Posts by Fafnir

    Das Innere der Kirche

    Die Ausstattung wurde unter Kurfürst Clemens August erneuert.




    Die Auffindung des Kreuzes durch Helena, die Mutter Kaiser Konstantins



    Eine kleine Reminiszenz an die bayrische Herkunft der Kurfürsten Ferdinand und Clemens August, die beide dem Hause Wittelsbach entstammten.

    Die Galerie soll hier um die Kreuzbergkirche ergänzt werden. Die heute noch erhaltene Kirche wurde um das Jahr 1627 vom Kurfürsten Ferdinand auf einem Hügel, dem Kreuzberg in unmittelbarer Nähe von Bonn errichtet. Kurfürst Clemens August ließ nach 1746 die Kirche umgestalten und um das "Haus des Pilatus" erweitern. Letzteres enthält nach dem Vorbild der Scala Santa in Rom die "Heilige Stiege" als Wallfahrtsziel. Die Pläne hierfür sollen von Balthasar Neumann stammen.


    Die Kirche von Außen



    Das Haus des Pilatus



    Die heilige Stiege (die mittlere Treppe durfte von den Wallfahrern nur knieend betreten werden)






    Hier noch einige Mosaiken der Wände, aus Gründen der Beleuchtung nur die Südseite mit Darstellungen aus dem alten Testament:

    Die Erschaffung der Welt


    So dumm kann es laufen


    Die Arche Noah




    Das Opfer Isaacs

    Betrachten wir jetzt das Innere des Domes. Die Wände sind vollständig mit Mosaiken verkleidet.


    Ein Blick Richtung Apsis


    Die Schiffswände


    Der offen Dachstuhl


    In der Apsis der Pantokrator



    Das Buch in Latein und Griechisch. Sizilien war zu der Zeit deutlich stärker byzantinisch als lateinisch geprägt.

    "Ego sum lux mundi, qui sequitur me non ambulabit in tenebris."



    Historisch äußerst bedeutsam die Darstellung der Krönung Wilhelms II durch Christus. Man kann hier eine Verbindung zum Investiturstreit und der kaiserlichen Position im Gegensatz zur päpstlichen sehen.


    Das Grab König Wilhelms II


    Ein Blick in das Querschiff

    Ich gehe davon aus, dass die Arbeiten zu einem großen Teil von einheimischen und nicht normannischen Bauhandwerkern ausgeführt wurden. Für bestimmte Arbeiten wurden auch internationale Spezialisten herangezogen. Die Mosaiken im Innern stammen von byzantinischen Künstlern.

    Schauen wir jetzt die Säulen etwas genauer an


    Die Mosaiken wurden wohl im 19. Jhd. erneuert. Die Kapitelle sind noch original und zeigen Szenen aus der antiken und christlichen Mythologie. Hier eine Sirene.




    Der bethlehemitische Kindermord


    Der Sündenfall




    Die Art der Darstellungen ist sehr unterschiedlich. Einige zeigen den Einfluss klassischer Kunst, andere wirken ausgesprochen archaisch, was sich bei den menschlichen Figuren deutlich zeigt.




    Als nächstes, aber später das Kircheninnere.

    Schauen wir uns jetzt den Kreuzgang an.

    Ein Blick von der Brunnenkapelle auf die Kathedrale



    Ein Blick auf die ehemaligen Klostergebäude


    Der Brunnen





    Die Säulenkapitelle werden in einem folgenden Beitrag dargestellt (natürlich nicht alle 228 ;)).

    Die Kathedrale von Monreale mit ihrem Kreuzgang ist wohl das bedeutendste Zeugnis der Normannenherschaft auf Sizilien. Als Folge eines Streites zwischen dem Normannenkönig Wilhelm II und dem Erzbischof Walter of the Mill von Palermo (auch ein Normanne und ehemals Vormund des Königs) lies der König etwa 7 km von Palermo entfernt auf halber Bergeshöhe eine Kathedrale mit Benediktinerkloster und einen Palast erbauen. Eine Konkurrenz mit dem im Bau befindlichen Dom von Palermo war durchaus beabsichtigt.


    Die Kathedrale ist eine dreischiffige Säulenbasilika mit Querschiff und zwei Türmen von über 100m Länge und entspricht dem normannischen Bautypus. In der Ausgestaltung mit Mosaiken indessen überwiegen byzantinische Einflüsse.


    Zuerst einige Außenansichten


    Die Türme blieben wohl unvollendet. Die Vorhallen wurden erst im 18. Jhd. zugefügt


    Die gerade modische Doktrin historische Bauten in zeitgenössischen Formen zu ergänzen und ja nicht historisierend wurde wohl schon im 18. Jhd. beherzigt.


    An der Apsis zeigen sich wohl arabische Einflüsse (vor der normannischen Eroberung stand Sizilien unter arabischer Herrschaft).


    In dem Gebäude rechts sind Reste des normannischen Palastes verbaut


    Detailaufnahme der Westfasade


    In der Vorhalle eine moderne Statue von Wilhelm II als Stifter


    Die originalen Bronzeportale aus dem 12. Jhd. sind erhalten



    Der Brunnen wurde erst im 19.Jhd. zugefügt

    Der Grundstein zur Klosterkirche wurde 1772 gelegt, wobei der Grundriss noch spätbarocke Züge aufweist, Der Entwurf für die Ausstattung und die Ausmalung stammt von dem Hofmaler Januarius Zick und entspricht dem klassizistischen Stilideal.


    Das Kruzifix ist ein spätgotisches Werk, das währen der Reformation aus dem Ulmer Münster entfernt wurde.


    Der Hochaltar mit den Figuren der vier Evangelisten


    Das Chorgestühl mit Chororgel


    Das Fresko mit Legende der Kreuzauffindung


    Kloster Wiblingen


    Ich möchte die Galerie um das Kloster Wiblingen ergänzen. Die ehemalige Benediktinerabtei wurde 1093 von den Grafen von Kirchberg als Hauskloster gegründet und 1806 aufgehoben. Die bis heute erhaltenen Bauten entstanden zwischen 1714 und 1783 (Weihe der Kirche). Die lange Bauzeit rührt von der im Verhältnis zu den Finanzen allzu ambitionierten Planung her. Genaugenommen wurde das Projekt nicht vollendet. Die Fassade und Türme der Kirche sind eher ein Torso, die Konventsbauten wurden erst 1915-17 (nun für militärische Zwecke) den alten Plänen entsprechend fertiggestellt.


    Zur weiteren Information : Kloster Wiblingen



    Die lange Bauzeit und Planänderungen haben wohl dazu geführt, dass die Kirche aus der Achse des Torhauses verschoben ist.



    Turmaufbauten und der Giebel fehlen.


    Rückseite mit Kapitelsaal


    Der 1915 passend ergänzte Trakt