Posts by Klette

    Ausstellung „Verloren & Geborgen“ vom 11. Februar bis 8. März 2026 am Schinkelplatz im Nöfer-Saal. Dort wird auch die Schinkelsche Bauakademie virtuell erlebbar sein, neben sechs anderen verlorenen Bauten.

    Am 04. März 18 Uhr gibt es eine Veranstaltung zur Bauakademie vor Ort.

    Öffnungszeiten der Ausstellung:

    Mittwoch - Freitag: 14:00 - 19:00 Uhr

    Samstag & Sonntag: 12:00 - 17:00 Uhr

    Verloren & Geborgen – VR-Ausstellung in Berlin
    Erleben Sie die faszinierende Welt der Ingenieurbaukunst in einer völlig neuen Dimension! Vom 11. Februar bis 8. März 2026 präsentiert das Digitale…
    bundesstiftung-bauakademie.de

    Nachdem schon hier im Forum nicht so richtig durchgesickert ist, welcher Entwurf derjenige mit dem rekonstruierten Dach ist (obwohl im Wettbewerb abgebildet und im Text beschrieben), ist der entsprechende Beitrag auch in der Bürgerbeteiligung durchgefallen.

    Den ausgewogeneren Bericht und die Primärquelle bietet das DAF: https://www.deutsches-architekturforum.de/thread/13646-p…1523#post791523

    Mit dem am besten bewerteten Entwurf 3090 vom Atelier Lorentzen Langkilde Aps bin ich unglücklich, aber zum Glück sind wir noch im Stadium eines Ideenwettbewerbs.

    Dieser Beitrag wurde gemeldet, da der Abriss wohl vom zuständigen Staatsminister, dem das sächsischen Landesamt für Denkmalpflege unterstellt ist, genehmigt wurde.

    Hatte ich das nicht so geschrieben?

    Dazu gehört auch ein großer Einschnitt im Dach, den die Politik dem Investor zuliebe gegen die Denkmalpflege durchgedrückt hat.

    Der Staatsminister ist kein Denkmalpfleger, kann aber Entscheidungen gegen die fachliche Einschätzung der Denkmalpflege "durchdrücken". Den genauen Entscheidungsprozess in der Sache kenne ich nicht, allerdings die Aussage des Ministerpräsidenten in der Sächsischen Zeitung, die Politik habe "geliefert". In der Zeitung stand Anfang 2025 noch, das Landesdenkmalamt lehne die Stöcker-Pläne ab, insofern ist die das Machtwort der Landesdirektion durchaus fragwürdig. Vom Oberbürgermeister Ursu (CDU) ist bekannt, dass er auf die Untere Denkmalbehörde einwirkt, nicht unbedingt denkmalfreundliche Entscheidungen zu treffen. Im verlinkten Artikel wird er so zitiert: „Wenn ein Investor bereit ist, eine hohe Summe in ein so wichtiges Gebäude in der Mitte unserer Stadt zu investieren – und das, ohne Fördermittel in Anspruch zu nehmen –, ist es unsere Pflicht, alle rechtlichen Rahmenbedingungen zu prüfen, um das Projekt zu ermöglichen.“

    Zweimal wurden fachliche Bedenken zugunsten von Winfried Stöcker beiseite gewischt: beim Kaufhaus-Dach und beim Abriss der beiden Villen, für deren Erhalt sich auch Deutsche Stiftung Denkmalschutz sowie der Internationale Rat der Denkmalpflege (ICOMOS) einsetzen.

    Es scheint wohl keine parteipolitischen Fronten gegeben zu haben (?) und es gäbe auch keine AfD Mehrheit im Stadtrat (?)

    Die Linke kritisiert diesen Umgang mit dem Denkmalschutz.

    Es gibt durchaus politische Differenzen in der Frage. Im verlinkten Artikel kritisiert auch Janet Conrad von den Bündnisgrünen die Umbaupläne, einerseits wegen dem Nutzungskonzept, aber auch wegen vermuteter politischer Einflussnahme.

