Posts by Leine1977

    ... Du meinst das Schloß Herrenhausen (oder eher Schlößchen). Das Leineschloß wurde schon nach dem Krieg gleich wieder aufgebaut. :zwinkern:


    Werd bald auch mal ins "Feindesland" vordringen, um mir Euer neues Schloß anzuschauen. Auf den Bildern sieht es echt gut aus.


    Schöne Grüße nach Ost-Peine, wie man bei uns sagt (oder Messeparkplatz-Ost)!


    P.S.: Find ich auch, eine gesunde Rivalität ist förderlich für die Identifikation. :D

    Die Möglichkeit wäre allerdings da gewesen. Im nahezu unzerstörten Lüneburg wollte man nach dem Krieg einen Großtteil der Altstadt wegen Baufälligkeit abreißen lassen. Es ist einigen Bürgern zu verdanken, dass dies nicht geschehen ist.


    by-the-way: für mich heute eine der schönsten Städte in Deutschland - typisch norddeutsch.

    Glückwunsch nach Braunschweig! Finde ich sehr schön, dass endlich Geschichte wieder aufgearbeitet wird.


    ...auch wenn ich das als Hannoveraner natürlich nicht gutheißen dürfte :-)

    Sehr schöne Bilder! Sieht in der Tat sehr gemütlich aus. Wieviel Einwohner hat die Stadt eigentlich?


    Rothenburg o.d.T. ist wegen den Amis so beliebt aus historischen Gründen. Ihr solltet froh sein, denn dieser Tourikram nervt in Rothenburg einfach. Bleibt mal lieber unbekannt.

    ... na ja, und bei uns hat man beide (alt und neu) zwar wieder aufgebaut. ABER alle anderen unversehrten Baudenkmäler dafür abgerissen. Und wenn nicht irgendwann Ende der 60er der Bund die Nahverkehrsförderung eingeführt hätte, wären dazu alle Gründerzeitlichen Stadtteile großflächig abgerissen worden - um Platz für Hochstraßen zu machen!


    Da fällt mir immer der Spruch ein: "Und aus dem Himmel kam eine Stimme `lächle und sei froh, es könnte schlimmer kommen`. Und er lächelte, war froh, und es kam schlimmer."

    youngwoerth: Ah, hier sehe ich endlich auch mal dein Freiburg. In der Tat sehr schöne Stadt. Die Hügel tun da ihr übriges. Nicht umsonst hat es ja auch unser Volker Finke lange da hin gezogen.


    Kann man im Sommer eigentlich ohne Klimaanlage schlafen? Es soll ja schon mal 40 Grad gegeben haben.


    Übrigens: Bei den Passivhäusern am Anfang habe ich auch sofort an Hannover-Kronsberg gedacht (hier wohnte ich eine zeitlang). Wie du weist versucht unsere Stadt ja verzweifelt Freiburg nachzuahmen. Wobei der Kronsberg eigentlich passabel ist - trotz schlechten Rufs.


    Du bist Würzburger? Ich dachte Sachse. WÜ ist auch eine schöne Stadt muss ich hier erwähnen. Übrigens hat jeder ein anderes Urteil über regionale Eigenarten und Mentalitäten. Im Zug musste ich mir mal anhören, wie schlimm Hannoveraner sind. Da hab sogar ich einen Schock bekommen. Dagegen ist bei euch im Süden doch alles Kindergeburtstag.

    youngwoerth: Na ja, das Ihme-Zentrum ist schon ein ganz schöner Brocken. Ich verstehe schon Deine Aussage. Die 70er erkennt man eher als Bausünde und einige werden wir in Deutschland noch fallen sehen.


    Zum Teil bin ich aber doch erstaunt, welch gute Qualität einige 50er Bauten haben. In der münchener Altstadt fällt auch kaum auf, dass fast alles Nachkriegsmist ist.


    Fazit: Lieber auf ein paar Jahre noch einen 50er Stuttgarter Marktplatz als noch ein paar Jahre einen 70er Marktplatz. Und aupassen: Schnell kommt manchmal der Denkmalschutz vorbei. Die schützen manchmal die dollsten Dinger.


    Gruß ins Ländle!

