Posts by Mandorin

    Ein Beispiel, für wie dumm viele Architekten und Bauherren die Allgemeinheit halten. Warum überrascht es mich nicht, das der Architekt aus der Schweiz kommt (das Portfolio ein Gruselkabinett)? Die Hausbau hält uns für dumm, bitte, dann halte ich diese für dummdreist. Barock...ablachen:)

    2015 sah der Entwurf noch etwas besser aus finde ich: https://www.iz.de/projekte/new…diener-entwurf-1000024155

    Eine weitere aktuelle Ansicht: https://www.hausbau.de/media/_…ng_Fassade_745e01d6ac.jpg

    Wenn die Straße, wie es der BA und einige im Stadtrat fordern, hin zu mehr Aufenthaltsqualität umgestaltet wird, würde ich ein paar Pyramidenpappeln davor setzen.


    Andere Entwürfe waren damals:

    http://immobilienreport.de/upl…-DienerDienerHildundK.jpg

    http://immobilienreport.de/upl…-DienerDienerTimHupe2.jpg

    https://www.u-architekten.de/f…hnungsbau_Muenchen/01.jpg

    Söder verkündet: In ganz Bayern 2021 keine Weihnachtsmärkte. :sad:


    Österreich geht erstmal für 10 Tage in den Lockdown für alle, führt ab Februar 2022 eine Impfpflicht ein.

    unify:


    Ich erlebe es derzeit genau andersherum. Ob Oper, Museum, Restaurant, egal wo, es wird einfach nicht richtig kontrolliert bzw. oft kann auch gar nicht effektiv kontrolliert werden. Ob da jemand einen gefälschten QR-Code, Pass oder was auch immer herzeigt, fällt da überhaupt nicht auf. Auf die Maskenpflicht weist sowieso kaum mehr jemand hin, wenn einer mal wieder meint, die Regeln gelten für einen selbst nicht. Die Verrückten mit Messern und Beißattacken haben da doch ein mulmiges Gefühl hinterlassen.

    Heimdall:


    Deine Beschreibung der großstädtischen Christkindlmärkte teile ich. Mit entschleunigtem, besinnlichem Einstimmen auf Weihnachten haben die so überhaupt nichts gemein, was natürlich auch daran liegt, dass sie i.d.R. auf großen Plätzen stattfinden, wo einfach gefühlt die halbe Stadt durch muss. Im Gegenteil verursachen sie bei mir eher innere Beschleunigung und Ungeduld ^^.


    Gerne bin ich jedoch auf den kleinen und schon deutlich ruhigeren Märkten in Außenbezirken oder kleinen Städtchen im Umland.

    Oh je, am Sonntag wurden noch die ganzen Buden auf dem Marienplatz und in der Kaufingerstraße aufgebaut. Die Standlbetreiber können einem Leid tun :| Aber leider nachvollziehbar, bei den Massen dort wäre nichts vernünftig kontrollierbar.


    VonSalza: Je nachdem wo du wohnst, aber der kleine, atmosphärische Markt innerhalb von Schloss Blutenburg im Stadtteil Obermenzing findet bis jetzt noch statt (3G, 1€ Eintritt, 02. - 05. Dezember) https://www.blutenburgverein.de/blutenburger-weihnacht

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    Keins von beidem. Das ist eine Visualisierung für einen Neubau der Dresdner Historia Realwert AG. Baubeginn frühestens 2024, da sich Stadt und Bauherr bekanntlich noch darüber streiten, ob im Treppenhaus des Haupteingangs Sandstein aus dem Elbegebiet oder Kelheimer Kalkstein verwendet werden soll. Hätte beides was. Beim Ziffernblatt der großen Uhr hat sich inzwischen jedoch nach längerem Hin und Her die Stadtverwaltung durchgesetzt und es sollen nun römische Ziffern angebracht werden.

    Es stimmt schon, oft werden für eine Stadt eigentlich abzulehnende Planungen doch zur Bewilligung gebracht

    Mir wäre kein Planungsrecht bekannt, das die Baugenehmigung von einer Dachnutzung abhängig macht. Die städtischen Vertreter in Wettbewerben sind doch gerade selbst oft Befürworter moderner Gebäude. Dieser Satz liest sich für mich jedoch so, als ob Behörden oft zähneknirschend zustimmen würden, nur weil es Dachgastro etc. gibt.

    aber bei anderen Projekten privater Investoren trifft die Analyse Begas schon zu. [Analyse: "Jedes öffentlich zugängliche Gebäude zieht seine Daseinsberechtigung daraus, ob es eine Gastronomie hat."]

