in einzelnen Denkmalbereichen). Diese Fürsorge und Sorgfalt im Umgang mit der historischen Bausubstanz wirkt sich, auch wenn man sie gar nicht bewusst wahrnimmt, nach meinem Eindruck vorteilhaft auf das gesamte Lebensgefühl und weitere menschliche Konditionen dort aus. Auch Besucher, die sich eigentlich kaum für Fragen von Baukultur und Denkmalschutz interessieren, werden davon berührt, wie ich immer wieder beobachten kann (da ich ja nicht nur alleine unterwegs bin). Eigentlich wird diese immaterielle Werthaftigkeit der Stadtbildpflege viel zu wenig erforscht und gewürdigt, und wenn, dann eher im negativen Bereich ("Broken Window"). Durch die gesellschaftspolitischen Entwicklungen der letzten Jahre werden diese Dinge teils sogar vermehrt aktiv behindert und diskreditiert, Stichwort Gentrifizierungskritik.






    Es sind fünf verschiedene Höhenstufen in der Fassade, dadurch kommt das Auge nicht zur Ruhe beim Betrachten. Der Anblick könnte bei empfindlichen Individuen eine Art zackelnde Augenmigräne auslösen... eye:)

    Also ich weiss nicht so recht... diese nach oben seltsam überlängten Erkerbereiche finde ich etwas klobig und 90er-mässig. Nöfer bleibt hier unter seinen Möglichkeiten.

    Es stimmt natürlich absolut, dass man dem mickrig-hässlichen, zurückgesetzten 60er-Jahre Vorgängerbau nicht nachtrauern braucht.