Posts by Wahnfried

    Naja, die Autonomen sind eigentlich arme Würstchen, die wohl im inneren wissen, dass sie es in unserer Gesellschaft zu nichts bringen werden. Sie sehen sich aber nicht selbst in der Verantwortung, bzw sehen ihr scheitern nicht als eigene Schuld /Unfähigkeit /Faulheit, sondern als Heimtücke der Gesellschaft. Bei einer Protestbewegung jedoch meinen sie willkommen zu sein und gebraucht zu werden und Macht auszuüben. Solche Typen hat es schon immer gegeben und in einer Diktatur sind das oft die welche als Schlägertrupps gegen Demonstranten, Floterknechte gegen Disidenten und Gefängniswärter eingesetzt werden.
    Deshalb habe ich auch überhaupt kein Verständnis wieso man die Typen mit Samthandschuhen anfasst. Gerade bei Demos wären denen doch einfach beizukommen.

    Also, die Nofrete wurde ja nicht geraubt sondern regulär erworben. Damals war es üblich dass Ägypten die Hälfte der Fundstücke bekommt und die andere Hälfte ging an die Gesellschaft /Land welches die Ausgrabungen durchführte und finanzierte. Ägypten behauptet jetzt dass sie damals übervorteilt wurden. Aber, das ist ein äusserst schwaches Argument. Nur weil die damals nicht übersehen konnten, dass diese Statue so populär würde wollen die sie jetzt zurück? :lachen:
    Dabei ist es vor allem der Schlapphütige Kopf der Ägyptischen Altertumsverwaltung der sie zurück will.
    Ägypten selbst hat so viele Statuen und ständig werden neue gefunden (zum Beispiel im Hafenbecken von Alexandria) dass sie damit etliche Museen füllen könnten. Sollen die erstmal ihrr Rumpelkammer (Ägyptisches Museum) so gestallten, dass die schon vorhandenen Ausstellungsstücke ordentlich präsentiert werden.
    Die Nofrete ist doch ein gutes Werbemittel für Ägypten. Manch einer wird vielleicht durch den Besuch des NM dazu angeregt mal nach Ägypten zu fahren. Mir ging es jedenfalls so, als ich die Ägyptenaustellung nahe des Charlottenburger Schlosses besuchte.

    Das stimmt natürlich, jedoch ist Nofretete schon was besonderes. Solch eine Frauenbüste ist sehr selten, zumal noch die Farben vorhanden sind. Im Ägyptischen Museum in Kairo wird man von Statuen und Goldgegenständen aus der Pharaonenzeit geradezu erschlagen. Das ganze wirkt wie eine Rumpelkammer und trotzdem wollen die Ägypter die Nofrete zurück, das sagt doch schon aus welch ein Symbol sie ist und welchen Wert sie hat. Kann mir gut vorstellen, dass nur wegen ihr viele der geschichtlich nicht interessierten Touristen in das Neue Museum kommen werden.
    Die Präsentation der Nofrete im Agyptischen Museum gegenüber dem Chalottenburger Schloss fand ich sehr ansprechend. Sie war dort in einer Vitrine in einem dunklen Raum und wurde dezent illuminiert. Das hat einen ganz anderen Eindruck hinterlassen als die lieblose Präsentation Alt-Ägyptischer Statuen in Kairo. Schon aus dem Grund wäre ich dagegen die Dame wieder nach Kairo ziehen zu lassen.

    Solange sich moderne Architektur an den Randgebieten der Städte austoben kann bin ich relativ schmerzfrei. Jeder braucht so seine Biotope, auch die Liebhaber von Minimal-Architektur wie man moderne Architektur auch nennen könnte.
    Ich muß sogar gestehen, dass wenn moderne Architektur als Ensemble zu bestaunen ist wie zum Beispiel die Bürostadt oder der Campus Riedstadt sehe ich mir das ganz gerne an. Zwar verzaubert moderne Architektur nicht, im Gegensatz zur Gründerzeit-, oder Jugendstil-Architektur, aber die kubische Monumentalität erzeugt ebenfalls eine Wirkung auf das Gemüt.


    Es wäre zwar schön, wenn man solch günstig gelegene Grundstücke ansprechend bebauen würde. Das Mainufer bietet sich gerade dazu an, mit schöner Architektur ausgestattet zu werden, aber gegen Ignoranz kämpfen selbst die Götter vergebens.... :augenrollen: Aber, wie schon gesagt sollen auch die welche einen abseitigen Geschmack haben ihr Refugium haben und an der Stelle stört es die Mehrheit der Menschen weniger als zum Beispiel am Museumsufer oder in der Altstadt.

    Im Prinzip trifft das zwar zu, aber vor kurzem gabs am westlichen Anbau noch Umbauarbeiten und zur Zeit finden Umbauarbeiten an den Bühnenwerkstätten statt. Schätze dass man jetzt mal nicht so schnell wieder was ändern wird. Zumal die Betreiber des Schauspielhauses wohl mit der nüchternen Beton-, Glas- und Wellblechfassade glücklicher sind als mit der, vermutlich nach deren Geschmack reaktionären Fassade der Kaiserzeit. Vielleicht ändert sich die Denkweise der "herrschenden Schichten" wenn die Generation der sogenannten 68er Jahre mal verschwunden sein sollte. Andererseits werden die Kosten des Sozialstaates eher noch steigen und den Großteil des vorhanden Geldes verschlingen, so dass für prunkvolle Fassaden-Rekos nicht mehr viel übrig bleiben wird. Leider...

    Ist zwar schon einige Zeit her, seit ich in diesem Thread gepostet hatte, aber letztes Jahr im August war ich auch nicht immer Online und habe erst jetzt wieder mal in diesem Thread gelesen.


    Wikos, deine Annahmen dass in der Zeit als die Alte Oper wieder aufgebaut wurde, mehr Geld im Stadtsäckel war ist zwar richtig, aber in der Zeit war der Widerstand gegen Rekos noch größer denke ich. Laut diesem Artikel gab es, aber wohl doch eine breite Welle der Zustimmung für den Wiederaufbau.


    http://www.alteoper.de/aof_chronik_gestern_bf.html\r
    http://www.alteoper.de/aof_chronik_gestern_bf.html


    Ist natürlich fraglich ob man solch eine Bewegung auch für die Rekonstruktion des Schauspielhaus aktivieren könnte. Schätze mal das dies erst nach der Reko der Altstadt passieren könnte. Wobei, dann vielleicht andere leichter umzusetzende Reko-Projekte verfolgt werden, wie Langer Franz und kurzer Cohn, etc. Also, es ist wohl leider nicht sehr Wahrscheinlich, dass in den nächsten Jahrzehnten eine Reko des Schauspielhauses kommen wird. Je mehr Zeit vergeht umso unwahrscheinlicher wird meiner Meinung nach eine Reko. Einzig wenn mal das jetzige Schauspielhaus abgerissen werden sollte, könnte man sich an die Mauern des alten Schauspielhaus erinnern.

    In der Tat wertes Schloßgespenst sehr schöne Impressionen. Muß da auch mal hin. Obwohl ich jetzt mit Unterbrechung schon 10 Jahre in Frankfurt wohne, kann ich mich nicht erinnern je am Holzhausenschlösschen gewesen zu sein. In der Gegend war ich schon öfter, speziell am IG-Farbenhaus, Grüneburgweg (Best Worscht in Town) und am Grüneburgpark aber auf der anderen Seite der Eschersheimer bin ich wohl nie gewesen.
    Ach ja, Schloßgespenst ich habe ja schon eure Photostrecken im Wiesbaden-Thread bewundert. Weitere schöne zusammenhängende Gründerzeitviertel gibt es auch in Sachsenhausen, südlich der Kennedyallee und Gartenstraße bis zum Südbahnhof. Sowie in Bockenheim zwischen Zeppelinallee und Sophienstraße. Auch im südlichen Westend zwischen Bockenheimer und Mainzerlandstraße gibt es noch schöne zusammenhängende Gründerzeitstraßenzüge.

    Man sollte den Titel dieses Thread ändern. Alea iacta est gilt ja nun nicht mehr, nachdem nun ja alles wieder offen, oder zumindest unklar ist.


    Bzgl. Expats und Hipster Kombo könnte ich auch nicht sagen was es bedeuten soll. Expats sind längerfristig im Ausland arbeitende Angestellte. Hipster wußte ich auch nicht so genau was es bedeutet. Dachte Typen die Hüftjeans tragen. Aber nein laut Wiki sind es:


    "Ein Hipster war ein Angehöriger einer hauptsächlich in den USA verbreiteten, urbanen Subkultur der Mitte des 20. Jahrhunderts."


    Kombo ist wieder klar, eine kleine Musikgruppe.


    Also, kann mir nicht denken das Expats etwas gegen das Schloss haben sollte. Hipster vielleicht, aber sind jetzt nicht wirklich als stramme Anti-Schlossaktivisten bekannt.


    Was eher passen würde sind Angehörige, Sympathisanten und Aktivisten der Linkspartei, oder Gruppen die die Gelder aus dem Sozialhilfebudget des Bundes, Länder, Gemeinden und Sozialversicherungen verwalten. Je, weniger Geld bei den Sozialverbänden ankommt und verteilt werden kann, desto mehr fühlen sich diese Gruppen und deren Vertreter bedroht.