    Frank Vater von den Linken hat zuletzt eine Gestaltungssatzung für das Görlitzer Zentrum gefordert und als Architekt klassische Gegenentwürfe zu modernistischen Fassaden im Görlitzer Zentrum veröffentlicht. Zwar hat auch die AfD den Entwurf einer Gestaltungssatzung vorgelegt. Kritik für die Abriss- und Umbaupläne ihres Großspenders Stöcker habe ich von der AfD aber nicht vernommen. Das irritiert, denn wie schreibt der Kreisverband in seinem Flyer:

    "Entscheidungen des Denkmalschutzes treffen immer häufiger auf kein Verständnis: Einerseits müssen sich private Bauherren an hohe Auflagen halten, die den Erhalt von Denkmälern unwirtschaftlich machen, andererseits werden moderne Bauvorhaben genehmigt, die mit der historischen Gebäudekulisse vollständig brechen. Gerade das Stadtbild macht den besonderen Reiz von Görlitz aus und bildet den entscheidenden Tourismusfaktor."

    Der Abriss zweier sanierungsfähiger, stadtbildprägender Villen zugunsten eines modernistischen Parkhauses ist geradezu die Blaupause für Vorhaben, "die mit der historischen Gebäudekulisse vollständig brechen". Auch beim geplanten Kaufhaus-Anbau frage ich mich, ob er zur Gestaltungssatzung der AfD (die ich leider online nicht finde) passen würde.

    Wenn eine Partei zu den Plänen eines Investors, der ihr nahesteht, so laut schweigt, ist das schon eine Erwähnung wert. Vor allem, wenn diese Partei in Sachsen deutlich zweitstärkste Kraft im Landtag und mit Abstand stärkste Kraft im Stadtrat ist. Bei diesem Thema ist sie definitiv keine Opposition oder Alternative zu den Politikern der CDU, die ihre Machtpositionen nutzen, um Herrn Stöckers Pläne zu ermöglichen.

    Das Grundstück wurde vor fünf Jahren vom Land an den Bund übertragen. Ich denke aber, der Architekturwettbewerb ist die entscheidendere Hürde. Wenn die Reko-Vorgabe Teil des Wettbewerbes wird und auch respektiert wird, wird das Land nicht mehr so wahnsinnig viele Einflussmöglichkeiten haben, denke ich.

    Manche hier waren ja der Meinung, das Land solle eine Gestaltungssatzung beschließen und nicht nur androhen. Aber diplomatisch war die Drohung wohl geschickter, um einen gemeinsamen Standpunkt mit dem Bauherren (Bund, Stiftung) herbeizuführen. Dieser offenbar gefundene Konsens dürfte nun Bestand haben, hofft man.

    Bei einer beschlossenen Satzung (die eine andere Landesregierung auch wieder kassieren kann), hätten sich Bund und Stiftung vielleicht ihrerseits stur gestellt und den Wettbewerb konsequent auf die Zeit nach der Landtagswahl geschoben. Das kann immer noch passieren.

    Wir können hier wirklich die Windungen allerhöchster Politikränke besichtigen, zumindest die Auswirkungen davon. Eine absurde Posse, die leider mit der Bauakademie ein Thema betrifft, bei dem mir das Lachen vergeht.

    In der Sächsischen Zeitung verkündet AfD-Spender Stöcker, der AfD-Granden auch in seinem leerstehenden Kaufhaus auftreten lässt, die beiden klassizistischen Villen für sein geplantes Parkhaus noch dieses Jahr abreißen zu wollen. Ministerpräsident Kretschmer hat beim Görlitzer Neujahrsempfang davon gesprochen, er habe Stöcker angeboten, in dem Jugendstil-Kaufhaus die Senckenberg-Gesellschaft unterzubringen, dieser habe abgelehnt, das Kaufhaus mache er schon selber. Die Senckenberg-Dependance hat inzwischen einen Neubau bezogen, sodass Kretschmer an Stöcker gewandt sagte, dieser müsse jetzt liefern und das Kaufhaus sanieren. Dazu gehört auch ein großer Einschnitt im Dach, den die Politik dem Investor zuliebe gegen die Denkmalpflege durchgedrückt hat. Die Linke kritisiert diesen Umgang mit dem Denkmalschutz.

    Mir wird schlecht, wann immer mir die Causa unterkommt. Vor allem der Abriss der gut erhaltenen Villen für ein Parkhaus ist ein Unding. Die politischen Präferenzen des Investors erwähne ich hier, weil die gegenwärtige Nutzung des Kaufhauses damit verbunden ist und auch, damit hier im Forum nicht so einseitig immer nur gegen "links-grün" geschossen wird.

