Posts by Luftpost

    nee ich würde sagen:

    Brauerstraße 1,2 und 3.

    Das 1. Bild ist aus dem Obergeschoss des historisches Barberini heraus fotografiert.

    Nee doch nicht. Das 1. Bild zeigt ja die Apsis der Nikolaikirche. Daher muss die Aufnahme ungefähr aus der Position der heutigen SLB heraus fotografiert worden sein. Damals stand dort in etwa das Probenhaus.

    Bei den beiden weiteren Bildern bleibe ich bei der Brauerstraße.

    und gerade dieser Saal ist das Entscheidene. Sicherlich vervollkommnet das hohe Dach die städtebauliche Sicht auf die Kirche. Sicherlich sind die hohen Fenster schön anzuschauen. Doch ist der weitere äußere Schmuck das Kirchenschiffs doch eher Preußisch-sparsam, geradezu marginal.


    Wenn also weiterhin von den Befürwortern auf die städtebaulichen Aspekte gepocht wird, lässt sich das einem uninteressierten Normalbürger nicht mehr vermitteln. Dann kommt da dann eine kritische Rekonstruktion a la "Zum Einsiedler" heraus.

    Daher, auch wenn Nicht-Kirchen-Besucher das Innere von Kirchen nicht interessiert, so ist es doch genau das Innere, das über die weitere Qualität des Garnisonkirchen-Projektes entscheiden wird.


    Wesentlich entscheidend nach dem Turm wird sein:

    1. es entsteht ein vollständiger, durch jeden Bürger immer betretbarer, öffentlich zugänglicher Raum.

    2. dieser Raum muss die architektonischen und klanglichen Qualitäten des ehemaligen Kirchenschiffs erreichen.

    3. ist diese Qualität ausschließlich mit den originalgetreuen Materialien und der orginalgetreuen Umsetzung dieses idealtypischen Kirchenschiffs sicher zu erreichen.

    4. jegliche Experimente, moderne Zugaben, Verfremdungen oder Weglassen von Architektur und Einrichtung gefährden diese Qualität und sind zu unterlassen.

    5. Werden diese dennoch weiter verfolgt und zugelassen, gefährden sie den Gesamterfolg des Gebäudes. Eines Gebäudes, welches eben nicht nur städtebaulichen Zwecken dienen soll, kann und darf!


    Eine Kirche ist ein öffentlich zugänglicher Raum. Für Jedermann, auch für Glaubens-Ablehner und Anders-Gläubige.


    Diese Kirche erreicht ihren Gesamt-Erfolg nur mit ihrem vorbildhaften, vorbildgebenden Inneren!


    Eine Jugendherberge ist keine Kirche. Und auch kein öffentlicher, für Jedermann zugänglicher Raum! Eine Jugendherberge bietet auch nicht Jedermann Schutz und Trost. Eine Jugendherberge an diesem Ort verhindert dauerhaft das gemeinsame, herausragend-akkustische Musizieren!


    Und: eine Jugendherberge existiert bereits in Potsdam. Will die Stadt als marktwirtschaftlicher Konkurrent auftreten?

    Nur der Vollständigkeit halber, hier die nächste Sau, die durch's Potsdamer Dorf getrieben wurde, Zitat: "Die Hohenzollern erheben ihre Ansprüche auf Grundlage einer Erbfolgeregelung mit verfassungsfeindlichen Motiven..." und weiter "Deshalb darf der als Republik und Demokratie verfasste Staat kein Vermögen an Personen übertragen, welche sich mit eben diesem Vermögen auf die Beseitigung der verfassungsmäßigen Ordnung vorbereiten wollen – hier auf die Thronfolge als König von Preußen..." ... Das meint ernsthaft, Zitat:

    "Torsten Tristan Straub hat eine Professur für internationales und europäisches Wirtschaftsrecht und lehrt an der Berliner Hochschule für Wirtschaft und Recht."

    Dieser "einzelne Kopf" ist doch nicht vom Himmel gefallen ... Er wurde bewusst gewählt von den Potsdamer Wählern. Also hilft es wenig weiter, die ganze Schuld immer auf eine Person oder Gruppierung abzuladen...



    Auch das wieder ein typischer Heimdall. Nein, der ist nicht vom Himmel gefallen, der wurde frei und geheim gewählt.


