Posts by classica

    Da hat der coronabedingt eingestellte Theaterbetrieb tatsächlich etwas Positives: Die Sockelabdichtung im Eingangsbereich kann ungehindert erledigt werden und vielleicht auch noch die ein oder andere längst fällige Reparatur im Haus. Wäre interessant zu erfahren, wofür das Champagner-Zimmer anschließend genutzt wird.


    Zurück zum MDR Video. Ich hab mich wieder einmal köstlich amüsiert über die NVA-Soldaten, die als Dummies für die Akustikproben herhalten mussten. :lachentuerkis: Weiß jemand, ob die auch live Musik zu hören bekamen oder nur stundenlang dasitzen mussten als Füllmasse? Bis auf ab und zu ein: "Kompaniiieee.... klatschen!" oder "Kompaniiieee... husten!"

    Königliches Hoftheater Dresden (Semperoper 1)



    Unknown maker, German [Theatre. / Konigliche Hoftheatre Dresden], about 1870, Albumen silver print

    84.XC.873.4511 The J. Paul Getty Museum, Los Angeles, Digital image courtesy of the Getty's Open Content Program


    Ansicht der Ruine (Rückseite) nach dem verheerenden Brand im Jahre 1869. Zu diesem Zeitpunkt hatte der prächtige Bau keine 30 Jahre gestanden.

    Quelle: ebay


    BautzenFan hat bereits in vorigen Beiträgen hier und hier wunderbar die Entstehungsgeschichte und Beziehungen aller 3 Semperopern zusammengetragen.

    Dazu kann ich wärmstens einen Videobeitrag des MDR empfehlen, den ich gerade entdeckt habe: "Feuer in der Semperoper". Darin wird eindrucksvoll geschildert, wie es zu dem Brand 1869 kam, unter welchen Umständen Gottfried Semper auch die Planung der Semperoper 2 übernahm, bis hin zum Wiederaufbau des Opernhauses zu DDR-Zeiten (Semperoper 3) - alles mit dem Augenmerk auf brandschutztechnische Aspekte - damals wie heute. :daumenoben:


    Video: Feuer in der Semperoper

    Was auffällt ist das am meisten Bilder der Petrikirche die Spitze ausgebrannt und hohl ist aber hier noch zu 2/3 bedeckt........

    Man wusste, dass ein amerikanischer Flieger die Tage vorbeifliegen würde und hat schnell wenigstens zu 2/3 ein Potjomkinsches Dach errichtet - wohl wissend, dass es in der Verpixelung der Entfernung nicht auffallen würde - um zu zeigen, wie vorbildlich der sozialistische Wiederaufbau Stalinistischer Prägung im Ostteil Berlins voranschreitet. :biggrin:

    Nach der Aktion wurden die Potjomkinschen Ziegel wieder entfernt und für andere Bauten verwendet, daher sind sie auf späteren Bildern nicht mehr zu sehen.

    Ich glaube nicht, dass Brennmaterial in solchen Mengen und in Zeiten des Mangels so frei herumliegt. Wie hätten die das denn bewachen wollen, nachts und überhaupt. In Zeiten, wo es auch beim Aufbau des Sozialismus nach wie vor an vielen Dingen mangelte: Baumaterial etc., wird man den Bürgern doch nicht die begehrte Ware zuhauf vor die Nase gesetzt haben.

    Deine Vermutung scheint zu stimmen. Eine Diplomarbeit zu Trümmerbergen in Berlin berichtet von > 6 Mio. Kubikmetern Trümmer allein in Berlin Mitte. Ich weiß ja nicht, von wann Eiserner Pirat 's Bilder sind, aber allein bei der Sprengung des Berliner Schlosses kamen nochmal unzählige Kubikmeter hinzu...

    Die interaktive Zeitreise ins Jahr 1953 zeigt auch hier den Schuttberg, wahrscheinlich ist er tatsächlich vom Schloss, liegt ja nahe.

    Es ist auf den Bildern von vor 2 Wochen auch schon zu erkennen, aber da war es mir gar nicht so aufgefallen...

    Man hat an einer Ecke des Altbaus versucht, die Natursteine zu reinigen und auf dem alten Putz einen Anstrich zu testen. Bin mir jetzt von Zuhause aus nicht sicher, ob links des Fensters auch einfach mit dem Kärcher rübergegangen wurde wie vermutlich über die Natursteine und eben nur die Faschen angestrichen wurden oder ob das auch ein Grauton ist.

    Doch was will man denn mit solch großen Ausblühungen und Feuchtigkeitsschäden am Putz machen? Ist ja nicht die einzige Stelle. Aber anscheinend ist der Putz im Großen und Ganzen in einem nicht so schlechten Zustand.


