Posts by Querido

    ^ Da fehlt nicht nur eine Bahn, sondern noch ein paar Meter direkt neben der Kuppel und ich denke auf der Nordseite auch. Das ist sicher Absicht. Die werden das ergänzen, wenn das Kuppelgerüst weg ist, um Beschädigungen zu vermeiden.

    Schönes Thema. Die, die mein Vorredner genannt hat, könnte ich auch alle aufzählen. Es gibt so viele tolle Kirchen, dass eine Auswahl wirklich schwer fällt und ich wirklich nachdenken musste, welche mich ganz besonders fasziniert haben.
    Ich versuche es mal chronologisch nach ihrer Entstehung:


    1. Pantheon in Rom: (heute als katholische Kirche geweiht). Das wahrscheinlich am besten erhaltene antike Bauwerk überhaupt und mit seiner Kuppel jahrhundertelang Vorbild zahlreicher Bauten, wenn nicht sogar aller Kuppelbauten dieser Welt. Bis heute unglaublich beeindruckend.


    2. St. Gereon in Köln: vielleicht der am meisten unterschätzte Kirchenbau in Deutschland, da er im Schatten des Doms steht. Sehr ungewöhnlicher Zentralbau mit antiken Wurzeln, sehr erhabener Innenraum, in dem die Geschichte förmlich atmet.


    3. Aachener Dom: Sehr ungewöhnlicher Bau, sehr faszinierende, große und lange Geschichte. Der Kaiserdom Karls des Großen mit seinem Oktagon hat mich sehr beeindruckt.


    4. Dom zu Mainz: von den 3 romanischen Kaiserdomen am Rhein beeindruckt er mich am meisten, auch wenn der Speyerer Dom von außen monumentaler wirkt. Besuche ihn mit seinen zahlreichen Nebenkapellen und dem Kreuzgang immer wieder gerne.


    5. Kathedrale von Chartres: Der Prototyp der großen Kathedralen der französischen Gotik. Gerade wegen seiner Asymmetrie und nicht ganz perfekten Form gefällt er mir - und natürlich wegen den berühmten, tollen blau scheinenden Fenstern. Außerdem verstehen sich die Franzosen auf die Illumination ihrer Fassaden.


    6. Wells Cathdral: Von den englischen gotischen Kathedralen gefällt mir die in Wells am besten. Beeindruckt haben mich vor allem die Scherenbögen in der Vierung. Die Kathredrale in Salisbury ist wegen seinem monumentalen Vierungsturm aber ebenso faszinierend. Und um noch schnell nach Italien abzuschweifen: Als Gesamtkunstwerk ist der Dom von Pisa einmalig.


    7 Vierzehnheiligen: Balthasar Neumann hat hier ein barockes Meisterwerk geschaffen. Vor allem den ovalen Hauptraum mit dem Altar in der Mitte fand ich toll.

    Danke für den Link. Bei Minute 8:50 gibt es einen schönen Blick in den Schlüterhof. Ich muss aber sagen, dass ich von der Stella-Fassade hier ziemlich enttäuscht bin. Sehe sie gerade zum ersten mal. Ist mir viel zu glatt, trotz des Absatzes auf Höhe der Arkaden. Da finde ich die Ostfassade und auch den "Uffizien"-Durchgang noch wesentlich besser. Schade. Und dass Stella 3 unterschiedlich gestaltete Fassaden für seine neu geschaffenen Bauteile wählt, finde ich auch ziemlich unglücklich.

    Und weil es so schön ist, noch ein paar letzte Fotos:


    36 Hühnermarkt, Nordwestecke:


    37 Grüne Linde:


    38 nochmal Hühnermarkt-Nordseite:


    39 Hühnermarkt Südwestecke mit Blick Richtung Schirn-Cafe:


    40 Stoltze-Brunnen mit Einfassung - hier wird noch das Geländer montiert:


    41 nochmal Hühnermarkt-Südseite:


    42 Hinter dem Lämmchen vom Hühnermarkt aus:


    43 Fassadendetails am Hühnermarkt (Westseite):


    44 Rotes Haus, auch die gegenüberliegende Ecke finde ich schick:


    45 Stoltze blickt zufrieden auf die Gründe Linde und die Roten Häuser:

    46 Hühnermarkt-Ostseite - finde ich eigentlich viel besser als erwartet (na ja, o.k., die Gauben...)

    47 Tante Melber (die Risse im Holz sehen für mich aber nicht ganz so gut aus):

    48 nochmal Lämmchenhof mit Blick nach oben: DIESE Gauben und Zwerchhäuser finde ich grandios:

    49 Lämmchenhof mit Durchgang zur Braubachstraße:

    50 Hinter dem Lämmchen (den Kunstverein muss man sich wegdenken):

    51 Lämmchen mit Durchgang zum benachbarten Hof:

    52 Durchgang neben dem Kunstverein zur Braubachstraße - hier fehlt noch der Torbogen:


    that's it. Hoffe es gefällt.


    Alle Bilder von mir.

    und gleich noch ein paar hinterher - mit vielleicht einigen bisher unbekannten Ansichten:


    17 Lämmchenhof, rechts der Durchgang zu "Hinter dem Lämmchen":

    18 Lämmchenhof, einfach großartig:


    19 Durchgang zur Braubachstraße:

    20 Neugasse Richtung Hühnermarkt:

    21 Durchgang von der Neugasse zum Rebstockhof, auch hier tolle Details, wie ich finde:

    22 Blick nach oben:

    23 und seitlicher Hof:

    24 Rebstockhof Richtung Braubachstraße:

    25 Durchgang Rebstockhof Richtung Neugasse (andere Richtung):

    26 Rebstockhof mit Durchgang Richtung Markt (im Hintergrund Goldene Waage):

    27 Rebstock:

    28 Durchgang zum seitlichen Hof:

    29 und selbiger:

    30 nochmal:

    31 weiter Richtung Markt:

    32 zwischen Dom und Goldener Waage:

    33 der ziemlich breite Markt Richtung Hühnermarkt:

    34 Markt-Nordseite:

    35 und nochmal Blick zurück Richtung Dom (mit dem etwas störenden Haus am Dom links):

    Aller Bilder von mir

    So, auch ich habe das Kaiserwetter und die Gunst der Stunde genutzt. Und ich muss sagen: Es ist großartig geworden!


    Das Beste waren auch die Gespräche der zahlreichen Besucher. Die reichten von "toll" und "großartig" über "ist das wirklich neu?" bis hin zu "Wahnsinn" und "so schön hätte ich es nicht erwartet".
    Also liebe Architekten und Modernisten: Begebt euch einfach mal eine halbe Stunde auf den Hühnermarkt, seht euch um und sprecht mit den Leuten - dann wisst ihr, was ihr die nächsten Jahre tun müsst, um erfolgreich zu sein!


    Aber genug der Vorrede. Hier kommentarlos ein erster Schwung:


    1 Unter dem Roten Haus:
    2 Durchgang zum Archäologischen Garten:
    3 Hühnermarkt Richtung Norden:
    4 Hinter dem Lämmchen:
    5 nochmal:
    6 Hühnermarkt Richtung Süden:
    7 Markt Richtung Dom (man beachte die Touristengruppe rechts - werden sicher noch einige folgen):
    8 Markt mit Stoltze-Brunnen (Geländer fehlt noch, aber Wasser sprudelt):
    9 Unter dem Roten Haus:
    10 Markt Richtung Dom und Rotes Haus im Vordergrund:
    11 Markt Richtung Römerberg:
    12 andere Richtung mit Pergola rechts:
    13 Hinter dem Lämmchen mit Goldener Madonna an der Ecke:
    14 Hinter dem Lämmchen Richtung Hühnermarkt:
    15 Hinter dem Lämmchen, rechts der Kunstverein:
    16 Lämmchenhof:

    Alle Bilder von mir (leider nur Handy-Pics)

    Keine Ahnung, Schlossgespenst. Da müsste man wohl diese Vorschrift komplett lesen oder bei der Feuerwehr sein. Ich vermute, dass die im Brandfall eine automatische Meldung in ihrer Zentrale bekommt und wenn sie anrückt, zeigen die Blinklichter, wo die Eingänge zum Gelände sind (oder vielleicht auch der nächstgelegene Eingang zum Brandherd). Könnte sein, dass bei ähnlich großen Gebäudekomplexen dieselben Dinger an den Zugängen hängen (habe aber noch nie darauf geachtet). Denn wie gesagt: Kenne mich da nicht wirklich aus.

