Posts by Miwori

    Ich denk mal, wenn Kästner noch leben würde, hätte er den Verantwortlichen für die jüngste Altmarktumgestaltung auch ein paar Merksätze ins Stammbuch geschrieben

    Gibt s dort oben eigentlich wieder Wald?


    Wieviele Tage im Jahr sieht man eigentlich nach Meissen?

    Der Wald wächst wieder auf dem Hohen Schneeberg. Architektonisch interessant ist der Turm mit der gusseisernen 150 Jahre alten Wendeltreppe.


    Meißen ist nur 20km von Dresden entfernt.
    Aber die Höhen der Elbhänge und des Spaargebirges verdecken meist die direkte Sicht.

    Das Bauhaus steht in engem Zusammenhang mit dem Industriedesign.
    Dort hat es auch seine Stärke und Berechtigung,
    Es gibt keine Monitor mit verschnörkeltem Holzrahmen oder Düsenflugzeuge mit Zierleisten, vercromten Spoilern und Buggallionsfigur.
    Andererseits lässt sich der Kaffee aus einer alten, wohlgeformten Porzellankanne viel besser ausschenken als aus dem modernen Designerzeug und er schmeckt auch viel besser.

    Mal wieder ein paar neue Rathausturmblicke:
    Am Dienstag, dem 19.07.2011, herrschte ungewöhnlich klares Wetter





    Ferdinandplatz - Prager Straße - Windberg



    Kreuzkirche - Altmarkt



    Plattenbauriegel Marienstraße - Annenkirche -WTC-Turm



    Zwinger - Sempergalerie - SZ-Hochhaus - Yenidze - Lößnitz-Weinberge



    Matthäuskirche - Hafenmühle - Meißner Dom



    Kulturpalast - Schloß - Quartier VIII



    Neumarkt




    Rampische Straße



    Hier sieht man ganz gut, wie das Königsstraßenviertel durch den Plattenbau vom Neustädter Markt abgeriegelt ist



    Hochhaus Albertplatz - Turm St.Pauli Kirchruine - Wasserturm Klotzsche



    Garnisionskirche - Militärhistorisches Museum mit Libeskind-Keil - Chipfabrik Infineon
    Das Hochhaus im Vordergrund (ehem. Pädagogische Hochschule) soll nach Umsiedelung diverser Fledermäuse abgerissen werden



    Pirnaischer Platz



    Luisenhof - Loschwitzhöhe mit Schwebebahn





    Herz-Jesu-Kirche - Versöhnungskirche - Ernemannturm - Fernsehturm





    Bürgerwiese





    Georgplatz





    Großer Garten - Gläserne Manufaktur - Elbsandsteingebirge





    ehem. kgl. Weinberg Pillnitz





    Großer Garten - Leuben - Pirna


    Papststein - Gohrisch - Festung Königstein - Pfaffenstein - dahinter Großer Zschirnstein





    Plattenbausiedlungen Reick - Prohlis - Hoher Schneeberg





    Die Tafeln auf dem Rathausturm sind noch Vorkriegsware und sorgen mit Verweisen auf verschwundene Kirchen für Verwirrung

    Wundert mich nicht. Die wollen Geld sehen.
    Dabei wäre es ein leichtes gewesen, diese Wohnungsbestände an
    städtebaulich problematischen Lokalitäten vor der Privatisierung aus dem
    Woba-Bestand herauszulösen.
    Jetzt wird sich die Gagfah das gut bezahlen lassen.

    Durch die paar Tausend (nicht ein paar hundert) Hektar ist Frankfurt nicht nur eine grüne sondern eine umwerfend grüne Stadt. :wink:

    Die Dresdner Heide hat 6.067 Hektar auf städtischem Gebiet.
    Der Leipziger Auenwald ist nicht viel kleiner.
    Oder Berlin mit dem Grunewald, Tiergarten, Müggelberge usw.
    Viele Städte sind ähnlich ausgestattet.
    Görlitz hat einen riesigen Stadtwald, der nur leider seit 1945 in Polen liegt.
    In Dresden kann man eine Woche Wanderurlaub machen, nur innerhalb der Stadtgrenzen, ohne dass es langweilig wird.
    Trotzdem gibt es auch Viertel, wo man fußläufig nur einen "überdüngten" Hundepark in der Nähe hat.


    Aber verglichen mit asiatischen Metropolen sind eigentlich alle deutschen Städte verdammt grün.

