Posts by Leine1977

    In der Wohnzeitschrift "Schöner Wohnen" (liest meine Freundin) gab es einen Wettbewerb von Fertighausherstellern.


    Den zweiten Platz machte ein Fertighaus im historischen Stil aus Potsdam (Haus Nr. 2):


    http://www.livingathome.de/woh…ls/sw-fertighaeuser-2008/


    Für ein Fertighaus finde ich das super gelungen. Ich wußte gar nicht, dass nach den Energiespargesetzen eine solche Bauweise überhaupt noch erlaubt ist. Unbedingt will ich später auch so eine Butze haben - so kann man persönlich etwas für das Stadtbild tun!

    Ihr sprecht mir aus der Seele: auch ich glaube, dass der fehlende Regionalbezug der Hauptgrund für die Ablehnung vieler modernen Bauten ist.


    Wie beim Autobau, wo mittlerweile auch viele Autos sich im Design immer ähnlicher aussehen, gleichen sich heute auch die Städte an.


    Für mich als Norddeutscher würde ich mir auch vermehrt den roten Backstein wünschen. Erst seit Ende der 70er wird der Backstein hier bei uns wieder verwendet. Davor galt es nach den Kriegsjahren überhaupt Wohnraum zu schaffen und so enstanden dann dieheute als billig empfundenen verputzten Nachkriegshäuser (im Norden sieht man Putz nicht so gerne).


    Es ist aber auch richtig, dass vor 100 Jahren die damalige Architektur auch kritisiert worden ist. Das Rathaus von Hannover - ein schloßartiges Gebäude - ist heute ein Wahrzeichen. Beim Bau allerdings gab es harsche Proteste der Bürger, dass Gebäude sei überdimensioniert - ein heute bekanntes Argument. In anderen Städten wird es nicht anders gewesen sein.

    ... womit ich gleich mal eine Frage an alle Leipziger habe, die mich interessieren würde:


    Werden eigentlich bei den Sanierungen der Altbauten besondere neue energetische Verfahren angewendet? Das Thema Energiesparen ist ja sehr aktuell und Altbauten (ich wohne selber in einem) haben ja zwar dicke Wände, aber zu hohe Decken.


    Ich hoffe, es kommen dann nicht die Dämmmatten zum Einsatz... die sind dagegen für Nachkriegsbauten vorbehalten. Für Altbauten müsste man mal was besseres erfinden.

    In der letzten Spiegel-Ausgabe gab es dazu schon ein Bericht. Zwar ist der Zwang natürlich nicht schön, allerdings ist - auch aufgrund der Förderung, die es in Marburg wohl zusätzlich gibt - die Investition lohnend.
    Experten meinten dazu in dem Bericht: Wer sich hier keine Kollektoren aufstellt ist aus ökonomischer Sicht selber Schuld.


    Anscheindend rechnet es sich innerhalb kurzer Zeit.

    Quote from "Denk_mal"

    Leipzig kommt! ...


    Ein Negativ-Beispiel was mir einfällt, ist München. Da ist die Nachfrage eben so hoch, dass man eigentlich jeden Schund an den Mieter bringen kann. ...


    Ein Tip an alle Leipziger: lieber schon mal heute eine Altbauwohnung kaufen statt mieten. Denn wenn Leipzig bald Deutschlands Mega-Zentrum schlecht hin sein wird, werden auch die Immobilienpreise bald die von München überholen. Die Mieten werden dann nicht mehr so günstig sein. :zwinkern:

    Ein jeder soll und darf doch stolz auf seine Stadt sein: der Bremerhavener genauso wie der Münchener. Der Leipziger doch auch.


    Es ist doch schön, dass es in Deutschland viele unterschiedliche Städte gibt!


    Und wenn die Leipziger ihre Stadt als schönste empfinden ist das doch positiv. Ich find meine Heimatstadt schließlich auch am besten.

    Ja, die Birne hat hier mächtig rumgehauen. Der damalige Stadtbaurat wollte alles Gründerzeitliche vernichten. Heute kann man sagen: Es hätte noch schlimmer sein können (es gab weitere Pläne, die hier nie verwirklicht worden sind). Antwortschreiben aus dem Stadtplanungsamt zeigen aber, dass sich die Haltung kaum geändert hat.


