Posts by PB

    Ein ausführlicher Text folgt später, hier nur einige Fakten zur Allerheiligen-Hofkapelle in der Münchner Residenz:
    Von Klenze im Auftrag Ludwigs I. an der Ostseite der Residenz zwischen Apothekerflügel und Hoftheater am Marstallplatz erbaut, im 2. Weltkrieg schwer beschädigt, erst Jahrzehnte nach Kriegsende wird ein provisorisches Dach errichtet, in den letzten Jahren Ausbau zum Veranstaltungssaal.


    Die Kirche von außen


    Die Kirche vor dem Krieg:
    http://lh6.ggpht.com/_nuwZrf8P…/YBbRCOiLJQA/IMG_2267.JPG


    Die Kirche nach der Zerstörung:


    Die Kirche heute:


    Erhaltene Ausstattung:



    3D-Reko: Die goldenen Kuppeln waren eigentlich ausgemalt, allerdings fehlen dazu Bilder um sie in die Reko einzubauen:



    Habe gerade unter
    http://www.archive.org/details/PostwarG
    einen Farbfilm in vier Teilen gefunden, Gezeigt wird darin eine Reise durch Deutschland kurz nach Kriegsende. Es ist erschreckend wieviel noch stand, was heute fehlt. Gezeigt wird u.a. das Berliner Stadtschloss, Bauakademie, Königsplatz mit Krolloper, aber auch Nazikitsch wie Goebbels Haus, Görrings Ministerium, Reichskanzlei usw.

    Die Allerheiligen-Hofkirche hatte ich mir schon vorgenommen. Dabei gibt es allerdings ein Problem: Nur vom Boden habe ich farbige Pläne, von den Mosaiken an Wänden und Decke habe ich nur s/w-Pläne, die zudem nicht ganz vollständig sind. Eine 3D-Reko der Architektur wäre also möglich, eine Reko des Wände und Decke mit den mir zur Verfügung stehenden Materialien nicht. Ich habe schon die Bayer. Schlösser und Seenverwaltung angeschrieben (vor ca. 6 Monaten) aber bis auf eine email über Erhalt und Weiterleitung keine Antwort erhalten.
    Auch beim Odeon fehlen mir farbige und vollständige Pläne. Was mich zur Zeit am meisten begeistern würde wäre die Reko des Bayerischen Verkehrsministerium, aber dazu bräuchte ich viel Zeit.

    Auf 47 Seiten habe ich nun drei Rundgänge durch die Glyptothek erstellt. Einmal im Jahr 1903, einmal 1946 nach den Kriegszerstörungen und einmal durch die aktuelle Ausstellung.
    Auf http://www.plato.alien.de hatte ich bereits schon mal etwas ähnliches erstellt, doch nun sind die Texte überarbeitet und ergänzt, die 3D-Rekonstruktionen und viele neue Photos eingefügt.
    Zudem gibt es ein über 5 Minuten langes Video der 3D-Rekonstruktion.


    Hier der Link:
    Die Glyptothek: Rungang (Münchens Denkmäler)

    Skulptuenschmuck der Glyptothek bekommt Zuwachs


    Die Glyptothek wird noch schöner:
    Im 2. Weltkrieg wurde der Skulpturenschmuck der Fassade beschädigt. Für den Wiederaufbau sollte u.a. auch die östliche Sphinx neu geschaffen werden. Obwohl die Skulptur hergestellt wurde entschied man sich für einen "mahnenden" Wiederaufbau und ließ die Skulptur im Depot. Von dieser Epsiode zeugt auch eine Olympia-Briefmarke (http://commons.wikimedia.org/w…Ausgabe_1970%2C_30_Pf.jpg), die die wiederufagebaute Glyptothek mit der geplanten zweiten Sphinx zeigt, die bislang allerdings nicht aufgestellt wurde.
    So sah der bisherige Zustand des Giebels aus:


    Als ich aber heute zur Uni radelte sah ich einen Baukran vor der Glyptothek und die waren doch tatsächlich dabei die zweite Sphinx aufzustellen:

    Einfach eine tolle Skulptur - warum gibt es heute keine schönen Skulpturen an Neubauten?


    und nach der ersten Vorlesung war sie auch schon an ihrem Platz:


    Auf diesem Bild sieht man auch das die Antefixreihe an den Flügeln fehlt. Diese befindte sich auf dem Anhänger neben dem Baukran:

    Ob diese gerade entfernt wurden oder wieder neu aufgestellt werden ist mir nicht klar.


    Schön dass sich an der Glyptothek was tut. Fehelen würde alleine an der Fassade noch einiges: Zwei Vasen bei den Giebelskulpturen, die Tenerani-Statue an der Ostafassade (http://denkmaeler-muenchen.de/bilder/glyp/fassade0%20007.gif), die Antefixreihe am Giebeldach, die Ausrbeitung von Architekturelemente, Löcher im Mauerwerk, die nur mit Ziegeln gefüllt sind...

    Bayern - Denkmalliste


    Vom Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege gibt es einen neuen Service: unter
    BayernViewer-denkmal
    findet man ein Google-Maps ähnliches Angebot mit allen Denkmälern Bayerns.
    Das ist nicht für für die interessant, die sich für Denkmäler vor ihrer Haustür interessieren, da die Luftbilder für viele Regionen aktueller und zum Teil auch besser sind als die von Google.
    Einen Nachteil sehe ich aber: Da viele unausgegrabene Stätten (Gräber, Siedlungen etc.) eingezeichnet sind werden wohl viele Raubgräber diese Daten nutzen um unseres Kulturerbe zu zerstören.

    Ich Hatte mal angefangen den Ägyptischen Hof zu rekonstruieren. Da mir viele farbige Texturen (z.B. der ägyptischen Landschaften) fehlten, habe ich aufgehört. Weiß jemand ob Farbbilder dieser Wandgemälde rekonstruieren?
    Hier mal ein Screenshot (rekonstruiert sidnd die Säulen, die Hohlkehlen und Rundstäbe, zwei Widdersphingen [die Modelle habe ich mal irgendwo runtergeladen, stammen also nicht von mir], der nubische Altar, der Boden und eine Wand der Längsseite. Weiß jemand wo die Glasdecke über den Hof eingezogen war?

    Da es heute nur geregnet hat, habe ich ein wenig am Glyptothekmodell weitergearbeitet. Rekonstruiert habe ich dabei das kleine Vestibül, das sich zwischen den beiden großen Festsälen befindet.
    In den Raum befindet sich heute das Cafe der Glyptothek.
    Für den Architekten Klenze war der Saal ein Problem. An seiner Nordseite befand sich der Hintereingang der Glyptothek mit der überdachten Vorfahrt für Kutschen, ihn ihm befand sich zudem ein Treppenhaus, das in den Keller und auf eine Empore führte. Hinzu kommt noch eine Tür in den Innenhof der Glyptothek.
    Die Quellenlage für diesen Raum ist überaus schlecht. Es existiert ein Plan des Fußbodens und die Vorzeichnung für die Deckenfresken, aber gerade Details (wie die Glastür zum Hof, der Aufbau des Treppenhauses, das Geländer der Empore) sind nicht dokumentiert. Meinem Wissen nach gibt es nur ein Foto, das zudem noch den Zustand nach der Zerstörung im 2. WK zeigt:


    Hier nun die Rekonstruktion:


    Was noch fehlt/noch zu ändern ist:
    - die Doppelflügeltür muss noch überarbeitet werden
    - die beiden einflügeligen Türen zu den Treppenhäusern: über sie gibt es keine Informationen
    - Der Hintergrund hinter der Glastür
    - Ausstattung: ich habe zwar eine Liste der ausgtestellten Objekte, ich habe aber keine Ahnung wie diese aufgestellt waren.

    Wieland erhielt den Bayerischem Staatspreis für Architektur. Hier die Pressemeldung des Bayerischen Innenministeriums:


