Posts by bilderbuch

    Grundsätzlich frage ich mich schon, warum das eine Quartier in einer Bauweise aus Porotonziegeln finanzierbar sein soll und das nächste nicht.


    Den Unterschied zwischen einem Projektentwickler und einem privaten Bauherren kennst du aber?


    Ersterem, also z.B. der USD oder der Baywobau, geht es um den frühzeitigen Verkauf des Vorhabens an einen Endinvestor. Vergleichsweise niedrige Planungs- und Baukosten erhöhen den Gewinn des Entwicklers.
    Letzterer hingegen möchte sein Vorhaben meist langfristig im Bestand halten. Höhere Anfangsinvestitionen können hier durch einen verlängerten Gebrauchszyklus der Immobilie kompensiert werden. In diese Kategorie wären beispielsweise die Kimmerles oder Herr Blobel einzuordnen. Leider aber genießen sie in Dresden Seltenheitswert.

    Angesichts von so vielen Rekoprojekten in Deutschland bräuchte es schon längst eine Baurechtsreforn, bzw. Ergänzung für den "Bausektor Rekonstruktionen".


    Angesichts des - gemessen am allgemeinen Baugeschehen - immer noch verschwindend geringen Anteils an Rekonstruktionen, hätte ein solches Ansinnen wohl kaum Aussicht auf Erfolg.


    Abgesehen davon wäre zu hinterfragen, ob ein Mehr an Restriktionen nicht unter Umständen der Realisierbarkeit von Rekomaßnahmen abträglich wäre. Irgendjemand muss ein solches Vorhaben ja auch noch finanzieren können.

    Dort wurde tatsächlich mit Steinwolle gedämmt.


    Laut Baugesetzbuch gibt es Rekonstruktionen nicht. Da es sich um Neubauten handelt, kann die Stadt in dieser Hinsicht auch keine Vorschriften bezüglich des Fassadenaufbaus machen. Ist statisch bzw. bauphysikalisch alles in Ordnung und stimmt die von der Stadt geforderte Optik, sind alle sonstigen Eingriffsrechte erschöpft.

    Hier wie auch bei Blobel geht der Rohbau langsam in die finale Phase. Es werden Fenster montiert und die Dächer gerichtet. Teils beginnt man mit der Eindeckung.



    Blick über den Neumarkt auf die Westseite des Platzes.



    Die Frauenstraße präsentiert sich wieder als geschlossener Straßenraum, dessen Endpunkt das expressiv-gefaltete Bühnendach des Kulturpalastes darstellt.



    Interessant und vor allem kontrastreich wirken die Situationen um den Palast.



    Das größte Manko der Rückseite des Kulturpalastes - seine geschlossene Rückseite - wurde leider nicht abgestellt. Damit dürfte die Rosmariengasse nichts weiter als ein zumindest gut dimensionierter Transitraum werden.


    Ganz anders dürfte sich die Situation in einigen Monaten am großartigen Jüdenhof darstellen.



    Bereits jetzt lässt sich das Regimentshaus erahnen.



    Die "Stellwerkecke" dürfte immerhin einen kleinen Missklang in das Ensemble bringen. Er dürfte nicht der einzige bleiben.


    Bilder sind von mir.

    Nachdem der Rohbau bereits vor geraumer Zeit abgeschlossen wurde, zeigen sich nun auch langsam die Ergebnisse der Fassadenbauer. Auf die Gefahr hin mich zu wiederholen bleibt festzuhalten, dass das vom Büro "Meyer-Bassin" geplante Nachbarvorhaben (Baywobau/CTR) dem "Wörner-Bau" in vielen Bereichen vorzuziehen ist. Entwurf und vor allem die Umsetzung wirken bei Ersterem weit ausgereifter.



    Blick vom Schießhaus auf das "Palais".



    Der Bau besitzt einen weiten Vorplatz zur Straße Am Schießhaus.



    Der Osttrakt der Straßenseite präsentiert sich weitgehend verputzt.



    Interessant erscheint der Vergleich zwischen "Wörner und Partner" und "Mayer-Bassin".


    Derweil geht es auch an der Orangerie voran.



    Der Sockel für den Aufbau der aus Sandstein bestehenden Gartenfassade wird abgedichtet.


    Bilder sind von mir.

    Das vom Dresdner Büro "Knerer und Lang" entworfene Projekt der Columbus fügt sich, mitten auf der ehemaligen Schießbahn stehend, städtebaulich nicht in das Quartier ein und stellt außerdem einen architektonischen Missstand dar. Hier haben Stadtplanung und Projektentwickler versagt.



    Blick auf den noch halbwegs erträglichen Loggiabereich.



    Der angesetzte Wohntrakt dürfte an Banalität schwerlich zu übertreffen sein.


    Bilder sind von mir.

    Es ist wahrlich beeindruckend, welch guten Eindruck dieses Projekt der Revitalis hinterlässt. Im Dresdner Zentrum kann man auch dank dieses Vorhabens langsam wieder ein Gefühl mitteleuropäischer Städtebau-Kontinuität gewinnen.



    Blick entlang der Schweriner Straße zum Wettiner Platz.



    Der Hotelbau leitet optisch gut zum Bühnenturm der Operette über.



    Endlich wird der Wettiner Platz geschlossen - also zumindest beinahe.


    Bilder sind von mir.

    Nachdem die Neubautrakte ihre Endhöhe erreicht haben und hier teils bereits der Fassadenbau einsetzt, beginnt nun auch die Aufstockung der Altbauten.