    Das ist nur ein bisschen Wind, der da gemacht wird. Wießner muss ja eine Erschließungsstraße nach Vorgabe der Stadt bauen. Gemäß Ausschreibung trägt Mehrkosten über 300.000 Euro die Stadt. Es sind tatsächlich Mehrkosten entstanden, weil die Stadt lieber eine Erschließung von der Köpckestraße haben möchte als von der Wiesentorstraße. Der Bauausschuss segnet jetzt eine Vorlage der Verwaltung ab, dass Wießner das Grundstück entsprechend günstiger bekommt. Erst, wenn es im Ausschuss unerwartet Probleme geben sollte, wäre das m. E. eine Meldung wert.

    Es gibt mal wieder was zu tun! Thema ist der Städtebau am neuen Campus Brauhausberg:

    Samstag, 24. Januar 2026, 10 Uhr: Besichtigung des Brauhausberg-Geländes für die Öffentlichkeit. Treffpunkt ist am Pförtnerhäuschen (Am Havelblick 8). Hier besteht die Möglichkeit, die sonst nicht zugänglichen Außenflächen des geplanten Universitätscampus zu besichtigen.

    Donnerstag, 29. Januar 2026, 17 bis 20 Uhr: Öffentliche Vorstellung von städtebaulichen Varianten. Die Veranstaltung findet in der Universität Potsdam am Griebnitzsee, Haus 6, Hörsaal H04, statt. Es werden drei verschiedene Varianten der städtebaulichen Grundgestaltung vorgestellt und Gelegenheit zur Äußerung gegeben. Die Veranstaltung soll als Hybridveranstaltung durchgeführt werden, sodass die Teilnahme auch online möglich ist.

    Das ist ja ein richtiger Recherche-Krimi, der sich hier entwickelt. Riegels Beobachtungen laufen darauf hinaus, dass es mindestens noch einen dritten Teppich gäbe (oder gab), der einst in Dresden hing. Es gibt tatsächlich viele Unterschiede, so ist auf dem historischen Foto links Blattwerk zu sehen, welches dem Teppich im MET fehlt. Hinzu kommt, dass sich der Teppich schon 1925 in New York befand. Hat man in der Dresdner Ausstellung 1933 so weit gereiste Ausstellungsstücke gezeigt? Unwahrscheinlich. In der Ausstellungsgeschichte wird das Dresdner Residenzschloss auch nicht erwähnt.

    Guy Louis Vernansal the Elder - The Audience of the Emperor from the series The Story of the Emperor of China - French, Beauvais - The Metropolitan Museum of Art
    The Met presents over 5,000 years of art from around the world for everyone to experience and enjoy.
    www.metmuseum.org

    Somit ist die Frage weiterhin offen: gehörte der "Dresdner Teppich" zum Inventar in Dresden und wo ist er heute? Von den vielen Tapisserien, die das Schloss einst schmückten, ist ja kaum noch etwas da.

    Bei 2:38 wird gerade ein Schlittenpferd "behangen". Dieses Exponat war schon bei der großen Ausstellung "August der Starke und seine Zeit" 1933 integriert:

    https://fotothek.slub-dresden.de/fotos/df/haupt…log_0051745.jpg

    Was für ein herrlicher Wandteppich da im Hintergrund hängt! Den gibt es nicht mehr, oder?

    Ich staune auch immer wieder, was vor nicht einmal hundert Jahren für konservatorische Bedingungen in den Räumen herrschten. Staub, Feuchtigkeit, Sonne, darin schien man kein Problem zu sehen.

    Das KI-Bild zeigt eine fantasierte Farbigkeit. Eryngium hatte schon mal ein Bild der historischen Fassung hier eingebunden (Aquarell):

    Stuck nur fragmentarisch integriert, nämlich die Teile, die den Krieg überstanden haben.

    Etwas besser hier zu erkennen:

    Zeugnisse eines neu aufblühenden Kunstverständnisses
    Eine schmale, aber höchst informative Publikation von Sachsens langjähriger Landeskonservatorin Rosemarie Pohlack berichtet über die Paradesäle im…
    www.dnn.de

    Aus Eryngiums Zitat geht hervor, dass anfangs offenbar gar keine vollständige Rekonstruktion des Stucks, wie wir sie bald sehen können, angedacht war. Wie schön, dass es doch anders kam. Die einst mit den Bendemann-Gemälden versehenen Wandfelder sind meines Wissens beige gefasst worden, nicht grau, auch wenn es auf dem Foto so wirkt. Im Propositionssaal ist es ein Blauton.

