Posts by Max M.

    Deinen Vorschlag finde ich super, Goldstein. Jedoch bräuchte man dann auch eine Orangerie (Winterquartier für exotische Pflanzen).

    Für den Dresdner Zwinger werden die Pflanzen über den Winter in der Orangerie des Barockgartens Großsedlitz gelagert. Warum nicht einfach die Pflanzen für das Berliner Schloss in der Orangerie von Schloss Charlottenburg oder Schloss Sanssouci lagern?

    Warum ist nach der Fassadensanierung der Alten Kommandantur der Figurenfries oben auf der Attika so unglaublich dunkel? Das war früher aber nicht so. Hat man das Haus weißer gestrichen als vorher, und nun überstrahlt es den dunklen Fries so hell, oder hat man den Fries dunkler gestrichen?

    Alte Kommandantur zuvor:

    Kommandantenhaus_Berlin.jpg
    Quelle: Wikipedia

    Wenn sie den Sandstein für den Fries nicht beschichtet haben, bildet er mit der Zeit eine Oxidschicht, deswegen wird er dunkler.

    Wurde das Konzept mit den vier Durchgängen schon fertig umgesetzt? Sind also der Wirtschaftshof-Durchgang und der Durchgang durch den Bärengartenflügel schon nutzbar?



    Quellen:

    Audienzgemach vor 1945

    Audienzgemach aktuell

    Starcke-Portal vor 1945

    Starcke-Portal aktuell

    Großer Schlosshof aktuell


    Ich finde die Anordnung der Kronleuchter im Audienzgemach aktuell besser als vor dem Krieg, da dadurch der Thron mit dem Baldachin schön umrahmt wird. Durch die Anordnung der Kandelaber vor dem Krieg wurde die Säulen teilweise verdeckt. Eine Anordnung links und rechts vom Portal (analog zum Audienzgemach) wäre meiner Meinung nach besser gewesen. Das aktuelle Ziel ist wohl eine gleichmäßige Verteilung im Großen Schlosshof. BautzenFan: Könntest du den Lageplan der Kandelaber für den gesamten Schlosshof posten?

    Es war bestimmt nicht Bohnenstanges Plan, uns mit dieser Aussage hinters Licht zu führen. ;)
    Vielen Dank für die Bilder!

    Lieber Resurrectus, weißt du vielleicht, ob man in Zukunft plant, den Großen Schlosshof von der Chiaveriegasse aus betretbar zu machen?

    Hallo Treverer,


    das Grüne Tor (Link) verbindet die Chiaveriegasse mit dem Großen Schlosshof und ist der (zukünftige) Hauptzugang zum Schloss.

    Das gleite Problem hat man natürlich auch bei der Frauenkirche. Ob man nochmal eine Frauenkirche haben möchte, die gänzlich mit einer dunklen Oxidschicht überzogen ist, mag ich zu bezweifeln.

    Grundsätzlich finde ich es richtig, dass sie die originalen Sandsteinplatten verwendet haben und diese durch originalgetreue ergänzt haben, dass macht ja gerade die Authentizität aus. Nichtsdestotrotz sollte man vielleicht trotzdem darüber nachdenken die Oxidschicht und andere Verfärbungen zu entfernen und die Steine zu imprägnieren, sodass sie keine Oxidschicht mehr bilden und sich Schmutz besser entfernen lässt. Das gleiche gilt natürlich auch für den Brunnen und die Figuren über dem Portal.

    Das stimmt. Prinzipiell.

    Aber ich denke, da wird gar nichts wieder zurückkehren. Der Bauherr wollte freie Sicht haben und hatte das Ganze so angeordnet!!

    Schlimm !

    Auch der Bauherr wird wechseln, vielleicht nicht die Institution, aber die handelnden Personen die die Entscheidungen treffen.

    Gibt es eine Begründung warum man den ganzen Bauschmuck entfernt hat und wann hat man das ganze durchgeführt?

    Hier wird die Frage beantwortet: Link


    Zitat:

    "Per Kirkebys Bronze-Skulpturen


    Vor dem Zweiten Weltkrieg hatten klassizistische Plastiken das Dach des Gebäudes der Leipziger Straße geschmückt. Als Versinnbildlichungen des Nährstands, des Wehrstands sowie der Kunst, der Wissenschaft und der Volkswirtschaft hatten die von Otto Lessing geschaffenen Figuren zusammen mit dem Tympanon-Relief ein allegorisches Ensemble gebildet.


    Die im Krieg zerstörten Skulpturen der Attika hatte man bewusst nicht wieder hergestellt. So konnten die freigewordenen Stellen auf dem Dach als Ort des künstlerischen Ausdrucks genutzt werden.


    Bei dem vom Bundesrat ausgeschriebenen beschränkten Künstlerwettbewerb überzeugte Per Kirkebys Idee für den Attikabereich die Jury – ohne dass der Künstler ein einziges Modell angefertigt hatte. Vielmehr machte Kirkeby in drei Briefen an den Bundesrat deutlich, dass er auf das Vertrauen des Auftraggebers in seine künstlerischen Fähigkeiten zählte. Der Künstler wollte die Figuren im Dialog mit den Nutzern und dem Architekten entwerfen. Dies empfand der Kunstbeirat als ansprechendes Konzept.


    Kirkeby schuf acht abstrakte Skulpturen aus schwarz patinierter Bronze. Sechs Bronzeblöcke, die an menschliche Gesichter erinnern, dienen als Blickfang über der Hauptfassade und beleben den Attikabereich. Zwei mächtige, je 2,5 Tonnen schwere Bronzetafeln flankieren den Giebel. Sie deuten menschliche Umrisse und Baumstämme an.


    Für die abstrakten Kunstwerke soll nach Auffassung von Per Kirkeby jeder Betrachter seine eigene Interpretation finden. Als Zeichen der Moderne stehen sie im Kontrast zur historischen Architektur des Bundesratsgebäudes."

    Vielleicht schwebt Roth ja etwas hübsches modernes vor wie am Bundesratsgebäude vor? Oder will sie gar die griechischen durch Götter von afrikanischen, ozeanischen oder lateinamerikanischer Stämme ersetzen lassen? Obwohl das wäre ja dann schon wieder kulturelle Aneignung...


    1920px-Deutscher.Bundesrat.Leipziger.Strasse.jpgQuelle: wikimedia commons, gemeinfrei


    Das ist keine Gegenrevolution sondern eine Kulturrevolution von oben. Diese nimmt - wenig überraschend - unter der jetzigen Regierung an Fahrt auf.

    Ich kann an dem Foto jetzt nicht erkennen was du mit modern meinst. Könntest du mich bitte erhellen?

    Das mag ja sein, das Problem ist nur, dass diese kleine Minderheit an Kulturredakteuren ganz eng mit der Politik und deren Kulturumfeld verdrahtet ist - und die entscheidet nun einmal über die großen Bauprojekte. Seien wir doch mal ehrlich, heute würde der Bundestag keine Rekonstruktion der Schlossfassaden mehr beschließen, Projekte wie die neue Frankfurter Altstadt würden im Keim erstickt werden. Selbst eine Rekonstruktion der Frauenkirche wäre mit hoher Wahrscheinlichkeit heute nicht mehr möglich - am Ende hätte der Dresdener Denkmalschutz die Kriegsruine kurzerhand unter Denkmalschutz gestellt.


    Die übergroße Mehrheit der Menschen mag ja für Rekonstruktionen sein - aber da niemand aufgrund dieses Themas seine Wahlentscheidung ändert und diejenigen, die gewählt werden, unter dem giftigen Einfluss dieser hier zu Tage tretenden Geisteshaltung stehen, nützt uns das reichlich wenig.

    Genau deshalb sollten wir dafür dankbar sein, was in der Zeit geschafft wurde.