    Quote

    Beckstein zeichnet Regisseur Dieter Wieland mit Bayerischem Staatspreis für Architektur aus
    Innenminister Dr. Günther Beckstein zeichnet den Regisseur Dieter Wieland mit dem Bayerischen Staatspreis für Architektur aus. "Sie haben sich in besonderem Maße um die Baukultur in Bayern verdient gemacht. Sie haben die Veränderungen der bayerischen Orte und Landschaften wie kaum ein Zweiter kritisch beobachtet und auf drohende Fehlentwicklungen aufmerksam gemacht. In vielen Fällen waren Sie hier nicht rückständig, wie manchmal Ihre Kritiker meinten, sondern Ihrer Zeit voraus", fasst Beckstein anlässlich der Preisverleihung am 23. Mai 2007 in München die Verdienste zusammen. Die Bayerische Staatsregierung verleiht den Bayerischen Staatspreis für Architektur heuer zum ersten Mal. Gemeinsam mit der Bayerischen Architektenkammer hat es sich die Staatsregierung seit vielen Jahren zur Aufgabe gemacht, baukulturelle Anliegen in breiter Form anzuregen und zu würdigen und das Bewusstsein der Öffentlichkeit für die gebaute Umwelt zu stärken. Wieland erhält zugleich gemeinsam mit den Professoren Uwe Kiessler und Werner Wirsing den Bayerischen Architekturpreis der Bayerischen Architektenkammer.
    Wieland hat in zahlreichen Filmbeiträgen wie "Grün kaputt" oder "die große Kunst, ein kleines Haus zu bauen" aufgezeigt, dass vielfach das Verständnis für die regionale Bautradition fehlt und es zu einer Entfremdung von den handwerklichen Traditionen kommt. "Der Geehrte hat in seinen Beiträgen mit eindringlicher und direkter Sprache auf architektonische Absonderlichkeiten hingewiesen. Dies ist umso wichtiger, da Baukultur und die Bereitschaft, sich damit auseinander zu setzen, nicht von oben verordnet werden können. Sie müssen eigenständig wachsen. Aufgabe des Staates ist es, dieses Wachstum nicht zu reglementieren, sondern ihm Freiräume zu schaffen, die nur durch alleräußerste Grenzen gegen nicht mehr hinnehmbaren Wildwuchs gesichert werden dürfen. Der Staat kann jedoch sehr wohl Motivation, Denkanstösse und Hilfestellung geben. Und er kann immer dort, wo er selbst Bauherr ist, Vorbilder setzen", führt Beckstein aus.

    Quote

    Bei einer Entscheidung gegen den „Gewandhaus-Neubau“ wollen die Investoren der Stadt 300.000 Euro für den Gestaltungswettbewerb und 700.000 Euro für die archäologischen Ausgrabungen in Rechnung stellen.


    Was ist denn das für eine Luxusgrabung? Bin ja selber Archäologe und wir haben bisher bei jeder Grabungskampagne nur einige tausend Euro ausgegeben. In meinen Augen wurden entweder die Investoren übers Ohr gehauen oder diese Zahl wird nur als Drohung in den Raum gestellt.


    Vor 3 Wochen habe ich auf dem nach Hause Weg von der Uni einen Abstecher über die Messestadt Riem gemacht, um dort die Neubauten zu photographieren.


    Zum Einstieg ein Luftbild (Google Earth) der Messestadt:
    http://denkmaeler-muenchen.de/temp/200704/riem.jpg


    Rot umrandet ist die Messe, die Messestadt befindet sich rechts daneben. Bei der kleinteiligeren Bebauung am rechten Bildrand handelt es sich um die Orte Gronsdorf und Trudering.


    Zuerst einige Bilder aus dem Park (ehemaliges BUGA2006-Gelände). Trotz Temperaturen weit über 20° ist der Park leer. Keine spielenden Kinder, keine Jogger, Walker etc., keine Spaziergänger mit Hunden - nur einige Gärtner die die Amlage in Ordnung halten. Die Parks der Innenstadt dagegen sind überfüllt. Egal ob es sich dabei um den Englischen Garten handelt, die Friedhöfe am Rande der Altstadt oder auch um einen von den Nazis geplanten Park wie dem Alten Botanischen Garten.







    Der Park lädt auch nicht zu verweilen ein. Wenn man das Luftbild von Riem betrachtet, so findet man keine natürlichen Formen, sondern nur gerade Linien. Die großen Rasenflächen werden nicht - wie z.B. in einem englischen Park - durch Erhebungen, Bäche, Baumgruppen, Kunstwerke und Architektur bereichert, sondern sie sind einfach öde Ebenen.
    Die Wege sind auch wohl nur für ihren Erfinder verständlich. Wege sollen ja eiegentlich einen Punkt A mit einem Punkt B verbinden. Dienen diese Wege der Muse (wie es in einem Park ja der Fall sein sollte) müssen sie nicht der kürzesten Strecke folgen, sondern sollten sich harmonisch in die Landschaft fügen.
    Im Riemer Park dagegen ist es anders. Schnurgerade Wege ziehen sich über hunderte von Metern durch den Park und verbinden zwar A und B miteinander, doch stellt sich hier die Frage was die Punkte A und B sind - außer Punkte mitten im Park!
    Auch fügen sich diese Wege nicht harmonisch in die Landschaft, sondern ziehen sich eben und gerade durch die Landschaft wie Aufmarschstraßen.


