Posts by Däne

    Ostpreussen und Königsberg haben mich immer faziniert - auch wegen der "Insellage" so weit im Osten. Die Stadt scheint ja wirklich schön gewesen zu sein (ein deutsches Stockholm). Schade, dass das nördliche Ostpreussen nicht polnisch wurde...

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    In der Mitte des Films gibt es eine lange Sequenz eines der genialsten Köpfe des vergangenen Jahrhunderts, Prof. Herman Oberth DEM Vater der modernen Raumfahrt!


    Na, ja - vielleicht aus wissenschaftlicher Sicht. Politisch war er sehr umstritten:


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    Noch 1962 sagte Oberth in einer Dankesrede vor dem Bund der Vertriebenen, der ihn zum Ehrenmitglied ernannt hatte: „Ich hatte gehofft, eine Raketenwaffe zu finden, die den Schandvertrag von Versailles hätte zerschlagen können. Das ist mir nicht gelungen.“ (...) Von 1965 bis 1967 war er Mitglied der neu gegründeten NPD. Hermann Oberth starb am 28. Dezember 1989 im Alter von 95 Jahren in Nürnberg. Aus einem Nachruf der Stillen Hilfe, die wegen ihrer Unterstützung von nationalsozialistischen Tätern in die Kritik geraten war, geht hervor, dass Oberth „ein getreuer Helfer und Spender zur Unterstützung unserer Hilfsbedürftigen“ war.

    Quelle: Wikipedia


    Aber Schässburg ist auf jedem Fall ein Besuch wert! Auch das nich weit entfernte Mediasch fand ich interessant.

    Ich glaube, die Polen hätten lieber Wilna und Lemberg behalten als Stettin und Breslau zu bekommen. Die Sprachgrenzen im Osten Polens ist/war ein äusserst kompliziertes Thema. Es ging hier nicht nur um Sprache sondern sehr wohl um Religion. Sowohl in Lemberg als in Wilna sieht man deutlich, dass dort eine Polnische/Jüdische Mehrheit gab. Ausserhalb Lembergs aber sehr oft ein Ukrainische. Aber zurück zum Thema Königsberg: Ich weiss nicht, ob es Johan genau so geht, aber für mich hatte Königsberg sehr grosse Gemeinsamkeiten mit Stockholm, sowohl von der Lage her als wegen der Architektur. Die Stadt hatte für mich auf jedem Fall was Skandinavisches.

    Vielen Dank! Ich fand Nördlingen wirklich sehr, sehr interessant. Dinkelsbühl war für mich fast zu "geleckt". Die Sanierungen sind natürlich manchmal etwas krass - manche sehen wie Neubauten aus. Aber besser als Abriss ist es natürlich auf jedem Fall. Ich muss irgendwann wieder hin.

    Die gute, alte Würzburg-Diskussion. Ich habe mit den 50er Jahre-Bauten kein Problem. Leider wurde in den letzten 20 Jahren kaum was vernünftiges gebaut. Für mich (und den meisten Touristen) ist Würzburg eine schöne und sehr sehenswerte Stadt in einer wunderschönen Lage. Meine Eltern, die normalerweise so kritisch wie Ursus sind, waren sehr zufrieden. Aber natürlich ist Bamberg was anderes.

    Mal was erfreuliches aus Steinau:


    Ein 60er Jahre Bau in der Altstadt wird durch einen Fachwerkbau ersetzt: Link mit vorher/nachher Vergleich


    Laut Überschrift ist es ein Umbau, aber schein ein kompletter Neubau zu sein!


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    Wahrscheinlich hatte bereits im 17. Jahrhundert ein eineinhalb-geschossiges Fahrwerkhaus an dieser Stelle gestanden. Das war wohl um 1900 aufgestockt und mit einem kleinen Schaufenster im Erdgeschoss versehen worden. Das Fachwerk wurde verputzt und mit dem Abriss des Hauses 1968 ganz entsorgt. Doch auch das jetzige Fachwerk besteht aus alten Balken, die Heinz Becker im Internet entdeckte. Diese seien zwischen 200 und 250 Jahre alt. Etwas ganz besonderes sind die beiden Türen an der Front. Diese Zwillingstüren sind identisch und um die 300 Jahre alt. Die Farbgebung ist den historischen Farben Stierblut und Taubenblau nachempfunden.

