Posts by Snork

    Ich habe jetzt die Beiträge zu dem Haus hier zusammengefasst. Grundsätzlich finde ich es nicht gerechtfertigt, für die Sanierung eines ansonsten nicht herausragenden Bürgerhauses einen eigenen Strang zu führen. Das Haus liegt allerdings tatsächlich an einer Stelle, die sich keinem bisher bestehenden Themenstrang sicher zuordnen lässt. Wenn die Diskussion zu dem Haus abgeschlossen ist, würde ich die Beiträge in den Strang "Quartier Synagoge u. Acht-Ecken-Kreuzung" verschieben, denn es liegt ja nur 3 Hausbreiten von der Acht-Acken-Kreuzung entfernt.

    Diese Art eher grobe Straßenbeläge findet man öfters in den kleinen Nebenstraßen in Berlin und Potsdam, die vor 1918 angelegt wurden. Dieser hier in Lichterfelde-West. Der ziemlich unebene Straßenbelag schüttelt die Fahrzeuge ordentlich durch und wirkt dadurch - ganz ohne hässliche Schwellen - wie eine natürliche Verkehrsberuhigung. Nur für Radler ist es nicht so angenehm.

    Sieht nach über 100 Jahren immer noch so aus wie eh und je. Erhaltungsaufwand praktisch gleich null. Gut aussehen tut es auch. Ein weiterer Vorteil ist, dass viel Regen durch die breiten Fugen versickern kann.

    Hier noch ein weiterer Link zu unserem neuen Stadtbild-Video. Es hatte >10.000 Aufrufe in den ersten 24 Stunden.

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    Der Tagesspiegel berichtet über die Pressemitteilung der Berliner Bürgervereine:

    Schinkelsche Bauakademie: Allianz Berliner Bürgervereine plädiert für vollständige Rekonstruktion
    Eine Vorstudie zur Fassadengestaltung wird auf breiter Front abgelehnt. Die „Freunde der Schinkelschen Bauakademie“ kennen das vom Tagesspiegel veröffentlichte…
    www.tagesspiegel.de

    Neues wunderbares Video von Aesthetic City über die niederländische Neubaustadt Brandevoort:

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    Alle Argumentationen von Stadtbild und den Bürgervereinen gehen davon aus, dass es sich bei der Frage des "Wie" eines Aufbaus der Bauakademie um eine Sachfrage handelt, die mit Sachargumenten zu beeinflussen ist. Das ist aber falsch: Spars und Co. wissen nur zu gut, dass die Mehrheit der Bevölkerung gegen moderne Fassaden ist und auch, dass die Mehrheit des Deutschen Bundestages dagegen ist.

    Sie suchen nach Umwegen, wie sie diese Mehrheitsmeinungen doch noch umgangen werden können, weil sie der Ansicht ist dass diese Mehrheiten populistisch und damit illegitim sind. Deshalb helfen Sachargumente nicht - man muss die Manipulationsversuche offenlegen, mit denen versucht wird die klaren Entscheidungen auf Bundes- und Landesebene aufzuweichen.

    Deine Einschätzung ist im Prinzip völlig zutreffend: Spars und seine Entourage sind rein ideologisch unterwegs und versuchen mit allerlei Tricks, ihre Minderheitenmeinung wider alle Vernunft gegen die Mehrheit und gegen bessere Argumente durchzusetzen. Dazu wird beispielsweise die Klimakarte gezogen und unzutreffenderweise auch das Argument der Nachhaltigkeit ins Spiel gebracht, obwohl dieses gerade im Fall der Bauakademie-Rekonstruktion überhaupt nicht sticht. Neuester Trick ist jetzt die gezinkte Baurechts-Karte, die taktisch geschickt in der Woche vor den entscheidenden Konsultationen zu den Wettbewerbsvorgaben auf den Tisch gelegt wird.

    Dennoch sollte man meines Erachtens bei der schriftlichen Ansprache von politischen Entscheidern rein auf der Sachebene argumentieren. Sie werden schon klug genug sein, ihre Schlüsse daraus zu ziehen. Was im persönlichen Gespräch zu dem Thema gesagt wird, steht natürlich auf einem anderen Blatt.

    Auch richtet sich diese Gemeinsame Erklärung in erster Linie an die CDU- und SPD-Mitglieder im Berliner Abgeordnetenhaus, die über den 3:1-Antrag der Koalitionsparteien abstimmen sollen. Ihnen wurde der Text persönlich zugestellt.

    Hier übrigens nochmal die wichtigsten Ergebnisse aus der Forsa-Studie 2022 in Kurzübersicht:

    Repräsentative Befragung zur Wiedererrichtung des Berliner Bauakademiegebäudes:

    Ergebnisse einer bundesweiten Online-Befragung von forsa Gesellschaft für Sozialforschung und statistische Analysen mbH im Auftrag von Stadtbild Deutschland, Förderverein Bauakademie und Gesellschaft Historisches Berlin. Ziel der Befragung war es, zu ermitteln, ob bei der aus Bundesmitteln finanzierten Wiedererrichtung des Bauakademiegebäudes seitens der deutschen Bevölkerung eine originalgetreue Rekonstruktion der historischen Fassaden befürwortet wird.

    Grundgesamtheit der Untersuchung ist die deutschsprachige Bevölkerung in Deutschland ab 18 Jahren. Im Rahmen der Untersuchung wurden insgesamt 1.016 nach einem systematischen Zufallsverfahren ausgewählte Personen der Grundgesamtheit befragt.

    Die Erhebung wurde vom 28.6.2022 bis zum 5.7.2022 im Rahmen des repräsentativen Online-Befragungspanels forsa.omninet durchgeführt.

    Die ermittelten Ergebnisse können mit den bei allen Stichprobenerhebungen möglichen Fehlertoleranzen (im vorliegenden Fall +/- 3 Prozentpunkte) auf die Grundgesamtheit übertragen werden.

    In der Erwartung, dass viele Befragte mit der Thematik nicht sehr vertraut sind, wurden den Befragten zu Beginn der Befragung die folgenden Informationen mitgeteilt:

    Im historischen Zentrum Berlins soll das von 1832 bis 1836 nach Entwürfen des Architekten Karl Friedrich Schinkel erbaute Bauakademiegebäude aus Bundesmitteln für eine neue, öffentliche Nutzung wiederaufgebaut werden. Das baugeschichtlich bedeutende Gebäude brannte im 2. Weltkrieg aus und wurde 1962 abgerissen. Derzeit ist offen, ob das wieder zu errichtende Gebäude eine moderne oder eine originalgetreu rekonstruierte Fassade erhalten wird.“

    Zudem wurden die folgenden Abbildungen des Bauakademiegebäudes gezeigt:

    Die Ergebnisse nach Gesamtbild und Mann-/Frau-Präferenzen dargestellt:

    Bezüglich des Vorschlags der Berliner Koalitionsparteien CDU und SPD, eine Seite der Bauakademie quasi modern zu gestalten, gibt es eine gemeinsame Erklärung der Allianz baukulturell engagierter Berliner Bürgervereine, der auch der Stadtbild-Ortsverband angehört:

    Gemeinsame Erklärung der Allianz baukulturell engagierter Berliner Bürgervereine:

    Nur die vollständige Rekonstruktion der Bauakademie wird zu einem zufriedenstellenden Ergebnis führen.

    Die Gleichartigkeit aller vier Seiten des historischen Bauakademiegebäudes ist zentraler Bestandteil seines architektonischen Konzepts. Sie darf keinesfalls einem politischen Kompromiss zum Opfer fallen.

    Auch sind eine vollständige Rekonstruktion und die Gewährleistung von Barrierefreiheit kein Wider­spruch.

    In einem Antrag an das Abgeordnetenhaus machen die Berliner Koalitionsparteien CDU und SPD den Vorschlag, dass beim Wiederaufbau des Bauakademiegebäudes drei Seiten die histo­rischen Fassaden wiedererhalten sollen, die vierte Seite jedoch „für zeitgemäße Anforderungen, wie vor allem die eines behindertengerechten Zugangs und einer Beleuchtung“ geöffnet werden könne. Außerdem wird gefordert, dass sich das Innere an der geplanten Nutzung orientieren solle.

    Die Allianz baukulturell engagierter Bürgervereine in Berlin möchte hierzu wie folgt Stellung nehmen:

    Die Gleichartigkeit aller vier Seiten des Bauakademiegebäudes beruhte auf damaligen Idealvorstellungen, die auch das Werk des Architekten Karl Friedrich Schinkel geprägt haben. Im Kontrast zur abso­lu­tistischen Prachtentfaltung des vorangegangenen Barockstils standen die Gleichwertigkeit und gleichförmige Rhythmik aller vier Fassaden für Rationalität und Zurückhaltung. Der nach allen Seiten hin nahezu gleiche Anblick des Gebäudes war für die damalige Zeit unge­wöhnlich und gilt, ebenso wie die weitgehende Übereinstimmung von Fensterachsen und Innen­raumaufteilung, als wegweisend für die Moderne. Zugleich wurde der Bau auf diese Weise als ein städtebaulicher Solitär ausgewiesen, der in alle Richtungen gleichermaßen wirken sollte. Anders als beispielsweise beim Berliner Schloss gab es daher keine Schaufassaden und auch keine Fassadenhierarchien.

    Es wäre somit ein schwerer Fehler, beim Wiederaufbau des Bauakademiegebäudes auf dieses historisch, konzeptionell und städtebaulich bedeutende Charakteristikum zu verzichten.

    Ebenso verdient es die von Schinkel entworfene innere Struktur, deren kleinteilige Rasterung mit den Fassaden korrespondierte, als Teil des Gesamtkunstwerks Bauakademie rekonstruiert zu werden.

