Posts by Dr.Mises

    Ohne das Gebäude zu DDR-Zeiten jemals betreten zu haben: Es war damals die SED-Bezirksparteischule.

    Das ist insofern wichtig, weil unter diesem Begriff bzw. den Akten dieser Einrichtung eventuell etwas gefunden werden kann. Der zweite Punkt, wo es zumindest Fotos gab, ist das große Bildarchiv der Alten Stadtplanung, was nicht im Stadtarchiv landete und mir bis heute keiner der Genossen sagen konnte, wo die umfangreichen Bestände aus dem Neuen Rathaus abgeblieben sind. Vielleicht denkt man ja in der Stadtverwaltung inzwischen mal an eine Fehlliste von Kulturgütern und Dokumentenbeständen, die zu SED-Zeiten verschwanden ...

    Die dritte Quelle wären folglich Publikationen aus der Zeit 1904-1914, die in der Regel sehr solide und informativ waren, selbst wenn dieser Gebäudekomplex nicht der aufsehenerregendste war in der ehemaligen Sandgasse.

    Die Beiträge mit der einlullenden Musik, wo sich ein Herr Wangenheim mit fremden Federn schmückt, wollte ich nicht stören. Die technischen Entwicklungen zur Korrektur historischer Aufnahmen sind schon ein wichtiger Schritt, aber eben nur in kleiner in Richtung X3D.


    Hier sei nur bei den Vorbeiträgen darauf hingewiesen, daß die Informationen zum Klingerdenkmal zum Thema Matthäikirche gehören.


    Die Matthäikirche - Bachstadt Leipzig


    Leider wurde dort wieder etwas zur Johanniskirche hineingesetzt, so daß ich vermutlich im ersten Halbjahr 2021 einige Grundinformationen explizit als Thema Johanniskirche - Friedhof / Gottesacker etc. verankern werde ...

    Rastrelli Freitag 5:03


    Bitte in diesem Forum keine Fake News, Desinformation oder sonstige unrichtige Mutmaßungen.


    Nichts wurde abgezogen. Manches ist sogar schon 20 Jahre im Netz. Der einzige Grund der Zurückhaltung liegt darin begründet, daß zur Verstetigung der Bildbestände noch kein geeignetes Geoinformationssystem zur Anbindung vorliegt. Denn je mehr hier eingegeben wird, desto mehr Aufwand entsteht dann damit, die Altbestände wieder neu einzubinden. Sinn macht also erst eine dauerhafte Verortung, wo möglichst jeder zugreifen, lernen und vergleichen können sollte, um nicht wieder alles von vorn erfinden zu wollen ...


    ringbach.jpg


    oben zu sehendes saniertes Eckgebäude in der Blickachse des Ringes um 1900

    Da es wieder möglich ist, eigene Bestände einzubinden, möchte ich an den letzten Vergleichen anknüpfen. Zwar haben die Laubbäume größtenteils noch nicht ihre Blätter abgeworfen, dennoch gibt es einiges auch in vegetationsärmeren Straßen aufzunehmen.

    Beginnen wir heute wieder mit dem Blick aus dem Fenster, den wir bei der gegenwärtigen Schießschartenarchitektur kaum mehr finden.


    plaussiger6.jpg


    Foto von unbekannter Hand vermutlich aus den 1920er Jahren


    plaussiger62020.jpg


    04318 Leipzig , Plaußiger Straße 6 (Sellerhausen-Stünz), Vergleich 10.10.2020


    bautzmann24.jpg


    Auch wenn auf diesem Foto nur Sellerhausen 1924 angegeben war, konnte man es leicht verorten.


    bautzm242020.jpg


    04315 Leipzig Bautzmannstraße 24 (Volkmarsdorf) - Straßenseite Bülowstraße


    Die Alleinstellungsmerkmale sind bei vielen, auch einfachen Gebäuden so deutlich, daß selbst das farbliche Übertünchen oder der moderne Versuch der Anonymisierung scheitern und kommenden Generationen den Blick für weitere Sanierungen erweitern.


    leopold16.jpg


    am 10.02.1907 versendet nach Dragsdorf


    leopold162020.jpg


    04277 Leipzig Leopoldstraße 16 (Connewitz) Die links angeschnittene Nummer 18 hatten wir schon. Das muß hier nicht wiederholt werden. Auch die folgende Vergleichsaufnahme erfolgte am 11.10.2020.