    Um die Fragen zu beantworten, noch mal die "Steine" des Anstoßes:


    a) zum Pflaster: nein, es ist nicht mehr abgedeckt (zumindest nicht auf den beiden Bildern, bei denen ich darauf hingewiesen habe). Es ist nur ein dunkelgrauer Stein, der fast wie Asphalt aussieht. Ich glaube, es ist tatsächlich Basalt, nur sehr glatt, fast wie ein Betonstein.


    Ich muss auch zugeben, dass ich lange Zeit sehr skeptisch war wegen dem Pflaster und auch eigentlich immer noch bin. MIr gefällt einfach nicht, dass man hier anderes Pflaster verwendet als auf dem Römerberg und vor dem Dom, irgendwo kommen da zwei unschöne Übergänge. Das kann dann irgendwie nur wie Stückwerk ausschauen, zumal auf der neuen Rampe vor der Schirn auch dasselbe Pflaster verwendet wird, wie auf dem Römerberg.
    Aber nach der Betrachtung vor Ort muss ich sagen, dass es besser ist als erwartet. Vor allem die Bordsteine sind sehr schön, das wirkt noch besser auf dem Hühnermarkt, wie mach auf der Webcam erahnen kann.


    Hier noch mal die Bilder zum Pflaster, etwas herangezoomt:


    Hinter dem Lämmchen:


    Neugasse Richtung Hühnermarkt:


    b) Fallrohre an den Roten Häusern:


    Hier muss ich zustimmen, das stört mich auch etwas. Das hätte man tatsächlich etwas anders lösen können, z. B. das Fallrohr an der Traufseite Richtung Römer eben nicht am Markt anordnen, sondern rechts in der Ecke zum Stadthaus und diejenigen zwischen Neuem und Alten roten Haus etwas zwschen die Häuser setzen - das ging schließlich an den neuen Häusern an der Markt-Nordseite auch.


    Hier noch mal eine größere Aufnahme:



    c) Leuchten und orangene Warnleuchten


    Hier noch mal ein paar Exemplare:


    Braubachstraße (mit Durchgang zum Hof des Goldenen Lämmchens):


    Und an der Neugasse (wobei ich sagen muss, dass mir die "alten" Leuchten eigentlich ganz gut gefallen):


    Und hier noch das Goldene Lämmchen von der Straße Hinter dem Lämmchen, etwas näher herangezoomt:

    Ich habe auch noch ein paar Fotos (sogar mit der "großen" Kamera), aufgenommen gestern:


    Markt-Nordseite:


    Markt mit Rotem Haus


    Die beiden roten Häuser:


    Hinter dem Lämmchen (das Pflaster liegt):



    Glaubburger Hof:


    Durchgang zum Goldenen Lämmchen:


    Durchgang zum Hühnermarkt:


    Auch hier ist das Pflaster fertig:


    Rebstockhof:


    Braubachstraße Richtung Römer:



    Alle Bilder von mir.

    Tunnel sind deswegen nicht so spektakulär wie Brücken, weil man einfach nicht so viel von ihnen sieht und natürlich auch alle recht ähnlich sind. Ingenieurbaumäßig sind sie aber mindestens genauso anspruchsvoll wie Brücken.


    Mir fallen auf die Schnelle zwei interessante Beispiele ein:











    Quelle: Wikimedia Commons, von Benutzer Andreas Arnegger


    Der Laerdalstunnelen in Norwegen, 1995 bis 2000 gebaut und mit 24,5 km Länge der längste Straßentunnel der Welt. Das Bild zeigt eine von drei bunt beleuchteten Hallen, in der auch gewendet werden kann. Die Tunnelwände bestehen wie bei fast allen Tunnels in Norwegen (und es gibt viele!) aus nacktem Gestein.





    Quelle: Wikimedia Commons, eigenes Werkt von Johannes Löw (WP.de: Mo4jolo)


    Weilburger Schiffstunnel, einziger schiffbarer Tunnel Deutschlands, Länge: 195 m, erbaut zwischen 1844 und 1847.
    Direkt daneben befinden sich übrigens noch ein Straßen- und ein Eisenbahntunnel. Alle drei führen unter der Altstadt von Weilburg hindurch und kürzen eine Lahn-Schleife ab.

    Ja, an die dachte ich auch schon, Königsbau.