    Vielleicht siedelt sich in diesen 4 Jahren ja auch eine Hufeisennasenfledermaus oder eine Mönchskröte auf dem Gelände an und dann ist erst mal nichts mehr mit Bebauung.
    Der Schlossbau würde Arbeitsplätze schaffen, Touristen anziehen und die Berliner Innenstadt wieder komplettieren und verschönern. Ausserdem könnte sich die Merkel da ein Denkmal setzen, die Linken ärgern und wenn Architektur wirklich auf die Menschen wirkt, vielleicht dazu führen dass ein Umdenken in den Köpfen der Menschen stattfindet. Weg von der egoistischen Vollkasko Sozialstaatmentalität hin zu mehr Eigenverantwortung und Bürgersinn.

    SO, hab jetzt auch noch meine Photos von Mailand hochgeladen. Die Photos hatte ich im Februar 2007 gemacht. Im Jahr 2007 hatte ich etwa 11 Monate beruflich bedingt in Italien gelebt. Januar und Februar waren ziemlich neblige Monate. In Vercelli, einer Stadt zwischen Mailand und Turin, war es oft wochenlang neblig. In Turin oder Mailand war es allerdings nur diesig, auch wenn man in Vercelli vor lauter Nebel nicht die Hand vor den Augen gesehen hat.


    Innerhalb des Mailänder Doms.


    Auf dem Dach des Mailänder Doms.
















    Die Photos von der Frontseite des Doms sind leider durch große Gerüste wegen Restaurationsarbeiten am Dom wenig sehenswert.



    Deckenbilder in der Einkaufshalle am Dom.








    Die Photos habe ich im Januar 2007 aufgenommen. Leider weiß ich bei vielen Bildern nicht mehr genau was welches Gebäude ist.



    Der Palazzo di Madama





    Treppenaufgang im Palazzo di Madama










    Die gelben Stangen sind noch von der Winter-Olymbiade 2006 (?).









    Quote from "Dase"

    Das klingt mir eher wie ein Argument gegen Rekos...


    Naja, eigentlich ja aber auch nicht wirklich. Die beiden Türme des World Trade Centers waren doch recht einfache 70er Jahre Kuben. Ausser ihrer Höhe hatten sie meiner Meinung nach wenig anziehendes zu bieten. Ich denke das sehe nicht nur ich so, denn es gibt kaum Stimmen die sich für eine Reko dieser Bauten aussprechen. Es gab in New York sogar eine Umfrage was auf ground Zero gebaut werden sollte. Wenn ich mich richtig erinnere möchte man ein noch höheres Gebäude errichten aber nicht im Stil der 70er Jahre Twintowers.
    Wenn allerdings das Chrysler Building oder das Empire State Building zerstört worden wäre, dann da bin ich mir sicher, hätte sich die Mehrheit der New Yorker für eine Reko ausgesprochen. Vermutlich wäre zwar keine Reko gekommen, da es dafür wohl keine Investoren gegeben hätte, aber der Verlust an schöner Bausubstanz wäre sehr viel schmerzhafter.


    Aber zurück zur Sophienkirche. Ich wäre da auch für die ursprüngliche Fassadengestalltung. Eigentlich finde ich eine homogene Bebauung also eine rein Barocke, Klassizistische, Jugendstil, etc Bebauung eines Stadtviertels am besten. Jedoch die Sophienkirche wäre als gotischer Bau, allemal besser als eine moderne Bebauung.

    Nun, in so einem Fall, könnte man die Kirche doch auch ohne Gewölbe rekonstruieren. Einfach auf eine Fundamentplatte. Hauptsache die Aussenmauern, das Dach und die Türme stehen. Als, Kirche wird man die Sophienkirche vermutlich eh nicht ausreichend Nutzen können. Vielleicht könnte man eine Gedenkstätte mit Bombenterror-Museum unterbringen. Naja, vermutlich nicht.... :augenrollen:
    Aber, vielleicht könnte man ein Restaurant, Museum oder Saalbau unterbringen. Möglichkeiten würde es bestimmt viele geben. Kosten würde es wohl schon etwas, aber das Stadtbild würde durch die Türme der Sophienkirche schon bereichert.

    Naja, eine Gedenkstätte ändert man nicht so schnell. Höchstens wenn wir mal wieder ein Regimewechsel bekommen. :lachen:
    Insgesamt fände ich man würde den Opfern der Bombenangriffe und der Stadt am besten helfen wenn man die Kirche und möglichst viel der alten Pracht von Dresden wieder aufbauen würde. Damit würde man die Folgen des Bombenangriffs mildern und nicht wie mit diesen unansehnlichen Augenkrebs verursachenden Gedenkstätten die Zerstörungen zementieren.