    Es kommt eben auf die Kriterien an.
    Dadurch, dass eine Stadt zufälligerweise ein paar Hundert Hektar Forst in ihren Grenzen besitzt, ist es ja keine grüne Stadt.
    Viele Stadtgemeinden haben administrative Grenzen, die weit über die Stadt im eigentlichen Sinne hinausgehen.
    Und irgendwelche gründlich gemähten Rasenflächen mit Wäscheplatz zwischen den Häuserzeilen mögen zwar grün aussehen und vielleicht als Grünland im Kataster stehen, sind aber auch nicht das, was man sich unter einer grünen Stadt vorstellt.
    Entscheidend ist dann doch eher der Flächenanteil von Vierteln mit Gartenstadt-, Villen- oder Waldsiedlungscharakter.

    Als Naturgebiet würde ich noch die Mecklenburgische Seenplatte aufnehmen, etwas vom schönsten was ich gesehen habe in Deutschland.


    Aber doch viel zu sehr Kulturlandschaft, um als Weltnaturerbe durchgehen zu können...
    Wenn eine Region zum Weltnaturerbe erklärt wird, heißt das, dass dort menschliche Eingriffe auf ein Minimum zu beschränken sind, Wege verschwinden, Straßen zurückgebaut werden, die wirtschaftliche Nutzung stark eingeschränkt und die Besuchermassen auf wenige Hotspots gelenkt werden, wo sie letztlich nur einen fensterartigen Einblick erhalten und bequem abkassiert werden können.

    Das neue Bellevue war damals nach einer Periode des Betonbrutalismus der
    erste Neubau, bei dem man wieder ein bißchen historisiert hat.
    Das Kupferdach hat inzwischen eine schöne grüne Patina.

    Die Diskussionen, ob nun die eine oder die andere Stadt (zeitweilig) die höhere Anzahl von Einwohnern hat, sind schon putzig.

    Das ist eine reine Prestigesache.
    Den meisten Leute ist bewußt, dass in der Demographie eine enorme Schieflage herrscht, in Dresden wie in Leipzig.
    In der Dresdner Bevölkerungstabelle von 2010




    http://www.dresden.de/media/pd…2010_Tabelle_zum_Baum.pdf




    kann man sehen, dass die fünf Jahrgänge der 15 bis 19jährigen insg.
    15.064 Personen umfassen, die der 60-64jährigen hingegen 24.855 Personen
    und die der 70-74jährigen sogar 33.372. Und selbst die 80-84jährigen liegen mit 15.201 Leuten noch vor den Teenagern.

    Im Prinzip gab es doch nach der Entfestigung zwei Bauperioden.
    Zunächst 1820-1850 ein eher einfacher, klassischer Landhausstil (wie er sich auf der Neustädter Seite z.B. in der Theresienstraße und Antonstraße teilweise erhalten hat), später dann sukzessive Abriß und Errichtung großstädtischer Gründerzeitgebäude, sowie in den 20er und 30er Jahren einige moderne Stahlbetonbauten. Ein Prozess, der sich sicherlich fortgesetzt hätte...

    Der Investor findet sich doch nur deshalb nicht, weil die Stadt sich als Grundstücksspekulantin betätigt und auf Preisvorstellungen pocht, die der Markt noch nicht hergibt.
    Die Erschließung (Tunnel Wiener Str.) ist seit 8 Jahren fertig und wenn damals gebaut worden wäre, würden schon seit 8 Jahren Steuereinnahmen fließen. Stattdessen haben wir Lochunterhalungskosten. Es ist paradox!

    Da nur wenige Kultureinrichtungen in Dresden von den Dresdnern bezahlt werden, kann man gespannt sein, wie das geringer werdende Steueraufkommen aus dem "Umland" ausgeglichen wird. Vielleicht gibt der Freistaat einige Kultureinrichtungen an Dresden ab.

    Dresden erhält kein Steueraufkommen aus dem Umland.
    Sowohl Stadt als auch Umland hängen nach wie vor am großen Tropf des Solidarpaktes.
    Dresden ist als Kommune zwar schuldenfrei, nach Pro-Kopf-Steueraufkommen aber arm.


    Momentan ist es auch so, dass die von Freistaat bezahlten Kulturstätten (Semperoper, Großes Haus, Schlösserbetrieb, Staatl. Kunstsammlungen) sehr gut ausgestattet sind, während die von der Stadt bezahlten wie Staatsoperette oder Theater der Jungen Generation chronisch unterfinanziert sind und von der Substanz zehren und nötige Investitionen ein- ums andere Jahr verschoben werden.