    Na ja, aber mit Verlaub, genau so sieht es auch aus: nicht fertiggestellt. Eine liebenswürdige Posse, auch Welterbe dank Palladios Urheberschaft, aber so etwas gewollt herbeiführen? Zumal die zwei Palladio-Achsen aufgrund der monumentalen Gestaltung durchaus noch eine gewisse Gravität ausstrahlen, mit der das Potsdamer Eckhaus wirklich nicht dienen kann. Bei allem Respekt, damit würde man dem Potsdamer Wiederaufbau nach meinem Dafürhalten keinen Gefallen tun.

    Und sich darauf verlassen, dass man es irgendwann mal zuende bauen kann, würde ich mich auch nicht. Auch davon erzählt dein Beispiel von 1571.

    Die originalen Stuckierungen im Großen Festsaal sind durch 40 Jahre Witterung erheblich beschädigt. Es sei nur noch der Untergrund des historischen Stucks erhalten, nicht mehr die eigentliche Oberflächenmodellierung. Dieser Untergrund sei teilweise aufgeschwemmt. Eine wie auch immer geartete Bearbeitung würde zu einer teilweisen Entfernung von Originalsubstanz geführt haben. Man (Denkmalpflege und SIB, nicht die unzuständige SKD) habe sehr gerungen, alles abgewogen, aber unter vielen nicht vollbefriedigenden Möglichkeiten eine wählen müssen und sich letztlich dafür entschieden, keine Lasierung des alten, dunklen Stucks vorzunehmen. Stattdessen werden die aktuell noch sehr weißen Wände elfenbeinfarben gefasst, so wie es ursprünglich war.

    Die wirtschaftliche und politische Umsetzbarkeit solcher Vorbauten ist jedenfalls sehr fragwürdig.

    Langfristig würden Kolonnaden den DDR-Städtebau des langgestreckten, monolithischen Riegels verfestigen. Ich bin da skeptisch. Ist rund um die Solitäre Kirche und Schloss nicht doch eher eine Bebauung in kleinteiligen Abschnitten angezeigt, um die Monumentalität der Einzelbauten herauszustellen?

    Architektonisch kann ich mir überdies kaum eine Lösung vorstellen, die überzeugend zwischen den Extremen Schinkel, Barock und DDR vermittelt. Die Kolonnaden-Skizze mit klassischer Attika und angedeuteten Figuren deutet schon an, wie albern und kulissenhaft so etwas aussehen kann. Zumal so etwas wohl kaum käme, sondern eher ein neo-moderner Entwurf.

    Meines Erachtens muss man es künftigen Generationen überlassen, sich gänzlich von den Zeilenbauten zu verabschieden.

    Johan Maurits Aufgrund deiner Expertise und lokalen Verankerung würde mich aber wirklich interessieren, was einer Entwicklung der Grundstücks-Ecke entgegenstehen könnte. Ist so eine Variante nicht weit plausibler und auch nachhaltiger?

    Ich würde hier einfach zur Geduld tendieren. An dieser Stelle steht aktuell keine Entscheidung an. Das ändert sich sukzessive mit steigenden Sanierungskosten, aber das muss sich über Jahrzehnte aufbauen. Es mögen einfache Gebäude sein, aber die Bausubstanz ist vermutlich ziemlich robust und die Pflege lückenlos. Wenn es dann soweit ist, dass Neubauten im Raum stehen, sollte vorgearbeitet worden sein, was an dieser Stelle das städtebauliche Optimum ist.

    Als Zwischenlösung könnte ich mir zwar Kolonnaden (also reine Säulengänge) oder gärtnerische Laubengänge vorstellen, die kleine Pavillons verbinden. Aber mehr als eine Spielerei wäre das auch nicht. In den Pavillons könnte es kleine Kioske oder Ausstellungsmöglichkeiten geben. Das sinnlose Abstandsgrün würde ich in Mietergärten umwandeln, was einen Stadtraum ungemein beleben kann. Die Gärten kann man auch halbhoch abschirmen, damit sie nicht ganz direkt an die Straße grenzen.

    Richtig problematisch ist vor allem die Ecksituation. Das historische Eckgebäude wäre heute natürlich ein Schätzchen, aber auf den ersten Blick scheint es mir architektonisch nicht besonders einzigartig. Ich weiß aber nichts über den Bau. Das Gelenk zwischen St. Nikolai und Altem Rathaus stattdessen mit einem Neubau in klassischer Formensprache zu füllen, könnte reizvoll sein. Die Grenzen der blauen Einzeichnung in "Johan Maurits" Grafik wären ein Ansatz dafür. Das Rechteck ließe sich bis zum nächsten DDR-Bau in Ost-Richtung ziehen, damit ergäben sich immerhin rund 430 m² Grundstücksfläche. In den Blöcken, die gerade fertiggestellt wurden, gab es kleinere Grundstücke, finanziell wäre mit 430 m² also etwas machbar.

    Kein einziger Mieter müsste dafür ausziehen, nichts abgerissen werden.

    Erfurt1995 Ja, das ist der Ort - Platz würde ich es gar nicht nennen - den man erreicht, wenn man den Hauptbahnhof in Richtung Zentrum/Altstadt verlässt. Der Riebeckplatz hatte durchaus, trotz des Grauens, den die DDR dort angerichtet hat, damals die eine oder andere architektonische Qualität, die aber samt und sonders ausgeräumt wurden, zum Beispiel ein drolliges Hütchenhaus.

    Heute ist es eine der schlimmsten innerstädtischen Wüsten Deutschlands. Das Zukunftszentrum ist nicht nur wegen der reinen Bausumme von 200 Millionen Euro und als expressiver Solitär von Bedeutung, sondern ebenso wegen seiner Impulswirkung für vorbereitende und nachfolgende Investitionen. Dazu gehört der Rückbau der Hochbrücken und anderer städtebaulicher Maßnahmen (fast 40 Mio. Euro Umfang) oder auch der Neubau der Hoteltürme. Es braucht ganz unbedingt bauliche Verdichtung dort, Rückbau von Verkehrsflächen, Qualifizierung von Grünflächen zu echten Parks.

    Zurzeit bietet sich dort dieses Loch, der Bahnhof ist in der Ecke unten links angeschnitten, die Innenstadt oberhalb des Bildes:

    ar2ssdng.jpg

    (Stadt Halle (Saale): https://halle.de/verwaltung-sta…zum-brueckentag

    Ich hoffe so sehr, dass ich noch ein Abräumen der Hochstraßen vor den Franckeschen Stiftungen erlebe. Diese befinden sich schräg oberhalb der linken Bildecke. Dieses Bild sagt dazu alles, die barocke Schulstadt ist links angeschnitten. Die Stiftungen werden aller Voraussicht nach in Bälde Welterbestatus erhalten, ICOMOS hat eine entsprechende Empfehlung ausgesprochen. Es ist aber ein äußerst zäher Prozess, auch offensichtliche Fehlentscheidungen wie die Hochstraße wieder abzuwickeln. Selbst ein Zerbröseln belehrt die Starrsinnigen nicht, wie ja leider die Carolabrücke in Dresden zeigt.

    Aus dem Riebeckplatz wird kein historischer Stadtplatz um 1900 mehr werden, daher dürfte das Interesse im Stadtbild-Forum verhalten sein. Ich denke, die Impulse, die dort aktuell gesetzt werden, tun dem Platz sehr gut, auch wenn eine grundlegende städtebauliche Neuordnung noch aussteht. Aber man sieht ja jetzt schon, wie viel Gemeckere ein sanfter Rückbau der extrem überdimensionierten Kfz-Straßen auslöst.

    Mit dem Bau der beiden Hoteltürme gegenüber dem Zukunftszentrum wurde übrigens schon begonnen, Betreiber wird die Dorinth-Kette sein.

    Vertrag für neues Hotel am Riebeckplatz in Halle unterzeichnet | MDR.DE
    Am Riebeckplatz in Halle soll eines der höchsten Gebäude der Stadt entstehen: Ein 85 Meter hohes Hotelhochhaus. Nun ist der Vertrag dafür unterschrieben worden.
    www.mdr.de

    Der RBB (über den hier ja so gern hergezogen wird) hat prominent in der Abendschau einen kurzen Beitrag zur Bauakademie gebracht. Darin kommt neben Gästen einer Veranstaltung der Stiftung vor allem Tobias Nöfer zu Wort. Stiftung und Politik hätten "Stillschweigen" vereinbart, daher fehlen deren Stimmen. Das erhaltene historische Portal und Archivaufnahmen werden gezeigt.

    Ich finde den Beitrag sehr gelungen. Dass 2026 der Wettbewerb kommt, geht daraus zwar auch nicht hervor, aber die Hoffnung stirbt zuletzt.

    Schinkelsche Bauakademie vor dem Wiederaufbau?
    Seit über 20 Jahren erinnert nur noch eine Ecke an die Bauakademie von Karl Friedrich Schinkel in Berlin. 2026 könnte ein Realisierungswettbewerb endlich…
    www.rbb-online.de