Posts by StadtBauherr

    Heute erschien im Tagesspiegel ein weiterer Artikel zu der Thematik. Das Handeln des Bezirks erscheint mir noch zwielichtiger als ich dachte. Aus dem Artikel geht deutlich hervor, dass es dem Bezirk eigentlich darum geht, "Investoren-Wohnungen" für "Luxus-Bürger" zu verhindern.

    Und tatsächlich bemängeln sie dann die "monotonen , langgestreckten Fassaden“, eine Überschreitung der Geschossanzahl und eine Verschattung anderer Wohnhäuser.

    Hier werden andere falsche Gründe gesucht, um dieses Projekt zu verhindern und somit verliert der Bezirk für mich persönlich sehr viel Glaubwürdigkeit. Dieses heimliche opportune Verhalten sieht man sonst besonders bei Baustadtrat Schmidt in Friedrichshain-Kreuzberg.


    Man muss nur einen kurzen Blick auf zahlreiche andere frisch fertiggestellte Bauprojekte in Schöneberg werfen und wird feststellen, dass diese eine Versinnbildlichung der oben genannten Kritik des Bezirks darstellen. Das geplante Winterfeldt-Projekt erscheint dagegen wie ein Segen.


    Es wäre jedenfalls unglaublich schön für diese Ecke, wenn dieses aktuelle AOK-Gebäude verschwindet und dafür ein Gebäude hinkommt, dass wenigstens eine halbwegs gelungene Stadtbild-Reparatur darstellt und kein weiterer gesichtsloser Neubau, wie wir sie momentan überall in Tempelhof-Schöneberg vorfinden.


    Der neue Artikel: https://www.tagesspiegel.de/be…rifizierung/27035712.html

    Guido Spars wird der neue Gründungsdirektor der Stiftung Bauakademie.

    Das kann man erstmal neutral hinnehmen und auf seine ersten Taten warten. Besonders interessant wird die Ausschreibung des Architekturwettbewerbs.


    Laut Artikel wird sich die künftige Bauakademie unter Guido Spars hauptsächlich mit der Immobilienwirtschaft und Bauindustrie auseinandersetzen.


    Der vollständige Artikel:

    https://www.baunetz.de/mobil/meldung.html?cid=7558416


    Ein schöner Fotofund aus einem alten Zeitungsbericht über Reinhold Begas.

    Ein Mann steht Modell für die Figur des Atlas, die später am Bismarck-Denkmal installiert wurde. Bei diesem Foto werden einem die gewaltigen Ausmaße der Skulptur erst richtig bewusst.


    Interessant sind auch die anderen Werke, die man auf dem Bild erkennen kann. Beispielsweise im Vordergrund ein Miniaturmodell des vollständigen Bismarck-Denkmals oder rechts an der Wand (wenn ich mich nicht irre) ein Sockel-Relief des Kaiser-Wilhelm-Nationaldenkmals.


    Solche Einblicke in den Alltag früherer Bildhauer sorgen doch immer wieder für Ehrfurcht und Faszination vor dem damaligen Kunsthandwerk.

    Der Bezirk versucht einen klassisch orientierten Neubau am Winterfeldtkiez zu verhindern. Sie haben das Projekt im vergangenen Sommer nicht genehmigt.

    Die übergeordnete Senatsverwaltung hatte jedoch zuvor keinerlei Bedenken und wird den Bau nun erneut prüfen.


    Mir persönlich gefällt die Fassade gut. Die etwas breiteren Fenster erinnern mich an die Berlin-typischen Altbauten der 20er Jahre.

    Die klassische Gestaltung fügt sich mit Sicherheit gut in die Gegend ein. Das ist allemal besser als der Großteil aller anderen Neubauten, die momentan entstehen.



    Der Link zum Artikel:

    https://m.tagesspiegel.de/berl…aehig/27018150.html#layer

    Zitat von Hamburger Abendblatt

    "(...) „Architektur hat mit Bedeutung zu tun“, sagt der Bauhistoriker Gert Kähler. „Was kann aber der Wiederaufbau eines Baus der Zeit Wilhelms II. bedeuten [...]

    Der Architekt der Bornplatzsynagoge, Semmy Engel, war jüdischen Glaubens. Da ist es komplett irrelevant, wer zur Zeit des Baus das Staatsoberhaupt des Landes war.

    Ich verstehe nicht, worauf Herr Kähler hier bitte hinaus möchte. Gerade weil der Architekt der Bornplatzsynagoge jüdischen Glaubens war und die Synagoge im Grindelviertel ein herausragendes Symbol für die Juden in Deutschland war, sollte sie äußerlich in ihrer originalen Form rekonstruiert werden.

    Es scheint mir wieder einmal, dass es nur darum geht, historische Architektur aus dem Stadtbild zu bannen.

    Bei der Entscheidung hier ist es auch absolut unangebracht von Herrn Kähler, der jüdischen Gemeinde dazwischen zu reden und sie von ihrem Wunsch nach der historischen Erscheinungsform abzubringen.

    Weil sie damals kein Mitspracherecht bei der Zerstörung ihrer Synagoge hatten, sollten sie heute das alleinige Entscheidungsrecht tragen!

    Die Chancen für die Denkmalskirche stehen nicht so schlecht wie man denken könnte.


    Die Denkmalskirche machte einmal ein Drittel (!) der Gesamtgröße des Berliner Doms aus und gehörte zum Gesamtkonzept unersetzlich dazu.

    1975 dann die ideologische Sprengung, obwohl sie im 2. WK nur wenig Schaden erlitten hatte.


    Viele Originalteile der Denkmalskirche liegen noch in Ahrensfelde und könnten später einmal benutzt werden.