    Die Bauten der Messestadt können auch nicht mit den neuen Vierteln der Innenstadt (Lenbachgärten, Viertel am Ostbahnhof) mithalten. Die meisten bauten erinnern vielmehr an den sozialen Wohnungsbau der 70er Jahre





    Auch die öffentlichen Bauten sind unteres Niveau.
    Die Kirche (2) der Messestadt kann weder mit den schönen historischen Kirchen der Umgebung (Haar, Eglfing, Keferloh usw), noch mit neueren Kirchen wie z.B. der Herz Jesu Kirche mithalten.
    Einfach ein Betonklotz, der mehr an eine Lagerhalle oder das gerätehaus eine Feuerwache erinnert als an ein Gotteshaus.




    Einen Höhepunkt der Geschmacklosigkeit ist das Bauzentrum (4) der Stadt München - ein Plattenbau, den man nur in O-Deutschland erwarten würde. Diese Einrichtung der Stadt, die eigentlich den Bürgern "Fragen rund ums Wohnen, Bauen und Sanieren" beantworten soll (Eigenwerbung des Bauzentrums) hätten selber mal eine Beratung zum Thema "schönes Bauen" aufsuchen sollen.



    Am Rande des Parks befinden sich Schulgebäude und Kindergärten (1). Das Schulgebäude - obwohl ein Neubau - wird gerade wieder saniert



    Und hier der zentrale Dorfplatz (3) der Messestadt Riem. Er liegt direkt zwischen dem Einkaufszentrum "RiemArkaden" und der Messe



    München hat soviele schöne Plätze (Königsplatz, Stachus, Max-Josephsplatz usw.), die auch von der Bevölkerung angenommen werden. Der Platz der Messestadt dagegen bleibt leer - trotz erfolgreichem Einkaufszentrum und Messe (als dieses Bild entstand war gerade Baumesse mit 500.000 Besuchern).



    Wappensaal, Fassade


    Als Fazit dieses kleinen Ausfluges: Hier wurde eine große Chanche nicht genutzt! Hier hatte man die Möglichkeit "auf der grünen Wiese" einen komplett neuen Stadteil zu errichten. An Altbausubstanz existierten nur der Wappensaal und der Tower des alten Flughafens - in dieser Hinsicht musste man fast keine Rücksicht nehmen.
    Doch hier wurde nichts neues gewagt, sondern Konzepte der 70er Jahre kopiert.
    Selbst der teure BuGa-Park ist kein lohnenswerter Ort. Nur der Badesse (5) lohnt sich, da es in der Nähe keine anderen Seen gibt. Anonsten: Wer einen schönen Park im Münchner Osten sehen will soll den wunderbaren Jugendstilpark in Haar-Eglfing besuchen.


    Und nach was zum Schluss an alle Dresdner: Oberbürgermeister Ude hat den Stadteil nach seiner damaligen Stadtbaurätin "Thalgott-City" genannt. Diese Frau Thalgoot war in der Jury für das Gewandhaus.

    Eine Reko als Kaserne habe ich mir nicht vorgestellt, eher als Studentenwohnheim, als Ausstellungsfläche der Pinakotheken (die bislang nur 10% ihrer Bestände zeigen können), als Museum für die Staatliche Graphische Sammlung, als Außenstelle des Bayer. Armeemuseum usw.


    Das Tor ist Kriegsdenkmal für das Infanterieleibregiment, daher ist das Tor noch erhalten. Das berühmte Leiberheim hat seinen Namen übrigens vom Leibregiment (den sogenannten "Leibern")


    Das Museum Brandhorst ist mehrere Meter von der Türkenstraße zurückgesetzt, während sich die Türkenkaserne direkt am Straßenrand befand, so das der Torbau bis auf die NW-Ecke wiederaufbaubar wäre.
    Auf diesem Bild vom Freitag erkennt man gut den Abstand zwischen Türkentor und Museum:

    (Die Betonlagerhalle im Hintergrund ist übrigens die Pinakothek der Moderne)


    drei Bilder von der Museumsbaustelle:



    Das Museum Brandhost von SW aus gesehen:


    Hier übrigens noch ein Bild vom Institutsbau auf dem Areal der Türkenkaserne:


    und die Pinakothek der Moderne:

    Die Neue Pinakothek (nicht zu verwechseln mit der Pinakothek der Moderne) wurde 1853 nach Plänen des Architekten August von Voit errichtet, der auch den Münchner Glaspalast errichtete.
    Auftraggeber war wiederum Ludwig I., der zuvor bereits das Ensemble am Königsplatz sowie die Alte Pinakothek hatte errichten lassen. Interessanterweise war Ludwig I zu dieser Zeit nicht mehr König, er hatte 1848 abgedankt.
    In derr Glyptothek zeigte Ludwig I. dem Volk seine Antiken, in der Alten Pinakothek waren Gemälde bis zu Beginn des 18. Jhdts., und in der Neuen Piankothek Gemälde und Skulpturen des 18. und 19. Jhdts.