    Fehlen darf aber auch nicht diese:



    (Seufzerbrücke, Venedig, erbaut 1600 bis 1603, verbindet Dogenpalast und Gefängnis)
    Quelle: Wikimedia Commons, von Benutzer EVenise


    Schön ist auch diese:
    (Pulteney Bridge im englischen Bath, erbaut 1769 bis 1774)
    Quelle: Wikipedia Commons, eigenes Werk von Jürgen Matern


    Und zählt sowas eigentlich auch - quasi als Brücke ins "Nichts"?
    (Brighton Palace Pier, Brighon, Südengland, eröffnet 1899, Länge: 525 m)
    Quelle: Wikimedia Commons, von Benutzer BaldBoris


    Und noch was Modernes:


    (Öresund-Brücke zwischen Dänemark und Schweden, Länge: 7845 m, eröffnet 2000)
    Quelle: Wikimedia Commons, eigenes Werk von Philaweb


    Und vielleicht noch diese hier:



    (Skybrigde der Petronas Towers in Kuala Lumpur, Malaysia, Höhe: 172 m, Länge: 58 m)
    Quelle: Wikimedia Commons, eigenes Werk von Luke Watson (Lukeaw)


    Webmaster: Beim ersten Fotos wurde im Link die Ausrichtung "left" aus der Wikipedia mitkopiert, daher ist der Text verrutscht - das hab ich korrigiert.

    So ein paar fallen mir auch noch ein, die hier noch gar nicht erwähnt wurden.


    Wie wärs z.B. mit der vielleicht berühmtesten der Welt?



    (Golden Gate, San Francisco, Länge: 2737 m, Bauzeit: 1933 bis 1937)
    Quelle: Wikimedia Commons, eigenes Wert von Frank Schulenburg / CC BY-SA 4.0


    Oder dieser:


    (Bay Bridge, San Franciso, Länge: 8320 m, Bauzeit: 1933 bis 1936)
    Quelle: Wikimedia Commons, eigenes Werk von ChristianSchd


    Und natürlich diese zwei:










    (Brooklyn Bridge, New York City, Länge: 1834 m, Eröffnung: 1883)
    Quelle: Wikimedia Commons, eigenes Werk von Kai Pilger















    (Manhattan Bridge, New York City, zweistöckig, Länge: 2089 m, Fertigstellung: 1910)
    Quelle: Wikimedia Commons, Original uploader was Dav5nyc at en.wikipedia


    Und natürlich diese:
















    (Sydney Harbour Bridge, Länge: 1149 m, Bauzeit: 1923 bis 1932)
    Quelle: Wikimedia Commons, eigendes Werk von Adam.J.W.C.

    Ja, es stehen noch die 5 Häuser auf der Südseite des Ballonplatzes (auf dem Plan mit Nr. 4 bis 7 bezeichnet; heute Alexanderstraße) sowie die Häuser auf der Nordostseite der Magdalenenstraße Nr. 3 bis Nr. 21. Die Nr. 17 ist wohl eines der beiden, das rekonstruiert wurde. An der Stelle des Ballonplatzes steht heute ein älteres Gebäude der TU. Der heutige Ballonplatz ist dort, wo die Häuser Nr. 8 bis 11 standen. Dort gibt es einen Neubau mit zwei Flügeln, der den neuen Platz umrahmt.
    Die südliche im Plan eingezeichnete Stadtmauer ist übrigens auch noch größtenteils vorhanden. Die Rundung steht noch, der gerade Teil weiter westlich wurde in den Neubau des Darmstadtiums integriert. Davon steht etwa noch die Hälfte.

    ^ Die Häuser an der heutigen Magdalenenstraße, dem Ballonplatz und der Alexanderstraße, der 1. Stadterweiterung ("Vorstadt" bzw. "Alte Vorstadt" genannt) und oben (=Osten) auf dem ersten Stadtplan von 1659 zu sehen, entstanden auch nach einer einheitlichen Planung.


    Hier heißt es dazu:

    Quote

    1590 begann mit den ersten acht Häusern entlang der heutigen oberen Alexanderstraße die Bebauung dieser ersten Vorstadt, die sich bis weit in das 17. Jahrhundert hinzog. Die Häuser waren einheitlich mit Schweifgiebeln, vermutlich nach Entwürfen des Baumeisters Jacob Wustmann, gestaltet und in gleichen Abständen, verbunden durch Hofeinfahrten, giebelständig nebeneinander gebaut. An das Vorderhaus schlossen sich Stallgebäude, Scheune und ein Garten an, der von der neuen Stadtmauer abgeschlossen wurde, mit der die Alte Vorstadt zwischen 1590 und etwa 1620 umschlossen wurde. Nach Norden und Osten begrenzten zwei Stadttore, das Sporertor und das Jägertor, die Vorstadtanlage.


    Laut dem Plan gab es auch auf der anderen Straßenseite eine Bebauung und ich vermute, dass sie ähnlich aussah. Was damit geschehen ist, ob sie im 2. Weltkrieg zerstört wurde oder bereits vorher oder später einem Abriss zum Opfer fiel, kann ich nicht sagen. Jedenfalls dürfe das historische Maschinenhaus an der Ecke zum heutigen Kantplatz um 1900 gebaut worden sein, d. h. mindestens hier gab es vermutlich damals schon Abrisse.

    ^ Na ja, ungepflegt ist vielleicht etwas übertrieben, aber im Grunde genommen hast du schon recht. Die Magdalenenstraße mit ihren Renaissance-Giebeln ist wahrscheinlich die schönste Straße der Stadt (die ehemalige Stadterweiterung, "Vorstadt" genannt), aber auch hier stehen auf der anderen Straßenseite noch ein paar üble Kisten der TU.
    Darmstadt ist sicher in weiten Teilen keine Schönheit, leider war die Zerstörung im 2. Weltkrieg doch zu groß. Aber es gibt doch ein paar nette Ecken, vor allem diejenigen, die vergleichsweise wenig zerstört wurden, wie das Martins- und Johannesviertel, außerdem natürlich die Mathilden- und die Rosenhöhe und auch Teile von Bessungen um die Orangerie und den Prinz-Emil-Garten.
    Und immerhin tut sich ja auch ein bisschen: Das wirklich großartige Landesmuseum erstrahlt nach jahrelanger Renovierung wieder im neuen Glanz, das Jugendstilbad seit einigen Jahren ebenfalls und die TU motzt ihren Innenstadt-Campus nach und nach auf, wie z. B. durch die ganz gelungene neue Bibliothek und den Umbau der historischen Maschinenhalle in einen Hörsaal. Auch das Schloss wird derzeit (ebenfalls von der TU) sukzessive renoviert, inclusive der Wiederherstellung der historischen Parkanlagen im Schlossgraben. Zudem scheint auch die lange überfällige Sanierung des Friedensplatzes endlich loszugehen.
    Aber bei dem Tempo gäbe es noch viel zu tun. Für mich wäre das wichtigste Projekt die Wiederherstellung der Turmspitze des TU-Turms - der Anblick des geköpften Turms in der ansonsten recht eindrucksvollen Hochschulstraße schmerzt einfach jedes mal.

    Gegenüber ein Weinlokal mit diesem Glasfenster. Weiß jemand welche Stadt das ist, die dadrauf abgebildet ist?





    Das ist Wiesbaden, allerdings vor 1839 (Baubeginn des Stadtschlosses). Das Fenster-Bild zeigt die Marktstraße vom Schlossplatz aus. Im Vordergrund ist der Marktbrunnen zu sehen, der auch heute noch zwischen Altem Rathaus und Stadtschloss (Landtag) steht. An der Stelle des Fachwerkhauses rechts steht heute das Stadtschloss. An der Stelle des grünen Hauses dahinter steht heute dessen Nachfolgerbau, in dem das Glasfenster-Bild angebracht ist. Der Turm im Hintergrund ist die ehemalige Oberpforte oder Uhrturm, Teil der ehemaligen Stadtbefestigung und 1873 abgerissen.


    Hierzu heißt es auf der Seite des Stadtarchivs:


    "Die Oberpforte überspannte die Marktstraße. Ihr Turm trug die Sturmglocke, daher wird sie erstmals 1457 als Glockenhaus oder -turm bezeichnet. Seit dem beginnenden 16. Jahrhundert befand sich hier die Stadtuhr, dadurch bürgerte sich für dieses Tor seit 1524 die Bezeichnung Uhrturm ein. Zwei Türmer betreuten die Uhr, dazu kamen alljährlich auswärtige Uhrmacher aus Mainz und anderen Orten zu ihrer Wartung. Beim Stadtbrand 1547 wurde die Oberpforte schwer beschädigt, Glocke und Uhr wurden vernichtet. Schon ein Jahr später war eine neue Uhr mit bemaltem Zifferblatt an die Stelle der alten getreten, auch ein neues Glockenhaus, eine neue Glocke und ein neues städtisches Banner, das offenbar hier aufbewahrt wurde, wurden angeschafft. Als die Oberpforte im Zuge der Einbeziehung des Fleckens in die Ummauerung im Jahre 1508 ihre Funktion als Teil der Stadtbefestigung verloren hatte, wurde hier das städtische Archiv untergebracht. 1873 wurde der Uhrturm als letztes Relikt der mittelalterlichen Stadtbefestigung niedergelegt."

    Ihr könnt mich schlagen, aber ich finde Markt 7 jetzt nicht so schlecht. Die handwerkliche Ausführung ist hochwertig und das Erdgeschoss ist mit den verwendeten Spolien recht ordentlich. Und selbst wenn es nicht zu meinen allerersten Favoriten gehört, finde ich das nicht weiter dramatisch, weil man das Gebäude nämlich ohnehin kaum sieht, wenn man nicht gerade unmittelbar davor oder vor seinen Nachbarn steht. Da ist Markt 32 viel schlimmer, weil es an einer viel exponierteren Stelle steht.


    Damit ihr seht, was ich meine, hier ein paar Fotos von letzter Woche (alle Bilder von mir - Handypics):


    1 Goldene Waage und Markt 7





    2 Blick vom Dom durch den Markt in Richtung Römer: Markt 7 (auf der linken Seite) nicht bzw. kaum zu erkennen





    3 Markt Blickrichtung Dom mit Pergola und Schirn-Rotunde (rechts)





    4 Näher rangezoomt: Im Hintergrund die Markt-Südseite mit Rotem Haus und Grüner Linde. Markt 7 und die Goldene Waage sind aus dieser Perspektive nicht zu erkennen (sorry für das verwackelte Bild)





    5 Bonusblick: Gasse Hinter dem Lämmchen


    ^ Der Gedanke kam mir auch schon. Warum denn nicht? Das wäre doch eigentlich die perfekte Lösung! Sozusagen zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen: Der Neptunbrunnen könnte zurück auf den Schlossplatz, das Rote Rathaus behielte trotzdem einen historischen Brunnen, der sich zudem thematisch noch viel besser dazu eignet. Selbst der "Kontext zur Fernsehturm-Kugel" wäre gewahrt. Und nicht zuletzt wäre die Berolina hier doch viel besser aufgehoben als auf dem Alexanderplatz, wo ohnehin Hopfen und Malz verloren ist...
    Also: raus mit dem Vorschlag an den Senat, den Bund in Kenntnis gesetzt und dann wäre ich mal gespannt, welche Argumente den Stadtvertretern noch einfielen, das abzulehnen.

    Terraced Houses in Brighton – westlich der Altstadt (Teil 2)


    Als Abschluss meiner kleinen Serie nun noch ein Blick auf die bereits erwähnte Doppelanlage aus Adelaide Crescent (1830 bis 1860) und Palmeira Square (1855 bis 1870).


    27 Palmeira Square (1855 bis 1870)

    Östliche Seite des rechteckigen Platzes, Blick Richtung Meer


    28 Palmeira Square (1855 bis 1870)

    Blick in die entgegengesetzte Richtung


    29 Adelaide Crescent (1830 bis 1860)

    Östliche Seite, Blick Richtung Meer


    30 Adelaide Crescent (1830 bis 1860)

    dito


    31 Adelaide Crescent (1830 bis 1860)

    Blick in die entgegengesetzte Richtung. Man erkennt die S-Form der Fassadenfront.


    32 Brunswick – angrenzende Straßenzüge

    Landsdowne Place


    33 Brunswick – angrenzende Straßenzüge

    Landsdowne Place


    34 Brunswick – angrenzende Straßenzüge

    Landsdowne Place


    35 Brunswick – angrenzende Straßenzüge

    Holland Road


    Alle Fotos von mir, aufgenommen im Sommer 2014


    *** Ende ***