    Gehört nicht hierher, aber weiß man eigentlich, wie das damals gehandhabt wurde, als ganze Straßenzüge plattgemacht wurden für Speers Germania oder auch beim Abbruch der Häuser an der Schlossfreiheit? Wurde das in den Medien reflektiert? Vom Angebot von Ausgleichswohnungen ist ja sicher nicht auszugehen. Architektur ist doch auch niemals losgelöst vom Gesellschaftssystem.

    Rein architektonisch gesehen - begrüßenswert - vom sozialen Standpinkt her - eine Katastrophe!


    Den Mietern des Vorgängerbaus wurde vom Vermieter gekündigt, weil "ihn das Mietverhältnis an einer angemessenen wirtschaftlichen Verwertung des Grundstücks hindert und er dadurch erhebliche Nachteile erleiden würde." (§ 573 Abs. 2 Nr. 3 BGB) (Quelle: Berliner Mieterverein)

    Kann jemand die Straße zuordnen?

    Das ist die Ecke Hohenzollernring / Schönwalder Allee in Spandau. Siehe Bildindex.

    Heute Nummer 117, früher wohl Nummer 120 Hohenzollernring.

    Der Untertitel auf der Postkarte ist schon leicht verwirrend, aber hinter diesem Eckbau beginnt das Villenviertel am Stadtwald / Spandauer Forst.

    Das Gebäude scheint in seinen Grundmauern erhalten geblieben zu sein. (aktuell) Wahrscheinlich wurde es als markanter Eckbau bei der Schlacht um Berlin besonders stark in Mitleidenschaft gezogen, als Sowjetische Truppen Ende April 1945 von Norden her in Richtung Zentrum vordrangen. Quelle:Tagesspiegel 21.04.2020 -"Vor 75 Jahren endete der Krieg in Berlin-Spandau."

    War der Sockel schon immer so weiß ? Oder ist hier schon gereinigt worden ?

    Auf Wikipedia gibt es ein Bild von der Südfassade, das darauf schließen lässt, dass diese 2018 fertiggestellt wurde. Also ist der Sandstein schon 2 Jahre dem allgemeinen Ruß und Dreck der Berliner Luft ausgesetzt und wird somit schon etwas nachgedunkelt gewesen sein. Umso heller erscheint er dann jetzt nach der Reinigung. :zwinkern:

    In der nahen Dohnaer Str wurde ein Gründerzeitler saniert. Ich finde diese leider missglückt.


    Dohnaer_Heidenau01


    Dohnaer_Heidenau02

    Eine Schande! Selbst wenn darunter ein Neubau versteckt wäre - wie nichtssagend. Ich habe leider kein wirklich altes Bild gefunden, nur auf der Seite des verantwortlichen Architekturbüros Fotos mit abgeschlagenem Putz.

    Immobilienangebote vermelden:

    Das Jugenstilanwesen Dohnaer Straße 29 liegt in Heidenau. Das sehr schöne und absolut repräsentative Haus, erbaut um 1920 ist diese Immobilie Zeitzeuge des modernes Jugendstils und Ausdruck der Art Deco Epoche.


    Die 3 Zimmerwohnung befindet sich im Untergeschoss des liebevoll sanierten Mehrfamilienhauses.

    "liebevoll saniert" ablachen:)und überhaupt noch die Stilepoche zu erwähnen...

    Und was heißt hier "Untergeschoss", der Keller?

    Der Residenzschlossverein Neustrelitz e.V. sieht Möglichkeiten für die Nutzung der Parkvilla (Großherzogliches Palais in der Parkstraße) als Museum (Nordkurier vom 14.08.2019). Daraus könnten sich Anschubeffekte für die Initiative zur Wiedererrichtung des Residenzschlosses ergeben. Wird man ein Gebot abgeben?

    Großherzogliches Palais Neustrelitz in der Parkstraße


    Wie Mantikor hier und Maecenas hier bereits berichteten, sollte nach jahrelanger Untätigkeit seitens des Eigentümers vom (glücklicherweise!) vereinbarten Rückkaufrecht des Landes Mecklenburg-Vorpommern Gebrauch gemacht werden.

    Es folgte ein Rechtsstreit mit dem bisherigen Eigentümer, der seine geringfügigen Investitionen fürstlich belohnt wissen wollte. Eine Forderung von 1 Mio. Euro stand sogar im Raum. Nach zähen Verhandlungen ist es zu einem rechtskräftigen Urteil gekommen, wonach Herr Schlevogt satte 585.000 Euro erhält. Weiterhin vorwurfsvoll und missmutig räumte er das Feld. (Bericht im Nordkurier vom 13.08.2019)


    Nach dem erfolgten Eigentümerwechsel war es seitens des BBL (Betrieb für Bau und Liegenschaften M-V) dringend geboten erste Sicherungsmaßnahmen durchzuführen.

