Posts by Luftpost

    Also ich halte den ausgewählten Bildausschnitt und damit die Wahl auf das Weitwinkel(?)-Objektiv (sieht mir ehr nach 50mm Normalobjektiv) für vollkommen richtig gewählt. Schließlich wächst der Turm noch deutlich über die Bildmitte hinaus. Bei einem Zoom-Objektiv würde man dann wieder nichts mehr sehen, außer einer Etage...

    In die Zukunft denken, etwas sehen, was noch nicht zu sehen ist, ist halt nicht jedermanns Sache... 😉

    Man man man Konstantin, das ist aber nun wirklich Haarspalterei. Ich dachte erst, Du meinst die Guttae unter dem Gesims. Das wäre noch eine signifikante Masse unter dem Dach gewesen, allerdings die 8 Positionen unter den 4 Fenstern...?

    Meinst Du nicht, dass ist so gewollt worden, um dem potsdamer Vandalismus vorzubeugen? So häufig, wie hier von Denkmalen Finger, Nasen, Arme und Beine abgebrochen werden... So kann sich jeder schnell ein Stückchen vom Barberini, für die heimliche Entsorgung zu Hause, abbrechen, was dann schnell, einfach erreichbar und kostengünstig ersetzbar ist. Quasi die Vandalsisten-Sollbruchstelle.


    Grüße Luftpost

    Heimdall

    das Havelhaus war das Wohnhaus das Fährmanns auf der Havel Zwischen der Berliner Vorstadt und dem heutigen "Zentrum Ost". Diese Fähre existiert seit der Humboldt-Brücke (ca.1970) nicht mehr. (Vergleiche Potsdam.de)


    Oben genanntes Fährhaus ist in Nedlitz (0rtsteil Fahrland), die ehemalige Fähre lag in Verlängerung des Sacrow-Paretzer Kanals zwischen Weißer See und Jungfernsee. Diese Fähre wurde bereits mit der ersten Brücke (der Vorgängerbau von Persiusses Brücke) um 1655 eingestellt. (Vergleiche Potsdam.de und Wikipedia)


    Und anstatt den im Raum stehenden Abriss mit dem Zitat zu relativen, wäre ein anders Zitat viel hilfreicher gewesen: der geneigte Interessierte darf zu den Plänen Stellung nehmen. Das abgegebene Meinungsbild soll das weitere Vorgehen beeinflussen (können).

    Hallo zusammen,

    Während das ehemalige Wohnhaus des Fährmanns inzwischen wieder in altem Glanz und sogar mit Turm erstrahlt, soll auf der gegenüberliegenden Straßenseite, das ebenfalls denkmalgeschützte Chauseehaus für die neue Straßenbahnlinie abgerissen werden. Nachricht aus der PNN.

    640px-Neu_Fahrland_Chausseehaus.jpg

    Chausseehaus, Quelle Wikipedia


    Das gesamte Ensemble, samt bereits in den 90 ern abgerissener Brücke, stammt übrigens von Persius.

    12996-20145028616-1-jpg

    Ehemaliges gesamtes Ensemble von Persius mit Brücke, links das wieder hergestellte Fährhaus, das Chauseehaus [Edit] ist rechts nach dem Bildrand [/Edit Ende], Quelle Wikipedia


    Luftpost

    ...weil die Wiese für die Zukunft noch alles zulässt. Um jedoch das Kirchenschiff effektiv verhindern oder wenigstens kontrakarieren oder dekonstruktivieren zu können, muss etwas ANSTATT dessen gebaut werden.


    Da der DDR-Bau nicht genügend Strahlkraft entwickelt, die den erfolgreichen, immer noch nachwirkenden Vorgängerbau überstrahlt. Mit anderen Worten: der DDR-Bau ist zu banal, als dass sich darin die uninteressiste Mehrheit wiederfindet.


    Also muss er noch genügend mit "Kunst am Bau" autismisiert werden, damit die Ecke scheußlich genug wird, um im banal-scheußlichen Einheitsbrei noch wahrgenommen zu werden...

    Nun muss also ein unangreifbarer, schwarzer Ritter her, der genügend immanenten Dekonstruktvismus mitbringt, ja dafür verbrieft ist.

    Und erst dann ist das Kirchenschiff und damit die Garnisonkirche wirklich verhindert. Diese Sicherheit fehlte bisher den Gegnern.

    nee ich würde sagen:

    Brauerstraße 1,2 und 3.

    Das 1. Bild ist aus dem Obergeschoss des historisches Barberini heraus fotografiert.

    Nee doch nicht. Das 1. Bild zeigt ja die Apsis der Nikolaikirche. Daher muss die Aufnahme ungefähr aus der Position der heutigen SLB heraus fotografiert worden sein. Damals stand dort in etwa das Probenhaus.

    Bei den beiden weiteren Bildern bleibe ich bei der Brauerstraße.

    und gerade dieser Saal ist das Entscheidene. Sicherlich vervollkommnet das hohe Dach die städtebauliche Sicht auf die Kirche. Sicherlich sind die hohen Fenster schön anzuschauen. Doch ist der weitere äußere Schmuck das Kirchenschiffs doch eher Preußisch-sparsam, geradezu marginal.


    Wenn also weiterhin von den Befürwortern auf die städtebaulichen Aspekte gepocht wird, lässt sich das einem uninteressierten Normalbürger nicht mehr vermitteln. Dann kommt da dann eine kritische Rekonstruktion a la "Zum Einsiedler" heraus.

    Daher, auch wenn Nicht-Kirchen-Besucher das Innere von Kirchen nicht interessiert, so ist es doch genau das Innere, das über die weitere Qualität des Garnisonkirchen-Projektes entscheiden wird.


    Wesentlich entscheidend nach dem Turm wird sein:

    1. es entsteht ein vollständiger, durch jeden Bürger immer betretbarer, öffentlich zugänglicher Raum.

    2. dieser Raum muss die architektonischen und klanglichen Qualitäten des ehemaligen Kirchenschiffs erreichen.

    3. ist diese Qualität ausschließlich mit den originalgetreuen Materialien und der orginalgetreuen Umsetzung dieses idealtypischen Kirchenschiffs sicher zu erreichen.

    4. jegliche Experimente, moderne Zugaben, Verfremdungen oder Weglassen von Architektur und Einrichtung gefährden diese Qualität und sind zu unterlassen.

    5. Werden diese dennoch weiter verfolgt und zugelassen, gefährden sie den Gesamterfolg des Gebäudes. Eines Gebäudes, welches eben nicht nur städtebaulichen Zwecken dienen soll, kann und darf!


    Eine Kirche ist ein öffentlich zugänglicher Raum. Für Jedermann, auch für Glaubens-Ablehner und Anders-Gläubige.


    Diese Kirche erreicht ihren Gesamt-Erfolg nur mit ihrem vorbildhaften, vorbildgebenden Inneren!


    Eine Jugendherberge ist keine Kirche. Und auch kein öffentlicher, für Jedermann zugänglicher Raum! Eine Jugendherberge bietet auch nicht Jedermann Schutz und Trost. Eine Jugendherberge an diesem Ort verhindert dauerhaft das gemeinsame, herausragend-akkustische Musizieren!


    Und: eine Jugendherberge existiert bereits in Potsdam. Will die Stadt als marktwirtschaftlicher Konkurrent auftreten?

    Nur der Vollständigkeit halber, hier die nächste Sau, die durch's Potsdamer Dorf getrieben wurde, Zitat: "Die Hohenzollern erheben ihre Ansprüche auf Grundlage einer Erbfolgeregelung mit verfassungsfeindlichen Motiven..." und weiter "Deshalb darf der als Republik und Demokratie verfasste Staat kein Vermögen an Personen übertragen, welche sich mit eben diesem Vermögen auf die Beseitigung der verfassungsmäßigen Ordnung vorbereiten wollen – hier auf die Thronfolge als König von Preußen..." ... Das meint ernsthaft, Zitat:

    "Torsten Tristan Straub hat eine Professur für internationales und europäisches Wirtschaftsrecht und lehrt an der Berliner Hochschule für Wirtschaft und Recht."

    Dieser "einzelne Kopf" ist doch nicht vom Himmel gefallen ... Er wurde bewusst gewählt von den Potsdamer Wählern. Also hilft es wenig weiter, die ganze Schuld immer auf eine Person oder Gruppierung abzuladen...



    Auch das wieder ein typischer Heimdall. Nein, der ist nicht vom Himmel gefallen, der wurde frei und geheim gewählt.


    Doch der halbinteressierte Durchschnittswähler wird die sehr, sehr feinen Signale, die der damalige SPD Kandidat vor der Wahl von sich gab, kaum deuten haben können. Vielmehr wurde da der SPD- Kandidat gewählt, so wie seit 1990 in Potsdam. Und die Wahlen davor haben ja nun keine schlechten Ergebnisse für die Stadt gebracht, oder?


    Das dies nun anders ist, fällt langsam auch den politischen Analphabeten auf...


    Luftpost

    @ Herr Herrmann, Sie wissen es eigentlich besser: die

    ...mehrheitlich linke Stadtregierung (Arbeiterpartei) ...

    regiert in Potsdam bereits seit 30 Jahren. Neu ist die Rathauskooperation zusammen mit den Linken (ex PDS, ex SED) und ein dazu passender OB der SPD, der seine Rathauskooperationspartner noch links überholt. Ansonsten ist alles wie seit 30 Jahren in Potsdam.


    Demnach ist nicht eine irgenwie geartete linke Stadtregierung Schuld am aktuellen rekonstruktionsfeindlichen poltischen Klima, sondern insbesondere ein einzelner Kopf, der dieses Klima geschaffen hat und weiter schafft.


    Luftpost

    Hallo Zusammen,

    die erste veröffentlichte Information zum Quartier IV, leider wieder hinter der Bezahlschranke der MAZ: (nur) ein Haus soll in diesem Quartier die historische Fassade erhalten. Das Probenhaus am Platz der Einheit bleibt damit Geschichte...



    Sollte für dieses neu entstehende Viertel ein neuer Strang angelegt werden? wie soll der heißen? und hatten wir den nicht mal?


    Diesen Thread werden wir in Kürze mit vielen Bau-Informationen und -Bildern zum Quartier III füllen. Verwechslungen können dann schnell auftreten.


    Luftpost


    So, hier der neue Strang für das Quartier IV.

    Mod. (Snork)