    Blick über die Baugrube des Projekts "Haus am Postplatz" zur "Residenz".


    Die geborgenen Mauerreste an der Annenstraße werden nun nicht mehr bis zu der Höhe aufgeführt, die noch bis vor wenigen Monaten vorhandenen war.



    Auf den rekonstruierten Sockeln wurden Verblechungen aufgesetzt.


    Bilder sind von mir.

    Erstaunlich. Dann teilen sie wohl das Schicksal mancher Bauhaus-Ikonen in Dessau.


    Ich war letzte Woche dort und ob des teils wenig gepflegten Zustandes dieses Weltkulturerbes ehrlich erstaunt. An vielen Fenstern war kaum noch Farbe auf Wetterschenkeln und Schlagleisten (Meisterhäuser). Manche Fassade wirkte stark angegriffen bzw. es lag manchmal sogar die Betonbewehrung frei (Prellerhaus). Das hatte ich nicht erwartet.

    Ich kann die Kritik am "Kulka-Dach" nicht teilen.


    Meinem Kenntnisstand nach hatte die SKD ursprünglich den Plan, unter dem Großen Schlosshof ein zentrales Besucherfoyer zu erstellen. Dieses Vorhaben wurde nicht zuletzt aufgrund des enormen Substanzverlustes fallen gelassen, den diese Maßnahme induziert hätte. Blieb also nur noch der Kleine Schlosshof, den man nun überdachen musste.
    Eine flache Überdeckelung auf Höhe der Trauflinie schied schnell aus, weil dadurch der Zusammenhang der Fassaden und Giebel gestört worden wäre. So kam nur noch die Firstlinie in Frage. Hier haben die Statiker meiner Ansicht nach eine recht elegante Lösung gefunden, die minimalinversiv mit der überkommenen Substanz umgeht, einen praktischen Nutzen bringt und sich auch aus ästhetischer Sicht sehen lassen kann.

    Der Baubürgermeister stellt klar, dass der Entwurf für den Ferdinandplatz nur aus städtebaulicher Sicht zu betrachten ist.
    Über Art und Gestaltung von Fassaden ist noch nichts entschieden.


    http://www.dnn.de/Dresden/Loka…eude-sind-nur-Platzhalter


    Dabei würde ich mir wünschen, dass der Trakt am Karstadt und der Block an der "Petersburger" in der gezeigten Fassadengestaltung ausgeführt werden. Die gezeigte Architektur wirkt hier doch recht wertig und passt sich gleichzeitig gut in das modernistische Umfeld ein, schafft also einen ordentlichen Übergang zwischen der Seevor- und der Altstadt.

    Die Frage ist, welchen Weihnachtsmarkt du in Dresden besuchen möchtest, denn allein im Stadtkern gibt es deren vier. Empfehlen kann ich davon vor allem den Markt auf dem Neumarkt und den im Stallhof. Jedoch sollte man auch den berühmten Striezelmarkt nicht verschmähen, der einer der ältesten Weihnachtsmärkte der Welt ist und mit jeder Menge lokaler Spezialitäten aufwarten kann.
    Außerhalb des Zentrum ist auch und vor allem der Markt auf dem Körnerplatz in Loschwitz empfehlenswert. Hier geht es klein und gleichzeitig fein zu.

    Um Gottes Willen!


    Die "Parteisäge" ist nicht nur ein besonders charakteristisches Bauwerk, sondern auch für die Wirkung des Monuments unbedingt notwendig. Es bildet gleichsam die Hintergrundfolie für den "Nischl". So also ein Abriss unbedingt erfolgen muss, für den es aufgrund der ungeklärten städtebaulichen Situation hinter dem Komplex durchaus Argumente gäbe, sollte die Neuplanung sehr sensibel und nicht zuletzt mit Blick auf eine hohe Qualität erfolgen. Die hat jedoch in den letzten Jahren in Chemnitz zu wünschen übrig gelassen.

    Dieses "Experiment" ist doch bereits mehrmals vollzogen worden. Das prominenteste Beispiel stellt in diesem Zusammenhang sicherlich die Bebauung des Friedrichswerder in Berlin dar. Und das Ergebnis?
    Städtebaulich (Nutzungsmischung) wie ästethisch (Architektur) halte ich es für einen Missgriff. Letzteres liegt meiner Ansicht nach darin begründet, dass den Gebäuden die große Gemeinsamkeit fehlt, die etwa in den Proportionen oder der Materialwahl liegen und somit zu einem Mindestmaß an Harmonie beitragen könnte. Letztlich ist ein solches "Experiment" ohne Restriktionen, die bestimmte Aspekte vorschreiben, also zum Scheitern verurteilt.

    Letzte Woche war ich erst wieder in Bad Münstereifel und habe mir natürlich auch einige wenige Geschäfte des Outlets angesehen. Negative Auswirkungen auf das Stadtbild konnte ich nicht feststellen. Da stachen einige noch im Privatbesitz befindliche Gebäude aufgrund ihres schlechten Zustandes weitaus negativer ins Auge.
    Insgesamt scheint auch die Bevölkerung ihren Frieden mit dem Outlet geschlossen zu haben. Jedenfalls bestätigte das Gros der Leute, dass die Stadt vorher geradezu tot gewesen sei und sich durch einen extremen Leerstand ausgezeichnet habe. Durch die Ansiedlung des Outlets wäre eine allgemeine Belebung eingetreten, von der auch die örtlichen Unternehmen und nicht zuletzt die Gastronomie profitiert hätten. Ingesamt kann man also ein vorsichtig positives Fazit der Entwicklung ziehen.