Posts by Andersdenkender

    Laut PNN vom 15.11.2019 sollen von über 18.000 Quadratmeter Nutzfläche etwa 7.000 qm zu 9 Euro nettokalt vermietet, die wiederum durch Preise von mehr als 15 Euro nettokalt gewissermaßen quersubventioniert werden.

    Nach bisherigen Veröffentlichungen
    soll ein Generalmieter die komplette Weitervermietung übernehmen.

    Dieses Konzept wurde durch die SVV beschlossen.

    Für mich ist dabei nicht nachvollziehbar, warum sich eine Hälfte der Mieter auf die höhere Miete einlassen sollen, um den anderen den subventionierten Mietpreis auf dem Silbertablett zu servieren. Das kann bei den Unterschieden von 6 Euro pro Quadratmeter nur zu schaffen sein, wenn zB eine städtische Gesellschaft generalmietet und dann so weitervermietet, dass durch verschiedene Haushaltsträger zum Schluß die "Nullsume" rauskommt.

    Die 15 Euro (und mehr) sind dabei Aussagen vom Projektentwickler.

    Mal als Frage in den Raum stelle:

    Wenn das Potsdam-Museum wegen seines Bedarfs jetzt für Glockenweiß als Ankermieter "in Stellung gebracht wird" (gebracht werden könnte) - Wer unterschreibt den Mietvertrag?

    Die Randbedingungen sind doch geklärt und meines Erachtens auch von der SVV abgesegnet - eine Art Standardmiete in bereits definierter Höhe für die "normalen Mieter" und für diejenigen, die man "zu günstigeren Preisen unterbringen muss", die reduzierten Mietsätze.

    Es läge ja der schwarze Peter bei den Stadtverordneten, wenn das Projekt an unterschiedlichen Miethöhen scheitern sollte. 🙄🤔🤔

    Vielleicht habe ich die Ironie nicht richtig gekennzeichnet.

    Die Gegner des Wiederaufbaus der Garnisonkirche sind in der Regel auch Gegner vom Abriß des Rechenzentrums und blenden dabei geflissentlich die Rechtslage aus.

    Ganz nebenbei wird ja gekräht, dass sich die Nutzer des Rechenzentrums die Mieten im Kreativzentrum nicht leisten können werden.

    Im Prinzip könnte auf Grund der Rechtslage einfach das Verlassen des Rechenzentrums abgewartet werden (es war ein erheblicher Fehler, die "Zwischennutzung" länger als ursprünglich zu dulden, denn nach dem Prinzip von kleiner Finger und ganzer Arm wird inzwischen mit Selbstverständlichkeit erwartet, dass die Nutzungsverträge / Mietverträge als endgültig akzeptiert werden) - stattdessen wird von der Stadt eine Ersatzlösung erwartet und angeboten, bei der aber die Mietpreise so niedrig als gerade noch möglich gestaltet zu werden haben.

    Mit dem "Ankermieter" könnte nunmehr die Stadt eine höhere Miete akzeptieren, um denen, denen das Prinzip "seine Kunst muss man sich auch leisten können" fremd ist, die neuen Räume querzusubventionieren.

    Es würde also städtisches Geld für den Freizug des Rechenzentrums und somit für die Baufreimachung des Kirchengrundstücks genutzt werden.

    Nun gut - kein städtisches Geld für die Garnisonkirche bekommt da schon ein klitzekleines Geschmäckle - - - - vielleicht ist aber auch nur der Ironiemodus bei mir in der Vorrangschaltung.

    Zum einen wird ja fürs neue Kreativzentrum ein "Ankermieter" gesucht - das könnte als "Subventionsträger" das Museum sein.

    Hohe Miete aus dem Stadtsäckel damit die Noch-Mieter des Rechenzentrums niedrigere Mieten angeboten bekommen können.

    Also auf dem Umweg über die Mietsubventionierung wird der Weg frei gemacht für die Freimachung des Grundstücks. Darauf muss man erst einmal kommen. Chapeau ✌🏻

    Ja, das hieß es bisher tatsächlich schon mehrfach. Nun scheint es aber einen (un-?)geschickten Winkelzug zur endgültigen Aushebelung der Selbst- und Mitbestimmung der jüdischen Gemeinden in Potsdam zu geben. Ud Joffe spricht da sicherlich zu Recht von einem Skandal. Statt dem Architekten eine Richtung vorzugeben, geht es nunmehr endgültig um eine Alibifunktion. Schaut her, wie großzügig wir Brandenburger sind - wir bauen für die Juden ein neues Religionszentrum. Ob's brauchbar ist oder nicht, ist eh wurscht.