    Das zweigeschossige Museumsgebäude zeigt deutlich den Einfluss von den Bauten des Architekten Gärtners in der nördlichen Ludwigstraße (u.a. Universtität, Staatsbibliothek).



    3D Rekonstruktion:


    Das Besonder an dem Gebäude waren die Fresken Wilhelms von Kaulbach, die den gesamten 1. Stock umgaben. Sie zeigen die Entwicklung der Kunst und ihre wichtigsten Vertreter.


    Um 1900 wurden diese Fresken wieder entfernt, da sie der bayerischen Witterung nicht standhielten. Das Museumsgebäude verlor so seine prächtige Fassade, übrig geblieben war nur noch ein einfacher, ziemlich schmuckloser Bau. Ldiglich der Eingangsbereich mit Treppenaufgang auf der Ostseite war noch ansprechend.


    Im 2. Weltkrieg wurde das Museum von Bomben beschädigt, und nach Kriegsende abgetragen obwohl es besser erhalten war als die Alte Pinakothek, die wiederhergestellt wurde.


    1981 wurde ein neue Neue Pinakothek nach Plänen des Architekten Alexander Freiherr von Branca errichtet.


    Bilder des Neubaus:
    Rückseite (Nordseite):





    Ostseite:




    Brunnenanlage:



    Eingang:




    Doerner Institut:

    Ich möchte hier kurz eine der zahlreichen Kasernen im Münchner Stadtgebiet vorstellen. Vor etwa 200 Jahren war die Münchner Altstadt von zahlreichen Kasernenbauten umgeben. Am Deutschen Museum gab es zwei Kasernen, am Hofgarten eine, eine auf dem Areal der späteren Maximilianstraße. Alle diese Kasernen sind mittlerweile verschwunden (z.T. durch das Wachsen der Stadt, durch Zerstörungen im 2. Weltkrieg, durch Veränderungen im Kriegswesen usw.). Nur von einer einzigen der Innenstadtkasernen sind noch Gebäudereste erhalten.


    Bei dieser Kaserne handelt es sich um die Türkenkaserne, auch Prinz Arnulf Kaserne oder Neue Infanteriekaserne genannt. Zu Beginn des 19. Jahrhunderts wurde mit dem Bau begonnen, der allerdings kleiner als geplant ausfiel, da der neue Regent Ludwig I. in diesem Areal Museumsbauten (Glyptothek, Pinakotheken) errichtete und die Kaserne als störrend empfand.
    Bis 1919 war hier das 1. Bayerische Infanterie Leibregiment stationiert, die Elitetruppe der Bayerischen Armee (in diesem Regiment dienten u.a. Thomas Mann, Ritter von Epp und Graf von Arco auf Valley (Mörder von Kurt Eisner), sowie mehrere führende Mitglieder der NSDAP.
    Hitler plante die Kaserne abzureisen um hier einen Aufmarschplatz zwischen geplanten "Führergrabmal", einer "Halle der Partei" und einem Parteimuseum zu errichten.
    Im 2. Weltkrieg wurde die Anlage schwer beschädigt und nach und nach abgerissen. Heute befinden sich auf dem Areal die Pinakothek der Moderne, das Museum Brandhorst und ein Institutsgebäude der LMU.


    Von dem ehemaligen Kasernenanlagen ist nur noch das Eingangstor erhalten:



    Hier die Rekonstruktion der Kaserne:

    Rot umrahment das heute noch erhaltene Türkentor, blau das Areal des Museums Brandhorst, die restlichen ehemaligen Bauflächen sind bislang unbebaut ...


    Die erhalten Reste des Türkentores sollen für 300.000 € restauriert werden, meiner Meinung nach sollte wenigsten der 13achsige Torbau wieder errichtet werden

    Ein Panorama des nördlichen Teiles des Innehofes:


    Vergleich Innenhof um 1800 und heute:


    Vergleich Nordfront um 1800 und heute (wegen der Residenzpost ist leider keine identische Perspektive möglich: