Schreiben Pellerhaus, Entwurf Sir Moc, gepostet von Webmaster

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  • Entwurf Schreiben Pellerhaus
    Am 21. November 2016 erschien auf Nordbayern.de ein Artikel über das Treffen des Bundes Deutscher Architekten (BDA) und der Initiative Baulust. Eine befremdliche Rede hielten an diesem Abend der Leiter der Nürnberger Denkmalschutzbehörde, Herr Nikolaus Bencker, und der stellvertretende Leiter des Landesamts für Denkmalpflege, Herr Bernd Vollmar, gegen die Pläne der Altstadtfreunde, auch die unter Denkmalschutz stehende Pellerhausfassade zu rekonstruieren.

    Bencker bekannte sich als „Fan“ des 50er-Jahre-Baus und Vollmer berichtete, dass er sogar unter Walter Mayer (dem Architekten des 50er-Jahre Baus) studiert hatte.

    Nach ihm hätte es den Wiederaufbau des Innenhofes, der von hunderten Nürnberger Bürgern mit vielen Millionen Euro privat finanzierter Spendengelder ermöglicht wurde, nie geben sollen.

    Diese Aussage ist umso mehr befremdlich, da Walter Mayer seinerzeit um die große Bedeutung des Pellerhauses wusste und deswegen beim Neubau in den 1950er-Jahren die Reste des Innenhofes sowie die Erdgeschosszone bewusst erhalten hat. Des Weiteren steht das Gebäude nicht wegen der Qualität des 50er-Jahre-Baus, sondern wegen der noch erhaltenen Reste des Pellerhauses unter Denkmalschutz! Umso logischer und konsequenter ist also ein Wiederaufbau.

    Er sprach auch davon, dass man mit einer potentiellen Rekonstruktion „nicht das Rad der Zeit zurückdrehen kann, um eine vermeintlich heile Welt zu erschaffen“.

    Darum geht es auch gar nicht. Hier geht es darum, die 400 Jahre lang stadtbildprägende und weltberühmte Fassung des Egidienplatzes zurückzugewinnen. Diese Funktion hat die 50er-Jahre-Fassade, die mittlerweile marode ist und für einen Millionenaufwand mit Steuergeldern saniert werden müsste, jedenfalls seit 1957 nicht erfüllt. Im Gegenteil.

    Die Aussage „Alt-Nürnberg nicht nachzuweinen“ ist in diesem Zusammenhang natürlich auch bedauerlich. Millionen Touristen kommen schließlich jedes Jahr wegen dem Ruf, den Nürnberg aufgrund seiner einstigen Schönheit genießt, um schließlich die noch vorhanden Reste zu bestaunen.

    Wir als Verein Stadtbild Deutschland plädieren dafür, den Denkmalschutz, der nur wegen der Reste des Pellerhofes besteht, für die Fassade aufzuheben und die 50er-Jahre-Fassade, die einst als Platzhalter über dem Pellerhaus gedacht war, mit einer von den Nürnberger Altstadtfreunden initiierten und von Nürnberger Bürgern finanzierten Spendenaktion durch die rekonstruierte historische Fassade zu ersetzen.

    Damit erhält dann der Egidienplatz seine prächtige Fassung wieder zurück, so dass er deutlich aufgewertet wird und das Pellerhaus dann wieder weit über Nürnbergs Grenzen hinaus strahlen kann.

    786 mal gelesen

Kommentare 3

  • Zeno -

    Und es (er) heißt natürlich "Vollmar" und nicht "Vollmer" (habe ich sogar selber falsch geschrieben)

  • Zeno -

    "Nach ihm hätte es": Ist klar, dass es sich um Vollmer handelt und nicht um Mayer?

  • silesien -

    Bitte einfach ändern... ist ja ein Wiki