Du hast vielleicht ein Rendering (mit grüner Kuppel) gesehen. Ich meinte reale Fotos.
Posts by Hakemann
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Ist das auch schon jemandem aufgefallen? Wenn man bei Google "Berliner Schloss aktuell" oder "Berliner Schloss Foto" eingibt, wird einem kein einziges reales Foto angezeigt, das dem heutigen Erscheinungsbild entspricht, also mit den aufgesetzten Ballustradenfiguren. Wirklich kein einziges!
Wie kann das denn bitteschön sein?
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Der Görlitzer Stadtrat hat nun entschieden, dass der neue Anbau der Stadthalle dieser farblich angepasst wird. Aus meiner Sicht eine gute Entscheidung.
Kleine Posse am Rande: Eine zuvor ganz "basisdemokratisch" durchgeführte Bürgerbefragung hatte eine knappe Mehrheit für die Alternativfarbe Rot enrgeben - nur um dann gleich vom Stadtrat übergangen zu werden

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Herrlich! Es ist erfreulich, dass die Rückbesinnung der polnischen Schlesier auf das deutsche kulturelle Erbe - in Kombination mit dem wirtschaftlichen Aufschwung des Landes - nicht zuletzt der alten deutschen Bausubstanz zugute kommt.
Speziell zu diesem Haus: Mir gefallen an Jugendstilhäusern insbesondere die Gitter von Balkonen und Wintergärten (so vorhanden) außerordentlich gut. In ihrer heiteren floralen Formsprache sind sie aus meiner Sicht den vergleichbaren Fassadenelementen anderer Epochen klar überlegen.
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Durch solch eine behutsame historisierende Anpassung des Pfeilerhauses würde der Umgestülpte Zuckerhut rechts daneben nicht so "angeklatscht" an die 50er-Jahre-Häuserzeile wirken, wie er das momentan leider tut.
Hoffnung, dass das jemals umgesetzt wird, mache ich mir allerdings nicht.
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Nicht zu vergessen die modernen Autos, die die Hausbesitzer unverschämterweise direkt vor ihren eigenen historischen Häusern parken, statt sie im benachbarten 60er-Jahre-Stadtteil abzustellen, wo eh niemand mit Kamera bewaffnet auf Fotojagd geht.
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Im übertragenen Sinne ein Ort, wo alles adrett, putzig, heimelig aussieht, und nichts das romantische Idealbild stört.
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... aber eigentlich fehlt immer irgendwas zu einem schönen Bild- mal stehen die Autos im Weg, mal sieht die Tischgarnitur 0815 aus, mal sind Häuser verputzt ....
Herje, was erwartest du denn, wenn du einen halbwegs erhaltenen Ort besuchst? Trotz der dort lebenden Bewohner eine Art Puppenstube für erwachsene Fachwerkliebhaber?
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Hakemann es war ebend eine andere Zeit, ich möchte auch weiterhin historische Aufnahmen zeigen aus Respekt an die damaligen Zeit.
Wen ein Volk nicht seine Geschichte ehrt, hat dieses Volk keine Zukunft.
Das habe ich doch gar nicht in Abrede gestellt. Und du wirst kaum jemanden finden der die deutsche Geschichte mehr in Ehren hält als ich es tue.
Aber das heißt doch nicht, dass man verbesserungswürdige Aspekte eines vorliegenden Bebauungszustandes nicht erkennen und benennen darf. Es hatte ja Gründe, dass die Menschen um 1900 lieber in den neugebauten Gründerzeithäusern wohnen wollten und der Abriss gerade von einfachen Fachwerkbauten kaum Kritik hervorgerufen hat.
Zum Glück fand diesbezüglich dann auch bald ein Umdenken statt, weil man zunehmend den Wert alter Häuser für das historisch gewachsene "romantische" Stadtbild erkannte. Und aus heutiger Sicht, mit all den zwischenzeitlichen Verlusterfahrungen, ist ohnehin jeder Abriss , jede Entstuckung und dergleichen mehr doppelt zu bedauern.
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Ich meine nicht eine Modernisierung der Fassaden, sondern eine im Inneren der Gebäude.
Oder würdest du lieber nachts über den Hof zum Plumpsklo gehen?
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Urig oder verbaut, runtergekommen, hygienisch katastrophal - das ist halt Ansichtssache.
Ich glaube, über die Wohnverhältnissse in diesen engen Vierteln machen wir uns heute kaum noch realistische Vorstellungen .
Entkernt und modernisiert sieht das dann natürlich wieder anders aus.
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Fände gut, wenn man am konkreten Objekt beschreiben könnte, was diese Gebäude zum Schandfleck macht.
Ohne gleich von Schandfleck sprechen zu wollen, würde ich sagen dass die ( an sich schon öden) Fenster zu viel Fläche einnehmen und zu dominant wirken. Das gibt den Fassaden eine lieblose Wirkung. Vielleicht wäre durch den Einbau stärker unterteilter Fenster schon viel erreicht.
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Bei Häusern des Historismus bis hin zum Jugendstil, sieht man oft (moderne) Fenster mit folgendem Aufbau: breitere Fenster zweiflügelig mit einem durchgehenden (mitunter aber vertikal geteilten) Oberlicht. Schmalere Fenster einflügelig mit einem ungeteilten Oberlicht. Die Oberlichter sind jeweils zu öffnen.
Wichtig: Alle Fensterflächen sind nicht weiter durch Sprossen unterteilt.
Meine Frage: Waren diese Fensterflügel ohne Sprossenunterteilung auch zur Bauzeit der Häuser schon üblich? Viele historische Fotos legen das nahe, aber ich wollte hier mal die geballte Kompetenz der Foristen bemühen ...
An meiner umständlichen Beschreibung erkennt ihr unschwer, dass ich mit dem Hochladen von Fotos leider gescheitert bin

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Aachen als Beispiel ist eine recht gut durch den Krieg gekommene und noch halbwegs schöne Stadt. (..) Nichts wird rekonstruiert, kein Platz schön gestaltet, im Gegenteil, nichts, nichts, nur immer weiter alles verhunzt und verdummt. Neueste Geistesblitze: mobile Stadtmöbel, sündhaft teuer, im Sperrholz-Gerümpellook, zugemüllt und ge-tagt, stinkend, nach ein paar Wochen schrottreif. Und das alles wie im Zeitraffer anzusehen. Also:
Ein Hoch auf den Osten!![rauch ~:-[]](https://www.stadtbild-deutschland.org/forum/wcf/images/smilies/smiley113.png)
Ich war vom Zustand Aachens einigermaßen entsetzt, als ich es letztes Jahr erstmals gesehen habe; den kleinen Kern um den Dom mal ausgenommen. Das hat die Stadt, in der die Gebeine Karls des Großen ruhen, nicht verdient!
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Traumhaft schön!
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So ist es. Eine gewisse Hoffnung vermitteln höchstens noch Länder wie Polen und Ungarn.
Aber jetzt wird es schon wieder Off-Topic ...
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Das Betrachten solcher alten Filme ist so, wie wenn man sich freiwillig Schmerz zufügt. Ich mag das irgendwie gar nicht mehr.
Ich kann davon, ganz im Gegenteil, nicht genug kriegen. Aber ich verstehe natürlich was du meinst, für Liebhaber von Geschichte und klassischer Architektur hat es schon etwas Masochistisches an sich.
Am deprimierendsten finde ich beim Betrachten solcher Filme nicht mal den Verlust alter Bausubstanz, denn die könnte man ja im Idealfall rekonstruieren, bzw gibt es durchaus einige halbwegs unzerstörte Kleinstädte oder Straßenzüge/Viertel in größeren Städten, die eine "Zeitreise" beim Durchschlendern nach wie vor ermöglichen.
Nein, es ist vielmehr der brutale Kontrast zwischen der "bella figura", die damals nicht nur der öffentliche Stadtraum, sondern auch seine Bewohner machten, und der heute allgegenwärtigen Verwarlosung, Gleichgültigkeit, Stillosigkeit, Schlampigkeit. Kein Bemühen mehr, sich halbwegs "präsentabel" in der Öffentlichkeit zu zeigen, kein Bewusstsein mehr für die historische Herkunft von Stadt, Kultur und Lebensart, kein Sinn mehr für Ästhetik, keine Wertschätzung mehr für die Arbeit seiner Mitmenschen, für das Werk von Architekten, Handwerkern, Gärtnern, Straßenkehrern, die all das um einen herum geschaffen haben und sich bemühen, es intakt und sauber zu halten.
Ja ich weiß, das war auch damals schon nicht allen Leuten wichtig, die ärmeren Schichten haben vom Glanz der Belle Epoque nicht viel mitbekommen, und heute laufen auch nicht nur Nihilisten durch die Stadt. Dennoch liegen die Grundtendenzen klar vor Augen, und sie geben kaum Anlass für Optimismus, dass sich unsere Gesellschaft insgesamt noch mal zum Besseren wenden könnte

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Der Artikel spricht mir aus der Seele. Abgesehen von der künstlerischen Würdigung von Historismusbauten ist es aber auch deren schiere Masse, die sie für deutsche Stadtbilder herausragend macht.
Oder anders gesagt: Was haben denn viele deutsche Städte, abgesehen vielleicht von ein paar deutlich älteren Kirchen, an historischer Bausubstanz noch zu bieten, wenn nicht die Repräsentationsbauten und Stadtviertel der Gründerzeit. Man stelle sich vor, die würden alle fehlen ... ein Horrorgedanke.
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Duderstadt und Wolfenbüttel waren in puncto Fachwerk angenehme Überraschungen.