    Quote from "youngwoerth"

    Das wäre wesentlich besser!!! Die würden nämlich heute genau wie das Kröpcke-Center in Deiner Heimatstadt viel eher abgerissen werden. Diese "annehmbare" Nachkriegsbebauung ist eigentlich der schlimmste anzunehmende Fall, weil sie uns wohl noch ewig erhalten bleibt. Sie verhindert eine Annhäherung ans alte Stadtbild im Grunde völlig.


    youngwoerth: Irrtum. Das Kröpcke-Center wird nicht abgerissen (hat statische Gründe), sondern noch vergrößert. Weitere 70er Sünden bei uns können gar nicht abgerissen werden, da sie einfach zu groß sind.



    Interessant: in Stuttgart heißt es auch City-Ring, wurde von den Nationalsoz. geplant und danach konsequent ausgeführt. Verblüffend diese Parallelen.

    Nun, es soll nicht darüber hinweg trösten; aber es hätte auch schlimmer sein können. Den Fotos nach handelt es sich um eine geschlossene 50er Jahre Bebauung höherer Qualität. Zwar wären an so einer markanten Stelle natürlich Fachwerkhäuser schöner - jedoch: was ständen hier für Bauten, wenn sie aus den 70ern gewesen wären?


    Dem historischen Foto nach sieht der Zerstörungsgrad in Stuttgart nach dem Krieg eher kleiner aus als gedacht. Gab es auch hier die sogenannte zweite Zerstörung?

    Hallo.


    Den Tatendrang finde ich hier richtig gut. In Kassel war ich schon öfters. Auch wenn der Stadtbau keinen guten Ruf hat, so hat die Stadt doch viel Potential für Künftiges. Auch den Status als Residenzstadt finde ich gut.


    Nun wird es hier um einiges schwieriger als in anderen Städten. Denn: mein Hannover wurde auch von wahnsinnigen Architekten wiederaufgebaut ("autogerechte Stadt" und so, kennt ihr ja alle). Dieser "Geist" läßt sich nicht so einfach aus der Stadtverwaltung verbannen. Er wird quasi vererbt.


    Ich hoffe in Kassel ist das anders und das hiesige Stadtplanungsamt hat heute vernünftige Planer. Meist ist dies nicht der Fall.

    Mal angenommen, morgen würde ECE in Franfurt anklopfen, um auf demselben Areal ein gigantisches Shopping-Center zu errichten.


    Ich wette, die Stadtverwaltung würde sofort alle Hebel in Bewegung ansetzen, dass alles so umgesetzt wird (Verlegung Tiefgarage eingeschlossen) wie es ECE wünscht.


    Einen Eindruck, den ich bisweilen in vielen Städten habe.

    Zum Projekt Stuttgart 21:


    Mein Eindruck ist, dass die Politik von einer merkwürdigen Panik befallen sind, irgendeinen Anschluss zu verpassen. München (wobei hier die Landesregierung) möchte trotz gigantischer Kosten den Transrapid, Hamburg trotz Kostenexplosion die Elbphilharmonie, Bremerhaven verbaut seine Meergrundstücke mit einem Disney-Land. Bei uns liest man auch schon, dass man auch solche Projekte haben will, nur weil es Aufmerksamkeit verschafft.


    Stuttgart erhält nun dieses Mammutprojekt. Und ich glaube, es wird knallhart durchgezogen. Denn die Beteiligten garantiert es ja schon jetzt höchstmögliche Medienpräsenz.


    Es soll ja Vorteile haben (Stadtraum wird frei und so). Allerdings kann ich mich schwer anfreunden mit einer überdimensionierten U-Bahnstation. Auch der Schienenverkehr zählt mittlerweile zum Stadtraum dazu und Hauptbahnhöfe sind städtebaulich doch oft zentrale Punkte.


    Ich selbst kenne Stuttgart (leider) noch nicht.

    Echt? Das wär mir neu. Eigentlich wollten einige es am ursprünglichen Standort wiedersehen. Die Stadt unterstützt dies aber nicht.


    Es sollen ein paar Teile eingelagert worden sein; allerdings sind dies Fassadenelemente - in diesem Fall die Holzbretter. Diese sollen zudem schon sehr vergammelt sein.

    Dazu: Die Geschwindigkeit ist jedoch nicht das Problem gewesen, sondern die Philosophie.


