Posts by Apollon

    Lübecks Altstadt nach 1949: Erst Schutt und Asche, dann ist Beton die Masche
    Nach den Zerstörungen im Zweiten Weltkrieg beschließt die Lübecker Bürgerschaft heute vor 75 Jahren den Wiederaufbau der Altstadt. Doch zunächst verschwinden…
    www.ndr.de


    Ein heute veröffentlichter Artikel von Daniel Sprenger setzt sich kritisch mit dem Wiederaufbau der Altstadt auseinander. Grundlage dafür ist der dort verlinkte Abschlussbericht zur städtebaulichen Gesamtmaßnahme Altstadt von 2020.

    Wettbewerb für Kunstwerk im Kölner Dom startet
    Der Kölner Dom soll ein neues Kunstwerk erhalten, das sich mit den antijüdischen Darstellungen des Mittelalters und dem christlich-jüdischen Verhältnis von…
    www.domradio.de

    Wie schon letztes Jahr beschlossen, wird der Dom in Zukunft ein neues Kunstwerk erhalten, das sich mit dem christlich-jüdischen Verhältnis auseinandersetzt. Wo dieses Kunstwerk zu sehen sein wird und in welcher Form es realisiert wird, ist mehr oder weniger den Künstlern überlassen. Das Ergebnis soll im nächsten Jahr feststehen.

    Gehört hier zwar nicht ganz hin, aber ein beredtes Zeugnis mit dem Umgang der jungen Generation mit Weltkunstwerken.

    tegula hat ja bereits auf das digitale Angebot hingewiesen.

    Aber selbst wenn der im Bild unterstellte Zusammenhang stimmen würde, wäre das zwar sehr schade, aber auch kein Weltuntergang. Viele Jugendliche haben kein allzu großes Interesse für diese Art der Kunst. Das ist ganz sicher nicht erst ein Phänomen unserer Zeit. Und wie ich schon einmal an anderer Stelle schrieb, entwickelt sich das Interesse bei einigen auch erst mit dem Alter, wie auch Orakel schon angedeutet hat.

    Ich habe mich auch schon gewundert und deswegen nachgeschaut.

    2015 hat ein Kletterer die Gitarre dort hinterlassen. Sie ist natürlich schon längst von der Bergwacht entfernt worden. 2018 hat es sogar ein Kinderfahrrad auf den Turm geschafft.

    Durch die überraschende Diskussion über einige Monde auf dem Wintermarkt des Berliner Schlosses habe ich mich irgendwie wieder daran erinnert, dass auch auf dem Stephansdom eine Zeit lang ein Halbmond und ein Stern zu sehen waren, bevor sie nach der Zweiten Wiener Türkenbelagerung entfernt wurden, da die ursprüngliche Bedeutung in Vergessenheit geraten war und man sie eher mit dem Islam und den Osmanen assoziierte. Deswegen dachte ich, dass ich auch gleich eine Quelle raussuchen kann, damit sich Teilnehmer des Forums, welche vielleicht noch nicht davon gehört haben, darüber informieren können.


    Wien 1, Stephansdom, Mondschein


    Eine Darstellung von 1609:

    800px-Wien_Stephansplatz_1609_Hoefnagel.jpg

    Im Spiegel behauptet das Bezirksamt, dass man notfalls Ausnahmegenehmigungen erteilt und man selbstverständlich nichts unternehmen möchte, was Verzögerungen nach sich zieht.

    Die Fußgängerzone ist aber nicht das einzige Problem, da durch sie allein "nur" drei Jahre Verzögerungen entstehen würden. Was die anderen Hürden sind, steht aber nicht im Artikel.

    Tatsächlich eine sehr erfreuliche Nachricht, dass die Arbeiten so schnell stattfinden. In ungefähr einem Jahr, am 8. Dezember 2024, soll die Kathedrale auch schon wiedereröffnet werden. An diesem Tag wird in der katholischen Kirche auch das Hochfest Mariä Empfängnis begangen. Das Datum wurde also vermutlich nicht zufällig gewählt.

    Zur Einordnung ist es vielleicht auch nützlich, nochmal zu sehen, dass auch vor dem Brand einige Ausstattungsgegenstände nicht sehr alt waren.


    Die Bestuhlung:

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    Blick in den Chor (leider mit schlechter Bildqualität):

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    Der Artikel ist vom Sommer dieses Jahres. Hat man sich letztendlich tatsächlich darauf geeinigt?

    Davon gehe ich aus, ja. Die Entscheidung wurde am 23. Juni bekannt gegeben und laut Le Figaro muss die Entscheidung am 13. Juli von der Nationalen Kommission für Architektur und Kulturerbe endgültig bestätigt werden. Dieses Datum ist bereits vergangen und es gab bisher keine Neuigkeiten, dass sich irgendetwas an den Planungen geändert hätte.

    Interessant ist vielleicht auch noch die geplante neue Innenausstattung. Dazu ein englischer und ein deutscher Artikel mit Bildern:


    Notre Dame Cathedral’s New Interior Design Unveiled
    The minimalist and modern style of the new liturgical furnishings aims for a ‘noble simplicity,’ but has drawn criticism from art experts and Catholic…
    www.ncregister.com


    https://fsspx.news/de/news-events/news/notre-dame-geteiltes-echo-auf-teile-der-innenausstattung-83771

    Über die Idee eines Museums für Schinkel und seine Zeit kann man sicher diskutieren.

    Praktisch nebenan gibt es in der Friedrichswerderschen Kirche einen Bruchteil dieser Idee in einem kleineren Rahmen. Es werden Skulpturen aus dem 19. Jahrhundert gezeigt und auf der Empore kann man sich mittels einiger Infotafeln über Schinkel und seine Werke informieren. Ab dem 24. November 2023 gibt es bis auf Weiteres die Ausstellung "Fokus Schinkel", die die alten Infotafeln ersetzt und ab dem 18. Januar 2024 finden alle zwei Monate in Kooperation mit der Bundesstiftung Bauakademie sogenannte "Schinkel-Lectures" statt.


    Man könnte jetzt sicher diskutieren, ob das ausreicht, oder ob man sich dem Thema umfangreicher und vielschichtiger in einem neuen Museum widmen möchte.

    Ich möchte eigentlich keine neue Diskussion über die Letzte Generation oder Just Stop Oil vom Zaun brechen, aber die Aktion in der National Gallery in London zeigt eine beunruhigende Entwicklung, da dieses Mal offenbar eine mögliche Beschädigung des Kunstwerks in Kauf genommen wurde. Hoffentlich nimmt man sich andernorts kein Beispiel daran.


    Climate Protesters Damage a Celebrated Velázquez Painting in London
    For over a year, climate activists in Britain have performed stunts in museums to draw attention to their cause. They’ve often damaged frames, and now appear…
    www.nytimes.com


    Hammer-Attacke gegen Velázquez: Die Londoner Hau-drauf-Aktion zeigt das Scheitern der Museumsproteste
    In London haben Klimaaktivisten ein Velázquez-Gemälde mit Hämmern attackiert. Eine Eskalation, die mit Kartoffelbrei und Farbwürfen nichts mehr zu tun hat. Der…
    www.monopol-magazin.de