    Auch die Forderung nach einem behindertengerechten Zugang rechtfertigt nicht den Verzicht auf eine allseitige Fassadenrekonstruktion: an der Westseite des Gebäudes befand sich ursprünglich ein ebenerdiger Zugang, der breit genug für Pferdegespanne war, um die Ladengeschäfte über den Innenhof zu beliefern. Hier könnte ein barrierefreier Zugang vorgabekonform in die historische Fassade integriert werden, so wie dies beispielsweise auch beim Bodemuseum und an der Westseite des Humboldtforums möglich war.

    Aus den genannten Gründen fordern wir die Fraktionen der CDU und der SPD dazu auf, ihren Antrag an das Abgeordnetenhaus dahingehend zu ändern, dass allein die vollständige Wieder­herstellung der historischen Fassaden des Bauakademiegebäudes die Forderung des Berliner Senats an den Bund und die Bundesstiftung Bauakademie sein kann, und dass Berlin beabsichtigt, dies auf geeignete Weise sicherzustellen.

    Berlin, den 31. Mai 2024

    Allianz baukulturell engagierter Berliner Bürgervereine:

    Berliner Historische Mitte, Errichtungsstiftung Bauakademie, Forum Stadtbild Berlin, Gesellschaft Historisches Berlin, Planungsgruppe Stadtkern im Bürgerforum Berlin, Stadtbild Deutschland Ortsverband Berlin

    Die bitterböse Replik von Herrn Zimmerer wiederum erfolgte einen Tag später:

    https://kolonialismus.blogs.uni-hamburg.de/2024/05/15/dok…humboldt-forum/

    Einmal abgesehen von dem fragwürdigen Inhalt dieser "Replik" und der albernen Forderung, den Berliner Schlossbau nun äußerlich zu verändern, um "die verdrängten Teile deutscher Geschichte" sichtbar zu machen, finde ich es nicht in Ordnung, dass dieser Text auf einer Internetplattform der Universität Hamburg veröffentlicht wurde. Erstens geht es nicht um ein Hamburger Gebäude, und zweitens haben die meisten der Unterzeichner offensichtlich überhaupt keine Beziehung zur Universität Hamburg. Was soll das? Haben die keine anderen Publikationsmöglichkeiten? Warum darf Zimmerer eine letztlich steuerfinanzierte Hamburger Universitätsseite für seinen persönlichen Feldzug gegen die Stiftung Humboldtforum benutzen? Das wäre eigentlich ein Fall für eine Dienstaufsichtsbeschwerde.

    Anlässlich der diesjährigen JHV in Landau in der Pfalz habe ich die Gelegenheit für eine kleine Gehsteig- und Straßenbelagsstudie genutzt, aus der ich ein paar Eindrücke zeigen möchte. Landau ist mit fast 50.000 Einwohnern schon eine etwas größere Kleinstadt. In der Innenstadt scheint erst vor nicht allzu langer Zeit großflächig neu gepflastert worden zu sein, und zwar überwiegend mit buntem Kopfsteinpflaster, durchzogen von einem Streifen aus hellem, glatten Granit. Darauf können auch kleinrädrige Vehikel nahezu rüttelfrei bewegt werden. Blindenstreifen sind mir in Landau nicht aufgefallen.

    Macht sich gut, finde ich. In schmaleren Straßen sieht man auch reine Kopfsteinpflaster-Beläge:

    Hier sollte es wohl eine glattere Oberfläche sein (Granit):

    Weiter in der Peripherie liegen überwiegend noch ältere Beläge, die an das Westdeutschland der 1970er erinnern:

    Ein ansehnlicher Gehsteigbelag macht schon einen großen Unterschied.

    Neues Video von aesthetic city über die architektonischen und ökologischen Probleme, die die standardmäßige und massenhafte Verwendung von Stahlbeton mit sich bringt:

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    Typen- und Modulbauten im neuen Wohnquartier "Buckower Felder":

    Wohnquartier "Buckower Felder": Erste Mieter ziehen ab Sommer ein | entwicklungsstadt berlin
    Die landeseigene Wohnungsbaugesellschaft STADT UND LAND realisiert im Süden Neuköllns auf den "Buckower Feldern" rund 900 Mietwohnungen.
    entwicklungsstadt.de
    Quote

    Die Gebäudehülle wird mit 70 vorgefertigten, zweiseitig geschlossenen Wandelementen mit Fenstern und Fassadenschalung in Holztafelbauweise gebildet. Die Anlieferungen sollen sukzessive und “just in time” mit den Montagen erfolgen.

    Je Geschoss liefern zwei LKWs die Holzrahmenbau-Elemente und ein weiterer LKW die Deckenelemente. Die Decken werden mit Hilfe von 49 Brettsperrholz-Deckenelementen errichtet. So können die einzelnen Häuser innerhalb von wenigen Wochen vollständig montiert werden.