    Beim Berliner Schloss mag das völlig anders gelagert sein, aber bei anderen Projekten privater Investoren trifft die Analyse Begas schon zu.

    Ich bitte um konkrete Projekte, denen du die Daseinsberechtigung aberkennst oder die nicht verwirklicht worden wären, wenn auf dem Dach keine Gastro möglich gewesen wäre. Ohne Beispiele kann ich das nur schwer nachvollziehen.

    Schuld: jedes öffentlich zugängliche Gebäude zieht seine Daseinsberechtigung daraus, ob es eine Gastronomie hat.

    Ich möchte nicht von "Schuld" sprechen, denn ich erachte es als außerordentlich sinnvoll, wenn man schon zu 95 % Flachdächer verbaut, diese aufgrund des Platzmangels in unseren Städten auch sinnvoll zu nutzen. Seien es Dachterrassen, Flächen für Urban Gardening, Gastronomie, Sportplätze oder, gibt es auch schon, für Schafe ^^. Ich wüsste nicht was dagegen spricht.

    Dass du daraus die einzige Daseinsberechtigung öffentlich zugänglicher Gebäude ableitest, verstehe ich nicht. Als ob das Berliner Schloss aufgrund der (in diesem sehr speziellen (!) Fall durchaus strittigen) Dachgastro existiert.

    Nur dass Gebäude solche gigantischen Materialfresser sind, dass man sein ganzes Leben lang alle zwei Jahre sein neues iPhone in die Tonne hauen könnte und nichts dergleichen angerichtet hätte. Man muss das schon auch immer ins Verhältnis setzen,

    Das ist mir natürlich bewusst und meine Intention war es keinesfalls, beides gegeneinander aufzuwiegen ;). Sondern nur grundsätzlich ähnliche Handlungsmuster zu beschreiben - wie im Kleinen so im Großen. Aber dennoch: Kleinvieh macht auch Mist, bei Milliarden Smartphones, E-Bikes, Autos, Klamotten kommt schon was zusammen, und da die fehlende Voraussicht zur Sprache kam, ja die fehlt an allen Ecken und Enden. Nicht nur den Architekten und Bauherren.

    Auch kann man wohl davon ausgehen, dass unser mehrere Jahrhunderte bestehender Gebäudebestand mehrfach umgenutzt wurde und dies erlaubte. Dagegen werden erst recht heute munter in Vollbeton ganze Blocks gegossen, wohlwissend, dass nicht mal ein Fenster oder gar eine Steckdose somit einfach versetzbar wäre.

    Mit Sicherheit, nur wie gesagt, der extrem beschleunigte technologische Wandel ist da nicht außen vor zulassen. Zwischen 1500 und 1850 hat sich in der Gebäudetechnik weniger getan, als zwischen 1950 und 2000. Immer schneller, größer, höher, "besser", moderner, "flexibler". Diese Mantra wurden ganz bestimmt auch schon in den 70ern vorgetragen, genauso wie zur Gründerzeit, als eine Menge Gebäude aus früherer Zeit abgerissen wurden. Nur der Maßstab ist heute freilich ein anderer und wenigstens kam damals Schönes nach! Was heute allein der Brandschutz erfordert, die Klimatisierung, Haustechnik für IT und Sicherheit, jetzt kommen die ersten Anbieter von virusresilienten Dauerbelüftungsarbeitswelten um die Ecke. In die gleiche Kerbe schlugen Vorschläge der Grünen, Gebäudeeigentümer sollten Gasheizungen austauschen um die CO2-Gebühren der Verursacher in geringerem Umfang übernehmen zu müssen. Da wurde also explizit dafür geworben, etwas Funktionierendes, noch nicht wirklich Altes, bereits Hergestelltes zu entsorgen. (Ausgerechnet bei den Flugzeugen sieht es mit der Nutzungsdauer sogar relativ gut aus (trotz hohen VV-Anteil))

    Dagegen werden erst recht heute munter in Vollbeton ganze Blocks gegossen, wohlwissend, dass nicht mal ein Fenster oder gar eine Steckdose somit einfach versetzbar wäre.

    Ich wohne in einem Haus aus Ziegeln und Decken, die noch mit dicken Balken verstärkt sind, da kann ich jetzt aber auch nicht mal eben so ein Fenster versetzen ^^ Steckdosen sind kein Problem.

    ^Viele Gebäude enthalten Materialien wie Asbest. Die Gefahr, die von diesem ausgeht, war tatsächlich lange Zeit unbekannt.


    Generell änderten sich in den vergangenen Jahrzehnten analog dem technologischen Fortschritt und den veränderten Arbeitsweisen auch die Nutzungsanforderungen an die Gebäude deutlich schneller wie zuvor. Es hat eine Zeit gedauert, aber heutige Gebäude werden schon deutlich flexibler errichtet. Dazu zählen übrigens auch die hier oft und oft auch zurecht verschmähten Vorhangfassaden.


    In manchen Fällen, wie etwa beim Abriss eines keine 30 Jahre alten Bürogebäudes in München, handelt es sich auch um zunächst beabsichtige Umnutzungen zu Wohnraum. Aufgrund der vielfältigen gesetzlichen Anforderungen explodieren schnell die Kosten und ein Abriss und Neubau erscheint wirtschaftlicher.


    Im Grunde passt das Verhalten in der Immobilienbranche aber auch ins Gesamtbild. Wie oft kaufen / finanzieren / leasen sich Menschen heute ein neues Smartphone? Einen neuen PC, neue Kopfhöhrer, ein neues Auto, neue Kleidung, Schuhe etc. obwohl das Alte eigentlich noch tadellos wäre und vielleicht nur ein wenig Auffrischung nötig hätte? Wie im Kleinen, so auch im Großen.

    Mit dem Vorgehen will sich der Bauherr Arbeit ersparen und sich von Dritten erklären lassen, was schützenswert ist, anstatt es selbst zu eruieren und im Antrag zu berücksichtigen.


    Zur Nummer 11: Von außen eine Anmutung wie ein 50er Jahre Behelfsbau. Da wäre ein Abriss nicht schade, wenn das Gebäude nicht im Kern 16. Jh. wäre UND eine weitgehend intakte Wandverkleidung aus Kacheln mit Jugendstilornamenten im Inneren besäße.

    Meine Ideallösung: Statische Ertüchtigung des Gebäudes, Restaurierung der Kachelausstattung sofern nötig, Aufstockung bis auf Höhe Nummer 13 und zurückhaltende Fortführung der Fassade ähnlich Nr. 13 oder auch Nr. 14 .


    Nummer 13 kann gerne so bleiben, im 1. OG sollte eine weitere Fensterteilung vorgenommen werden.

    Zum Hugendubel-Umbau von Goergens-Miklautz Architekten gibt es hier mehr Bilder: https://www.baumeister.de/mari…assade-Naturstein-631x440 oder hier: https://www.goergens-miklautz.de/portfolio/marienplatz/

    Als schlimm habe ich den Vorzustand aber nie empfunden, womöglich hat da die tolle Innenraumgestaltung mit der Durchlässigkeit von ganz unten nach ganz oben und den vielen roten Leseecken mich darüber hinweg sehen lassen.


    Ein weiteres aktuelles Beispiel ist das von Herzog und DeMeuron umgestaltete Postbank-Gebäude in der Bayerstraße. 80% der erst 1992 geschaffenen Bausubstanz bleiben erhalten, an manchen Stellen wird etwas weggenommen, an anderen Stellen ein wenig dazugepackt.

    Vorher:

    https://www.iz.de/news/media/1…nhof.--113602-detail.jpeg

    https://elementum-munich.com/i…s-neue-elementum-3na7.jpg

    Nachher:

    https://www.sueddeutsche.de/im…164/1200x675?v=1562914693

    Bleibt abzuwarten, ob es am Ende wirklich besser dasteht, aber die kleinteilige Ladenparzellierung im EG wird definitiv ein Gewinn sein.

    Es gibt einfach Gebäude, die sind so dermaßen hässlich, abweisend und zerstörerisch für ihre Umgebung, die gehören einfach abgerissen. Darunter fallen besonders Trutzburgen wie große Kaufhausbauten der 70er Jahre mit wenig Fensterfläche, wenigen Eingängen, großer Gebäudetiefen und niedriger Geschosshöhen, sodass sich Revitalisierungen und Umbauten nicht lohnen - auch nicht ökologisch.


    Bei vielen Bürogebäuden sieht das anders aus. Wenn ich sehe, wie Gebäude, die keine 30 Jahre auf dem Buckel haben, abgerissen werden und optisch oft nichts wesentlich Besseres nachkommt, dann würde ich eine Entkernung und Neupositionierung einem Totalabriss und Neubau jedenfalls vorziehen.

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    Das kann man sicher so sehen. Er war natürlich ein Kind seiner Zeit. Nichtsdestotrotz beweisen manche seiner Werke - zu Lebzeiten wurde er stark kritisiert und angefeindet, womöglich auch deshalb seine heutige Stellung - eine Filigranität und Wohlproportionierung, die vielen heutigen Architekten völlig abhandengekommen zu sein scheint.

    Sagen wir es so: Herr Stieber hätte auch Gottfried Böhm vorschlagen können...:biggrin:

    Anselm Stieber aus Hersbruck ist kein Unbekannter. Heute 82, Autor, Erfinder der Handuhr und Globalisierungskritiker. Nur die Forderung zu Abriss und Neubau einer über 100 Jahre alten Oper passt da nicht so ganz ins Bild :/ Weil die Umgebung überwiegend Nachkriegsarchitektur aufweist, soll eines der wenigen historischen und ein obendrein denkmalgeschütztes Gebäude auch noch verschwinden? Um Himmels Willen, weshalb das denn?


    https://www.nachhaltigkeitsblo…r-intelligent-arbeit.html


    Ich gehe nicht oft, aber sehr gerne in die Oper (München). Ganz entscheidend dafür ist die Atmosphäre, die so ein monumentaler (rekonstruierter) Altbau außen wie innen entfaltet. Wer gerne in moderne Kulturpaläste geht, der hat mit reinen Konzerthäusern in Deutschland bereits massig Auswahl. Wirklich ästhetisch oder repräsentativ sind davon jedoch die wenigsten und ich habe starke Zweifel, dass dies bei einem Opernneubau in Nürnberg der Fall wäre. Der vorgeschlagene Ideenentwurf für einen in Düsseldorf gleicht primär einem x-beliebigen Bürokomplex.

    Jesus würde vermutlich gar keine Kirchen errichten und auch keine Jesus-Bildnisse.

    Das wäre dann eine Art Ur-Christentum. Allerdings dürfte mit diesem keine Gesellschaft aufrecht erhalten werden. Denn das wäre ja eine Gesellschaft, die Straftätern sagt, nach einer Tat werde man ihnen noch die zweite Wange hingehalten.

    "Du hast mir 100 Euro gestohlen? Hier schenke ich Dir nochmals 100 Euro"... So etwas kann man individuell leben, aber darauf lässt sich keine Gesellschaft oder staatliche Struktur gründen.

    Das reale Christentum ist über bald 2000 Jahre immer auch ein Zusammenspiel verschiedener Inhaltselemente gewesen. Es war auch eine Inklusion früherer heidnischer Elemente dabei. Insofern trifft die Frage nach Jesus´ möglichem Tun in der heutigen Welt nicht den Kern der Problematik.

    Diesen Ausführungen stimme ich größtenteils zu.

    Genau deshalb habe ich allen obigen Ausführungen vorangestellt: Die Tat muss nach unseren Gesetzen bestraft werden. Damit wird unserem Staatswesen, unserer pluri-religiösen Gesellschaft, gerecht.


    Die Gedanken zur Haltung Jesu, zu "unserer Kultur", stehen dann völlig losgelöst von unserem Rechtswesen, da sie sich explizit auf Goldsteins Forderung nach EU-Ausweisung und Zuschreibung der "weichgespülten Gutmenschen" beziehen.

    Wenn Jesu Ideale, Lebensmaximen und Werte in ihrer Konsequenz für uns natürlich fern jeglicher Lebensrealität sein mögen, sollten wir dann, wenn wir "unsere Kultur" bewahren wollen, nicht wenigstens unser Bestes geben, unser Handeln bestmöglich danach ausrichten? Ist das nicht der Kern unserer Kultur (in obigem Sinne)? Warum sonst in die Kirche gehen, was ist eine Kultur ohne Ideale? Für mich passen Evangelium und die in den meisten Kirchen gepredigten Werte Jesu jedenfalls nicht mit benanntem Beitrag zusammen (genauso wie die Verbrechen der Kirche selbst).

    Vielleicht passt Goldsteins Beitrag eher zu Kant´s kategorischem Imperativ oder Bentham´s Utilitarismus :)


    Ich werde das Thema hier nächsten Sonntag einmal einem Jesuiten darlegen, vielleicht sieht er die Sache anders und / oder gibt neue Denkimpulse dazu ;)


    Zu deinem Beispiel der 100 Euro: Eine sehr abstrahierte Auslegung, die der Stelle nicht wirklich gerecht wird ^^ Der Pfarrer Christian Scharpf hat hierzu ein paar gute Gedanken, wie ich finde, die auch viel von Goldstein´s Beitrag thematisieren: https://christianscharpf.ch/die-andere-wange-hinhalten/