Posts by buarque

    Es ist auch wenig bis keine Aussicht auf Besserung, weil fast alles einigermaßen kleinteilig mit Schrott bebaut ist.

    Es ist richtig, in Stuttgart wird nicht historisierend weitergebaut. Das Stadtbild verbessert sich aber schon, auch durch großflächige Abrisse, von Gerber über Dorotheen-Quartier bis zu den Königsbau-Passagen oder künftig den Vier Giebeln oder dem Neubauprojekt in Bad Cannstatt anstelle des Kaufhof-Baus.

    Aber wo rund um die Prager Straße oder östlich des Zwingers wurde denn klassische Architektur errichtet? Da sehe ich dann keinen Unterschied zu Stuttgart.

    In Dresden hatte man ja zu DDR-Zeiten große Pläne für die Innenstadtbebauung, siehe auch obigen Link, auf der Neustädter Seite war nochmals eine Art von kleinerer Prager Straße geplant. Siehe z. B. Ein Glück, daß die DDR pleite war.

    Auf den leeren Flächen abseits des Neumarkts baut aber garantiert niemand historierend oder klassisch weiter, schon gleich neben dem Zwinger geht es sehr unschön weiter.

    Mit "Inselcharakter" ist gemeint, daß man zu DDR-Zeiten vom Bahnhof über 1,2 Kilometer Länge freie Sicht zum Kulturpalast hatte, siehe z. B. Moderne regional, weil so extrem wenig stand, was wiederum für klassische Innenstädte sehr unüblich ist.

    Oder daß rund um die "Innenstadt", die ja auch nur aus sehr wenigen Bauten bestand, ebenfalls grüne Wiese war, wie anhand meiner alten Fotos zu erkennen ist. Zur DDR-Nichtbebauung des Zentrums siehe z. B. diese Aufnahme von 1965.

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    Ein kleiner Nachtrag, den ich bewußt kurz halte - die "Insel-Situation" in Dresden empfinde ich auch, früher, weil einfach nichts stand, heute, weil meist die Neubauten doch in völligem Kontrast zum Neumarkt stehen.

    Ich habe auch überhaupt nichts gegen Dresden, im Gegenteil, Frauenkirche, Neumarkt und viele weitere Viertel in Dresden plus Lage rechtfertigen den Besuch auf jeden Fall, die Innenstadt südlich der Elbe ist aber sehr abschreckend.

    Super, daß es zu einer lebhaften und durchaus kontroversen Diskussion kommt. Nichtsdestoweniger weiter:

    Von hier aus geht es nun die Domstraße entlang, Blick auf die Nordseite der Straße:

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    Gegenüber befindet sich der Sternplatz mit dem namensgebenden Gasthaus zum Stern, Informationen wieder unter Würzburg Wiki, dort gibt es auch Vorkriegsaufnahmen:

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    Blick auf den Dom:

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    Und in Gegenrichtung:

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    Hier ist schon das Neumünster zu erahnen:

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    Blick nach Norden:

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    Und die Hauptfassade aus der Nähe:

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    Blick über den Schmalzmarkt, der direkt vor der Fassade in Richtung Unterer Markt führt:

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    Und in Gegenrichtung, was verdeutlicht, warum diese kleinteiligen Strukturen eben schon wichtig sind - nämlich für die Sichtbeziehungen:

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    Hier schließt sich der Kreis - diese Straße haben wir schon zuvor überschritten, links der Obere Markt, rechts die Eichhornstraße:

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    Das Eckhaus ist das rekonstruierte Haus Schöneck, hier aus der Nähe:

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    Davor gleich nach rechts durch die Otto-Wels-Straße vorbei am Hof Emeringen mit einer skurrilen Wiederaufbaugeschichte:

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    Blick zurück:

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    Mit Hof Rettersheim, Haus Schöneck, Hof Emeringen und der gegenüberliegenden Engel-Apotheke haben wir hier doch eine ziemlich hohe Reko-Dichte.

    Wir erreichen nun die Herrnstraße und begeben uns von dort aus zur Rückseite der beiden Kirchen (Dom und Neumünster).

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    Weiter zum Kardinal-Döpfner-Platz, dort gibt es wiederum eine ganze Reihe von Rekonstruktionen, so den Hof Conti und gleich daneben weitere Kurien wie die Kurie Maßbach:

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    Weitere Impressionen rund um den Platz - eine Auflistung aller rekonstruierten Gebäude gibts im Wiki gleich oben unter "Lage":

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    Auch hier kleinteilige Gassenstrukturen:

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    Bis auf prägnante Gebäude, wie die Residenz und ein paar Kirchen, ist die Architektur wirklich gruselig. Die Gebäude wirken weder richtig klassisch, noch modern.

    Es handelt sich eben um 50er-Jahre-Architektur auf überwiegend historischem Grundriß und um keine Nachbildungen oder Rekonstruktionen. Als solche finde ich es außerordentlich gelungen, wer jetzt etwas erwartet, was den Eindruck von Originalbebauung erweckt, wird enttäuscht sein. Dafür ist die klassische Stadt mit einer Abfolge von Straßen und Plätzen erlebbar, mit einzelnen punktuellen Highlights.

    Dann weiter mit den Fotos.

    Noch wenige Schritte nach Süden, und schon haben wir die Alte Mainmühle erreicht, heute ein gehobenes Restaurant mit Weinausschank auf der Alten Mainbrücke:

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    Von dort aus auf die Mainbrücke mit dem Blick auf Festung und St. Burkard:

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    Blick zurück zur Innenstadt, über die Domstraße mit dem Kiliansdom ganz im Hintergrund:

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    An den Tischen wird der Wein getrunken, der in der Mainmühle angeboten wird. Auf beiden Seiten des Mains befinden sich lange geschlossene Häuserzeilen, die natürlich nicht mit der Originalbebauung mithalten können (z. B. auf den alten Fotos unter Alte Mainbrücke zu sehen), aber doch den Raum strukturieren und wesentlich besser sind als z. B. die äußerst billig gestalteten Zeilen am Frankfurter Mainkai:

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    Die Bebauung aus der Nähe, mir gefällt auch die Ufergestaltung:

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    Von hier aus einen großen Sprung zurück auf die andere Seite der Brücke, von dort aus fällt der Blick auf die Domstraße, im Vordergrund links der Rathauskomplex:

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    Blick nach Norden in die Karmelitenstraße, man beachte den erhöhten Standort auf der Brücke:

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    Blick auf den großen Rathauskomplex, für dessen Erweiterung Ende des 19. Jahrhunderts relativ viel Altbausubstanz abgerissen wurde, Informationen und alte Fotos wieder im Wiki

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    Blick zurück zur Brücke, rechts ein Teil des Rathauses, links der Wöhrl:

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    Hier der Rote Bau des Rathauses:

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    Natürlich darf auch die klassische Ansicht nicht fehlen - der älteste Teil des Rathauses, der Grafeneckart, davor der gleichnamige Platz Beim Grafeneckart

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    Und etwas weiter von Süden fotografiert, wo der Platz in die Augustinerstraße übergeht:

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    Und hier die Südseite des Platzes mit dem Haus zum Hirschen, von dem nach 1945 auch nur ein "Stumpf" mit Notdach verblieb:

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    Gleich neben dem Grafeneckart hat man einen Blick auf das Petrini-Haus nach Norden:

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    Weiter geht es indes natürlich die Domstraße, die sich auf halber Höhe nach Süden in den Sternplatz erweitert.

    Hier eine Ansicht der Südseite der Bebauung, der Sternplatz ist hinter den blauen/grünen Fahnen relativ weit hinten zu erahnen:

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    Niederländer hat recht, Herrenberg ist sehr schön, auch die Hanglage mit der Kirche gefällt, ich war schon ziemlich oft dort, zuletzt zum Jazzfrühling Anfang März.

    Aber mit Tübingen kann es natürlich nicht mithalten, gezeigt wurden vor allem Marktplatz und Tübinger Straße, hier die Altstadt aus der Luft:

    Innenstadt und erweiterte Innenstadt

    Esslingen ist tatsächlich beeindruckender, aber Tübingen bleibt schon deutlich an der Spitze.

    Im folgenden möchte ich ein Areal vorstellen, das als Unterkunft für Bahnmitarbeiter entstanden ist, sprich die zweigeteilte Rangierbahnhof-Siedlung in Nürnberg, gleich neben dem früheren Reichsparteitagsgelände bzw. der heutigen Messe gelegen:

    Es handelt sich um den Distrikt 311 "Rangierbahnhof-Siedlung Planetenring".

    Diese Siedlung soll künftig der Einfachheit halber als "Parkwohnanlage Zollhaus" bezeichnet werden und entstand 1957 und 1958. Planer war der Nürnberger Architekt Gerhard Dittrich, der auch etwas später für die Neue Heimat die Hochhaussiedlung Meuselsbrunn gleich daneben errichtete - die nehme ich mit dazu, weil es gleich daneben liegt und es am Weg zur U-Bahn liegt :smile:

    Dittrich hat übrigens auch das Gewerkschaftshaus am Kornmarkt entworfen und 1967 das KÖMA-Projekt vorgeschlagen, ein weitgehender Abriß der vorhandenen KÖnigstor- und MArientormauer, um dort betonlastige Bauten im Stil der damaligen Zeit errichten zu lassen ...

    Hier sehen wir eine Überblickskarte:

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    Links die ältere Siedlung mit den beiden Kirchen, rechts die neuere, der Planetenring führt um die Grünfläche in Kartenmitte herum, Meuselsbrunn liegt direkt südlich der Messe (und die wiederum im Süden des früheren Parteitagsgeländes).

    Und hier noch mein Rundgang mit den Foto-Standorten, hier soll nur die auf der Karte rechts eingezeichnete Siedlung gezeigt werden:

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    Los geht es an der U-Bahnstation Bauernfeindstraße und zurück an der U-Bahnstation Messe.

    Um das Fazit schon vorwegzunehmen - so ambitioniert das Projekt auch war, es ist meines Erachtens doch weitgehend gescheitert ... zwar war damals von einer "Synthese zwischen Kunst, Architektur und Landschaftsgestaltung" die Rede, dieses Ziel wurde jedoch nicht erreicht.

    Dafür gibt es mehrere Gründe - zum einen waren gleich zwei Organisationen mit dem Aufbau beschäftigt, die sich nicht auf einen gemeinsamen Stil einigen konnten. Und so ist ein Teil der Siedlung dezidiert modern, der andere Teil hingegen äußerst konventionell geraten, und das leider auf sehr bescheidenem Niveau. Und zum anderen wurde auch vieles schlicht nicht realisiert wie das zentrale V-förmige Gebäude, das ein Fragment blieb.

    Dennoch ist es ein interessanter Einblick in eine Epoche, die von Fortschrittsglauben und Optimismus geprägt war und sich selbst als "Raumfahrtzeitalter" sah, daher auch futuristische Details wie Straßenschilder und entsprechende Namen wie "Planetenring".

    Wir haben jetzt den Marktplatz erreicht, für den ich wieder auf wieder auf das Wiki verweise: Marktplatz

    Der Platz präsentiert sich als Mischung aus Rekonstruktionen, halbwegs angepaßten Bauten und kontroversen Neubauten wie dem sogenannten Petrini-Haus - und hier übe ich gleich selbst Kritik: keine Totalkatastrophe wie z. B. der Stuttgarter Marktplatz (mit den neuen Rathaus, den Breuninger und den bunten 50er-Jahre-Häusern), aber natürlich wäre hier wesentlich mehr wünschenswert und auch sicherlich möglich gewesen.

    Das Petrini-Haus:

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    Die sehr mäßige Ostseite:

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    Mit dem Blick zurück auf den Oberen Markt:

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    Und hier mit der Marienkapelle:

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    Die deutlich bessere Südseite:

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    Der Blick nach Norden:

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    Hier könnten überarbeitete Fassaden sehr viel bewirken, die Gebäude als solche fügen sich ja einigermaßen ein.

    Von hier aus weiter zum Rathaushof, an der Castell-Bank vorbei:

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    Blick vom Rathaushof zurück zum Marktplatz:

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    Hier die Nordseite der Rückermainstraße, die am Rathaushof vorbeiführt:

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    Und noch das Rathaus von Rathaushof aus:

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    Hier nun das Eckgebäude am Ende der Rückermainstraße zur langen Nord-Süd-Verbindung der Karmelitenstraße:

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    Dort befindet sich der Fischmarkt als kleine Erweiterung der Karmelitenstraße:

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    Blick in die Karmelitenstraße nach Norden:

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    Und nach Süden, dort kommt dann schon die Alte Mainbrücke bzw. der Platz Beim Grafeneckart

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    Von hier aus geht es nun die Textorstraße weiter nach Süden:

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    Die Textorstraße mündet schließlich in die Theaterstraße ein, hier befindet sich auf der einen Seite das Bürgerspital zum Hl. Geist ...

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    ... und auf der anderen Seite beginnt die Fußgängerzone mit der Eichhornstraße:

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    Die Fußgängerzone führt uns nun ins absolute Zentrum von Würzburg ...

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    ... in Form des Marktplatzes, der von Schönbornstraße/Kürschnerhof gekreuzt wird, hier die Schönbornstraße in Richtung Juliuspromenade:

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    Blick auf den Oberen Markt, im Hintergrund die Marienkapelle:

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    Der Obere Markt, im Vordergrund das Café Michel ...

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    Gleich daneben in Richtung Marienkapelle eines der bekanntesten Gebäude der Stadt - das Falkenhaus

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    Und gemeinsam mit der Marienkapelle die allseits bekannte Postkartenansicht:

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    Daß sich da heute nichts mehr tun wird, ist mir schon klar, meine Frage bezog sich nur auf die Nachwende-Situation, als die Dinge vielleicht noch etwas mehr in Bewegung waren.

    Leider kommt halt zwischen Altmarkt und Technischer Universität dann im Sinne dieses Forums auch kaum noch etwas attraktives, da ist die Altmarkt-Südseite fast schon das beste (Prager Straße und Verlängerung, die Fritz-Löffler-Straße mit all den Plattenbauten).

    Das soll keine spezielle Kritik an Dresden sein, in vielen Städten der Alt-Bundesrepublik ist trotz deutlich besserer wirtschaftlicher Voraussetzungen die Bilanz ja eher noch schlechter.

    Beginnen wir den Rundgang nun am Bahnhof (Hbf), einem Bau aus dem Jahr 1954:

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    Von hier aus geht der Blick auf die Innenstadt auf das Stift Haug - die große freie Fläche ist darauf zurückzuführen, daß wir uns hier am Ringpark befinden, der die Innenstadt umgibt:

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    Von hier aus geht es über die Kaiserstraße ...

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    ... weiter zum Barbarossaplatz, gewissermaßen dem Ende der Juliuspromenade:

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    Blick in Richtung Main über die Juliuspromenade:

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    Und in Gegenrichtung über die Haugerpfarrgasse zur Kirche St. Johannes des Stift Haug, Informationen siehe hier

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    Direkt vor der Kirche befindet sich der Haugerkirchplatz:

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    Ich beziehe mich ja nur auf die langen Zeilen entlang der Nordseite der Wilsdruffer, insgesamt drei Gebäudezeilen, die vor und hinter dem Kulturpalast kommen.

    Hier gibt es jetzt eine unschöne "Hinterhofsituation" z. B. entlang des sowieso grauenhaften Hauses am Zwinger

    Im übrigen wurde doch hier jede Menge abgerissen, die Großgaststätte "Am Zwinger", die Südseite der Wilsdruffer auf der Höhe der Altmarkt-Galerie mit dem Lindehaus sowie dem abgebildeten Haus (war das nicht aus den 20ern?) und das Einkaufszentrum Webergasse

    In Stuttgart ist es doch völlig normal, ganze Areale in der Innenstadt abzureißen, z. B. für das Gerber oder die Königsbau-Passagen, warum muß man dann diese Standard-Bauten erhalten?

    In Nürnberg mag so etwas an einzelnen Bauten geklappt haben, weil die noch irgendwie ähnlich groß wie die Vorgängerbauten waren, aber bei diesen gigantischen Bauten wie dem "Legohaus" kann man ja wirklich keine Balkone oder gar Erker mehr nachträglich anbringen ...

    Da ein Abriß der beiden Altmarkt-Zeilen aus DDR-Zeiten nicht möglich war, bleibt es halt so, wie es ist. Irgendeine Art von Verbesserung scheint da nicht möglich.

    Das einzige, was ich nicht so recht verstehe - warum hat man eigentlich diese Zeilenbauten auf der Nordseite der Wilsdruffer nicht abgerissen? Damit bleibt diese Schneise inmitten des Zentrums erhalten, der Neumarkt wird abgeschirmt und es entstehen Hinterhofsituationen, weil die Wilsdruffer komplett abgeriegelt wird.

    Eigentlich kann im Bereich der Wilsdruffer Straße und des Altmarkts gar nichts brauchbares entstehen, weil man (natürlich) die DDR-Bebauung erhielt und die jetzt mit ihrer Überdimensionierung den Maßstab vorgibt - nicht nur, daß Wilsdruffer und Altmarkt viel breiter bzw. größer wurden, auch sind die Altmarkt-Bauten eben viel höher als zuvor.

    Entsprechend mußten die Neubauten genauso hoch werden und was auf einer Luftaufnahme noch halbwegs OK aussieht, wird dann für den Fußgänger eben so kalt und leer wie oben gezeigt.

    Stimmt, aber der Rest ist eher noch schlimmer, die Altmarkt-Galerie (immerhin gut versteckt), Antonsplatz, Wilsdruffer und natürlich der ins gigantische vergrößerte Altmarkt mit fast verdoppelter Höhe der DDR-Bebauung auf 33 Meter, die dann die Maßstäbe setzte.