    Auf der einen Seite hat sich leider das Konzept des Neuaufbaus statt Wiederaufbau hier durchgesetzt - andererseits kann man bisweilen froh sein, dass Hannover sehr schnell aufgebaut hat; denn alle 50er Jahre Bauten haben erstaunlicherweise eine ansehlichere Architektur als es die 60 und 70er dann hervorgebracht haben. Ich möchte nicht wissen, wie die Stadt aussehen würde, wenn sich der Wiederaufbau verzögert hätte...

    Hm, diese Diskussionen "Stadt X ist aber dennoch schöner als Stadt Y" erleben wir ja oft - überzeugen tun wir damit aber eigentlich niemanden.


    Ein jede Großstadt hat seine Vorzüge, architektonischen Glanzpunkte... und auch seine Schattenseiten. Und es ist doch schön, dass alle anders sind. Die einen haben Fachwerk, die anderen Barock, wiederum andere haben nur Gründerzeitliches. Der eine mag Flachland, der andere Berge. ...

    Laut Tageszeitung beginnen nun bald die öffentlich gehaltenen Foren zur Ratsinitiative "City 2020". Schwerpunkt ist die künftige Stadtentwicklung in der Innenstadt, die bekannte Schwächen aufweist.

    Termine sind:
    24.09.
    28.10.
    12.11.
    10.12.


    im Sprengel-Museum.


    Am 12.11. sind u.a. auch die Stadtbauräte aus München, Zürich, Hamburg und Leipzig anwesendend. Den interessantesten Termin gibt es im Dezember, wenn über die Nachriegsarchitektur gesprochen wird. Hier stehen u.a. die Hinterlassenschaften der "autogerechten Stadt" mit seinem City-Ring (Stadtautobahn) zur Diskussion. Die Ergebnisse sollen in einen Architekturwettbewerb münden.


    Ich für meinen Teil hoffe ja um eine Erweiterung der Altstadt auf einem Teilstück des City-Rings (Leineinsel) und auf dem Köbelinger Markt. :zwinkern: Auch wenn ich die Haltung des hiesigen Stadtplanungsamtes (leider) kenne. :weinen:

    Aha! Mein hier schon angesprochener Wunsch, den Soli endlich mal in den Westen, speziell in den Norden zu lenken, wird nun also doch begrüßt. :D


    Nein, im ernst. Man sollte nicht über andere Städte herziehen; denn:


    - im Ruhrgebiet sind viele Städte aus dem Industriezeitalter geprägt. Diese sind z.T. sehr zerstört. Die dichte Besiedelung fördert leider auch ein Wettrennen mit den größten Shopping-Centern etc.


    - in NS (Niedersachsen?) gibt es gar keine Großstädte. Wir sind nämlich ein reines Agrarland. Hier gibt es eigentlich nur Fachwerk.


    - Bremerhaven ist arm dran und kann nichts dafür. Die Werften und die Fischerei sind tot. Was anderes gibt es da oben nicht.


    - ... und Leipzig? - 40 Jahre lang ließ man alles verotten... und entkam damit auf wundersame Weise den energischen Konzepten wie "Gartenstadt" oder "autogerechter Wiederaufbau". Heute ist man klüger. Glückliches Leipzig. :D

    Zwei äußerst interessante Artikel. Eine Entwicklung, die auch ich mit Sorge sehe. Für mich wird es ein Bumerang für die Städte werden.


    Interessant auch der verzweifelte Leserbrief der Stadtverwaltung. Man liest sehr schön die kognitive Dissonanz der Verantworlichen heraus.


    Und: Man kann nur hoffen dass dieser Koloss in 5 Jahren baufällig wird und ECE pleite geht (die Mitarbeiter bekommen natürlich alle einen neuen Job in einem Jugendstilkaufhaus).

    Schöne Bilder von Stadt Heinrichs dem Löwen. Erst neulich konnte ich mir auch ein Bild von der Innenstadt machen. Insbesondere die Ludwigstraße und die Feldherrenhalle haben es mir angetan. Auch, dass man als Residenzstadt nur so protzt.


    Fast wirkte die Innenstadt allerdings wie geleckt. Ist da das schmuddeligere Hamburg mir doch sympathischer?