    leopold25.jpg


    Ebenfalls an den Dragsdorfer Gastwirth Thonfeld versendet am 29.6.1907.


    leopold252020.jpg


    04277 Leipzig Leopoldstraße 25 (Connewitz)


    Dem Wandel der Zeiten unterliegen (so sie nicht zu Wohnraum werden) auch Geschäfte.


    coppi53a.jpg


    unbezeichnet, vermutlich 1910er Jahre


    coppi53a2020.jpg


    04157 Leipzig Coppistraße 53a (Gohlis) , Vergleich 10.10.2020 - auch bei den folgenden Aufnahmen


    guenther3.jpg


    unbezeichnet, vermutlich zwischen 1905 und 1910


    guenther32020.jpg


    04177 Leipzig Güntherstraße 3 (Alt-Lindenau)


    Wurzner125.jpg


    versendet nach Borna, vermutlich (Briefmarke abgeweicht) um 1910


    wurzner1252020.jpg


    04318 Leipzig Wurzner Straße 125 (Sellerhausen-Stünz)


    karlheine76.jpg


    unbezeichnet, vermutlich um 1905


    kheine762020.jpg


    04229 Leipzig Karl-Heine-Straße 76 (Plagwitz)


    Wie auch bei den anderen Vergleichsaufnahmen ersichtlich, ist bei der Gestaltung der Dachaufbauten wahrlich noch viel Luft nach oben. Aber das kann jeder aus seinem Blickwinkel besser interpretieren.


    An dieser Stelle sein nochmals auf Unbekanntes aus Dresden, Chemnitz, sächsischen Kleinstädten und natürlich Leipzig verwiesen, wo jeder seine Ortskenntnis testen kann. Die Seite wird ab und an aktualisiert.


    http://www.technologienpsychologie.org/heimatik/xy/xy.html

    Um zum Thema zurückzukommen: Unter Bachstadt Leipzig fallen eigentlich alle Kirchen. Aber da in Stadtbild Deutschland Allgemeinwissen vorausgesetzt wird und folglich mehr auf das eingegangen wird, was durch Kriege und Diktaturen an städtebaulicher Kultur und Qualität wiederzugewinnen ist, waren die Themen bisher nur Pauliner- und Matthäikirche. Die Beiträge zur Johanniskirche implizieren, dieses gelegentlich doch als Thema explizit wieder aufzunehmen.


    Derweil möchte ich aber, da wir hier schon ein Foto von der Grundsteinlegung des Denkmales für Richard Wagner am 22. Mai 1913 sehen konnten, und auch der eigentliche Standort neben der Matthäikirche plausibel dargestellt wurde, die vorgesehenen Entwürfe nachreichen.


    wagner1.jpg


    Das Foto entstand vermutlich auch im Jahre 1913. Wie auch das folgende Foto wurde es hergestellt "Zum Besten des Denkmalfonds mit Genehmigung des Denkmalskomitees. " bei Allein-Vertrieb und Verlag Carl Cramer, Leipzig.


    wagner2.jpg

    Zudem sei nochmals wie hier und auf den Vorkriegsfotos zu sehen auf den eigentlichen Standort verwiesen, der mit dem gegenwärtigen Stasi-Hübschungsdenkmal nicht vereinbar ist. Das gegenwärtige "Denkmal für den anonymen Mitarbeiter des MfS" wirkt eher wie eine Karikatur. D.h. der junge Wagner in Originalgröße paßt mehr in einen Innenraum. Und das Stasi-Hauptgebäude mit seinen Gittern, Verhörzellen und zahllosen Spitzelzimmern als Symbol einer folgerichtig gescheiterten Diktatur sollte endlich aus dem Stadtbild zu Gunsten einer würdigen Neugestaltung von Matthäikirche, Matthäikirchhof und notwendigen Umgebungsbauten verschwinden.