    Die New Yorker wollten ebenfalls ein schönes neues noch höheres Gebäude auf Ground Zero errichten und nicht irgend eine Gedenkstätte. Das kaum einer die beiden Klötze wieder haben wollte ist verständlich. Bei der Sophienkirche ist eine komplett Reko allerdings die beste Lösung.

    Quote from "PhilippK"

    Was Du hier betreibst ist Propaganda auf niedrigstem Niveau. Lies dir den dortigen Thread auch wirklich mal durch, bevor Du solch einen Schmarrn verzapfst.


    Das ist mal wieder die typische Polemik von Leuten die keine andere Meinung neben der eigenen dulden. Weiter oben möchtest Du alle Aussagen durch Fakten / Sekundaerliteratur / Expertenmeinung unterfuettert haben und wenn man die Ergebnisse einer Umfrage heranzieht ist es plötzlich Propaganda... :lachen:
    Natürlich habe ich mir den Thread durchgelesen, die Fragegestellung ist seid ihr für Rekos, Rekos wenn Orginalsubstanz da ist, oder gegen Rekos. Was ist daran Propaganda? Vielleicht kann man an der Art der Fragestellung erkennen, das der Threadstarter für Rekos ist, jeder der an der Umfrage teilnahm konnte frei entscheiden was er wählt.


    Ausserdem dürfte es mittlerweile ein Allgemeinplatz sein, das Städte mit einer geschlossenen historischer Bebauung oder Stadtteile mit einer überwiegend geschlossenen historischer Bebauung auf Leute anziehend wirken und Stadtteile mit moderner Bebauung ausserhalb der Öffnungszeiten meißt Menschenlehr sind. Kunstbauten vs Zweckbauten eben.


    Aber, zurück zum Stadtschloss, gerade das Dach mit Kuppeln und Türmen macht ein historisches Gebäude aus. Ein modernes einfach gehaltenes Dach würde das Stadtschloss mehr Schaden als eine Verbreiterung der Annexbauten.

    Also, ich bin mir nicht sicher ob es sich um so eine kleine Gruppe von Reko-Befürworter handelt. Habe bisher nur eine Umfrage bzgl. dieses Thema gefunden.


    http://www.deutsches-architektur-forum.de/forum/showthread.php?p=234611#post234611\r
    www.deutsches-architektur-forum. ... post234611


    Von 123 Teilnehmer haben sich 100 für Rekos ohne wenn und aber ausgesprochen, 18 befürworten eine Reko wenn orginal Bauteile vorhanden sind, nur 4 sind gegen Rekos und 1 hat keine Meinung. Das DAF gilt eigentlich nicht als Hort der Reko-Fans, aber es ist nun mal so, dass moderne Architektur bei weitem nicht die selbe positive Wirkung erzielt als Gebäude aus der Vor-Bauhaus-Zeit. Moderne Gebäude wirken meiner Meinung nach eher deprimierend, speziell wenn sie in Innenstadt-Bereichen stehen.
    Potsdam ist da ein gutes Beispiel. Wenn man vom Bahnhof Richtung Stadt läuft, hat man den Eindruck diese Stadt ist menschenleer und potthäßlich. Wenn man sich aber in den Stadtvierteln mit historischer Bebauung befindet sieht man plötzlich viele Menschen und Touristen.


    Was nun das Potsdamer Stadtschloss angeht, wäre ich schon zufrieden wenn zumindest die Fassade wieder so aufgebaut wird wie vor der Zerstörung. Bitte, keine modernen Anbauten oder Glaskuppeln oder sonstige die Wirkung zerstörende Eingriffe. Wenn im Inneren des Gebäudes allerdings nichts rekonstruiert wird ist das zwar bedauerlich, aber für das Stadtbild nicht wirklich schädlich.

    Oja, sehr schöne Fotos, macht einen richtig wehmütig. In meiner Jugend war ich oft in Wiesbaden und als ich das erste Mal dort war, hat mir die Stadt so gut gefallen, dass ich dann des öfteren mal nach Wiesbaden gefahren bin. Man fühlt sich richtig in frühere Zeiten versetzt wenn man durch geschlossene Gründerzeitviertel flaniert und das Auge ständig an neuen Schönheiten hängen bleibt.
    Auch das Nachtleben in Wiesbaden ist nicht so übel. Die Leute sind meiner Meinung nach recht entspannt, muß an der schönen Architektur liegen und vielleicht auch daran, dass Wiesbaden eine Bäder- und Kasinostadt ist.
    Zu empfehlen ist die Russische Kapelle auf dem Neroberg und die Kaiser-Friedrich-Therme.