    Akanthus


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    Die Innenausstattung des Schlosses, die bis 1918 noch nahezu komplett aus der Zeit des Barock und Rokoko erhalten war, ist fast vollständig verloren gegangen. Mit der Abdankung des herzoglichen Hauses ging das Inventar des Zerbster Schlosses laut Vertrag komplett an die Familie. Die 203 Zimmer und Säle des Schlosses wurden 1919 komplett beräumt. Das betraf nicht nur das Mobiliar, sondern auch wandfeste Ausstattungen, Öfen, Intarsienfußböden etc.

    Heisst das, dass die Innenaustattung anderswo erhalten ist? Eigentlich ein Glück im Unglück, dass die Ausstattung ausgebaut wurde - sonst wäre sie wahrscheinlich 1945 verbrannt.

    Das hört sich gar nicht gut an! Es ist einfach absurd, neue Häuser in Randlagen zu errichten, während die Innenstädte/Dorfkerne langsam aussterben. Sowas sehen wir auch in Dänemark, die Lage ist aber natürlich nicht mit Ostdeuschland vergleichbar. Es ist abzusehen, dass die Bevölkerung sich langfristig in den grösseren Städten konzentriert. Dazwischen wird es irgendwann sehr viel Natur geben - die Entwicklung kann man schon z.B. in Bulgarien betrachten. Bald wird das in Deutschland auch der Fall sein. Umso wichtiger ist es bei der Regionalplanung deutliche Prioritäten zu setzen und die Erhaltung der wertvollsten Altstädte und Kulturdenkmäler zu fördern. Adorf wird in 100 Jahren wahrscheinlich nur aus der Kirche und ein Paar Fachwerkhaüser sowie einige Einzelheime bestehen.


    Zu Plauen gibt es diese Interessante Prognose (Link)


    Wie sieht es mit dem Leerstand in solchen Kleinstädten aus? Einige Häuser stehen auf jedem Fall leer. Ansonsten ein schönes Städtchen.

    Auf der Facebook-Seite der Neustädter Freiheit sieht man den Bereich, der jetzt under Schutz steht (Link). Das Areal des Narrenhäusls gehört nicht dazu. Generell bin ich davon überzeugt, das die Bebauung an der Königsufer kommen wird - allein weil der Grundstücksverkauf eine Menge Geld einbringen wird. Die Neustädter Freiheit-Initiative möchte auch eine Verschmälerung der Bundesstrasse, Ihr Ziel war vor allem eine Bebauung des eigentlichen Platzes zu verhindern. Ich bin noch optimist was die Südseite betrifft - Geld regiert die Welt :smile:

    In Schweden haben die Stadtplaner beispielos gewütet. Z.B. in Malmö, wo schätzungsweise zwei Drittel der Altstadt seit 1945 abgerissen worden ist. Die Problemviertel in Schweden befinden sich fast immer in den Trabantenstädten des "Millionprogramms" ausserhalb der Innenstädte. Die Probleme dort kann man mit den Erfahrungen in Frankreich locker vergleichen (leider). Ein weiteres Problem besteht darin, dass der Einzelhandel sich sehr oft in EKZs ausserhalb der Stadtzentren konzentriet. Ich kann Euch die Webpage https://www.arkitekturupproret.se/ empfehlen ("Architekturaufstand").

    Ich meine aber festgestellt zu haben, dass gerade in Lübeck und auf dem Land in (Ost)Holstein in den letzten Jahren viel renoviert wurde (Häuser und Strassen). Das gilt auch für Flensburg, eine Stadt die vor 10-15 wirklich sehr heruntergekommen war, aber jetzt einen ganz anderen Eindruck. Es stimmt aber auch, dass sie sozialen Probleme der Region sichtbar sind.

    Die Einschätzung kann ich überhaupt nicht nachvollziehen! Zwar gibt es im Bereich des Marktplatzes und Klingenberg schlimme Bausünden, die Altstadt ist aber riesig und gehört zu den wertvollsten in ganz Europa! Tausende Altstadthäuser, idyllische Gänge, wunderschöne Kirchen, Kloster und Stadttore. Dazu die lage am Fluss.