    Da es ja wieder möglich ist, eigene Bestände einzubinden, gehört zu obiger Abbildung ein Vergleich, auch wenn er eigentlich kaum sehenswert ist:


    steinplatz2019.jpg


    Steinplatz 2019


    Allerdings gibt es zwischenzeitlich eine bessere Aufsicht:


    steinplatz.jpg


    Schmuckplatz an der Steinstraße (um 1920) ungelaufen Muster Verlag W. M., Leipzig


    Einen Vergleich zur obigen Andreaskirche gibt es auch bzw. eher zu dem, was fehlt:


    andreask2018.jpg


    Platz der Andreaskirche im Jahre 2018 an der jetzigen Karl-Liebknecht-Straße oder wie im Volksmund gesagt wird:

    Zeitzer Adolf-Südknecht-Straße. Die historische Folge möge dies erklären:


    andreas1899.jpg


    gelaufen mit Stempeln 21.12.1899 in Leipzig und Sömmerda


    sued1906.jpg


    gelaufen mit Stempeln vom 09.03.1906 in Magdeburg und Lindstedt (Gardelegen)


    andreas193x.jpg


    ungelaufen um 1935 Trinks & Co.,


    andreas193y.jpg


    ungelaufen vor 1945 , Verlag Carl Cramer Leipzig C 1


    und aus dem Innenleben der Andreaskirche:


    andreai1.jpg


    ungelaufen ohne weitere Angaben, um 1935 sowie


    posaunen1910.jpg


    Posaunenchor zu St. Andreas Leipzig 1910


    Nachdenkliche Stimmung vor über hundert Jahren: Jugendliche Freizeitgestaltung in der Südvorstadt ...

    Im Prinzip müßte es Abbildungen geben. Zum Steinplatz wurde ja schon etwas zugeordnet:


    reihex1.jpg


    Ansonsten muß man sich über Luftaufnahmen (s. oben) oder hier herantasten wie:


    luft2.JPG

    oder an anderen Gebäuden wie eben die Andreaskirche:


    andreaa4.jpg


    Andreaskirche vor 1910


    andreas1918.jpg


    Andreaskirche 1918


    andreaa3.jpg


    Ansonsten hatten wir schon einige Aufnahmen aus der Gegend bezüglich der städtebaulichen Formsprache bei xy. Vielleicht findet sich auch dort noch etwas ...


    http://www.technologienpsychol…k/geloest/hausxy2019.html


    http://www.technologienpsychologie.org/heimatik/xy/xy.html

    Da es noch immer keine aufwärtskompatible Lösung für eine geodatenbasierte Datenbankeinbindung der Bilder gibt, die Doppel- und Mehrfacharbeit aufhebt, habe ich wenigstens mal wieder einiges online gesetzt, was sonst nirgendwo erfahrbar ist. In diesem Sinne wünsche ich für 2020 viele Wieder- und Neuentdeckungen:


    2019 u.a. gelöst

    Bevor es an die Verortung zerstörter Bausubstanz geht, braucht es erst einmal einen korrekten Plan, an dem man sich auch bei künftigen Beispielen orientieren kann. Dazu habe ich einen 1914 aktualisierten herausgesucht und auch etwas größer online gesetzt, damit er auch noch einigermaßen lesbar ist:



    Als erste Beispiele beginnen unten bei dem roten Punkt. Es ist heute die Ecke Karl-Liebknecht- / Richard-Lehmann-Straße:



    Karl-Liebknecht-Straße stadteinwärts (alle Vergleichsfotos vom 12. April 2019)


    Man sieht, wie ältere DDR-Neubauten an einen Altbau anschließen.



    Karl-Liebknecht-Straße 124, früher Südstraße 68:



    Südstraße 68 mit "Stadt Schneeberg", gelaufen am 21.08.1899 nach Altenkundstadt


    Gleich daneben befindet sich das Quartier an der Kantstraße zur Fichtestraße:



    Hier gibt es folglich in einigen Jahren den Bedarf der Lückenschließung.



    Südstraße 62, jetzt Freifläche Karl-Liebknecht-Straße 118, vermutlich auch um 1900


    Ein seitlicher Blick auf die Freifläche heute:



    Wie der Plan oben zeigt, waren die Flächen dicht bebaut.


    Und damit komme ich zum eigentlichen Hintergrund dieses Beitrages. Denn als ich die folgenden Aufnahmen erwarb, wußte keiner, wo es ist und vermeinte, es sei irgendwo in Plagwitz ...