    Die Flusswasserkunst: das Thema ist noch kaum bekannt. Bislang berichtete lokal nur die Bild-Zeitung. Es gibt also noch Hoffnung. Da der Innenstadt-Bereich eh bald neu analysiert werden soll, hoffe ich aber auch z.B. auf eine mögliche Leineinsel wie es sie früher schon mal gab. Die Flusswasserkunst wäre das i-Tüpfelchen.


    Die Tränenburg ist besonders schlimm. Fotos aus dem Inneren zeigen, dass das heute ein unbezahlbares Schlößchen wäre. Der Verlust der Garnisonskirche hat ein ganzes Areal versaut und die kleineren Abrisse sind auch nicht zu verzeihen. Dann wären ja noch die Bausünden aus den 70ern, die zum Glück langsam vernichtet werden. Das ist das einzig positive an dem schnellen Wiederaufbau; denn die Architektur in den 50ern war ja schon noch besser als in den 70ern.

    In der Welt am Sonntag ist heute ein großer Bericht (Immobilienteil) über den geplanten Aufbau der Frankfurter Altstadt. Glücklicherweise ist er äußerst positiv geschrieben.


    Also, keine Sorge machen. Ich hoffe, das gibt dann eine Sogwirkung auf andere deutsche Großstädte.

    Eigentlich gehört es ja hier hin (statt in "Hannover Innenstadt); denn das Schloß liegt ja bekanntlich nicht in der Innenstadt von Hannover.


    Hannoversche Allgemeine vom 24.07.2008


    Das mit der Ausschreibungspflicht kommt mir bekannt vor - war das in Frankfurt mit der Altstadt nicht genauso?

    Das ist wirklich ärgerlich. Aber ich kann Dich und alle, die sich ebenso rekonstruierte Bauwerke herbeisehnen etwas beruhigen; denn für morgen gibt es folgende Schlagzeile:



    Wie man da lesen kann, ist es wohl besser so, denn sonst könnte irgendjemand durch Klagen alles verzögern. Ich denke da an den BDA, der mächtig Stimmung gegen das Schloss gemacht hat (merkwürdigerweise hört man davon nichts mehr).

    Wow, das wär echt ein Highlight den Zuckerhut wieder zum Leben zu erwecken. Es unterstreicht auch die alte Stärke des Hildesheimer Fachwerks.


    In der damals recht unbedeutenden Nachbarstadt Hannover waren die bedeutensten Fachwerkbauten der Stadt von Hildesheimer Baumeistern entworfen worden. Das schönste und älteste steht heute noch.


    Gruß aus der Nachbarstadt!

    Ja, die Innenstadt hat im Krieg eine Totalzerstörung erlebt. Es tut sich aber seit neuestem sehr viel dort. Die Stadtteile sind tatsächlich Hannovers´ Plus.


    Grüße auch an den Bodensee (auch ne schöne Ecke).


    So, zurück zu Leipzig - ich will jetzt hier auch nicht weitersabbeln. Abschließend wünsche ich Leipzig viel Erfolg und ich freue mich auf bald. Ich schreibe ab und zu unsere Stadtverwaltung an und da erwähne ich inzwischen immer Leipzig und Dresden als positive Beispiele. Dank diesem Forum!

    @Stiffler: Danke für deinen ausführlichen Bericht. Ich kann es nicht einschätzen, will es auch nicht. Möglicherweise hatte mich die Leipziger Volkszeitung da wohl in die Irre geführt.


    Bei den Preisen muss man sich aber nicht immer die Metropolen Frankfurt, Hamburg und München vergleichen. Eine schicke Altbauwohnung, Stuck und Grün vor der Tür gibts u.a. auch bei uns zum kleinen Preis. Das Niveau mit Leipzig ist in etwa gleich (lt. Studie der Landesbausparkassen).


    Ohne die Schönheit meiner eigenen Heimatstadt zuschmälern, die oft genug belächelt wird, freue ich mich einfach, dass sich Leipzig schön herausputzt.


    Als Partnerstadt hatten wir kurz nach der Wende einen Schüleraustausch mit Leipzigern - damals war ich angetan von den (noch) anderen Verhältnissen. Wenn ich jetzt sehe, wie sich alles geändert hat innerhalb kurzer Zeit... ich glaube kein Volk auf der Erde bekommt das so schnell hin wie die Deutschen (das darf ich doch so sagen oder?)