    Das Thema braucht einfach noch ein paar Jahre- abgesehen davon, dass die Domgemeinde aktuell finanziell nicht gut dran ist.

    Mit einem neuen Nutzungskonzept könnte eine Wiedererrichtung jedoch möglich werden.

    Mich würde es auch nicht zu sehr stören, wenn die Dennkmalskirche durch einen Konsens entsteht (äußerlich rekonstruiert und innen modern).

    Erste Bücher, in denen die Unersetzlichkeit der Denkmalskirche für den Berliner Dom klar gemacht wird, wurden ja schon veröffentlicht.

    Wir sollten die nächsten Jahre am Thema dran bleiben und optimistisch bleiben!

    Das Volk wartet geduldig auf die Ankunft seiner Majestät [...] Gar vielerlei Grazien umgeben das edle Haus Hohenzollern [...] Noch soll niemand von seiner Ankunft wissen, da die Wiedereinführung der Monarchie erst 2027 geplant ist.

    So sehr ich Deine Freude über den Wiederaufbau des Schlosses teile, hinterlassen deine gemachten Aussagen ganz einfach fragwürdigen Eindruck. Sie wirken eher wie eine versteckte Sehnsucht nach monarchistischen Zuständen, als besonders lustig. Nebenbei schaden diese Beiträge dem Forum und sind ein Schuss ins eigene Bein aller Rekonstruktions-Befürworter.

    [...]

    Aber gut, das bin ich von gewissen Parteien ja inzwischen gewöhnt, daß die sich mit Blumen schmücken welche andere säten.

    Dann hast Du mich missverstanden.

    Es ging darum, dass die heutige Kritik zumeist aus der politischen Richtung kommt, die eben damals als Koalition regierten und somit mitverantwortlich für den Wiederaufbau waren.

    Dass sie sich deshalb heute mit Blumen schmücken, ist nicht der Fall. Eher wünschen sie sich, dass sie damals anders abgestimmt hätten.

    Dementsprechend war der Abriss des Stadtschlosses durch die DDR im Jahr 1950 ebenso "Fake History". Dadurch wurden knapp 500 Jahre Geschichte eines Gebäudes/Ortes dem Erdboden gleichgemacht und der Eindruck vermittelt, dass es das Schloss nie gegeben habe.


    Die Schlossgegner in den Zeitungsartikeln beharren weiterhin auf ihren engstirnigen, gleichen und undurchdachten Argumenten.

    Und ich wiederhole es erneut: Dass das für Berlin einst wohl geschichtsträchtigste Gebäude unrechtmäßig(!) abgerissen wurde, ist Grund genug, es wiederaufzubauen.

    Das hat nichts mit Vergötterung von Aristokraten oder ähnlichem zu tun, sondern folgt einer Beurteilung nach historischem/architektonischem und städtebaulichen(!) Wert.

    Das damalige Vorgehen widerspricht zutiefst einer denkmalschutzwürdigen Behandlung nach heutigem Verständnis.


    Sogar in der DDR hat man diesen enormen Wert im späteren Lauf der Geschichte erkannt und im historischen Zentrum beispielsweise liebevoll das Kronprinzenpalais rekonstruieren lassen.


    Der Wiederaufbau des Berliner Schlosses ist eine Ausnahme in Berlin und ist auf die enorme Geschichtsträchtigkeit und historische städtebauliche Situation am Lustgarten zurückzuführen.

    Der Bundestag stimmte 2002 demokratisch unter rot-grüner(!) Koalition für den Wiederaufbau.


    Die immergleichen Kritiker erscheinen mit ihrer flachen und unveränderten Argumentation unbelehrbar und zu keinem ernsthaften Dialog bereit.

    Man sollte es ihnen gleich tun und ihnen kein Gehör schenken oder verschaffen.

    Zwei aktuelle Beiträge im ZDF Magazin Royale (Comedy) zum Thema Kunst im Humboldt Forum:

    Interview zu Kolonialkunst im Humboldt Forum

    Das Humboldt Forum - Raubkunst in Berlin?

    Die Kritik bezieht sich glücklicherweise nicht auf den Wiederaufbau des Berliner Schlosses, sondern nur auf die ausgestellten Exponate.

    Wenn man die geraubten Exponate zurückgibt, kann man ja vielleicht einige Räume mehr rekonstruieren und das Schloss sich selbst widmen ;)

    Der MdR berichtet gestern, dass polnische Taucher in der Ostsee wohl das Wrack des Schiffs "Karlsruhe" entdeckt haben.

    Das Schiff verließ mit 1100 Flüchtlingen und 360 Tonnen Fracht die Stadt Königsberg, um in die Westgebiete zu fliehen. Trotz Eskorte wurde das Schiff in der Ostsee, versenkt.


    Die Taucher fanden bisher beispielsweise Porzellan von der Königlichen-Porzellan-Manufaktur (KPM) und viele Kisten mit bisher unbekanntem Inhalt.

    Sie mutmaßen, dass das ausgebaute Bernsteinzimmer noch in der Fracht stecken könnte.


    Man kann sehr gespannt sein, was sich hier ergeben wird:

    http://www.mdr.de/nachrichten/…zimmer-ostsee100~amp.html

    Die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Friedrichshain-Kreuzbergs Baustadtrat Florian Schmidt. Es geht um Steuergeldverschwendung:


    https://m.tagesspiegel.de/berl…rat-schmidt/26181462.html


    Falls sich hier der Vorwurf erhärtet, ist Schmidts einzige Option der unwiderrufliche Rücktritt.

    Zumal das nicht der erste Eklat um Florian Schmidt ist!

    Für den Karstadt am Hermannplatz würde damit der wohl penetranteste Widersacher den Platz frei machen.