    Doch der halbinteressierte Durchschnittswähler wird die sehr, sehr feinen Signale, die der damalige SPD Kandidat vor der Wahl von sich gab, kaum deuten haben können. Vielmehr wurde da der SPD- Kandidat gewählt, so wie seit 1990 in Potsdam. Und die Wahlen davor haben ja nun keine schlechten Ergebnisse für die Stadt gebracht, oder?


    Das dies nun anders ist, fällt langsam auch den politischen Analphabeten auf...


    Luftpost

    @ Herr Herrmann, Sie wissen es eigentlich besser: die

    ...mehrheitlich linke Stadtregierung (Arbeiterpartei) ...

    regiert in Potsdam bereits seit 30 Jahren. Neu ist die Rathauskooperation zusammen mit den Linken (ex PDS, ex SED) und ein dazu passender OB der SPD, der seine Rathauskooperationspartner noch links überholt. Ansonsten ist alles wie seit 30 Jahren in Potsdam.


    Demnach ist nicht eine irgenwie geartete linke Stadtregierung Schuld am aktuellen rekonstruktionsfeindlichen poltischen Klima, sondern insbesondere ein einzelner Kopf, der dieses Klima geschaffen hat und weiter schafft.


    Luftpost

    Hallo Zusammen,

    die erste veröffentlichte Information zum Quartier IV, leider wieder hinter der Bezahlschranke der MAZ: (nur) ein Haus soll in diesem Quartier die historische Fassade erhalten. Das Probenhaus am Platz der Einheit bleibt damit Geschichte...



    Sollte für dieses neu entstehende Viertel ein neuer Strang angelegt werden? wie soll der heißen? und hatten wir den nicht mal?


    Diesen Thread werden wir in Kürze mit vielen Bau-Informationen und -Bildern zum Quartier III füllen. Verwechslungen können dann schnell auftreten.


    Luftpost


    So, hier der neue Strang für das Quartier IV.

    Mod. (Snork)

    Hallo Kurfürst,
    genau diese Neubewertung wollen die Gegner verhindern. Nur durch Nicht -Existenz (des Schönen) kann man diesem jedwede andere Eigenschaften andichten.
    Auch die von der ev. Kirche gewollte architektonische Um- und Neuinterpretation wird die gesellschaftliche Neubewertung nach der Rekonstruktion unterbinden, da die Auseinandersetzung mit der ursprünglichen Architektur, wegen dauerhafter Abwesenheit, nicht stattfinden kann.
    Also bleibt die propagandistische Ausschlachtung der Nazis und Kommunisten dauerhaft im gesellschaftlichen Gedächtnis erhalten.


    Luftpost

    In den vergangenen Jahren waren natürlich auch Rekonstruktionen als Kandidaten zugelassen - und haben auch gewonnen! Ich denke nur an das Barberini in Potsdam, welches Preisträger wurde. Warum sollen denn nun Rekonstruktionen ausgeschlossen werden? Um den 101sten Baupreis zu gründen?


    Luftpost

    Hallo Exilwiener,
    ich hatte dieses Jahr die Gelegenheit, den Park in einer Führung zu besuchen. Einfach wunderbar, wie dieses Kleinod wiederersteht. Insbesondere die Mallorkinische Grotte hatte es mir angetan.


    Auch die Genauigkeit, mit der die baulichen Anlagen wieder hergestellt wurden, überzeugt. Allein die Terrasse wurde aus meterhohem Schutt wieder freigelegt. Im Schutt waren Abbrüche der Villa ebenso enthalten, wie solche aus dem restlichen Potsdamer Stadtgebiet. Anhand der gefundenen und geborgenen Fragmente im Schuttberg wurden die Ballustrade und Vasen der Terrasse der Villa nachgebildet. Großartig!


    Leider / nachvollziehbar war das Fotografieren in gesamten Privat-Garten nicht gestattet. Daher verwundert mich, das hier nun ein aktuelles Foto des innersten Bereichs des privaten Gartens erscheint. Wenn dafür eine Erlaubnis vorliegt, dann super, sonst bitte entfernen.


    Luftpost

    richtig, nicht die Jüdischen Gemeinden sind Auftraggeber, sondern das Land Brandenburg.


    /ironie anfang
    Die Jüdischen Gemeinden sollen sich dann da nur hineinbegeben und gefälligst wohlfühlen. Ist ja schließlich für lau für sie. Dann darf es auch hässlich, unpraktisch und entgegen den Religionsanforderungen gebaut sein.
    /ironie ende