    So sollen die Dachrinnen, die seit Jahrzehnten defekt sind und die dafür sorgen, dass Feuchtigkeit in das Objekt eindringt, nun repariert werden. Angebote für eine Einfriedung sollen eingeholt werden. In dem Park sollen Baumpfleger den Bestand der Gehölze untersuchen. Viel Totholz hängt in den Bäumen. Zudem soll die 1914 erbaute Villa von einem Vertreter des Denkmalschutzes begutachtet werden.


    Glücklicherweise sind wesentliche Elemente der denkmalgeschützten Innenarchitektur, wie Stuck an Decken und Wänden, die Tapetenbespannung, die Fußböden, die meisten Fenster und Türen sowie Kamine und Spiegel offenbar nicht angefasst worden.

    Foto: Betrieb für Bau und Liegenschaften Mecklenburg-Vorpommern 2019, Quelle


    Mittlerweile steht das Gebäude samt kleiner Parkanlage wieder zum Verkauf.

    Noch bis 31. Mai kann für Großherzogliches Palais in Neustrelitz geboten werden.

    Details zum Immobilienangebot finden sich auf der Seite der Staatlichen Bau- und Liegenschaftsverwaltung M-V einschließlich weiterer Fotos von Innen und Aussen.

    Ein ganzes Album mit tollen Fotos :daumenoben: gibt es auf Facebook Kulturlandschaft Mecklenburg-Strelitz

    Wie Lupi hier vor einem dreiviertel Jahr berichtete, soll das Residenzschloss Neustrelitz in einer virtuellen Präsentation das Land Mecklenburg-Vorpommern auf der Expo 2020 in Dubai vertreten. Thema: Nachhaltigkeit.

    Dank großzügiger Spenden, u.a. eines ortsansässigen Traditionsbäckers, konnten mittlerweile 3 Seiten des Schlosses virtuell rekonstruiert werden. (Bericht und neue Bilder im Blog von Strelitzius vom 07. März 2020). Jetzt fehlt nur noch die Darstellung der Süd(ost)seite zum Tiergarten. Der Residenzschlossverein Neustrelitz e.V. sammelt dafür weiterhin Spenden.


    Quelle: Wikimedia


    Wegen der Corona-Pandemie wird die Expo 2020 verschoben und nunmehr vom 1. Oktober 2021 bis zum 31. März 2022 in Dubai stattfinden, unter Beibehaltung des Namens Expo 2020. (Quelle: Wikipedia). Genug Zeit also, die verbleibende benötigte Summe aufzubringen. :zwinkern:

    Snork Wow, was für eine tolle Kamera Du hast. Danke für die guten Bilder.

    Bis da mit Reinigungs-/ Ausbesserungsarbeiten oder Größerem angefangen wird, dauert es sicher noch etwas. Ermittlungsarbeiten, Klärung mit der Versicherung, Lösungsfindung, Ausschreibung, Angebote, Einpassen dieser Arbeiten in den eigentlichen Terminplan, der eh schon durch Corona gestört ist. Naja, ich bin aber optimistisch.

    Und unseren Kermit hat es auch nicht erwischt. :lachentuerkis:


    Ich habe heute mal wieder eine Spendenbescheinigung bekommen mit aktuellem Schreiben (15.4.). Darin steht, dass die Laterne Anfang Mai aufgesetzt wird. Und bezüglich der Einweihungsfeierlichkeiten ist vom Spätsommer die Rede. Auch da bin ich optimistisch.

    Zudem ist das Konzept, die Vegetationszonen der Erde vor dem Schloss nachzubilden ohnehin eine totale Farce, denn subtropische und tropische Pflanzen werden die knackig kalten Berliner Winter wohl kaum schadlos überleben können. eye:)

    Wer redet denn von tropischen Pflanzen? Südamerika ist ein sehr großer Kontinent mit unterschiedlichsten Klimazonen und Vegetation, wenngleich Humboldt auch nur den Norden bereist hat (Karte). Allein Ecuador, wo Humboldt selbst den Chimborazo fast bis zum Gipfel (6263m) bestiegen hat, finden sich zahlreiche Klimazonen aufgrund der vorhandenen Höhenvarianten, von 0 bis über 6000 m ist alles dabei. Eben so ist in Venezuela (Erkundung des Orinoco) von tropisch feuchtem bis hin zu alpinem Klima alles zu finden.

    Da wird schon was für das in Berlin herrschende gemäßigte kontinentale Klima dabei sein an Pflanzen. :daumenoben: