Posts by Ein_Hannoveraner

    ...Etwas gewundert habe ich mich über die unterschiedlichen Gelbtöne der Balustradenquader, laut Bauzeichnung Postaer Sandstein. Vielleicht von unterschiedlichen Steinbrüchen oder verschiedenen Bereichen desselben Steinbruchs? Westseite:


    Garnisonkirche Potsdam 4.7.20


    Die etwas gelblicheren Steine waren bereits ein paar Jahre in einem Probeaufbau am Boden verbaut (Südostecke mit Flammenvase) und daher schon länger der Witterung ausgesetzt als die frischen Steine.

    Ja, bei Instagram gibt es auch wieder neue Bilder, an der Rück- (= Nord-)Wand hat das Mauerwerk schon die Höhe der Decke über dem Bibliotheksgeschoss erreicht, jetzt wird vorne 'aufgeholt'.

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    Ich schätze, dass spätestens im September die große Decke über dem nächsten Geschoss angelegt wird und dann im Herbst mit dem Glockengeschoss begonnen werden kann (Also dem Geschoss für die Läuteglocken, die ja - neben dem Glockenspiel - auch wieder vorgesehen sind).

    Ich sehe das etwas pragmatischer... Die stählerne Grundkonstruktion der Laterne hat 8 Stützen, die Ringe dementsprechend 8 Segmente. Einmal sind es 9 Schrauben je Segment/ Stütze, das andere mal deren 12...

    Morgenglanz der Ewigkeit,

    Licht vom unerschaffnen Lichte,

    schick uns diese Morgenzeit

    deine Strahlen zu Gesichte

    und vertreib durch deine Macht

    unsre Nacht.


    (EKG 450, Christian Knorr von Rosenroth 1654/1684)

    Das nächste Ereignis dieser Art ist dann - in hoffentlich nicht alzu großer zeitlichen Ferne - Das Aufsetzen der Haube auf dem Turm der Potsdamer Garnisonkirche... (2. Bauabschnitt, Realisierung erst nach genügend Spendeneingang)

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    ab 2.50 läutet es

    Möglichkeiten:

    1.) Mal gucken, ob´s passt.

    2.) Plan B - bei etwas zuviel Wind: am Stück hoch, damit es schwerer ist.

    3.) Plan C - bei deutlich zuviel Wind: Am Boden provisorisch zusammensetzten, damit die Reporter tolle Bilder heute bekommen... Aufsetzen dann in Ruhe später, u. U. erst in der Nacht...

    Schauen wir mal weiter...

    Ging mir gerade so durch den Kopf... Vielleicht eine passende Musik zum Tag : (...und schaut mal nach den Titel des Albums!)

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    Die sind natürlich angeseilt, und bei der Wiedervereinigung wurde der sehr spezielle Beruf des "Industriekletterers" aus der DDR übernommen. Dort war es oft zu aufwändig bzw. wirtschaftlich nicht leistbar, z. B. bei Reparaturarbeiten an Schornsteinen oder Beseitigung von Gefahrstellen an hohen Gebäuden oder Ruinen eigens einen Kran oder Hubsteiger, oder gar ein Gerüst zu stellen. Das war dann tatsächlich die große Chance für Hobbykletterer, die das zum Beruf machten. Die Reichstagsverhüllung vor nun ziemlich genau 25 Jahren wurde durch Industriekletterer geleistet, da gab es seinerzeit einen langen Fernsehbericht darüber.

    EDIT: hat sich zeitlich überschnitten, daher (m)eine zweite Antwort in Folge...

    Freitag is es soweit! Laut Stiftung Humboldt-forum sollen an diesem Tag Laterne und Kreuz montiert werden.

    Prima... Ich bin Sonntag und Montag in Berlin und meine SD-Speicherkarten und ich freuen sich schon riesig auf die vollendete Kuppel! Übrigens, nahebei gibt es am Sonntag ein Carillon- (Glockenspiel-) Konzert vom Turm der Parochialkirche...

    Wahrscheinlich wird eher der Kaufhof an der Marktkirche aufgegeben (ehemals Horten, größtenteils noch mit der Wabenfassade). Da ich in der Nähe wohne, bin ich dort relativ häufig - das Warenangebot und der Service wurde in letzter Zeit schon deutlich und zunehmend heruntrergefahren...

    Kann mir jemand sagen, wann die Figuren auf dem Achteck unter der Kuppel aufgestellt werden?

    Für alle Balustradenfiguren werden ja eigens Spenden gesammelt, lt. der speziell dafür neu eingerichteten Spendenuhr fehlen an den benötigten Mitteln für alle Figuren noch 9 von 12 Mio. Euro... Ich nehme an, die kommen suksessive mit der Finanzierungsmöglichkeit, wie am Potsdamer Stadtschloss.


    Edit:

    Hier der Link zu den Spendenuhren... dort steht eindeutig "Rekonstruktion der Balustradenfiguren"... Da scheint nichts brauchbares mehr da zu sein. (Die Presse bringt da oft was durcheinander, wahrscheinlich handelt es sich bei den Figuren, die "im Depot eingeschlossen" werden müssten, um die Gipsvorlagen für die Bildhauer...)

    https://berliner-schloss.de/spenden-system/spendenstand/

    Ich war im Sommer 2016 in Wesel, hauptsächlich um die rekonstruierte Rathausfassade zu begutachten... Empfangen wurde ich schon von einem quasi nicht existenten Bahnhof. Bahnsteig wohl Baustelle, im rohen Zustand mit Unkraut überwuchert und ohne Dächer (es regnete). Durch die Bilder von 1945aus den Geschichtsbüchern - mit der 98%igen Zerstörung des Stadtkerns - hatte ich natürlich Befürchtungen ob der architektonischen Qualitäten, die ich zu erwarten hatte... die wurden auch voll und ganz bestätigt. Ich habe aber zudem auf dem Weg zum Marktplatz eine nahezu verlassene Fußgängerzone durchquert, Geschäfte waren an einem Samstagnachmittag fast alle geschlossen (wann ist denn dann dort mal etwas los?). Willibrordikirche und die rekonstruierte Rathausfassade am Markt sind da wirklich die einzigen Lichtblicke, letztere hat m. E. die Stadt architektonisch um 50% aufgewertet.

    Als dritten Anlaufpunkt bewegte ich mich noch in Richtung der Zitadelle, durch vorstadtartige Wohnviertel, teilweise ungepflegt, Gehsteige mit Stolperfallen. Die Zitadelle - Insgesamt eine imposante Anlage, die eine Preußische Festung des 18. - 20. Jahunderts gut vermittelt. Das dazugehörige Museum war aber - wohl schon längere Zeit - geschlossen, Bauarbeiten, eine wohl schon länger nicht mehr aktive Baustelle, Wiedereröffnungsdatum lt. Schildern schon lange überschritten... Außer den üblichen Infotafeln keine geöffnete Touristeninformation oder Gastronomie (wie gesagt, Samstag Nachmittag...). Was mir völlig entgagen ist, dass der Rhein wenige hundert Meter hinter der Zitadelle verläuft - Der Blick von dort ging abschreckend auf belebte Schnellstraßen und ein Gewerbegebiet, kein gestalterischer Hinweis auf die Naherholungsmöglichkeiten ( ?) am Rhein... Auf dem Weg zurück zum Bahnhof mittlerweile hungrig, habe ich dann auch nichts passables gefunden (Hätte mich ja mit Döner oder Pizza begnügt), selbst der McD.. im Bahnhof hatte geschlossen. Dann also hungrig weiter nach Köln...

    Auf den Zug wartend hörte ich dann allerdings um 18 Uhr aus der Ferne ein schönes, recht wuchtiges Glockengeläut (spätere Recherchen ergaben, dass die Glocken der Willibrordikirche aus dem 19. Jahrhundert während der Zerstörung der Stadt bereits beschlagnahmt und ausgebaut waren, so dass sie als Klangdenkmal der Stadt überlebt hatten.)

    Fazit: Willibrordikirche und Rathausfassade sind sehenswerete Einzelbauwerke - vor deren Wiederaufbauleistung ich Hochachtung habe - , in der Zitadelle fühlte ich mich als interessierter Besucher alleine gelassen, möglicherweise vorhandene Spazierwege am Rhein waren von mir von der Innenstadt aus nicht offensichtlich auffindbar, die Innenstadt war - gemessen an ihrer Größe - so tot, wie ich es an einem Samstagnachmittag (außerhalb der jetzigen Pandemie...) niemals erlebt habe. Die Nähe von Oberhausen und Rhein-Ruhr insgesamt scheint da alles abzusaugen.

    Bezeichnenderweise erzählte mir später ein Bekannter, der in der Nähe von Wesel aufgewachsen ist (ca. 15 km), dass er von der Stadt nur den Busbahnhof kenne, an dem er auf dem Weg zu seiner Berufsschule immer umsteigen musste...

    Das ist schlicht die Langzeitbelichtung eines Flugzeuges, die Linie ist die Flugbahn, die durch Dauerlicht beschrieben wird, rote und weisse Punkte daran die regelmäßig blinkenden Positionslichter. Die scharfen Webcambilder sind bei Dunkelheit nur durch Langzeitbelichtungen möglich. Bei Tageslicht sind öfter mal Flugzeuge im Hintergrund zu erkennen, die wohl von oder nach Tegel unterwegs sind.

    Betondecken sind nun mal aktueller Stand der Baukunst. Dass die Wände des Turmes, die bis zu 3,50 m stark sind, aus Ziegeln gemauert werden, ist dagegen ausgesprochen ungewöhnlich und einer besonderen Initiative des Architekten zu verdanken, dessen Realisationskonzept am überzeugendsten war.
    Im Gegensatz zum originalen Turm, der eigentlich lediglich Architektur, Kircheneingang und Träger des Glockenspiels war (die Läuteglocken kamen ja erst 1939 in den Turm), bekommt die Rekonstruktion eine Nutzung mit öffentlichen Räumen (Kapelle, Bibliothek, Seminarräume, Ausstellung, Turmbesteigung, Café - und die dazugehörigen Neben- und Wirtschaftsräume). Solche Nutzungen stellen hohe Ansprüche an den Brandschutz, aber auch z. B. an die langfristige Baupflege.
    Der orignale Turm hatte im unteren Bereich noch stärkere Wände (Blöcke von bis zu mehr als 5,00 m im Quadrat), daher nur sehr schmale Räume mit Gewölben, und im oberen Bereich wenige Holzdecken. Die innere Geometrie des Turmes wird also nicht 1 : 1 rekonstruiert.
    Natürlich lassen sich auch Holzbalkendecken mit entsprechendem Aufwand brandschutztechnisch ausrüsten, die Frage ist aber - wofür? die eigentlichen Deckenkonstruktionen werden unter Verputz, Verkleidungen und Fussbodenaufbauten "versteckt", da ist die Materialität dieser Konstruktionen doch zweitrangig für den späteren Betrachter. Und gemauerte Gewölbe über den jetzt deutlich gegenüber dem originalen Zustand grösseren Räumen wären m. E. wegen der erforderlichen Konstruktionshöhen jedenfalls unsinnig.
    Ich war schon sehr überrascht und bin sehr glücklich über die jetzige Lösung eines weitgehend aus Ziegeln gemauerten Turmes... Die TPG hatte seinerzeit (ca. 2002) eine Realisierungsstudie in Auftrag gegeben, demnach sollte der Turm aus 30 - 40 cm starken Stahlbetonscheiben aufgebaut werden, der lediglich äußerlich eine historische Anmutung gehabt hätte. Das wäre eine reine Kulissenarchitektur - eine "Potemkinsche Lösung" geworden. Und wahrscheinlich auch nicht sehr dauerhaft.
    Ich meine, hier wurde schon ein idealer Kompromiss gefunden zwischen einer modernen Nutzung des Bauwerks und einer weitestgehenden Materialtreue zum originalen Turmbau.