    Ganz bestimmt wollte ich keine Ost-West-Debtte einleiten. Es ist ein Trugschluß, dass Privat-Invetoren alles selbst investieren, ökonomisch ist das Quatsch, das gibt der Wohnungsmarkt in Leipzig nicht her.


    Meine Infos bezog ich aus der LeipzigerVolkszeitung, die ich in Hannover lesen kann. Da wurde der Soli in diesem Zusammenhang genannt. MP Tillich wurde da auch zitiert.


    Der Harz war schon immer arm. Damals konnte man keine Firmen anlocken wegen Grenze und so. Heute tut genau das aber Sachsen-Anhalt. Es zeigt insgesamt, dass Subventionspolitik Mist sein kann.


    Fazit: Also nicht falsch verstehen. Ich zahle gerne den Soli. Ich finde es schön, dass viele Städte ihren Altbestand aufwendig sanieren. Für Dresden und Leipzig sehe ich eine glänzende Zukunft - ich möchte die Städte auch bald besuchen.


    Und selbstverständlich sage ich, wenn ich im Osten bin, dass alles ich bezahlt habe. Das ist nicht verboten und Spaß muss sein! :zwinkern:

    Wow, in dem Artikel, den ihr da ganz oben reingestellt habt, steht, dass über 1.000 Altbauten in Leipzig abgerissen worden sind. Ganz schön beachtlich.


    Warum ist denn die Einwohnerzahl so stark nach dem Krieg gesunken?


    Eigentlich hat doch Sachsen den ganzen Förderungskram gar nicht mehr nötig. Ich hoffe bald auf einen Nord-Soli, schließlich sind wir hier oben das wahre Armenhaus. Im West-Harz, der ja wegen der Ost-Förderung leidet, muss auch viel saniert werden.

    Die von Dir genannten Objekte würde ich ebenso alle in Hannover wieder begrüßen. Das Hotel kenne ich nicht genau, aber ich glaube ich weiß, welches Du meinst. Da ich bald einen Besuch in das historische Museum plane, werde ich mal auf Dein Werk achten. :zwinkern:


    Es ist natürlich Geschmackssache. Die Flusswasserkunst bietet sich an, da der neue Stadtbaurat vor kurzem selbst eine Bebauung dieses Platzes ins Spiel gebracht hatte (mit seiner Ablehnung aber nun wieder verworfen, welch ein Wiederspruch). Wie beim Friederikenschlößchen muss man kein Gebäude abreißen. Zudem passt nichts anderes an diesen Ort hin.


    Beim Friederickenschlößchen sehe ich ebenso schwarz, die wollen das Grundstück für viel Geld verscherbeln. Ich wär auch dafür.


    Bei den Kirchturmspitzen geb ich Dir recht, aber da gab es ja neulich schon Zeitungsberichte. Die Kirche hat leider kein Geld für sowas. Die Markuskirche würde übrigens auch noch aufnehmen.

    Man muss bedenken, dass es Städte gibt, die im Stadtkern komplett ausgebombt worden sind (das sind insbesondere die Fachwerkstädte gewesen). Was ist mit denen? Da helfen nur Rekonstruktion oder historisierende Fassaden.


    Leipzig hat dieses Problem wohl nicht, von daher liegt hier wohl wirklich der Fokus eher auf das Erhalten als auf Rekonstruieren. Dieser Zustand ist beneidenswert.

    Hier nun die offizielle Ablehnung einer Rekonstruktion der stolzen Flusswasserkunst vom Stadtplanungsamt.


    http://www.wir-fuer-hannover.de/news.htm<br>


    Man muss dazu sagen, dass das Thema bei den Bürgern (noch) kaum bekannt ist. Der Ablehnungsgrund ist eher fadenscheinig - tatsächlich wurde hier einfach abgerissen und nichts neu geordnet, wie behauptet.


    Aber so ist es ja immer, im Herbst gehen hier die öffentlichen Foren zur Entwicklung der hannoverschen Innenstadt los. Da gibt es wieder Gelegenheiten :zwinkern: