Posts by PBcgn

    Diese wabenförmigen Kronleuchter sind gräßlich und konkurrieren viel zu stark mit dem Maßwerk. Man hätte einfach die Fläche der Spitzbogentonne indirekt beleuchten können.

    Das sehe ich genauso. Hinzu kommt noch dieser (auf den Fotos nur ansatzweise zu sehende und (wenn man es weiß) neue Holzfußboden, der absolut unpassend und alles andere als zurückhaltend ist (es soll schon Leuten wg. der Musterung schwindlig geworden sein).

    Hier wäre in jeglicher Hinsicht weniger mehr gewesen.

    In dem Artikel des KStA ist die Rede von einem breiten Sockel und fünf nach oben schmaler werdenden Geschossen, die die Anmutung einer Treppe entstehen lassen. Die Fassade soll aus viel Glas bestehen.Das Unternehmen hatte die (bereits mehrfach überarbeiteten Pläne) im Gestaltungsbeirat vorgestellt. Dort gab es auch einige kritische Stimmen (die Formulierung "Widerstand" ist wohl etwas hoch gegriffen).


    Rolex: "Die mächtige Präsenz des Bestandsgebäudes im Stadtraum und vor allem in Bezug auf St. Mariä Himmelfahrt soll durch die Reduzierung der Bestandshöhe und des Gebäudevolumens gemildert werden."
    Die Fa. Rolex spricht in ihrer Argumentation für einen Neubau in Bezug auf den Ist-Zustand von marodem und ungepflegten Zustand, zu niedriger Deckenhöhe und 'unanständiger Nähe zur Kirche'.

    Die Pläne sollen noch einmal überarbeitet und dem Gestaltungsbeirat erneut vorgestellt werden.

    Eine Visualisierung hat Rolex (dem KStA) nicht zur Verfügung gestellt.

    Zum Express-Artikel (meine Meinung dazu): Wenn aus städtebaulicher Sicht eine Argumentation gegen Abriss und Neubau schwierig wird, wird plötzlich als "Joker" die Nachhaltigkeitskarte gezogen. So auch beim Amts/Landgericht an der Luxemburger Straße, wo der Siegerentwurf (als auch alle weiteren platzierten Entwürfe) einen Abriss des Hochhauses vorsehen. Hier (beim Rolex-Gebäude) handelt es sich zudem um die Einzelmeinung des Sohnes des Architekten des Bestandsbaus (Schürmann).

    Find ich super! Auch architektonisch. Vor allem das Aufgreifen des Bogens als Referenz an die Hohenzollernbrücke.

    Ja, das finde ich auch. Auch die zweite Brücke am Ubierring, die Pylonbrücke sehe ich als Referenz an die Severinsbrücke. Ich finde beide Brückenentwürfe sehr gelungen.

    Gibt es eigentlich Pläne, die Fenster der Obergaden im Langhaus zu rekonstruieren? Das blau-graue Licht passt nicht ganz. Anderswo im Dom werden die Fenster ja rekonstruiert oder wieder eingesetzt.

    Ich denke schon, dass es da entsprechende Pläne gibt. Aber meintest du Rekonstruktion nach historischem Vorbild oder nur eine farbige Verglasung? Denn das jüngste Fenster im Dom, das "Richter-Fenster" von 2007 im Südquerhaus, ist zwar eine farbige Verglasung, aber keine Rekonstruktion.

    Die Probleme der Institution "Oper" sind indes nicht auf die Frage der Architektur herunterzubrechen, sondern sitzen weit tiefer. Stichwort "bundesdeutsches Regietheater", ein Phänomen, das allerdings gerade im Bereich der Oper seine tieferen Ursachen hat, wie in erster Linie eine gewisse ästhetische Obsoleszenz, wenn ich das als Verächter des Bel-canto-Schmarrens mal so formulieren darf. Dazu kommt natürlich, dh genauer damit verbunden, eine entsprechende Überalterung des Publikums, was wiederum auf diverse Umstände begonnen mit der aktuell ganz andersartigen kulturellen Prägung der Jugend bishin zur Demographie zurückzuführen ist. Mit einer Rekonstruktion der alten gründerzeitlichen Opernhäuser wären diese Probleme auch nicht gelöst. Als regelmäßiger Hin- und Wieder Opernbesucher kann ich sogar hier sowas wie eigene Erfahrungen beisteuern: Die moderne Oper Linz ist weitaus komfortabler als die Wiener Staatsoper.

    Eine Überalterung des Publikums kann ich nicht bestätigen. Aus meinen bisherigen Erfahrungen als regelmäßiger Opernbesucher - und erst letzten Samstag beim Besuch von "Carmen" in der Oper Köln (Staatenhaus) - fand ich diese Einschätzung für mich wieder bestätigt.

    Was den Komfort angeht gebe ich dir durchaus Recht. Ich empfand die 'Deutsche Oper Berlin' (Bj. 1957-61) auch komfortabler als die 'Staatsoper Unter den Linden'. Dies liegt sicherlich zum großen Teil daran, dass man heute keine umlaufenden Ränge mehr baut, die hufeisenförmig von Bühnenrand zu Bühnenrand verliefen - und wo die Sicht auf die Bühne von den seitlicheren Plätzen der Ränge doch erheblich eingeschränkt ist.

    Der Zuschauerraum der 'Deutschen Oper' in Berlin hat übrigens - durch die versetzt "aufgehängten" Balkone -große Ähnlichkeit mit dem der Kölner Oper. Durch die abgerundeten Formen der Balkone in Köln finde ich den Zuschauerraum in Köln allerdings eleganter.

    Der Investor hat den Architekten, nachdem die Pläne des bisherigen Architekten von der Stadt Köln abgelehnt wurden, gewechselt.

    Neuer Architekt ist Paul Böhm. Damit dürfte die Hoffnung auf eine Rekonstruktion endgültig geplatzt sein.

    Böhm: "... will kein historisierendes Fake errichten, sondern etwas Zeitgenössisches, was in das historische Stadtbild passt.", "... werde die Häuschen im Sinne des Denkmalschutzes und trotzdem interessant und spannend gestalten." Die Silhouette werde erhalten bleiben. "Ich möchte die Architektur aber ein wenig aufräumen." Auch die Farbgebung (aus den 1980er Jahren) werde er nicht aufnehmen.

    Die Stadt gibt Traufhöhe, Firstlinien, die hohen Fensterformate und eine Verputzung vor. Böhm: "Wir werden das alles einhalten. Mit einer Verfeinerung."

    „Ich werde etwas aufräumen“: Dieser Kölner Star-Architekt baut die Giebelhäuschen wieder auf
    Nachdem ein Vorgänger mit seinen Plänen nicht weiterkam, übernahm nun Paul Böhm, der die Zentralmoschee schuf, die Planung.
    www.ksta.de