Posts by Däne

    2 Fragen:

    1) Was passiert mit den Originalen, die nicht in Berlin sind? Werden sie in Potsdam irgendwo gelagert oder ausgestellt?

    2) Es wird immer wieder gesagt, dass es wegen der Statik gar nicht möglich ist Figuren im Innenhof aufzustellen (Dank, Herr Kulka!). Wäre es dann möglich kopien aus Gips oder ähnliche Materialen zu machen, oder könnte man die Statik nachträglich verbessern? Das alles ist natürlich nur Zukunftsmusik...

    Von sowas können wir in Kopenhagen nur träumen. Hier regiert meistens eine Art neo-70-er Jahre Architektur. Demnächst könnte man in Hamburg mit einer Sanierung der vielen Gründerzeitler beginnen - vor allem im Bereich der Fenster (meistens Plastikfenster).

    Es hat sich doch in den letzten 30 Jahren sehr viel positives getan! Nur tun die Bilder der ehemaligen Vorstädte immer sehr weh. Auf dem Vorkriegsbild sieht man (so glaube ich zumindest), dass es auch in der Pirnaischen Vorstadt etliche Barockhäuser gab - wahrscheinlich sehr schlichte, aber immerhin. Es ärgert mich immer sehr, dass viele der besten Nachkriegsbauten in Dresden nicht am Ring stehen, sondern halb versteckt an der Nürnberger Strasse, an der Grunaer Strasse und in Striesen. Würden diese Bauten bloss im Stadtzentrum stehen - zum Beispiel an der Prager oder am Pirnaischen Platz....

    ist Euch bekannt, dass auch in einem Turm der Fassade feuer war? Die Türme bestehen auch aus einer Holzkonstruktion und wären eingesturtzt, wenn man den Brandherd nicht frühzeitig (und per Zufall!) erkannt hätte. Ein Wunder, dass die Glassfenster erhalten wurden, das war in Nantes leider nicht der Fall.

    Quote

    Dänes Vergleich ist zwar giftig

    Ich weiss nicht genau, was damit gemeint ist? "Giftig" kann es wohl nur sein, weil ich einen Wiederaufbau einer Synagoge in Frage stelle? Um es klar zu machen: Deutschland sollte dankbar sein, dass es Heute wieder jüdisches Leben gibt. Ich kenne einige Juden aus der Ukraine, die jetzt in D. wohnen und dort sich sehr wohl fühlen. Ich finde es auch richtig, eine neue Synagoge zu errichten. ABER: wir haben irgendwann eine Reko-Prioritätenliste gemacht, und dort war die Synagoge ja nicht drauf. Weil man 60 mio. Bundesmittel eher (architektonisch gesehen) für das Pellerhaus, Schloss Putbus oder die Marienkirche in Wismar verwenden sollte - wenn man die Wahl hätte. Für Hamburg ist die Synagoge aber natürlich ein Gewinn.

    @Ursus: Was Würzburg betrifft sind wir uns überhaupt nicht einig. Angesichts der immensen Zerstörung finde ich die Aufbauleistung bemerkenswert. Leider wurden in den letzten 20 Jahren vermehrt unpassende Neubauten an sensiblen Stellen errichtet (Markt, Domhof usw.). Der Vergleich mit Dresden oder Magdeburg macht aber deutlich, dass ausgerechnet die von dir viel verschmäte Kubatur und kleinteilige Parzellierung von grösster Bedeutung gewesen ist. Aber das wurde ja schon zig mal diskutiert...

    Hatten wir schon Bilder vom Erweiterungsbau des Hotels Rebstock?


    Bilder


    Irgendwie gefällt mir der Bau.... obwohl es kein vernünfiges Dach hat. Vielleicht wegen der Farbe und der alten Klostermauer?

    Als Bewohner der "Fahrradhauptstadt" Kopenhagen möchte ich kurz erwähnen, dass unterirdische Fahrradstellplätze viel weniger benutzt werden als oberirdische. Das hängt ganz einfach damit zusammen, dass es unpraktisch ist. Ohne Stellplätze am Schloss würden die Radfahrer die Fahrräder überall kaotisch abstellen (an Fassaden, Kandelabern usw.). Und nicht vergessen: Ein Rad mehr bedeutet oft ein Auto weniger!

    der geringe Realitätsbezug ist mir bekannt. Aber geäußert gehört es trotzdem. wo wenn nicht hier? Wie Däne angedeutet hat - das NM-Projekt neigt sich dem Ende zu. Und der Neustädter Markt ist aufgrund der verkehrstechnischen Gegebenheiten genauso Science fiction.

    Der Neustädter Markt ist doch ziemlich realistisch - der erste Bau kommt ja bald. Danach folgen die vier (!) wunderschönen Bürgerhäuser zum Bellevue hin. Darüber scheint doch Konsens zu sein? Die grosse Debatte scheint ja die eventuelle Teilbebauung des Platzes zu sein. Damit kann man ganz am Ende weitermachen, wenn die Gebäude am Königsufer stehen.

    Was sind eigentlich die nächsten Prioritäten der GHND im Neumark-Bereich? Aus meiner Sicht würde ich die Fläche an der Schiessgasse (neben Kürländer Palais) in Angriff nehmen. Und natürlich die Fläche an der Schlossstrasse ("Quartier 9"). Dazu kommt natürlich der Neustädter Markt - aber hier geht's um den Neumarkt.

    Das wird schon gut! Wie schon erwähnt, sollte man langfristig eine Verengerung der Schlossstrasse im Griff nehmen. Aber noch wichtiger fände ich einen Umbau des Advanta-Riegels und Wilsdruffer Kubus am Taschenbergpalais. Diese beiden Gebäude stören ungemein vom Zwingerhof aus (und vom Taschenberg). Das beste wäre natürlich eine Reko der Fassade der Sophienkirche. Die kommt bestimmt irgendwann, da bin ich mir sicher.

    Du hast Recht. Aufgrund der nach unten breiter werdenden Türrahmen hatte ich irgendwie an frühes Art Deco gedacht, ich Dummerchen... Wurde aber 1838-1848 erbaut.

    Der Turm der ehemaligen Kirche (nun Kunsthallen Nikolaj) ist nicht mit auf dem Bild, obwohl Wikipedia meint, der Turm hätte das Feuer von 1795 überlebt. Vielleicht als Stumpf.

    Der Turm hatte 1795 überlebt und stand als Stumpf bis 1909 wo dann der Turmhelm rekonstruiert wurde. Finanziert vom Gründer der Carlsberg-Brauerei, Jacobsen. Er hat auch den Wiederaufbau des Turmhelms der Heiligengeistkirche bezahlt. Ähnliche Pläne gab es für die Frauenkirche, leider kam es nicht dazu.


    Nikolai Kirke: Wiki

    Helligåndskirken: Wiki

    Vor Frue Kirke: Geplant und Heute