    So ganz nebenbei wird jetzt die Bausumme mit 12 Mio angegeben
    statt bisher 8 Mio.

    Nun ja - beobachten wir es mal weiter. Bei 5 jüdischen Gemeinden in Potsdam hätte man eine bessere Lösung finden müssen.

    Grundstück und Fördersumme übergeben und den Architekten selbst auswählen lassen - hätte dem Land besser zu Gesicht gestanden.

    ............


    Die Synagoge wird jetzt gebaut (?) Ich dachte, dass sich die beiden jüdischen Gemeinden noch nicht einigen konnten.

    https://www.rtl.de/cms/bau-der…ann-beginnen-4707026.html


    Ich hab da grade was im Autoradio bei der Heimfahrt gehört und die Glas-Google befragt: nun scheint es doch einen Baustart mit dem Entwurf des Architekten zu geben.

    Nun gut - als Alleinstellungsmerkmal für die gesamte Bundesrepublik kann sich Potsdam "rühmen", einer Religionsgemeinschaft vorzuschreiben, wie sie ihre Religion ausübt.

    Er ist sicherlich nicht so verwegen, den Platz seines großen Gönners und Förderers zu beanspruchen. Aber sei's drum - dieser kleine Ausflug in die Politik hat ja bedingt etwas mit dem Wiederaufbau der Garnisonkirche zu tun (also auf der Rechtsebene nicht - aber auf der Theaterebene 😂).

    Hinsichtlich der Stadtbildentwicklung des historischen Zentrums kann sich die Stadt glücklich schätzen, dass die wenigen Leute, die immer wieder mit lauter Stimme Planänderungen fordern, nicht bereits vor 30 Jahren das Sagen hatten.

    Noch einmal kurz abschwenkend (Ich glaube, es gibt dazu einen extra Fredd) - einige (also 3???) Staudenhofskulpturen sollen in den Komplex zurückkehren. Ist in diesem Vorgang möglicherweise das Wunschdenken zu sehen, dass die Entscheider den längst beschlossenen Anmarsch der Abrißbirne im nächsten Jahr verhindern wollen?

    Ich würde es mal ganz vorsichtig so formulieren: sein Umgang mit dem Platz der Landeshauptstadt im Kuratorium der Stiftung lässt durchaus Rückschlüsse auf eine ablehnende Haltung zu.

    Es wird möglicherweise nach der nächsten Wahl das Prädikat "OBM der großen Worte" an ihn zu vergeben sein. Viel Wind um nichts in Verbindung mit ergebnisoffener Reisetätigkeit kommt ja von ihm - sogar in Bezug auf mehrere Projekte (wenn ich hier mal an sein selbsternannte Herzensprojekt Stadtkanal sowie an das Gelände Langer Stall und die Planungen für die Nutzung als neues stadtmittiges Kunst- und Kreativzentrum ob der Nähe zur Kirche erinnern darf).

    Ich will nun nicht sagen, dass es mich direkt verunsichert - aber ein wenig irritiert bin ich schon.

    Da wird nach Durchlauf aller dafür vorgesehener Prozesse der Turm der Garnisonkirche neu errichtet und selbstverständlich gibt es Leute, denen das nicht passt. Diese berufen sich in aller Regelmäßigkeit auf das Ergebnis von Bürgerbefragungen, in welcher zum Beispiel der Punkt "kein Geld aus dem Potsdamer Stadtsäckel für die Garnisonkirche" mit seiner hohen Zustimmung auch in aller Regel als Beweis für die Ablehnung des Wiederaufbaus durch die Mehrheit der Potsdamer Einwohnerschaft herangezogen wird.

    Nun sagt die Stiftung für
    den Wiederaufbau, die Planung und Errichtung des Kirchenschiffes solle künftigen Generationen vorbehalten sein - denn die Wirkung des Turms wird mit Sicherheit großartig sein.

    Und hier setzt meine "Verwirrung" ein, denn unser bester und großartigster OBM aller Zeiten will zum einen den Herrn Brüchepapst Libeskind zur Einreichung eines Entwurfes animieren und zum anderen eine (für mich nicht ganz nachvollziehbar ausformulierte) "Machbarkeitsstudie" für den Bereich des Kirchenschiffes durchführen lassen.

    Bezahlt dies der Herr Schubert aus seiner eigenen Tasche, um den Potsdamer Etat nicht zu belasten?

    Die Bemühungen um Ankauf und Abriß des Interhotels sind noch zu Amtszeiten von OB Jann Jakobs mit einem SVV-Beschluß gestoppt worden.

    Das ist so nicht ganz richtig. Mit der - auch bei Extra3 thematisieren - Wiese des Volkes sind die Pläne zum Erwerb und Abriß des Hotels quasi "durch die Hintertür" immer noch auf der Agenda.

    https://m.pnn.de/potsdam/abris…bt-das-ziel/24933014.html


    Und eben unter Beachtung dieser Zusammenhänge zuzüglich der damit einhergehenden Bevormundung des jetzigen Eigentümers hat es unabhängig davon, wer die Bewertung zur Aufnahme oder Nichtaufnahme in die Denkmalliste durchführt, ein kleines Geschmäckle.

    Das mercure gehört ja im weitesten Sinne zur Umgebung des Stadtschloßes - es gibt anscheinend Überlegungen, dieses Gebäude unter Denkmalschutz zu stellen.

    Nicht ganz nachvollziehbar unter Würdigung der Anstrengungen der "Potsdamer Regierung" dieses Haus zu Abrisszwecken zu erwerben.

    Der Artikel steckt zwar hinter der Abo-Bezahlschranke - aber die wichtigste Information habe ich ja gegeben. Die beiden Fotos sind vom Tag der Umkennzeichnung am 21. März 2019.

    https://m.maz-online.de/Lokale…sdam-auf-die-Denkmalliste

    Gerechtigkeit bedeutet, Gleiches gleich und ungleiches ungleich zu behandeln. Glasscheiben in einem Glashaus (auch wenn das auf den Terrassen von Sanssouci steht) sind nicht dasselbe wie Glasscheiben in einem Gebäude aus dem 18. Jahrhundert. Niemand hier hat mit einem Ton Vandalismus verteidigt oder schöngeredet. Aber es bringt auch niemandem etwas, wenn wir alles über einen Kamm scheren.

    Wo ist der Unterschied bei den beiden Fällen?

    Bitte nur auf nüchterner sachlich-rechtlicher Ebene betrachten.

    Eine durch Vandalismus zerbrochene Scheibe ist eine zerbrochene Scheibe. Bei der Betrachtung der möglichen Folgen mag es große monetäre Spannweite geben - dies hat doch aber auf die grundsätzliche Bewertung solcher Respektlosigkeit keinen Einfluß zu haben.

    Ich finde, es macht schon einen Unterschied, ob historische Glasscheiben zerstört und barocke Interieurs damit den Wettereinflüssen ausgesetzt wurden, oder ob Glasscheiben in einem Gewächshaus zerbrochen wurden.

    Ich persönlich habe etwas gegen Vandalismus jedweder Art. Mich stört es, wenn "Künstler" ohne Auftrag der jeweiligen Eigentümer Farbe auf Hauswände auftragen und dies als urbane Kunst deklarieren.

    Mich stört es auch, wenn jemand mit faustgroßen Monolithen Zerstörungen anrichtet, indem er sie sich mit hoher Geschwindigkeit durch die Luft bewegen lässt.

    Es ist die fehlende Achtung vor dem Eigentum anderer, die zu solchen Ereignissen führt und es ist gleichzeitig das Verstecken hinter Geringfügigkeit und fehlendem öffentlichen Interesse, das zur Weiterführung solcher Taten durch fehlende Sanktionierung verleitet.

    Eben, so ein ambitioniertes Umbauprojekt im Herzen der Stadt hat sich nicht mal Berlin getraut.

    Dann müsste man sich in Berlin erstmal darüber im Klaren sein, was genau "das Herz der Stadt" sein sollte. Wenn ich es richtig im Hinterkopf habe, gibt es mindestens 2 Altstädte als Zentren und darüber hinaus den historischen Zuwachs durch Bebauung-Zusammenschluß (Lückenbebauung wäre wahrscheinlich zu hoch gestochen bei den Abständen zwischen den inzwischen vereinigten Alt-Siedlungen) während Potsdam tatsächlich von der Altstadt aus zur Ausbreitung gelangte.

    Meister Lampe,der Erhalt des RZ soll ja auch von Seiten der Gegnerschaft die Wirkung des Turmes einschränken und dazu noch ein modernes Schiff (starke Brüche).Den Turm können sie jetzt nicht mehr verhindern,dafür aber wenigstens wie gesagt,seine Wirkung mit dem RZ und modernem Schiff einschränken.Deshalb diese von ihnen initierte Kompromissdiskussion.Die überwiegend linke Gegnerschaft wird nimmer müde den Turm in seinem ganzen doch noch irgendwie städtebaulich zu beinträchtigen.

    Das iat zwar ein frommer Wunsch der Gegnerschaft - wie soll das aber unter Beachtung des geltenden Rechts umgesetzt werden?

    Hier zeigt sich, wie recht Konstantindegeer mit seinem Startbeitrag hatte. Gäbe es die auf good-will beruhende Verlängerung der Zwischennutzung des RZ nicht, hätten wir diese Diskussion heute nicht. Die Rechtslage wird von den Gegnern der Garnisonkirche völlig ausgeblendet. Der gültige Bebauungsplan sieht den Abriß des RZ vor PUNKT. Die Vertragssituation insgesamt erlaubt der Stiftung, die Entscheidung über die Gestaltung des Kirchenschiffs "künftigen Generationen" zu übertragen. Warum also diese plötzliche Eile?

    Das Beste ist,es bleibt alles so wie es vertraglich geplant ist.Die Kreativen aus dem RZ ziehen 2024(natürlich nur wer möchte) in das für sie neu erbaute Kreativquartier.Das marode alte RZ Gebäude wird anschließend abgerissen,der Turm der GK wird 2023 fertiggestellt,Punkt!! Eine Kompromissdiskussion die jetzt losgetreten wird, ist völlig destruktiv und unverständlich.Oder soll diese unnütze Diskussion am Ende nur wieder auf den Erhalt des RZ hinauslaufen?Ich Glaube,diesen Tanz ums RZ befeuern hauptsächlich all jene Mieter,die nicht aus dem RZ auziehen wollen.

    Auch hier ist der Ablauf seitens der Nicht-Auszugswilligen nicht bis zu Ende gedacht. Der nach Meinung Wissender marode Kasten braucht auch ein paar Euro zur Ertüchtigung für eine längere Weiternutzung - das wollen die Damen und Herren zum Großteil in Eigenleistungen stemmen. Für eine für den Betreiber kostendeckende Miete reicht es grad so - für die Bildung einer Instandhaltungsrücklage schon nicht mehr. Unter dieser Voraussetzung fehlt die Erklärung, wo die Kohle für die Eigenleistungen herkommen soll. Selbst unter der Annahme dass nur hochprofessionelle Bauprofis dort tätig sind - Material für die nötigen Arbeiten wächst nirgends an einem Baum zum Pflücken und Mitnehmen.

    So so, ein "Kompromiss". Dann wird es ja dringend Zeit für den angekündigten Entwurf von Herrn Libeskind, der bestimmt die ganze Stadt von 'Mitte Schön' bis zu den Querdenkern Neudenkern in Begeisterungsstürme versetzt...

    Zu diesem von Herrn Schubert angeregten "Entwurf des klaren Bruchs" fehlt trotz der Interessenbekundung des Lieben Kindes das wichtigste: die Finanzierung.

    Nimmt unser Potsdamer OB etwa an, dass der Herr Architekt einen Entwurf für lau spendiert? Mir fehlt da tatsächlich der Glauben.

    Nachdem ich mich zumindest im MHM in Dresden von seinen - des Architekten - "Künsten" überzeugen musste, würde ich den Potsdamern einen Verzicht auf dieses Experiment dringendst anraten.