    Hier ist die Rückseite der ehemaligen Südstraße im Hintergrund, also auch vom "Gasthof zur grünen Linde".


    (Foto Max Taggeselle, vermutlich um 1910)


    Während die rechtsseitige Bebauung im Innenhof teilweise noch erhalten ist, existiert vom Gebäude links nur noch ein Rumpf.



    Ein direkter Vergleich ist heute durch die Abgrenzung der einzelnen Gebäude an der Fichtestraße nicht mehr möglich.


    Hier stand das Hofgebäude der Fichtestraße 20:



    Foto vom Atelier Griesbach , Kochstraße 50 um 1900


    Besitzer war Carl Wilhelm Löwe, der in der Südstraße 66 wohnte. Hier befand sich dann Löwe Bachf. C.W. Chromo- u. Glacépaperfabrik, Stein- und Buchdruckerei u. Verlagshandlung.



    Danach übernahm C. W. Meyer das Objekt:





    Foto Max Taggeselle um 1910



    Der Hof war folglich dicht bebaut. Die Gebäude rechtsseitig im Hintergrund an der Kantstraße sind auch im Krieg zerstört worden. Dort befinden sich etwas neuere DDR-Bauten.



    Meyer nutzte als Fabrikant das Gebäude zur Herstellung von Puppen und als "Tierefabrik" , also Vorläufer unserer Plüschtiere.



    Aber zeitweise mietete sich auch der Konsumverein u.a. für Connewitz darin ein. Dies erschließt sich aus den entsprechenden Adreßbüchern, so daß die Freunde von Wikipedia auch noch etwas zu tun haben ...



    Heute ist die seitliche Ansicht mit einer verlassenen Tagesstätte für Kinder nicht gerade in einem einladenden Zustand:





    Hier findet sich auch der Beleg für das folgende Foto, weil man eben schon vor über hundert Jahren viel Wert auf Stadtgrün legte. Einige hochgewachsene Bäume existieren im Innenhof des Quartiers und vielleicht wäre es wünschenswert, wenn man die heutige Abtrennung einzelner Häuser (nicht im Bild - so es sicher realisiert werden kann) aufhebt und wieder gemeinsam nutzt:





    Innenhof - Hofrückseite Fichtestraße Ecke Südstraße um 1910, Foto Max Taggeselle

    Hochhäuser und weiterer städtebaulicher Schwachsinn (auch wenn dies auftragsgeile Architekten stören sollte, und da vor einiger Zeit wieder so ein ominöser Beitrag im lokalen Zentralorgan inszeniert wurde):


    Widerstand der Bürger konnte auch zu DDR-Zeiten durchaus erfolgreich sein!


    Hätte es den Widerstand vieler Bürger in Leipzig nicht gegeben, wären auch mehr Wahnvorstellungen der SED in den späten 1960er Jahren umgesetzt worden. So sagte der damalige Besitzer der Nancy-Bar in der Mozartstraße zu dem vorgesehen Abriß seines Mietobjektes: "Nur über meine Leiche!". Und zahlreiche Familien wie in der Beethovenstraße Familie Asmussen engangierten sich stark für den Erhalt von Baudenkmalen, auch wenn dies nie u.a. im lokalen Zentralorgan nachzulesen war.


    Ende der 1968er Jahre sollte das Leipziger Musikviertel wie folgt umgestaltet werden:



    Die Veröffentlichung erfolgte im Zentralorgan (!) der SED in Berlin, im "Neuen Deutschland", wo der Leipziger Bezirkskorrespondent Hans Schulze über die Pläne berichten durfte:


    u.a.
    "Die Eingangspforte werden der klassizistische Monumentalbau des Dimitroff-Museums und der künftig gegenüberliegende 22geschossige Bürohochbau bilden, an dem auf einer Großfläche reliefartig Dimitroffs Sieg im Reichstagsbrandprozeß dargestellt werden soll. Der westlich anschließende Platz bewahrt mit Einfühlungsvermögen Traditionen des für Leipzig einmaligen Viertels. Die Universitätsbibliothek mit ihren etwa zwei Millionen Bänden wird getreu ihrer ursprünglichen Gestalt restauriert. Gegenüber wird in ähnlichen Proportionen eines der elfgeschossigen Wohnhäuser, die vorrangig im Musikviertel gebaut werden, den Platz begrenzen."


    Der 22-Geschosser wurde glücklicherweise nie gebaut und für die Gebäude in der Mozartstraße gab es statt Abriß
    zwei Lückenfüllungen.


    Auch was hier unter Nr. 3 stand, versandete glücklicherweise. Nur 3 abgespeckte Türme kamen so zur Realisierung, wozu Johannes Schulze, ehemals BCA, originärer aus damaliger wie heutiger Sicht etwas beitragen könnte.


    Verschont wurde Leipzig auch von Nr. 4, wo geschrieben wurde:


    "Weit über das grüne Dach des Kulturparkes hinaus wird eine Gruppe von 24- bis 28geschossigen Wohntürmen den eindrucksvollen nordwestlichen Abschluß des schönen Stadtteiles bilden.
    17geschossige Wohnhäuser, die das Musikviertel im Südosten begrenzen, werden unmittelbar am Geburtshaus Karl Liebknechts stehen. Sein kampferfülltes Leben für diese unsere schöne sozialistische Gegenwart und Zukunft soll hier gestalterisch widergespiegelt werden."



    Freilich sind die Argumentationen für Hochhäuser heute andere, aber derzeit sind alle so scheußlich wie unökologisch
    und unansehnlich. Daran hat sich leider nichts geändert. Zu den Details im Musikviertel wird bestimmt Frau Hella Gormsen zu ihren Vorträgen im Mai 2019 Auskunft geben.

    Stasi und die Folgen bzw. kein Ende


    Auch wenn die Akten zur langjährigen Immobilienkriminalität im Leipziger Rathaus (wie überregionale Medien berichteten, u.a. "Herrenlose Häuser") vermutlich erst in Jahrzehnten freigegeben werden, sind die Folgen für jedermann im Stadtbild sichtbar.


    Dank des Hinweises sei noch eine Ergänzung angebracht. Das Zitat belegt, daß man wiederholt Schwierigkeiten hat, die Innenstadt innerhalb des Stadtkernes zu verorten. Dies war schon der Fall, als man schon den falschen Standort für die Kirche lancierte.


    Wir hatten dies schon beim Thema "Alte Trinitatiskirche und Neubau der Propsteikirche" Seite 2 abgehandelt. Man überlege sich also, die Kirche wäre an ihrem rechtmäßigen Standort wieder aufgebaut worden (vielleicht ggf. auch in neuerer Form).



    eigentlicher Standort der Kirche um 1910/1920 unterhalb des Neuen Rathauses


    Dazu hätte es nur bedurft (wie bei dem abgerissenen DDR-Neubau Thomas-EOS, wo jetzt ein großes Schulgelände steht), die ebenso die marode DDR-Neubau-Partnerschaftsschule des Ministeriums für Staatssicherheit der DDR abzureißen.


    Die Möglichkeiten, mit der althergebrachten innerstädtischen Struktur dort Kita- und andere Einrichtungen besser unterzubringen, kann sich jeder selbst ausmalen.


    Hier hätte es (bis auf die Friedrich-Ebert-Straße) einen direkten Übergang zum Johannapark gegeben ...


    Entgegen dem jetzigen Standort wäre dann alles im grünen Bereich ...


    Die Walter-Gronau-Oberschule, wo Genosse Tiefensee seine politische Karriere begann, im hinteren Bereiche etwas verdeckt (Generalmajor im Wachregiment Feliks Dzierzynski sowie Leiter der Hauptabteilung I des Ministeriums für Staatssicherheit der DDR) - ist natürlich inzwischen auch legendiert/umbenannt.


    Eigentlicher Standort der Kirche im Jahre 2011, wie er auch heute noch im Jahre 2019 ist ...

    Es ist kein böser Wille, wenn aktuelle Erfolgsmeldungen grandioser Leipzig Architekturleistungen vergeblich gesucht werden. Doch jetzt kann man an der Stelle, wo sich u.a. Kürstens Buchdruckerei befand, also gleich gegenüber dem Neuen Rathaus, schon erahnen, welches bahnbrechende wie nachhaltige Niveau unter Frau Dorothee Dubrau mit Zukunftsplanern und Stadträten in Deutschland und weltweit neue Maßstäbe setzen wird:



    Nix für ungut.


    Nonnenmühlgasse 16. März 2019

    Bei Durchsicht meiner digitalisierten Altbestände fanden sich noch zwei Fotos aus dem Umbauungsbereich der Matthäikirche:



    Dies gehört noch zum Umbauungsbereich, der linksseitig mit den Neubebauungen entfernt wurde, während das folgende Foto zum direkten Matthäikirchhof gehört:



    Matthäikirchhof um 1880


    Mittig ist das schmalste Haus Leipzig zu sehen.


    Herr Hädicke, der dazu nachgeforscht hat, kann da bestimmt mehr dazu schreiben.


    Für heute abschließend nochmal die Ansicht vom Alten Theater zur Matthäikirche:



    Dies ist heute kaum vergleichbar, denn Leipziger Rathausambitionen mit den Verkehrsverbreiterungen für eine autogerechte Stadt, mit den Stasiknastbauten, wo vorgesehene "Tigerkäfige" noch eingebaut werden können, mit der gegen das Bürgervotum gerichteten Fehlverlegung der Pleiße und unattraktiven wie ökologiefeindlichen Hochhausplänen zur Stadtverschandelung sind immer noch Realität.

    Dank Heimatforscher Dietmar Kunerl ist wieder ein Neuzugang zu konstatieren:



    Stötteritz, Lausicker Straße um 1925



    04299 Leipzig, Lausicker Straße Ecke Gotenstraße 2019


    Bei den innerstädtischen Gebäuden ist leider durch Gartenzäune oder Bebauung nicht alles im gleichen Blickwinkel
    vergleichbar:



    Feuerbachstraße 18 2019



    04105 Leipzig, Feuerbachstraße 18 1907, (Waldstraßenviertel), dazu die Straßensicht heute:



    Aus einem besonderen Grund hier nun noch Beispiele aus dem Musikviertel:



    04107 Leipzig, Ferdinand-Rhode-Straße 3 1939



    04107 Leipzig, Ferdinand-Rhode-Straße 3, 2019


    Hierzu ist zu sagen, daß dies einen der frühesten Neubauten nach der "Wende" darstellt. Das ursprüngliche Gebäude war zwar kriegsbeschädigt zu DDR-Zeiten mit einem Notdach versehen, aber über Jahrzehnte dem Verfall preisgegeben. Es war somit Domizil für Haustauben, Taubenzeckenmilben und weiterem Getier, wo letztlich die Decken einfielen und Herr Sander als letzter Mieter wahrlich unter heute kaum vorstellbaren Bedingungen ausharrte.


    Etwas anders erging es der Haydnstraße 3:



    Haydnstraße 3 im Jahre 1911



    Haydnstraße 3 im Jahre 1998



    04107 Leipzig, Haydnstraße 3 im Jahre 2013


    Sanierungen (nicht immer unstrittig mit den Mietern) gab es auch am Floßplatz:



    04107 Leipzig, Floßplatz



    04107 Leipzig, Floßplatz 2019


    Leider kann nicht alles zum Musikviertel hier gezeigt werden, zumal vieles bekannt und benannt ist und somit nicht unter die xy-Kategorie fällt. Aber im Mai 2019 wird Frau Hella Gormsen zwei Vorträge über das Musikviertel halten, wo dann ausgiebig der Villenring und vieles mehr (auch aus den Beständen von Lipsikon) vorgestellt wird.

    Um KV., der dankenswerterweise wieder einige Standorte lokalisierte, nicht warten zu lassen, setze ich vier weitere Beispiele online. Auch wenn derzeit das Grün fehlt, bieten die Vergleiche auch Aussagen zurVegetation. Wenn also bei der ersten Aufnahme die Beschilderung der Kartoffel-Handlung engros nebst Bewohnern zu sehen war, so bot sich um 1910 das folgende Bild:



    Im wesentlichen hat es sich so auch erhalten, nur sind die Bäume etwas gewachsen:



    04315 Leipzig Rosa-Luxemburg-Straße 54 (Neustadt Neuschönefeld). Auf der anderen Straßenseite befinden sich die ehemaligen Bahnanlagenbereiche Richtung Hauptbahnhof. Weshalb der dritte Baum nicht mehr existiert, erschließt sich aus den geschaffenen Zufahrten für die angrenzenden Gebäude:



    (Vergleiche alle am 7. Januar 2019)


    An Grün wurde auch bei der Leipziger Baugenossenschaft für Kleinwohnungen gedacht:



    versandt am 18.1.1921 nach Cassel



    04318 Leipzig Gregor-Fuchs-Straße 35 (Anger-Crottendorf)


    Für andere Teile Leipzigs sind Platanen charakteristisch, die besonders im Sommer u.a. einen angenehmen Schatten spenden:



    versandt am 27.6.1909 nach Eilenburg



    04105 Leipzig Pfaffendorfer Straße 50 (Zentrum Nord). Hier verdeckt die Vegetation etwas die unzulängliche Sanierung ...



    unbeschriftet, um 1912



    04318 Leipzig Theodor-Neubauer-Straße 46 (Anger-Crottendorf)


    Hoffe, daß die Verortungen so einigermaßen korrekt sind. Natürlich wäre es schön, z.B. einmal Häuserdarstellungen im gesamten Straßenbezug wie in der früheren Windmühlenstraße zu haben - im Wechselspiel mit entsprechenden Luftaufnahmen -, aber dazu steht leider noch nicht genug Material zur Verfügung. Wichtig wird dies auf jeden Fall, wenn man wieder zu sinnvollen Verdichtungen im städtischen Straßenraum kommen will.

    "Wohnungsnot"


    Es wurde schon an anderer Stelle etwas zu den realen Leerstandsquoten in Leipzig ausgeführt. Dabei ging es darum, daß nicht nur in Problemgebieten und an Ausfallstraßen ganze Häuser bzw. Straßenzüge leerstehen. Die praktischsten Informationen erhält man dazu oftmals nicht in den Beiträgen, sondern in den Kommentaren des lokalen Zentralorgans. Wie dem auch sei, als ich heute für "xy-ungelöst" unterwegs war, fiel mir als Beispiel die Ostheimstraße auf. Während die rechte Seite zum Friedhof bewohnt ist, sind auf der anderen Seite a l l e Gebäude unbewohnt:



    Stand: 5. Januar 2019


    Früher war dieses Gebiet vermutlich aufgrund der Bahngleise auf der anderen Seite mit offener Braunkohlebeförderung und -feuerung nicht besonders attraktiv, aber bei der heutigen Nutzung durch die Deutsche Bahn ist es eher eine ruhige Lage ...



    Blick von der Riesaer Straße zum Eingang Ostheimstraße


    Wie gesagt, es ist nur 1 Beispiel ...

    Dank der Zuordnungen von KV. gibt es wieder einige Ergänzungen. Beginnen wir in Lindenau:



    am 1.1.1920 versendet nach Förderstedt


    Es steht noch (Vergleiche alle 4. bzw. 5. Januar 2019).



    04177 Leipzig Jordanstraße 18 (Altlindenau)



    versendet am 1.10.1911 nach Lößnig



    04177 Leipzig Jordanstraße 16 (Altlindenau) - links daneben die 18


    Ebenfalls leicht gelöst:



    gelaufen am 26.5.1911 nach Lichtenstein Callenberg



    04109 Leipzig Lessingstraße 26 (Zentrum West)


    Die folgenden Aufnahmen verdeutlichen auch, was nach ca. hundert Jahren aus den Vorgärten geworden bzw. eher nicht geworden ist:



    unbeschriftet, vermutlich ca. 1925



    04347 Leipzig Pögnerstraße 13 (Schönefeld) - baugleich ist auch die Nr. 7, aber ebenso mäßig saniert ...



    am 6.7.1910 versandt zum Pfarrhaus Gnandstein



    04103 Leipzig Czermaks Garten 5 (Zentrum Ost)


    Aufgrund des Neubaus rechts war leider kein günstigerer Vergleich möglich.



    unbeschrieben, vermutlich um 1910



    04328 Leipzig Ostheimstraße 10a (Sellerhausen-Stünz)


    Natürlich ist inzwischen die Liste unbekannter Objekte wieder aktualisiert und ergänzt worden, auch für Findige aus Dresden und Chemnitz. Schließlich würde ich doch gern wissen, wo u.a. das "Böhmische Restaurant" war ...


    http://www.technologienpsychologie.org/heimatik/xy/xy.html